Soll ich die Verzichtserklärung der gesetzlichen Kündigungsfrist unterschreiben?

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11 Antworten

Es handelt sich hierbei um einen Aufhebungsvertrag.

Damit kann das Arbeitsverhältnis - unter Umständen mit vereinbarten Bedingungen - zu einem beliebigen Termin unabhängig von der Kündigungsfrist beendet werden.

Wenn das mit Deinem Urlaub noch "hinhaut", Du ansonsten gegen Deinen Arbeitgeber keine Ansprüche mehr hast und Du bei Deinem neuen Arbeitgeber sofort anschließend beginn kannst, dann kannst Du unbesorgt diese Vereinbarung akzeptieren.

Da das mit dem Urlaub aber von heute an nicht mehr "hinhaut" -  da Du noch 8 Tage hast und es bis zum 31.08. nur noch 7 Tage sind -, solltest Du in die Vereinbarung mit aufnehmen, dass Dir der Urlaub, den Du wegen der Kürze der Zeit nicht mehr nehmen kannst, ausgezahlt bekommst entsprechend dem Bundesurlaubsgesetz BUrlG § 7 "Zeitpunkt, Übertragbarkeit und Abgeltung des Urlaubs" Abs. 4.

Die Antworten, die Dir dringend von einem Akzeptieren der Vereinbarung abraten, sind unbegründet.

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das hört sich wie eine Freistellung an, bezahlt. was machst die Zeit bis zur Neueinstellung? 

KK zahlst selbst oder zum AA - da du aber selbst gekündigt hast, gibt´s von da erstmal 3 Monate Sperre.

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Hier sind schon viele gute Fragen gestellt worden, darum wiederhole ich diese nicht noch einmal. Aber wenn eine Firma einen Mitarbeiter mit einer solchen "Vereinbarung"' früher loswerden will, sollte man über einen Punkt nachdenken, der hier noch nicht erwähnt wurde.

Der alte Arbeitgeber muss dir ja noch ein Zeugnis ausstellen. Wenn dort drin steht, das du das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hast, bekommst Du 3 Monate kein Geld vom Arbeitsamt. Das wird wie eine eigene Kündigung gewertet.

Und noch hast du bei der neuen Firma keinen Vertrag unterzeichnet, also ist auch noch nix ins trockenen Tüchern. Außerdem haste da wohl dann auch noch die 6 Monate Probezeit vor dir. Wenn es also richtig dicke kommt, stehst Du in 6 Monaten auf der Straße und bekommst vom Amt keinen Cent, weil du deinen sicheren Job ja gekündigt hast.

Aber interessant wäre mal zu erfahren, warum dir eine solche Vereinbarung vorgelegt wird. Du hast doch fristgerecht gekündigt!?

Eine Vereinbarung, bei der man auf rechtliche Verpflichtungen verzichten soll würde ich niemals unterschreiben.

Mit der Unterschrift verzichtest du bis zum Neustart auf dein Gehalt und deinen Urlaub. Eventuell noch Überstunden, Sonderleistungen, Fahrgeld, Sparverträge, Firmenrente, etc....? Denk mal genau nach oder schau dir mal deinen Vertrag und / oder deine Abrechnungen an.

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Hallo EliTa80,

zunächsteinmal kann man keine gesetzlichen Vorschriften und Regelungen  durch Verträge oder AGB`s außer Kraft setzen. Alle Regelungen, welche die vom Gesetz her vorgeschriebenen umgehen sollen, kann man grundsätzlich immer unterschreiben, da diese im Streitfall vor Gericht sowieso ungültig sind.

In Deinem Fall würden wir allerdings diese Vereinbarung trotzdem nicht unterschreiben. Hier geht es um einen klassischen Auflösungsvertrag, da Du anscheinend schon vor Deiner vertraglichen oder gesetzlichen Kündigungsfrist beim neuen AG anfangen willst.

Somit sollte Dein alter AG eine Auflösungsvereinbarung zum 15.9. aufsetzen. Du kannst hierbei auch auf Deinen kompletten gesetzlichen Jahresurlaub bestehen, da die Kündigung nach dem 30.6. erfolgt ist. Beim neuen AG bekommst Du dann aber Deinen vereinbarten Urlaub erst wieder für das Kalenderjahr 2017.

Viel Erfolg und alles Gute

Serviceteam FORTBILDUNG24

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Kommentar von Familiengerd
24.08.2016, 12:46

zunächsteinmal kann man keine gesetzlichen Vorschriften und Regelungen durch Verträge oder AGB`s außer Kraft setzen. Alle Regelungen, welche die vom Gesetz her vorgeschriebenen umgehen sollen, kann man grundsätzlich immer unterschreiben, da diese im Streitfall vor Gericht sowieso ungültig sind.

Diese Aussage ist falsch!

Es gibt zahllose gesetzliche Bestimmungen, die dispositiv sind, deren Anwendung also arbeits- oder tarifvertraglich, teilweise auch nur tarifvertraglich ausgeschlossen oder von denen dadurch auch zum Nachteil des Arbeitnehmers abgewichen werden kann.

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Vielleicht eine blöde Frage, aber wieso sollst du schon zwei Wochen vorher die alte Firma verlassen? Und wie sieht es mit der Bezahlung aus, bekommst du dein Gehalt weiter, auch wenn du schon 'weg' bist?

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Kommentar von EliTa80
23.08.2016, 19:11

Begründung war, dass ich dann früher in der neuen Firma anfangen kann, weil wenn die Betriebe jemanden suchen, dann würden diese die Leute auch früher einstellen und wurde damit dann gebeten die Arbeitsstelle zu verlassen. Habe der neuen Arbeitsstelle bereits mitgeteilt, würden mich auch ab 01.09. nehmen. Wollte nur erfahren, ob es überhaupt rechtens ist was der Chef sich ausgedacht hat. Ab dem 01.09. würde ich dann natürlich keine Bezahlung mehr von ihm erhalten.

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Würde ich nicht unterschreiben.Der Chef will nur Geld zu deinen Lasten sparen.Ausserdem wärst du in dieser Zeit nicht krankenversichert und man kann schnell einmal krank werden.

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warum solltest du das unterschreiben? du musst dich dann  erst mal selber krankenverscihern. du hast davon keinerlei vorteile

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Kommentar von Huflattich
23.08.2016, 19:17

Es geht ja wohl nahtlos in die neue Firma über ......

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Danke an alle, die bis jetzt ihre Meinung und Ratschläge gegeben haben.

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Nicht unterschreiben - oder willst du 15 Tage weniger Geld kriegen?

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Willst du denn schon am 30.08 gehen? Hast du noch Resturlaub zu gute?

Will er sich den Resturlaub sparen? Wie viel Urlaustage hast du noch zu gute? 

Unterschreib es nicht! Da ist was nicht okay!


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Kommentar von EliTa80
23.08.2016, 19:27

Ich habe noch 8 Tage Resturlaub, die er hier auch eingerechnet hat.

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Das würde ich keinesfalls unterschreiben. Das bedeutet für mich übersetzt  " Wir sind froh das wir den losgeworden sind  - je schneller desto besser" .

Besser unbezahlten Urlaub nehmen, und sich (wenn noch möglich) ein normales gutes  Zeugnis ausstellen lassen . 

Ich lese gerade, Du hast schon was neues. - o.k. dann ist es nicht ganz so schlimm .

Obwohl, wenn Du selbst kündigst hast Du immer kein Recht auf Arbeitslosengeld. .(nur am Rande bemerkt)

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