Frage von Maserati9173, 92

Soll ich das Studium abbrechen und eine Ausbildung beginnen?

Hey :)

Ich hab das Fachabitur (Richtig Wirtschaft) mit einem schlechten Notendurchschnitt von 3,5 abgeschlossen. Wegen meiner Krankheit und meines Krankenhausaufhenhaltes von mehreren Monaten habe ich viel verpasst und ich bin mit dem ganzen Stoff nicht hinterher gekommen. Nun ja, ändern kann ich es nicht mehr und ich will jetzt das beste daraus machen. Um das Vollabitur nachzumachen bin ich mit meinen 20 Jahren wohl zu alt und außerdem nehmen mich die Gymnasien mit dem Zeugnis eh nicht an.

Ich strebe ein BWL Studium an und studiere seit einem Jahr einen ähnlichen, zulassungsfreien Studiengang, der aber nur zu 20% aus BWL betsteht und ich bin damit nicht sehr glücklich. Mit den wirtschaftlichen Modulen komme ich gut klar, mit dem Rest eher nicht. Nun habe ich mir überlegt das Studium abzubrechen und eine wirtschaftliche Ausbildung anzufangen. Damit könnte ich Erfahrungen und Wartesemester sammeln. Mich interessieren vor allem folgende Ausbildungen: Immobilienkaufmann, Bankkaufmann, Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und Industriekaufmann. Laut den Stellenbeschreibungen werden da immer gute Noten gefordert. :s Lohnt es sich dieses Jahr noch Bewerbungen abzuschicken oder soll ich dieses Jahr erst mal 1-2 Praktika machen, um meine Chance auf einen Ausbildungsplatz nächstes Jahr zu erhöhen? Und haben Leute, die eine guten Realschulabschluss haben (2-er Durchschnitt) bessere Chancen auf eine kaufmännische Ausbildung als Jemand, der einen mittelmäßiges, wirtschaftlich ausgerichtetes Fachabitur (3-er Durchschnitt) hat?

Antwort
von ShinyShadow, 43

Hi :)

Die Frage "was wäre das Beste?" kannst nur du dir selbst beantworten. Wenn du noch nicht kurz vor dem Bachelor stehst, ist abbrechen meiner Meinung nach immer eine Option (wenn du was neues hast!)

Was du dann machst ist eigentlich "egal", solang du es gerne machst. Du kannst dich ja mal bei verschiedenen Hochschulen und auch bei Unternehmen für freie Ausbildungsstellen oder auch Praktika bewerben.

Wegen der Frage, ob du mit den Noten ne Chance hast: Finds raus! ;) Nicht alle Unternehmen schauen nur auf Noten. Und wenn man die Firma von seiner Eignung überzeugt bekommt, sind diese auch Zweitrangig.

Bewerben, bewerben bewerben! :)

Und noch als Tipp: Stell das Bewerbungsanschreiben dann mal hier (anonymisiert) ein. Gerade in deinem Fall (Krankheit, Abbruch,...) kann man soo vieles falsch ausdrücken, und das wäre natürlich nicht so schön ;)


Antwort
von SiViHa72, 34

Ich dachte schon beim Lesen: BWL- Interesse? Dann was kaufmännisches!

UInd willst Du ja auch.


Ich würde beides machen: sowohl auf Ausbildung bewerben zum nächsten Zeitpunkt (vielleicht klappt´s ja!) als auch auf Praktika.

Und dann mal gucken,w as sich ergibt.

Es kommt ja auch darauf an, wie Du Dich verkaufst- das kann Noten schon durchaus wett machen (also auch schon bei der schriftlichen Bewerbung ins Zeug legen, um Interesse zu wecken!)


Viel Erfolg!


PS: ich war selber mal für Personalauswahl zuständig.. ich hab immer sehr auf die Person an sich geschaut. Vorher der Kollege.. ging nur nach Noten. Nichts anderes. Damit hat er tatsächlich auch echt Knaller erwischt, da legte man 2x echt die Ohren an. Merke: 1ser Abschluss sagt null darüber, ob wer in den betrieb passt und wie er/sie menschlich drauf ist)


Kommentar von Maserati9173 ,

Danke für die Antwort! Hat sich schon mal ein Bewerber zwei Mal bei euch beworben? Ich habe bedenken, dass der Eindruck wichtig ist. Wenn ich dieses Jahr ein Praktikum mache, was gut bewertet wird und ich mich nächstes Jahr dann damit bewerbe, dann hinterlasse ich doch einen besseren Eindruck, als wenn ich mich dieses Jahr mit einem schlechten Zeugnis und ohne Erfahrung bewerbe. Und wenn ich mich nächstes Jahr bei den gleichen Firmen bewerbe, erkennen die mich wieder und schmeißen meine Bewerbung direkt weg. Ist das so?

Antwort
von ErsterSchnee, 33

WAS hindert Dich daran, Dich jetzt noch um einen Ausbildungsplatz zu bewerben und zeitgleich die Fühler nach Praktika auszustrecken? Es gibt doch nicht nur entweder-oder...

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