Frage von anonymos987654, 82

Soll die Beichte auch psychologisch helfen oder vor allem rechtlich / formal / fast magisch Gnaden vermitteln?

Wenn für die Beichte geworben wird, wird vor allem dargestellt, wie befreiend es sei, sich mal auszusprechen.

Wenn man sich aber echte Hilfe erhofft, um an sich zu arbeiten, wird man an Psychologen verwiesen.

Welchen Wert hat denn die Beichte nun wirklich,

wenn mit was ganz anderem dafür geworben wird

als was man letztlich dort bekommen kann?

Antwort
von Raubkatze45, 25

Wenn man die Beichte als Beichtgespräch nutzt, ist es sicher auch befreiend, sich mal auszusprechen. Aber das ist nicht der eigentliche Sinn der Beichte, der Priester hat nicht die Aufgabe, psychologisch zu wirken und ist in dieser Hinsicht auch nicht ausgebildet.

Ich glaube kaum, dass die Kirche in der von dir beschriebenen Weise für die Beichte "wirbt".  Es wird gesagt, dass die sakramentale Lossprechung befreiend ist, indem man die Vergebung Gottes erfahren darf. Dies umso mehr, je größer die Last ist, die ein Mensch durch Schuld auf sich geladen hat.

Die Beichte ist ein katholisches Sakrament, ein Heilszeichen, das uns die Vergebung Gottes vermittelt. Der Priester dient dazu nur als Werkzeug, durch den Gott seine Gnade fließen lässt, weshalb es auch auf die Eigenschaften eines Priesters nicht ankommt.

Die Gültigkeit einer Beichte ist allein abhängig von der persönlichen  Reue und  dem guten Vorsatz, es besser zu machen.  Dass wir unsere Sünden auf diese Weise bekennen sollen (obwohl Gott auch schon durch die echte Reue vergibt) geht aus der Vollmacht hervor, die Christus seinen Aposteln und deren Nachfolgern gegeben hat, Sünden zu vergeben und zu behalten. Dies kann aber nur dann geschehen, wenn die Sünden auch ausgesprochen werden.

Seelsorgliche Hilfe bekommt man, indem man sich einen festen Beichtvater sucht und mit ihm die Probleme bespricht, die einem persönlich zu schaffen machen. Es geht dabei nicht um psychologische Behandlungen, sondern um Hilfen auf dem Weg zu Gott und damit zum ewigen Heil. Mit Magie hat Beichte absolut nichts zu tun  und "rechtlich, formal" sind Begriffe, die auf die Beichte nicht anwendbar sind.

Antwort
von Nadelwald75, 12

HAllo anonymos987654,

die Beichte - oder besser das Buß- oder Versöhnungssakrament beruht auf der Zusage im Neuen Testament. "Wem ihr die Sünden nachlasst, dem sind sie nachgelassen. Wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten." Um das entscheiden zu können, hat sich die Beichte =Sündenbekenntnis entwickelt.

Von daher ist der eigentliche Anreiz die Sündenvergebung, und das ist dann auch die Gnade. Aber das ist kein magischer Vorgang.Mit Magie will ich eine Kraft beeinflussen, nach meinem Willen zu handeln. Hier nehme ich aber ein Angebot wahr. Das ist was anderes.

Psychologische Wirkung hat das auch. aber das ist dann höchstens ein Argument, wenn man einem Außenstehenden klarmachen will, dass Beichte auch andere Vorteile hat.

Antwort
von Dxmklvw, 26

Ich würde sagen, daß in der Hauptsache das Wunschdenken "Vergebung herbeizaubern" ausschlaggebend ist.

Über den Sinn der Beichte läßte sich streiten.

Wenn sie auch den Zweck hat, das zukünftige Verhalten so zu ändern, daß es nicht mehr zu Gewissensproblemen führt, dürfte es in Ordnung sein.

