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Soll die Rennmaus allein bleiben oder soll ich sie neu Vergesellschaften?

gefragt von Speedy2008 am 04.08.2009 um 10:43 Uhr

Eine meiner zwei süssen Rennmäuse ist gestern verstorben. Jetzt ist die übrig gebliebene ganz allein. Das mäuschen ist 1 1/2 Jahre alt. Was soll ich jetzt machen. Sie allein lassen. Wir hatten schonmal ein Mäuschen das allein war. Diese ist 4 Jahre alt geworden. Oder sollen wir ein junges Mäuschen dazu tun? Was ist aber wenn die sich nicht verstehen? Oder wenn es anfangs gut läuft, aber dann wenn das neue Tier in die Pupertät kommt Streitereien beginnen? Ich bin nicht immer zu Hausetagsüber und kann Sie schlecht beobachten. Was soll ich nur machen? Sie tut mir soooo leid. Danke für Eure Tipps!

5 Stimmen : Allein bleiben (1) ; neu Vergesellschaften (4)

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mplayer
beantwortet von mplayer am 4. August 2009 10:49
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abgestimmt für: neu Vergesellschaften

anonym
beantwortet von Eissphinx am 4. August 2009 10:50
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Also rennmäsue sind gruppentiere mit einem stark ausgeprägtem sozialverhalten! Vergesellschaften wird in diesem alter schwer. Es gibt zoofachläden wo man die maus mitnehmen kann und dort mit einer anderen zusammen setzt um zu schauen ob es klappt. Dies muss man aber min. 30min beobachten!

abgestimmt für: neu Vergesellschaften

der14buchstabe
beantwortet von der14buchstabe am 4. August 2009 11:42
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leben Mäuse nicht auch in Gruppen?

abgestimmt für: neu Vergesellschaften
Kommentar von Speedy2008 am 4. August 2009 11:45

Ja, die leben normal in Gruppen. Es waren ja vorher auch zwei nur jetzt ist es nur noch eine, weil die andere gestorben ist. Und es ist nicht gerad einfach sie neu zuvergesellschaften, da es ja auch böse ausgehen kann. Und das will ich auf keinen Fall. DEshalb die Frage soll man es wagen oder sie besser allein leben lassen?


wuschelwookie
beantwortet von wuschelwookie am 4. August 2009 16:09
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Du kannst es versuchen einen neuen Partner dazuzusetzen. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, das es in den seltensten Fällen klappt.

abgestimmt für: Allein bleiben

Laurine93
beantwortet von Laurine93 am 5. August 2009 13:03
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Ich würde eine Vergesellschaftung, auch wenn es mit Risiko verbunden ist, versuchen. :) Es ist besser für deine Maus. Nur weil die eine 4 Jahre alt geworden ist heißt das ja noch lange nicht, dass die das toll fand, alleine zu leben.

Versuch es mal mit der Trenngittermehode. Das es in den meisten Fällen nicht klappt - wenn man diese einfach zusammen setzt und dann entscheidet ob die sich verstehen oder nicht ist klar. Bei Rennmäusen geht das nicht so einfach wie bei Ratten.

Ich würde das mit einem Jungtier versuchen, das ist meist einfacher.

Hier mal die Anleitung zu der Trenngittermethode - das findest du auch im Internet.Wenn du glück hast, gelingt es dir. denn deine rennmaus hat ja bestimmt noch ein paar jährchen vor sich ;-)


Vergesellschaftung:

Die Zusammenführung adulter Tiere gestaltet sich sehr schwierig und sollte möglichst nach der Kleinraummethode oder im "Anpaarungsbecken" durchgeführt werden (indem ein sehr kleiner, niedriger, abgedunkelter Käfig verwendet wird, der 2 „Zellen" besitzt, die in der Mitte mit Gitter versehen sind, so dass die Tiere sich sehen und beschnuppern, allerdings nicht beißen können) - siehe Abb.1. Das Gefäß sollte so niedrig sein, dass sich die Tiere nicht aufbäumen können. Durchsichtige, lichtdurchflutete Gefäße sollten eher gemieden werden, der zusätzliche Stressfaktor wird durch „Dunkelheit“ minimiert. Bei Nutzung des Anpaarungsbeckens wird auf jede Seite ein Tier gesetzt, zweimal täglich sollten die Seiten gewechselt werden. So erfolgt die Gewöhnung an den Geruch des neuen Partners. Die Streu verbleibt auf der jeweiligen Seite. Nicht zu vergessen ist dabei die regelmäßige Futter- und Wassergabe! Der Seitenwechsel sollte mindestens über einen Zeitraum von zwei Tagen erfolgen, u. U. auch länger. Während des Seitenwechsels können die Mäuse auch noch mit der Einstreu des "Gegners" abgerieben werden. Dann kann ein erster Versuch des Zusammensetzens auf einer Seite dieses Käfigs erfolgen. Da sie sich nicht aufbäumen können, sind Kämpfe nahezu unwahrscheinlich. Dort sollte man sie zusammen nochmals ca. 2 Tage belassen. Klappt dies in dieser Zeit, kann die Umsetzung in einen geruchsneutralen etwas größeren Käfig erfolgen. Dabei müssen die Tiere intensiv beobachtet werden. Bei auftretender Agression sofort trennen!

Bei der Kleinraummethode werden beide Tiere zusammen auf nur eine Seite gesetzt. Dafür ist dieser Käfig ebenfalls bestens geeignet. Zu Kämpfen kann es nur schwer kommen, da Aufbäumen auch hier nicht möglich ist. Kommt es über ca. 2 Tage zu keinen Aggressionen, dann einen nächstgrößeren, aber dennoch "kleinen" Käfig verwenden. Alles andere gilt wie beim Anpaarungskäfig.

Möglich und sinnvoll bei Persischen Rennmäusen ist die Kombination von beiden, dabei zuerst nach der Anpaarungsmethode vorgehen, nach 2 Tagen zur Kleinraummethode wechseln. Für beides ist dieser Käfig bestens geeignet.

Kleinraum-/Anpaarungskäfig

Käfig zur Vergesellschaftung: flach, so dass sie sich nicht aufbäumen können, in der Mitte ist der Käfig geteilt und das Mittelholz durch Gitter ergänzt! Er ist abgedunkelt, das vermeidet für die Tiere zusätzlichen Stress und Aggression.

Abb. 1
Der "Käfigdeckel" ist verschiebbar, so macht der Seitenwechsel keine Probleme.

Die Vorderfront ist ebenfalls mit Gitter versehen, dass auch ein Wasserflasche ohne Probleme durchpasst.

Klappt es auch hier, können die Tiere in ihren eigentlichen Käfig entlassen werden, der möglichst neu und frei von Geruchsspuren sein sollte. Niemals ein Tier in den Käfig eines Alteingesessenen geben. Außerdem immer nur zwei Einzeltiere aneinander gewöhnen, keine ganzen Gruppen. Auch hier sind die Tiere weiter zu beobachten und bei Aggressionen wieder zu trennen. Betreiben die Tiere soziale Fellpflege oder schlafen sie gemeinsam, kann man davon ausgehen, dass die Zusammengewöhnung erfolgreich war. Trotzdem ist noch Vorsicht geboten und die Tiere sollten weiterhin beobachtet werden, da auch eine spätere Anfeindung noch möglich sein kann.

Tipp: Weniger Aggressionen entstehen bei der Zusammensetzung von nicht adulten Jungtieren bis zu 8 Wochen oder bei Zusammensetzung junger Weibchen mit älteren Männchen (unter neutralen Bedingungen). Adulte Weibchen reagieren besonders aggressiv auf fremde Artgenossen. Vorzugsweise sollte die Zusammensetzung morgens erfolgen, damit die Tiere ganztags beobachtet werden können. Zumindest aber evtl. an Wochenenden oder freien Tagen oder durch zwei Personen, um eine ständige Beobachtung gewährleisten zu können. Anzumerken ist auch, dass bei Jungtieren unter 8 Wochen das Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist und selbst kleinste Verletzungen zur fast immer tödlich verlaufenden Bauchfellentzündung führen kann.

