Frage von Julia2016, 52

Soll ich dieses Jobangebot neben meinen Studium annehmen?

Ich bin 24 Jahre alt und ich befinde mich noch in der Anfangs-Phase meines Studiums. Ich wohne noch zu Hause und werde von meinen Eltern bevormundet. Ich mache jetzt ein Praktikum in der Rechtsabteilung bei einem großen Konzern und ich habe folgendes Angebot bekommen: Sie würden mir eine befristete Vertragsverlängerung von September von Mai anbieten. Es wären 18 bis 20 Stunden die Woche(2,5, tage/Woche). Geringfügig wäre es leider nicht möglich und man kann nicht von zu Hause aus arbeiten sondern man muss ins Büro fahren.

Ist es ratsam, dieses Angebot anzunehmen? Ich tue mir nicht so nicht sehr leicht mit dem Lernen, aber mir wäre eine finanzielle Unabhängigkeit von meinen Eltern schon sehr wichtig und Berufserfahrung ist sowieso ein Muss. Was wäre aus eurer Sicht die bessere variante? Welche Vorteile/Nachteile würde es geben?

Antwort
von Jerne79, 28

Darf man annehmen, dass du Jura studierst oder sonst ein Fach, für das dieser Job von Vorteil wäre?

18-20 Stunden pro Woche sind eine ganze Menge. Vermutlich wird man von dir erwarten, dass du die Stunden unter der Woche zu normalen Geschäftszeiten ableistest. Wie passst das zu deinen Vorlesungs- und Seminarzeiten? Wie flexibel ist man in der Firma? Kannst du die Stunden so verteilen, dass du in der vorlesungsfreien Zeit mehr und im laufenden Semester weniger Stunden arbeitest? Wie sieht es aus, wenn es am Ende des Semesters auf Klausuren oder Prüfungen zugeht?

Diese Fragen solltest du dir stellen. Die Erfahrung und die finanzielle Unabhängigkeit bringen dir wenig, wenn dabei das Studium auf der Strecke bleibt. Und dazu sollte es auf keinen Fall kommen.

Kommentar von Julia2016 ,

Ja ich studiere Jura. Es wären 2,5 Tage pro Woche. Die meisten Vorlesungen sind ohne Anwesenheitpflicht bzw. man kann sich die Vorlesungen online anhören. Ich muss zuerst herausfinden wie flexibel die Firma ist. 

Kommentar von Jerne79 ,

Wenn du dir eh schon schwer mit dem Lernen tust, wäre es deutlich
sinnvoller, persönlich in den Vorlesungen zu erscheinen. Nicht nur zur notwendigen Gesichtspflege, sondern auch um zur Not einmal nach der Veranstaltung nachfragen zu können und mit Kommilitonen ins Gespräch zu kommen, vielleicht Lerngruppen zu bilden.

Wärst du jetzt ein Überflieger, dem der Stoff in den Schoß fällt, würde ich die Sache weniger skeptisch sehen. Aber wenn du eh schon Probleme hast, wird es kaum besser, wenn die Hälfte deiner Woche für den Job drauf geht.

Ich würde mich im Übrigen auch zum Thema Überstunden schlau machen. Es wäre nicht die erste Halbtagsstelle, bei der man reichlich unbezahlte Arbeitsstunden dranhängt.

Antwort
von Sanja2, 31

schaffst du in deinem Studium 2,5 Tage arbeiten zu gehen? Da verpasst du doch einige Vorlesungen, oder?

Kommentar von Julia2016 ,

Die meisten Vorlesungen sind ohne Anwesenheitpflicht bzw. man kann sich die Vorlesungen online anhören.

Kommentar von Sanja2 ,

Na ja, du musst dich schon entscheiden was du richtig machen willst. So halb studieren geht in aller Regel schief. Nur weil es keine Anwesenheitspflicht gibt heißt es nicht, dass da nichts passiert. Online anhören kann eine Alternative sein, aber das muss dir liegen. Dir fehlt auf jeden Fall der Kontakt zu Kommilitonen. Einen Job machen finde ich richtig gut, aber 2,5 Tage sind schon verdammt viel .

Kommentar von oelbart ,

Hmmm...also ich hatte dieses Semester mal eine Vorlesung, die augezeichnet wurde, und die ich nachhören wollte. Da ist schon ordentlich Disziplin notwendig, das dann auch tatsächlich zu tun.

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