Frage von HenrikRoegge, 168

Soll freie Meinungsäußerung eingeschränkt sein?

Dies bezieht sich auf Presse, Internet, öffentliches und privates Leben.

Antwort
von kayo1548, 74

Ist sie doch schon:  du darfst niemanden beleidigen auch Dinge wie Verleumdung, Üble Nachrede u.ä. sind verboten; daneben gibt es auch zivilrechtlich die Möglichkeit vorzugehen und dann gibt es auch noch Dinge wie JuSchG (z.b beim Thema jugendgefährdende Medien) und dann z.b. auch noch der deutsche Presserat.

Aber da so eine Einschränkung auf die du vielleicht anspielst macht wenig Sinn, weil das Problem ist halt, dass dann eine Person oder eine bestimmte Gruppe bestimmen darf über was berichtet und ein stückweit auch was gedacht werden darf.

Sowas hatten wir ja alles schonmal und auch heute gibt es noch Länder in denen das in so extremen Umfang betrieben wird und was für Auswirkungen das hat und hatte kannst du dir ja dann anschauen.

Antwort
von Nemesis900, 81

Die Meinungsfreiheit sollte definitiv nicht eingeschränkt werden. Diese Option gibt es bei deiner Umfrage leider nicht. Mit Amerika meinst du denke ich mal die USA. Dort gilt keine Meinungs- sonder eine Redefreiheit, das ist etwas anderes.

Antwort
von Eichbaum1963, 43

Tja, eingeschränkt ist die Meinungsfreiheit doch schon lange: bei der Presse entscheidet der Konzern was geschrieben werden darf, im Internet werden  unerwünschte Meinungen schnell gelöscht (u. a. in Foren - weil z. B. irgendein angepisster Konzern o. dgl. mit Klage droht) und im öffentlichen Leben wird man schnell in eine bestimmt Ecke gedrängt.

Klar, beleidigen, verunglimpfen, Mobbing oder Unwahrheiten zu verbreiten geht gar nicht, das ist ein absolutes No-Go.

Aber oben (im 1. Absatz) erwähntes tritt inzwischen schon dann ein, wenn auch nur ein bisschen Kritik geübt wird. Selbst bei seriöser Kritik!

Der gemeine Bürger hat schließlich das Maul zu halten und zu kuschen... Unbeliebtes/nichtgewolltes wird dann gerne als "Stammtischparolen" abgetan. Aber wer sitzt denn in der Regel am "Stammtisch"? Im Endeffekt  doch die Wähler!

D. h.: wer also den Begriff: "Stammtischparolen" benutzt, dem gehen die Argumente aus - ergo muss er den Bürger/das Volk/seine Mitmenschen (ergo die Wähler) damit herabsetzten (zumindest versucht er es) - outet sich damit aber als Antidemokrat, da er andere Meinungen in Wirklichkeit gar nicht akzeptiert.

Das schlimme daran ist nur: manche merken das gar nicht mehr und kuschen dann wirklich...

Abstimmen kann ich hier nicht, denn es fehlen Alternativantworten. ;)

Kommentar von realsausi2 ,

Aber oben (im 1. Absatz) erwähntes tritt inzwischen schon dann ein, wenn auch nur ein bisschen Kritik geübt wird. Selbst bei seriöser Kritik!

Das ist mir zu abstrakt. Kannst Du ein Beispiel nennen?

