Frage von pandachaaan, 45

Soll ich die Ausbildung durchziehen oder nicht?

Ich unterschreibe morgen meinen Lehrvertag zur Zahnmedizinische Fachangestellte, da ich für dieses Jahr nichts anderes bekommen hab. Hab aber heute eine Zusage für nächstes Jahr bekommen zu einer Ausbildung die ich eigentlich auch machen wollte weil es mein Traum war/ist. Ich hab mir jetzt ein groben Plan gemacht.

Ich unterscheib morgen diesen lehrvertrag, zieh ein Jahr durch und wenn es mir nicht gefällt kündige ich bevor die andere Ausbildung anfängt. In der Zwischenzeit wird mir ja ein Platz im Kurs freigehalten wenn ich Zusage und wenn ich kurz davor doch abspringe bekommt jemand anderes mein Platz.

Ist das ein guter Plan? Oder soll ich doch die erste Ausbildung durchziehen obwohl ich sie eigentlich nicht machen will?

Antwort
von Sunnycat, 21

Ich würde erst gar keine Ausbildung anfangen, die ich NICHT machen will, wenn ich das schon im voraus weiß. 

Eine  abgebrochene Ausbildung macht sich in deinem Lebenslauf nicht gut, außerdem ist es nicht fair dem Zahnarzt gegenüber, einen Vertrag für 3 Jahre zu unterschreiben, wenn du schon vorher weißt, dass du nach einem Jahr kündigst, oder dass du die Ausbildung widerwillig durchziehst......

. Da würde ich lieber ein Jahr mit Schule, jobben, als FSJ o.ä. überbrücken.

Antwort
von huegelchen, 5

Ich würde die ungeliebte Ausbildung nicht beginnen, wenn Du jetzt schon weisst, dass Du sie nicht beenden wirst. Du nimmst daher wahrscheinlich jemand anderem einen Ausbildungplatz weg.

Ich würde an Deiner Stelle dort absagen und entweder ein Jahr jobben gehen oder ein freiwilliges soziales Jahr machen.  Das letztere macht sich auch gut in Deinem Lebenslauf.

Antwort
von peterreger, 14

Bitte sei dankbar für das was du hast und zieh die angefangene bis zu Ende durch, man weiß ja nicht was in einem Jahr ist du hast doch jetzt eine  Ausbildung dann hast du wenigstens was in der Tasche und 'verschwendest' nicht ein Jahr. Verwirklichen kann man sich und seine Träume dann immer noch, nur mit einem besseren Start

Aber dazu muss man sagen ich bin in einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und deswegen wär ich so unendlich dankbar für irgendwas das mir eine Perspektive gibt, meinen Glückwunsch an dich !

Antwort
von oxygenium, 18

dann würde ich bis nächstes Jahr warten und genau dort versuchen ein Praktikum zu machen

Antwort
von Alterhaudegen75, 17

Das sehe ich ein klitzekleines bißchen anders.

Natürlich ist es nicht gerade glücklich eine Ausbildung anzufangen, die du eigentlich gar nicht machen möchtest.

Wenn du aber dann nach einem Jahr wieder kündigen möchtest, dann ist es zwar dein gutes Recht, aber ich finde es nicht sehr fair.

Zum einen investiert ja der Zahnarzt in dich, und zum anderen nimmt du streng genommen jemanden den Platz weg der es wirklich will. So sehe ich das zumindest.

Um das Jahr zu überbrücken gibt es doch bestimmt noch andere Möglichkeiten, die du machen könntest. Bundesfreiwilligen Dienst zum Beispiel. 

Kommentar von pandachaaan ,

bei diesem Zahnarzt waren keine anderen beweber außerdem würde ein anderer Bewerber auch keine Rücksicht auf mich nehmen. Das Leben ist nicht fair also wieso sollte ich fair dein? außerdem kann ich kein freiwilligen Dienst machen weil ich das Geld echt dringend brauche um meine Familie zu unterstützen.

Kommentar von Alterhaudegen75 ,

Verstehe mich nicht falsch, ich will hier um Gottes Willen keinen Moralapostel raus hängen lassen. Und natürlich kannst du es machen wie du willst.

Und wenn du eben das Geld brauchst, um damit deine Familie zu unterstützen, kann ich das schon nachvollziehen.

Kommentar von Chrismatic ,

Wenn ein Unternehmen jemanden kündigen will, dann wird auch nicht diskutiert ob das fair ist. Moralisch mag es strenggenommen nicht sein, aber in der Arbeitswelt gibt es nichts geschenkt, von daher ist der Plan an sich ok, wenn der job garnicht gefällt kann man aus fairness ja früher kündigen!

Kommentar von Alterhaudegen75 ,

Na wenn ich das richtig verstanden habe, dann möchte sie ja den Ausbildungsplatz bei dem Zahnarzt annehmen weil sie sonst nichts anderes gefunden hat. Also würde ich nicht unbedingt davon ausgehen das ihr der Job gefällt. 

Also ist der Satz das sie früher kündigen könnte wenn der Job nicht gefällt, für mich nicht einleuchtend. Das hat er ja von vorne herein nicht.

Aber was und wie auch immer, das sollte hier bestimmt keine Grundsatzdisskusion werden. Die Fragestellerin kann und darf es machen wie sie möchte. Und das Wort "fair" war hier in diesem Kontext auch bestimmt nicht so ganz das richtige. Denn Fairness gibt es in der Arbeitswelt ja nun nicht mehr unbedingt. 

Ich wünsche auf jeden Fall viel Glück das der Plan funktioniert, und wollte hier ganz bestimmt nicht den moralischen Zeigefinger kreisen lassen.

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