Wenn es aber lediglich um Vergebung geht, dann sehe ich das mehr so, als wenn jemanden das Gewissen plagt, weil er z. B. ein Navigerät gestohlen hat, dann zu seinem Hehler geht, sich von diesem die "Sünde" vergeben läßt und als Buße dem Hehler das Navi zu einem geringeren Preis überläßt.

Antwort
von schloh80, 25

Die Beichte ist ein Teil der katholischen Seelsorge und erklärt sich jedem gläubigen Katholiken von selbst. Es geht grob um ein Zeugnis vor Gott und um desser Vergebung. Für Gläubige kann das sehr befreiend sein.

Einen Bezug zu psychischen Erkrankungen gibt es nicht. Bzw. können auch psychisch erkrankte Menschen die Beichte ablegen und sich spirituell befreit fühlen. Eine Auswirkung auf die Erkrankung hat das natürlich nicht.

Psychologen behandeln nicht und nehmen auch keine Beichte ab.

Drei verschiedene Paar Schuhe.

Antwort
von gromio, 12

Hallo,...

...zunächst wäre ma zu klären, was BEICHTE bedeutet:

guck mal da:

Die Beichte (lat. confessio; Bußsakrament, auch Amt der Schlüssel) ist das mündliche Eingeständnis einer schuldhaften Verfehlung des Pönitenten oder Beichtkindes, gewöhnlich während eines Gesprächs unter vier Augen mit einem Beichtvater, der sogenannten Ohren-, Einzel- oder Privatbeichte.

wikipedia

Die Beichte ist in den meisten KIRCHENGEMEINSCHAFTEN üblich, ABER nicht biblisch.

Zur Aufklärung:

Gott hat keinen Menschen befugt, anderen Sünden zu vergeben, die sie gegen ihn begehen; das behält er sich selbst vor. Die Bibel sagt deutlich: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, so ist er [Gott] treu und gerecht, uns die Sünden zu vergeben und uns von aller Ungerechtigkeit zu reinigen“ (1. Johannes 1:9). Doch wem sollte man seine Sünden bekennen?

Da nur Gott Sünden vergeben kann, ist er derjenige, dem man sie bekennen muss. Das tat ja auch David. Doch unter welcher Voraussetzung gewährt Gott Vergebung? Die Bibel erklärt: „Kehrt um und wendet euch Gott zu, damit er euch die Sünden vergibt. Dann wird auch die Zeit kommen, in der Gott sich euch freundlich zuwendet“ (Apostelgeschichte 3:19, Hoffnung für alle). Offenbar hängt die Vergebung nicht nur davon ab, sich seine Sünde einzugestehen und sie zu bekennen, sondern auch davon, wie ernst es einem damit ist, die falsche Handlungsweise künftig zu unterlassen. Der letztgenannte Schritt fällt vielen besonders schwer. Wo kann man Hilfe finden?

Denken wir noch einmal an die bereits erwähnten Worte des Jüngers Jakobus: „Bekennt . . . einander offen eure Sünden, und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet.“ Weiter schrieb er: „Das Flehen eines Gerechten hat, wenn es wirksam ist, viel Kraft“ (Jakobus 5:16). Mit „Gerechter“ kann einer der „älteren Männer der Versammlung [Gemeinde]“ gemeint sein, von denen in Vers 14 die Rede ist. Zu den Aufgaben dieser qualifizierten „älteren Männer“ oder Ältesten gehört es unter anderem, denjenigen beizustehen, die bei Gott Vergebung suchen. Wie gesagt, kein Mensch ist befugt, einem anderen irgendwelche Sünden gegen Gott zu vergeben; deshalb können auch diese „älteren Männer“ niemandem die Absolution erteilen.* Sie sind jedoch durchaus befähigt und autorisiert, jemanden, der schwer gesündigt hat, zurechtzuweisen und ihn wieder auf den richtigen Weg zu bringen. Sie führen dem Betreffenden den Ernst seiner Sünde vor Augen und machen ihm klar, warum er aufrichtig bereuen muss (Galater 6:1).

NUR GOTT mußt/sollst Du Deine Sünden bekennen.