Antwort
von XLeseratteX, 42

Nun eine Meinungsfreiheit ist nicht eingeschränkt und wird auch nicht eingeschränkt. Nur Hetze und Beleidigungen sind eingeschränkt und das ist auch richtig so.
Hetze und Beleidigungen, sowie rassistische Äußerungen sind keine Meinung mehr, sondern ungebildetes Gequatsche. Und niemanden steht es zu, andere von oben herab zu behandeln. Alle sind gleich und keiner ist besser als andere.
Und es nimmt nicht selten überhand, da sich die Leute hinter dieser Anonymität verstecken.
Den Medien und der Presse sollte man noch einiges mehr verbieten. Etwa 80% von dem was im Fernseher oder in Zeitungen erscheint (Bild, Spiegel, die Welt etc.) ist erfunden und gelogen. Medienverblödung nennt man das auch, wenn man diesem noch glauben schenkt.
Meinungen basieren nicht auf Tatsachen, sind somit irrelevant und größtenteils falsch.
Wenn man sich mal die Kommentare unter Berichten der Bild anguckt, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln. Da kommt so viel Blödsinn...da kann man sich nur noch Fremdschämen.
Jeder meint er hätte Ahnung, aber liest weder den Bericht noch verstehen die meisten überhaupt worum es eigentlich geht. Hauptsache man kann seinen Senf dazu geben.
Dadurch entstehen dann diese endlos Diskussionen, wo man sich am Ende nur noch beleidigt.
Ich mein, die Menschen kapieren ja nicht mal das sie sich gerade selber vernichten. Da kann man einfach nichts mehr auf die "Intelligenz" der Leute setzen. Und so müssen eben schärfere Gesetze und Verbote her. Sonst macht jeder was er will.
Viele vergessen auch das hinter den Computern Menschen mit Gefühlen sitzen. Es hat keiner das Recht jemand zu beleidigen, weil er eine andere Meinung hat.
Und das ist es, was verboten bzw. härter verfolgt werden soll.
Eine sachliche Meinungsäußerung wird und kann nicht verboten werden. Und wie Amerika zu werden, wäre ein fataler Fehler! Dafür gibt es einfach zu viele Menschen mit verschiedenen Meinungen.
Es ist schon oft passiert, dass jemand einen umgebracht hat nur weil er nicht auf dessen Meinung eingegangen ist.

Kommentar von HenrikRoegge ,

Eine strikte Gleichbehandlung gleicht einer Tyrannei und du bist, wenn auch unfreiwillig, sehr naiv und authoritär in deinem politisch korrektem Vortrag.

Kommentar von realsausi2 ,

Etwa 80% von dem was im Fernseher oder in Zeitungen erscheint (Bild, Spiegel, die Welt etc.) ist erfunden und gelogen.

Verschwörungstheoretiker aller Länder vereinigt Euch...

Wenn man sich mal die Kommentare unter Berichten der Bild anguckt, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln.

Wenn Du diese Perversion einer Zeitung als Maßstab nimmst, kannst Du nur zu einem verzerrten Bild kommen. Man muss dieses Drecksblatt aber nicht lesen.

so müssen eben schärfere Gesetze und Verbote her. Sonst macht jeder was er will.

Ach ja, so ein bischen Stasi steckt in uns allen...

Und wie Amerika zu werden, wäre ein fataler Fehler!

Dem stimme ich allerdings vollumfänglich zu.

Kommentar von kayo1548 ,

"Nur Hetze und Beleidigungen sind eingeschränkt und das ist auch richtig so. "

das gehört natürlich auch zu der freien Meinungsäußerung, nur werden hier halt die Rechte einer anderen Person angegriffen.

Daher ist so eine Abwägung natürlich immer notwendig.

"sondern ungebildetes Gequatsche."

zum Glück ist es nicht verboten ungebildet zu quatschen

"Und niemanden steht es zu, andere von oben herab zu behandeln"

doch sicher - das ist nicht strafbar solange keine Straftat vorliegt. Ob das vielleicht etwas ist das man als "nett" bezeichnen kann ist eine andere Frage aber nur weil man etwas nicht gut findet ist es zum Glück noch lange keine Straftat.

Ich stell mir gerade vor alles was ich nicht gut fände wäre eine Straftat- das wäre vielleicht eine Katastrophe.

". Etwa 80% von dem was im Fernseher oder in Zeitungen erscheint (Bild, Spiegel, die Welt etc.) ist erfunden und gelogen"

kannst du das belegen?

Selbst das was in der BIld steht ist nicht unbedingt erfunden sondern sagen wir mal mitunter einseitig dargestellt und vllt auch entsprechend "übertrieben" dargestellt.

Aber wer Bild dahingehend liest ist ja selber Schuld; sich zu informieren und sich weiterzubilden ist nichts was man an den Medien festmachen kann sondern es ist eine Frage des Wollens.

Will ich mir eine neutrale Meinung bilden und dafür Dinge kritisch hinterfragen und mir mehrere Quellen durchlesen oder will ich halt einfach eine vordefinierte Meinung? Letzteres ist natürlich einfacher und dieser Drang zur Einfachheit hatte sicher schonmal jeder von uns - aber richtiger ist es halt nicht unbedingt.

"Meinungen basieren nicht auf Tatsachen, sind somit irrelevant und größtenteils falsch."

Gute Meinungen basieren sehr wohl auf Tatsachen und zwar indem man Fakten zur Rate zieht abwägt und dann anhand persönlicher Maßstäbe sich ein Urteil daraus bildet.

