Frage von elvira00, 80

Soll ich Antibiotika nehmen?

Hallo zusammen,

Ich habe echt ein Problem und zwar fliege ich in genau 6 Tagen in den Urlaub und bin richtig stark erkältet.
Habe morgens grünlichen husten, dicken Schnupfen. Dss Halsweh ist mittlerweile weg. Zudem schwitze ich nachts extrem, sodass mein ganzer Schlafanzug nass ist!

Meine Ärztin hat mir bereits Antibiotika verschrieben, mit der Bitte noch 2 Tage zu warten ob es bis dahin nicht von selbst besser wird.

Das Fieber ist auch weg, aber ich weiß nicht ob ich doch lieber das Antibiotika heute nehmen soll? Das hat ja wiederum auch Nebenwirkungen!

Was würdet ihr denn an meiner Stelle machen?

Antwort
von Akka2323, 40

Noch zwei Tage warten. Eine Erkältung dauert eben und Antibiotika helfen nicht immer, da die gegen Viren nicht helfen. Die Nebenwirkungen müssen nicht sein, ich habe nie welche.

Antwort
von Hardware02, 26

Antibiotika helfen nicht gegen eine Erkältung, kannst du dir also auch sparen. 

Antwort
von OpaEddy, 32

Zu den Antibiotika, die helfen nicht sofort , das dauert 2 bis 3 Tage ,man baut erst ein Depo auf und dann sollte man die max. 2-3 Wochen nehmen . und wie schon geschrieben wurde, verlieren die mit der Zeit ihr Wirkung da die Viren sich anpassen, sozusagen immun werden. Ich würde erstmal den Urlaub verschieben je nach den wo du hingehst wegen der Versorgung und dann kommt es drauf an ob du dir Medikamente dann mitgehen kannst ohne weiteres. Kuriere dich aus und genieße dann den Urlaub
Lg

Kommentar von OpaEddy ,

sorry wegen Schreibfehler bin mit Handy on, da ich unterwegs bin ;-)

Kommentar von Wurzelstock ,

Das ist schlicht falsch. Die Resorption muss nach einer Stunde 80 (oder 90)% betragen. Zugleich beginnt die Verteilung in den Organen, und damit die Entfaltung der Wirkung.

Aber auch die die Elimination beginnt sofort. In der graphischen Darstellung bildet sie eine asymmetrische Kurve über der Zeitachse. Sie ist stoffspezifisch, aber von Stoff zu Stoff unterschiedlich. In der Pharmazie benutzt man den Zeitpunkt, an dem die Hälfte des Stoffes ausgeschieden ist - die sogenannte Eliminationshalbwertzeit - um das Einnahmeintervall für das jeweilige Mittel zu berechnen.

Nach 4 Einnahmeintervallen steigt der Blutspiegel des Mittels nicht mehr an: Die Ausscheidung ist genauso groß, wie die Zuführung. (Es gibt bestimmte problematische Ausnahmen, aber nicht unter den Antibiotika.)

Solange der Blutspiegel steigt, folgt ihm die Verteilung. Graphisch dargestellt wird das in einem sogenannten 2-Kompartimentmodell (zentrale und periphere Verteilung.) Zu einem charakteristischen Zeitpunkt ergibt sich ein Schnittpunkt zwischen den Kurven, an dem Resorption, Verteilung, und Ausscheidung ein Gleichgewicht bilden. ("Steady state"). Er muss nicht am Maximum des Blutspiegels liegen. Ab dem Steady state entfaltet das Remedium seine VOLLE Wirkung.

Kommentar von OpaEddy ,

das was du da geschrieben hast mag sein und es liest sich so als hättest du damit deine Doktor arbeit geschrieben in " was passiert nach der einahme und was tut ein Labor"  und oder eine Erklärung wie was nach der einnahme alles passiert mit Grafik ?? , die ich übrigens nicht sehe,  hab ich nicht ein Satz verstanden geht das auch so das es Normalsterbliche es auch verstehen, und das was ich geschrieben habe kann nicht

 "Das ist schlicht falsch. " 

Sein den das habe ich von meiner Ärztin und wurde auch so von dem Prof. aus der Uni Klinik in essen so bestätigt, ich denke mal die beiden wissen schon was die mir da erzählt haben, desweiteren bin ich leider was Medikamente angeht schon gut informiert, schließlich muss ich 12 bis 16 Medikamente täglich einnehmen und das seit gute 5 Jahre, und zwischen durch werden die gewechselt weil die Wirkung so nicht mehr gegeben ist wie die sein sollen, oder ist das auch wieder " Das ist schlicht falsch " ?.

