Frage von Tigerauge2000, 59

Soll ich es trotzdem probieren?

Erstmal entschuldigung für diese undetailierte Frage aber mir ist keine passende in den Sinn gekommen. Ich gehe dieses Jahr auf die Oberstufe um mein Abitur zu machen und ich denke immer mehr über das danach nach. Zu meinem jetzigen Standpunkt würde ich gerne studieren. Die Frage ist nur was...Ein riesiger Favorit wäre zum jetztigen Zeitpunkt Humanmedizin. Seit letztem Jahr ist meine Interesse für diesen Bereich wirklich enorm gewachsen sodass ich mir gut vorstellen könnte später darin zu arbeiten. Das Problem sind die Vorraussetzungen. Ich bin eine gute Schülerin, sehr ergeizig und zielstrebig und könnte mit einer Gewissen Anstrengung bestimmt den nötigen Abischnitt erreichen. Allerding bin ich nicht unbedingt begabt was die Naturwissenschaften angeht, eigentlich liegen mir Sprachen mehr. In Biologie bin ich sehr gut es interessiert mich auch sehr, in Chemie bin ich auch gut aber in Physik bin ich eher durchschnittlich. Meine Frage ist ob es sich dann überhaupt lohnt die Mühe und Anstrengung darein zu stecken. Ich weiß dass man teilweise lange auf einen Platz warten muss und das Studium sehr lange geht. Meine andere Frage wäre wie man sich informieren kann. Durch ein Praktikum z.B. aber im Krankenhaus kann man das meistens nur im Pflegebreich machen. Hat jemand Erfahrungen oder Tipps für mich?

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MedDeutsch, 31

Erstmal freut es mich, dass dich Medizin so interessiert!

Und um das wichtigste vorweg zu nehmen: ich würde das Abi machen und es versuchen.

Wenn du denkst, dass du ein Abi von 1,5 oder besser schaffst würde ich es 100% versuchen. Mit einem schlechteren Schnitt kannst du dich auch immer noch bewerben, aber die Wartezeit wird eben dementsprechend lang und so oder so würde ich mich an deiner Stelle erstmal ausgiebig informieren.

Bezüglich der Studienbewerbung findest du unter hochschulstart.de eigentlich alles wichtige und ich würde mir an deiner Stelle auch überlegen den TMS zu machen, da das deine Chancen jetzt nach uni enorm verbessern kann.

Ich studiere selber Medizin und ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, dass die Schulfächer fast egal sind. Ich war auch nie gut in Physik und mit einem gewissen Grundverständnis reicht das auch vollkommen für das Studium. Bei Chemie und Bio macht es dir das lernen evtl. etwas einfacher, wenn du eine Begabung darin hast, aber du wirst es auch ohne gut durchs Studium schaffen, wenn du entsprechend lernst.

Bezüglich des Praktikum würde ich mich einfach mal in Krankenhäusern informieren. An vielen Kliniken kannst du auch ein Praktikum als Hospitant machen, bei dem du dann mit den Ärzten mitgehen kannst oder mit etwas Glück auch mal in einen OP-Saal kommst.

Also wenn du wirklich interessiert daran bist, lass dich nicht entmutigen! Mit der entsprechenden Portion Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Fleiß und Durchhaltevermögen gibt es immer einen Weg ans Ziel zu kommen ;)

Kommentar von Tigerauge2000 ,

Danke für diese ausführliche Antwort, das hilft mir wirklich weiter :)

Antwort
von Rexcrazy, 3

Wenn du den nötigen Biss hast und an dich glaubst, dann solltest du es auf jeden Fall mit allen Mitteln versuchen! Wenn du Medizin wirklich studieren willst und dich das Thema interessiert, solltest du dein Bestes geben um deinen Traum zu verwirklichen. 

Die meisten wichtigen Punkte wurden bereits in einer Antwort genannt. Es kommt nicht wirklich darauf an in welchen naturwissenschaftlichen Fächern du gut bist, solange du Spaß an Biologie hast und dich für das Thema interessierst wird dir das Erlernen der Humanmedizin später im Studium mit dem nötigen Engagement sicher nicht allzu schwer fallen. 

Eine super Gelegenheit um bereits erste Einblicke in den Alltag eines Mediziners zu erhalten ist wie auch bereits unten angesprochen ein Praktikum in einem Krankenhaus als Hospitant. Einige meiner Freunde haben damals ebenfalls in der 11. Klasse ein Berufspraktikum bei einem Krankenhaus absolviert und viele interessante Einblicke erhalten, sie durften sehr oft auch an Operationen teilnehmen und den Ärzten den ganzen Tag durch ihren Alltag folgen. Man kann zwar selbst nicht sehr aktiv werden, aber auch ein Shadowing-Praktikum bringt einen schnell weiter und hilft enorm. Ein Praktikum beim Tierarzt ist möglicherweise auch keine schlechte Idee, würde ich dir aber trotzdem nicht empfehlen da du im Zusammenhang mit deinem Praktikum ja auch Erfahrungen sammeln willst bzgl. der Abläufe im Krankenhaus oder der Praxis, der Arbeitsatmosphäre und des Alltags eines Humanmediziners und nicht den eines Tiermediziners, die sich stark unterscheiden können. 

Sollte dein Abiturschnitt später nicht reichen um direkt einen Studienplatz zu erhalten, kannst du die Wartezeit trotzdem sinnvoll nutzen und dabei sogar deinen Abiturschnitt verbessern. Eine Möglichkeit wäre beispielsweise die Ausbildung zum Rettungssanitäter. 

Also nicht aufgeben & dranbleiben! Viel Glück.

Antwort
von Ninni381, 22

Hi Tigerauge2000, also meine spontane Idee wäre, statt in der Pflege lieber ein Praktikum bei einem Tierarzt bzw. in einer Tierklinik zu machen. So bekommst du bestimmt sehr gute Einblicke in den medizinischen Beruf, und die wesentlichen Aufgaben in der Tier- und Humanmedizin sind ja ähnlich.

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