D.h. eine gute Meinung muss auch dahingehend "angreifbar" sein indem die Fakten auf die man sich bezieht angreifbar sein müssen.

"Wenn man sich mal die Kommentare unter Berichten der Bild anguckt, kann man eigentlich nur mit dem Kopf schütteln"

Solche Kommentare wirst du überall finden und es ist sicherlich Schade das Menschen die sich keine Meinung durch Überlegung, Informieren und Faktenanalyse bilden nachher aber wählen dürfen.

Aber dazu zwingen kann man niemanden; man kann es höchstens versuchen den Menschen ein bisschen "schmackhafter" zu machen.

"Und so müssen eben schärfere Gesetze und Verbote her. Sonst macht jeder was er will. "

Wenn man das schärfer reglementiert macht derjenige oder diejenigen der dann die Regeln aufstellt was er will - ist das dann besser?

Dann haben wir vielleicht nicht nur einige Menschen die etwas plannlos sind sondern Personen die das noch einfacher noch effektiver für sich nutzen können und jede andere Meinung unterdrücken können.

Sowas hatten wir in der Geschichte ja bereits.

"Viele vergessen auch das hinter den Computern Menschen mit Gefühlen sitzen. "

richtig, was natürlich aufgrund der Anonymität und Distanz nachvollziehbar ist

"Und das ist es, was verboten bzw. härter verfolgt werden soll. "

Beleidigung und co ist ja schon strafbar und auch zivilrechtlich kann man da mitunter vorgehen - ich denke die Vorschriften die wir da haben reichen völlig aus oder bei welchen siehst du noch verbesserungsbedarf?

"Eine sachliche Meinungsäußerung wird und kann nicht verboten werden. "

Wo willst du den Unterschied zwischen sachlich und subjektiv ziehen? zumal eine Meinung ja immer auch eine subjektive Komponente erhält und auch bei objektiven Berichterstattungen kann man die Subjektivität kaum ganz außen vor lassen und wenn es nur um die Selektion der Nachrichten geht.

Antwort
von wiedermalich, 70

ich stimme absichtlich nicht ab, weil die ergebnisse alle 3 bllödsinn sind.

meinungfreiheit ist ein grundrecht und hat nichts mit dem "amerikanischen vorbild" zu tun!

Kommentar von HenrikRoegge ,

Als ob es in Europa je wahre freie Meinungsäußerung gab

Kommentar von mindlessinfi ,

klar gibts die... aber nur solange du nicht zuviele menschen mobilisierst mit deiner meinung

das ist aber kein problem der freien meinung sondern, ein problem nachgelagerter instanzen zur verbreitung dieser ;)

Kommentar von HenrikRoegge ,

Historisch hat der Deutsche bewiesen, dass er lieber den Staat fürchtet, anstatt den Staat den mündigen Bürger fürchten zu lassen.

Du gibst mir nur Recht.

Kommentar von earnest ,

Ach komm, DEN Deutschen in diesem Sinne gibt es doch überhaupt nicht.

Kommentar von HenrikRoegge ,

Nicht mehr, dank der Nachkriegspropagandamschinerie, die den Bürger zum volkszersetzenden Faulenzer gemacht hat.

Kommentar von realsausi2 ,

Als ob es in Europa je wahre freie Meinungsäußerung gab

Ich wüßte nicht, in wie weit es hier eine Einschränkung gäbe. Natürlich gibt es Grenzen, die dann verletzt werden, wenn man gegen geltendes Recht verstößt. Z.B. Leugnung des Holocaust. Aber das ist eben gesellschaftlicher Konsens, einen solchen Unsinn auch zu ahnden.

Persönlich habe ich noch nie die Erfahrung gemacht, dass meine freie Meinungsäußerung beschränkt gewesen wäre.

Gut, die Parolen, die wir als Jugendliche an Häuser gesprüht haben, waren Sachbeschädigung. Wären wir erwischt worden, hätte man uns sanktioniert. Zu recht. Aber niemals für die Inhalte, die wir gesprüht haben.

Wenn ich mit Flugblättern in der Fußgängerzone stand, haben mich viele angepöbelt "Geh doch in den Osten" (den gab es damals noch), aber niemals hat ein Polizist auch nur Anzeichen gemacht, uns den Auftritt zu unterbinden.