Wer eine ältere Gruppe hat, deren Tiere verstorben sind und nur noch eine einzelne alte Maus hat, sollte dieser den Stress der Vergesellschaftung ersparen, wenn diese regelmäßigen Kontakt zum Halter und Auslauf hat. Ähnlich wie bei den Mongolischen Rennmäusen bedeutet Vergesellschaftung im hohen Alter für das Tier ganz besonderen Stress, wobei der Nutzen meist geringer ist, in dem das Tier häufig schneller verstirbt, weil eine "Umgewöhnung" sehr viel Stress bedeutet. Aber das sollte die einzige Ausnahme einer "Einzelhaltung" sein, die man mit dem Risiko genau abwägen muss (siehe auch Mettler).

(Anmerkung: Alte Rennmäuse gewöhnen sich nur sehr schlecht aneinander, vor allem ein älteres Weibchen duldet dann keinen fremden Zugang mehr und fühlt sich in der vorhandenen und gewohnten Umgebung wohler. Wenn Harmonie und Umwelt in dieser Altersphase gestört werden, kann unter Umständen die Anpassungsfähigkeit des Tieres überschritten werden. Diese „Haltungsänderungen“ können von alten Tieren häufig nicht mehr verkraftet werden, es kann zu Abweichungen im Verhalten und zu Stresssituationen führen. Als erstes führt dies zu einer sogenannten „Alarmreaktion“, bei der Adrenalin freigesetzt wird, später Glukokortikoide. Wenn aufgrund des Alters des Tieres das physiologische Vermögen zur Anpassung an die neuen Bedingungen nicht mehr ausreicht, kann es zu einem Stadium der Erschöpfung kommen, welches zum Tod führen kann. Ist also ein einzelnes „Alttier“ übrig geblieben, sollten dem Tier viele Beschäftigungsmöglichkeiten geboten werden. Sie dürfen sich nicht langweilen. Dies sollte man aber unter Beachtung des einzelnen Charakters und Befindens des Tieres abwägen. Dazu kommt, das es meist nicht gelingen wird, alle Einrichtungsgegenstände der alten Gruppe geruchsmäßig zu neutralisieren. Nimmt man dem alten Tier dann gewohnte Einrichtungsgegenstände weg oder tauscht sie gegen neue aus, kann auch das zu Anpassungsschwierigkeiten, Aggressionen oder seelischem Leid führen.)

Angemerkt sei auch, dass trotz großer Bemühungen nicht jede Vergesellschaftung auch gelingt, es gibt Tiere, die sich gegenseitig absolut nicht dulden. Dann hilft nur eines, wieder trennen. Manchmal sind auch mehrere Versuche erforderlich, bevor man Erfolg hat.

Gelegentlich hört man von Alternativen wie: das Fell mit Talkum einpudern, um den Eigengeruch zu vermindern oder die Tiere in warmem Wasser, dem Anisöl zugesetzt ist, schwimmen lassen. Zuckerwasser und andere, den Rudelgeruch kurzzeitig überdeckende "Alternativen" sind schon beschrieben worden. Davon ist weitgehend abzuraten, da der Eigengeruch relativ schnell wieder kommt und es dann zu kräftigen Anfeindungen kommen kann.

Möglich sein soll auch, ein paarungsbereites Weibchen mit einem Männchen zu vergesellschaften, dann soll die sofortige Paarung erfolgen. Das bedeutet jedoch nicht gleichzeitig auch, dass damit eine Zusammengewöhnung geglückt ist.

abgestimmt für: neu Vergesellschaften


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