Frage von Fagiolo, 30

Soll ein Vater den Besitz den Kindern/der Familie zum Kauf anbieten?

Meine Mutter ist vor einigen Jahren gestorben. Heute hatte ich leider ein unglückliches Gespräch mit meinem Vater. Er teilte mir mit, dass er den Besitz verkaufen möchte und zwar an diejenigen Leute, die meiner Mutter über Jahre hinweg das Leben sehr schwer gemacht hatten. Im Gegenzug könnte mein Vater dann dort kostenlos wohnen bleiben, solange er möchte. Er teilte mir dabei klipp und klar mit, dass er machen könne was er wolle. Damit bin ich auch einverstanden - es ist sein Besitz und sein Geld.

Was mich dabei jedoch sehr tief getroffen hat, ist, dass er den Besitz keinem seiner Kinder/Familie (20 Mitglieder) zum Kauf angeboten hat. Er will mit keinem darüber reden, obwohl wir alle ein gutes Verhältnis haben und uns diese Ostern auch zur gemeinsamen Familienfeier getroffen haben. Einige dieser Familien könnten sich einen solchen Kauf durchaus leisten, wären auch interessiert und das Herz hängt mit daran. Sehr schwer .......... - habt Ihr Rat ?

Antwort
von InQuestion, 11

Leider kann dein Vater mit dem kontrahieren, mit dem er will. Das lebenslange Wohnrecht, welches ihm beim Verkauf in Aussicht gestellt wird ist an sich ziemlich gut, da zumindest für deinen Vater keine weiteren Kosten für Unterbringung etc. anfallen.

Interessanter wäre zu wissen, ob dir oder deinen anderen Geschwistern ein Erbrecht zukommt, oder, ob er Alleinerbe ist. Solltet ihr als Erbengemeinschaft bezüglich der Immobilie auftreten, so habt ihr ein Mitsprachenrecht. Sollte so eine Konstellation vorliegen, solltest du umgehend einen Rechtsanwalt aufsuchen und versuchen mit seiner Hilfe einen Verkauf zu verhindern.

Grundsätzlich ist es jedoch ratsam innerhalb der Familie Probleme durch Gespräche und nicht durch RA zu lösen. Ist das Tuch erstmal zerschnitten, führt oft kein Weg mehr zurück. Geld ist nicht alles!

LG und alles Gute!

Antwort
von Fagiolo, 7

Als meine Mutter gestorben war, wurde uns ein über 30 Jahre altes Testament teileröffnet, welches amtlich beglaubigt und bei einem Notar hinterlegt war. In diesem Testament, unterzeichnet von Vater und Mutter stand:
- Die direkten Kinder erhalten jeweils einen vierstelligen Betrag aus dem sehr grossen Vermögen des verstorbenen Elternteiles. Der gesamte Rest geht an den überlebenden Elternteil. Alle direkten Kinder haben diese Vereinbarung unterzeichnet - nicht ganz ohne zu Murren - jedoch aus Respekt gegenüber unserem Vater, da erarbeitetes Geld unserer Eltern.
Somit wäre unser Vater dann Alleinerbe des gesamten restlichen Besitzes/Vermögens.

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