Soll ich zum Psychologen gehen, oder fühlt sich jeder ab und zu so wie ich?

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8 Antworten

Also erstmal, ja, jeder fühlt sich mal so wie Du, dass im nämlich etwas peinlich ist und er sich lange daran erinnert. Dieses spezielle Mal musste Dir zwar gar nicht peinlich sein. Ich lösche 90% der Fragen, ohne sie zu beantworten, die Hälfte, weil ich es nicht kann, die andere Hälfte, weil ich gerade keine Lust dazu habe. Aber alle kommen mal in peinliche Situationen.

Der Mensch in seiner Jugend bildet sich ein Ich-Ideal und nimmt dann zu seinem großen Erschrecken wahr, das er in der Realität diesem Ideal nicht entspricht. Das vermeldet ihm sein Über-Ich, und es ist ihm peinlich.

Er kann lernen, sich selbst diese Diskrepanz von Ideal und Realität zu verzeihen. Aber er muss es eben auch erst lernen. Von selber geht das oft nicht. Manche nehmen die Religion zu Hilfe, manche die Psychologen.

Eine Gesprächstherapie könnte sicher nicht schaden, dem Lernprozess etwas auf die Sprünge zu helfen. Ein Psychiater ist völlig fehl am Platze, Du bist ja nicht akut psychisch krank, und von Suizidgedanken habe ich auch nichts vernommen. 

Wie gesagt, das Grundprinzip, um das es hier geht, das ist eigentlich bei allen so. Nur die Peinlichkeit nutzt sich halt ab. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.

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Wenn Dich immer wieder an unangenehme Situationen erinnerst und damit nicht klar kommst, dann läuft in Deinem Leben irgendetwas nicht richtig, was Dir vermutlich auch gar nicht wirklich bewusst ist, sondern sich nur durch die genannten Symptome äußert.

Menschen, die mit sich selbst "im Reinen", also zufrieden und glücklich sind, werden solche "negativen" Gedanken aufarbeiten und "beiseite legen" können.

Jetzt munter drauf los zu raten, was bei Dir die Ursachen sein könnten, führte zu weit. Ich könnte dabei nur auf meine und meines nächsten Umfeldes Lebenserfahrungen zurückgreifen.

Ein Psychologe hat andere Möglichkeiten und Erfahrungen und kann viel besser auf die jeweilige Situation eingehen. Es ist nichts falsch daran, dort Rat zu suchen.

Ich wünsche Dir viel Erfolg und zukünftig ein entspannteres Leben.

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Hi

Ich habe manchmal auch eine Mischung aus Peinlichkeit und etwas schlechtes Gewissen nach einer Situation. Vor ungefähr einem Jahr habe ich mal einen Kommentar auf einer Plattform geschrieben, der mir jetzt noch fast jeden Tag durch den Kopf geht. Manchmal fühle ich mich etwas schlecht weil viele kleine Fehler oder Peinlichkeiten im Alltag wieder nach oben kommen. Es hilft dann sicher, wenn man an alle guten Taten denkt, die man in den letzten Tagen vollbracht hat. Aber du hast dich bei dieser Frage sehr höflich verhalten, die Person wollte einfach die Meinung zu diesem Thema nicht äußern. :)

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Wenn das dein einziges Problem ist dann musst du nicht zum Psychater. Ich kenne Leute mit Depressionen denen es genauso geht, aber die gehen zum Psychater wegen den Depressionen und nicht wegen diesem Problem. Ich kenn auch Leute denen es so geht und die nicht zum Psychater gehen.

Damit will ich dir aber AUF KEINEN FALL sagen das du Depressionen hast

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Kommentar von auroraaaaa
27.04.2016, 21:33

Das ist nicht das einzige.. ich habe keine Lust am Leben wie früher. Außerdem gehen auch Menschen welche keine Depressionen haben zum Psychologen.

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Verstehe ich in diesem Fall echt nicht, wieso dir die Situation peinlich war :-)

Wenn dich deine Gefuehle belasten, dann ist ein Psychologe sicher die richtige Anlaufstelle. Wir haben sowas alle mal, aber meistens haben wir auch Proportionen und koennen abwaegen wie schlimm es objektiv gesehen eigentlich war.

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Kommentar von auroraaaaa
27.04.2016, 21:35

Sie hat fast alle Fragen beantwortet nur meine wollte sie halt nicht beantworten. Ich weiß selber nicht warum ich in solchen Situationen überreagiere und mich schlecht fühle.

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Liest sich als hättest du Sorgen nicht gemocht zu werden oder dass jemand sauer sein könnte auf dich - und das in einer sehr extremen Form dass du schon beim kleinsten Anzeichen quasi hellhörig wirst und drüber nachdenkst was du nicht alles falsch gemacht haben könntest ?

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Kann sein, dass dein Selbstbewusstsein geschwächt ist oder du dich selbst zu kritisch betrachtest.

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Ja, das ist definitiv ein sogar sehr guter Grund, um eine Therapie zu beginnen. Exakt diese negative Gedankenstruktur und Selbstbewertung ist es, die letztendlich in starken Depressionen und Psychosen münden. Desto früher Du etwas dagegen unternimmst, desto besser.

Du merkst selber, dass Du überreagierst, Dein Unterbewusstsein ist aber stärker und vergleicht, bewertet Dich permanent mit einem Maßstab, der sehr ungesund für Dein Selbstbild ist. Das kann einem das Leben sehr schwer machen. Suche einen glücklicheren Weg und lass Dir dabei helfen ;-)

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