Wenn ich Leserbriefe auch mit überaus kontroversen Aussagen geschrieben habe, sind die meist gedruckt worden.

Natürlich bekommt man im Diskurs gegen seine Meinungsäußerungen oft Gegenwind. Aber das ist gut so.

Eine Beeinträchtigung von Meinungsfreiheit ist das aber noch lange nicht.

Antwort
von Nicky100, 23

Die Meinungsfreiheit ist in Deutschland längst eingeschränkt, wobei ziemlich willkürlich ist, wer was sagen darf. Es ergibt sich daraus, wer die meisten Lobbyisten in der Politik und im öffentlichen Leben vorweisen kann und wer am lautesten schreit und sich am aggressivsten aufführt, um seinen Willen zu bekommen und seine Meinung durchzusetzen. Zum Beispiel darf man in Deutschland sexuelle Minderheiten nirgendwo ausgrenzen oder man darf ihnen den Zugang zu Hotels nicht versagen (was auch gut so ist), Kinder darf man in Deutschland jedoch öffentlich diskriminieren und ausgrenzen, indem man ihnen den Zugang zu Hotels, in denen man Kinder nicht haben möchte, weil man sie offensichtlich als nervig und störend empfindet, verbietet. Die Meinungsbildung in Deutschland ist ziemlich ungerecht geworden und entbehrt vor allem immer mehr moralischen Grundsätzen oder einer gewissen Gerechtigkeit. Selbst Journalisten und andere Medienmacher geben zu, dass sie immer mehr die Meinung vertreten müssen, die man ihnen von oben vorgibt.

Antwort
von realsausi2, 22

Ohne Einschränkung. Unbedingt und absolut.

Aber keinesfalls nach amerikanischem Vorbild. Dort gibt es längst keine freie Berichterstattung mehr. Das ist alles von Konzernen und der Politik, bzw. deren Steigbügelhaltern, kontrolliert.

Kommentar von Nicky100 ,

Hallo, realsausi2, das stimme ich dir voll und ganz zu. Unsere Meinungsäußerungen und Berichterstattungen sind keine objektive Berichte oder Recherchen mehr, sondern immer von irgendjemandem bezahlt und somit gekauft. Zum Beipiel gibt es in Zeitschriften und anderen Medien immer nur Lobhudeleien auf Hundehalter und Hunde, ohne jemals die vielen Kritikpunkte rund um die moderne Hundehaltung zu erwähnen. (Gefahr, Lärmbelästigun , Unhygiene, immer mehr verschmutzte Naturflächen, Schädigung von Menschen, die an Tierhaarallergien oder an sogar Angst vor Hunden leiden etc.). Dass diese ausschließlich positiven Berichte immer von den jeweiligen Interessengruppen gekauft worden sind, merkt der Nornmalbürger meistens nicht. Eigentlich müsste über fast allen Berichten "Anzeige" stehen.

Kommentar von realsausi2 ,

Unsere Meinungsäußerungen und Berichterstattungen sind keine objektive Berichte oder Recherchen mehr,

Ich bezog mich hier auf die USA. Unsere Medien halte ich für wesentlich differenzierter, aufrichtiger und kompetenter. Ohne zu übersehen, dass es auch da Verwerfungen gibt.

Lobhudeleien auf Hundehalter und Hunde

Solche sind mir noch nicht aufgefallen. Ich halte Hunde auch generell für unproblematisch. Dafür brauche ich aber keine Medien. Da reicht für mein Urteil aus, was ich im Leben erlebe.

Antwort
von lesterb42, 15

Es ist wesendlich einfacher alles als Mist oder von A oder B gesteuert zu beklagen, als es besser zu machen.

Antwort
von fernandoHuart, 41

Selbstverständlich nicht. Jeder sollte sich so peinlich machen wie er möchte. ;-) <--

Antwort
von Spreax097, 91

Nein, da das Internet, die Presse... Die besten Informationen bringen um den Menschen weiterzubilden oder mehr erfahren zu lassen damit sie wissen was an den Orten gerade so geschieht.

Kommentar von Eichbaum1963 ,

Die besten Informationen bringen um den Menschen weiterzubilden

Naja, Weiterbildung ist da so ne Sache - wenn doch gewisse Medienvertreter nicht mal Geografie richtig beherrschen...

Schreiben die dann z. B. noch von "Stromspannung" sind die erst recht meilenweit von Bildung entfernt. :D

http://www.stupidedia.org/stupi/Stromspannung

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