Soll ich einer Psychologien alles sagen?

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8 Antworten

Müssen tust du erst Mal gar nichts.

Die Psychologin erwartet auch nicht von dir, dass du ihr sofort im ersten Gespräch alles erzählst. Die Frage, warum du dich denn in Therapie begibst oder was du dir davon erhoffst, wird aber sicherlich auftauchen. Je mehr du der Psychologin vor allem über tiefliegende Probleme (vor allem die, für die du dich sehr schämst und niemanden anvertrauen kannst) sagst und erzählst, desto besser kann sie mit dir an Lösungen arbeiten und einschätzen. Also auch gezielter Fragen und Antworten.

Du könntest es mal so probieren: Du erzählst ihr am Anfang einfach, weshalb du da bist und redest so über das, was dich stört und deinen Alltag. Schau, ob du einen Draht zu deiner Psychologin findest (das ist wichtig, nicht jeder Psychologe ist für jeden Menschen geeignet). Wenn du dich wohlfühlst, kannst du ja mal probieren, anklingen zu lassen – nicht direkt sagen – dass da etwas ist, vor dem du Angst hast, es zu sagen, aber vielleicht wichtig sein könnte.

Ich bin mir sicher, es wird dann nicht gleich heißen: "Du musst mir das jetzt erzählen." sondern sie wird vielleicht Fragen stellen, worum es gehen könnte, damit sie das Thema besser eingrenzen kann. Vielleicht bietet sie dir auch an es aufzuschreiben, oder zu zeichnen (das kannst du auch von dir aus machen und mitbringen, wenn dir das leichter fällt, als es direkt zu sagen) oder irgendeine andere Form, es verständlich zu machen.

Kopf hoch! Das wird schon werden :) Viel Glück weiterhin!

Ich glaube, dass du dein düsteres Geheimnis etwas selbst ein wenig überbewertest. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man in der heutigen Zeit von vielen Menschen, die oftmals selbst wenig Ahnung vom Leben haben, eingeredet bekommt, was krank ist und was eben nicht. Diese Meinungen unterliegen oft sehr subjektiven Weltbildern und sind häufig wissenschaftlich in keinster Weise fundiert. Viele Dinge, die sogar heute immer noch als krank angesehen werden, sind in häufigen Fällen gar keine negativen Eigenschaften, sondern positive Eigenschaften, die von der übrigen Welt verkannt werden. Der amerikanische Psychologe Abraham Maslov ging dabei sogar so weit zu behaupten, dass es nicht die Patienten sind die krank sind, sondern die Gesellschaft. Und glaube mir, wenn man selbst erst noch 14 ist, dann können einem selbst die normalsten Dinge der Welt komisch vorkommen, wenn man da schon einmal so ein paar komische Gerüchte über ein Thema gehört hat.

Falls du immer noch glauben solltest dein düsteres Geheimnis sei etwas schlimmes, kann ich dir noch etwas von Carl Jung mit auf den Weg geben. Dieser war nämlich der Ansicht, das in jedem von uns eine Art Schatten inne wohnt. Dabei sei es enorm wichtig, sich umzudrehen und sich diesem Schatten zu stellen, da dieser nur dann bösartig in Erscheinung tritt, falls dieser von der betreffenden Person nicht erforscht wird. Und in dem Punkt hatte Jung wohl Recht, denn all die Intoleranz der Gesellschaft liegt wohl in einem Verdrängen dieses Schatten begründet. Wie sonst könnten sich manche Menschen wohl so bösartig gegenüber Fremden oder Andersdenkenden verhalten ohne dies selbst noch nicht einmal mitzubekomen.

Und Psychologen können gut unterscheiden was krank ist und was eben nicht. Auf jeden Fall besser als die meisten anderen Menschen: Daher brauchst du keine Angt davor zu haben in einer Therapie die Wahrheit zu sagen. Denn erst dann kann dir wirklich geholfen werden.

Kommentar von queenofshade
24.11.2015, 19:18

Danke aber es ist 100% krank.Und nicht nur ein Vorurteil oder so.Aber ich habe Angst vor diesen Schatten und will ihn einfach wegsperren dabei soll mir die Psychologien auch helfen.

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Ich würde es ihr sagen. Denn nur dann kann sie dir wirklich helfen. Und sie wird es ja auch nicht weiter sagen, da sie ja unter Ärztlicherschweigepflicht steht....

Wenn Du nicht offen reden willst, dann brauchst Du gar nicht hinzugehen.

Der Psychologin nicht unbedingt, es sei denn sie fragt danach, dann wäre es für deine Diagnose mit Sicherheit hilfreich.

Dem/der Psychiaterin solltest du unbedingt alles erzählen, egal wie sehr du dich dafür schämst. Als ich meinem Therapeuten damals das erzählt hatte, wofür ich mich am meisten geschämt hatte, hat er gelacht und dann gemeint er hätte mit etwas viel schlimmeren gerechnet und dass mein Erlebnis dagegen Kinderkram wäre.

Und das hat mir echt geholfen. Nicht nur dass ich mich von einer Last befreit hatte, die Rektion des Therapeuten hat mir die Augen geöffnet dass ich jahrelang eine Mücke zu einem Elefanten gemacht hatte.

Du solltest es der Psychologin schon sagen. Das ist wichtig, damit sie dir helfen kann. Wenn es dir sehr schwer fällt, darüber zu reden, dann schreib das auf ein Blatt und gib ihr das zu lesen. Das ist für sie sicher auch okay.

Du solltest damit sie dir helfen kann

Du solltest alles sagen. Ansonsten kann man Dir nicht helfen.

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