So ich kann nur davon berichten und schreiben was ICH erlebt habe und weis, also stelle mich mal bitte hier nicht als Lügner da, den das sagt dein erster Satz.

 in diesem Sinne

lg opaeddy

Kommentar von Wurzelstock ,

Lieber OpaEddy, tut mir leid, wenn Du nicht alles verstehst. Es ist sicher auch nicht zwingend notwendig. Wie Du nun beschreibst, kommen deine Irrtümer offenbar genau da her.

Ich halte es für sinnvoll, dass Fragesteller und Interessierte die Äußerung eines Fachmannes von Modemeinungen, Ideologien, und persönlichen Erfahrungen unterscheiden können.

Diese drei Kategorien sind durchaus wichtig, sie können sich sogar in hohem Maße ergänzen. Wenn sie aber den Tenor der Antworten beherrschen, den Anschein einer fachlichen Qualifikation erwecken wollen, und dabei womöglich im Widerspruch zu einem Therapieziel stehen, dann ist der Nutzen nicht gegeben. Er taugt nicht zur Entscheidungshilfe, beeinträchtigt das Ansehen dieser Website, und schwächt das Vertrauen in die Heilberufler.

Das gilt auch für mich; denn obwohl ich 20 Jahre lang Apotheker war - zuletzt Fachapotheker für Offizinpharmazie - greife ich nicht gerade selten auf mein Sekundärwissen zurück, wie Du an meiner Diagnose der Bronchitis erkennen kannst. Denn das gehört nicht zum Bereich des Arzneimittelfachmanns, der darüber hinaus gegen Irrtümer auch nicht gefeit ist. Besonders, wenn er seit 20 Jahren nicht mehr in seinem Beruf tätig ist.

Nimms nicht so tragisch, und sei mir nicht böse :-)

Kommentar von Wurzelstock ,

P.S.: Den Satz mit der Graphik habe ich falsch fomuliert. Er hätte beginnen müssen: "In einer graphischen Darstellung..." oder: "Wenn man sie graphisch darstellt...", wobei auf der x-Achse die Zeit, und auf der y-Achse die Menge angegeben wird. Wichtig ist daran, dass der Vorgang nicht linear abläuft.

Antwort
von Senchiohall, 32

Hallo,

nein. Antibiotika soll gezielt eingesetzt werden, je öfter du Antibiotika einnimmst, desto resistenter werden also die Bakterien. Und gegen einen grippalen Infekt, richtet Antibiotika ohnehin kaum etwas aus.

Bitte nimm Hustensaft/ACC etc. ein. 

Antwort
von Wurzelstock, 39

Nimm es. Das nächtliche Schwitzen, und der grünliche Auswurf (er ist sonst farblos) sind Symptome einer Bronchitis, also eines bakteriellen Infektes. Hat dir deine Ärztin wahrscheinlich auch gesagt.

Wenn Du selbst noch etwas nachhelfen willst, kauf dir zusätzlich Soledum Kapseln. Gibt's rezeptfrei in der Apotheke. Enthält Cineol, den Hauptbestandteil des Eukalytusöls. Wird über die Bronchien abgeschwitzt, stärkt dort die Bewegung des Flimmerepitels, und ist sogar leicht antibakteriell (reicht alleine aber bei Bronchitis nicht aus).


Kommentar von Wurzelstock ,

Das Zielen nach den Bazillchen findet im Labor statt, und dauert eine Woche. Solange lässt man einen Patienten nicht husten und schwitzen. Deshalb wird als Mittel der ersten Wahl das Breitbandantibioticum Doxycyclin eingesetzt, ein weiterentwickeltes Tetracyclin der dritten Generation.

Damit können im Schrotschußverfahren viele Bakterienarten erlegt werden. Falls Du die aber schonen willst, weil eventuell ein Virus darunter sein könnte, musst Du halt weiter vor dich hinhusten.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community