Sogenannte Ältere Männer können helfen, wenn sie Kenntnis von den Sünden erlangen. Diese können NICHT vergeben, aber helfen.

Somit ist die in vielen Kirchen praktizierte BEICHTE nicht biblisch, vor allem aber NICHT ERFOLGREICH, denn NUR GOTT KANN und WIRD VERGEBEN!!!!!

Noch Fragen?

cheerio

Kommentar von Viktor1 ,
NUR GOTT KANN und WIRD VERGEBEN

Falsch.

Die Beichte ist ............. nicht biblisch.

Auch falsch. In den Ur-Gemeinden gab es das öffentliche Sündenbekenntnis welches später durch die Ohrenbeichte abgelöst wurde.
Joh.20,23
23 Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben; wem ihr die Vergebung verweigert, dem ist sie verweigert.
Auch wenn man die Zuweisungen der Worte Jesu bei Johannes so nicht wörtlich nehmen kann ist die "Aussage" an sich deutlich biblisch.
Außerdem können wir immer denen vergeben, welche uns Unrecht getan haben - immer - und Gott wird mit Sicherheit nicht ungnädiger sein als wir.
Sünden, Unrecht, können Menschen i.R nur gegen andere Menschen begehen.
So hat Jesus sich auch oft geäußert (direkt, in Gleichnissen und dem "Gebet" des "Vater unser.."), daß wir uns unsere Schuld vergeben sollen und müssen.

Kommentar von gromio ,

Hier liegt, so denke ich, ein Missverständnis vor.

Sollten WIR denen vergeben, die gegen uns gesündigt haben? Ja klar, siehe zum Beispiel das Vaterunser.........

DIES hat NICHTS mit der VERGEBUNG zu tun, die wir NUR von Gott erhalten: Er kann unsere Sünden vollständig vergeben, so daß wir vor ihm rein=sündenFREI sind.

DAS ALLES hat aber nichts mit der Frage des Fragestellers zu tun, denn DER FRAGESTELLER  wollte wissen, OB DIE IN VIELEN KIRCHENÜBLICHE BEICHTE Wirkung hat, und wenn ja, welche!

DIESE FORM DER BEICHTE ist UnBIBLISCH und wird auch nicht durch die von dir zitierten Verse aus Johannes biblisch, insbesondere weil diese Aussage in Johannes 20:23 für die Apostel galt, NICHT JEDOCH für die Gläubigen nach der Zeit der Apostel und somit auch NICHT in unserer Zeit.

Hinzu kommt, dass man sich ernsthaft fragen muß, wer in der katholischen Kirche seriös davon ausgehen kann, den HEILIGEN GEIST empfangen zu haben oder zu empfangen. Hier gilt insbesondere Matthäus Kapitel 7, Verse 15 bis 23.

Kommentar von Viktor1 ,
Hier liegt, so denke ich, ein Missverständnis 
vor.

Stimmt, von dir.

WIR denen vergeben, die gegen uns gesündigt.
. klar, siehe  das Vaterunser.........

Eben. Dort wird um die eigene Vergebung gebetet "...so wie wir vergeben". Dies erinnert an Mt.7.12

DIES hat NICHTS mit der VERGEBUNG zu tun, die 
wir NUR von Gott erhalten:

Wir erhalten aber nur Vergebung, wenn wir auch vergeben - das ist die Botschaft Jesu. Wir sind beteiligt !

DIESE FORM DER BEICHTE ist UnBIBLISCH

Ich wußte nicht, daß Jesus seinen Aposteln einen Ritus dazu vorgeschrieben hat. Es gibt da nichts streng "biblisches".

diese Aussage in Johannes 20:23 für die Apostel
galt, NICHT JEDOCH für die Gläubigen nach
der Zeit der Apostel

Woher hast du diesen Quatsch ? Vorher heißt es:"Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."
Das war nach seiner Auferstehung. Sollte die Botschaft Jesu nur weitergegeben werden solange noch einer der Apostel lebt ?
Die haben sehr schnell damit begonnen (durch Handauflegung) ihre Beauftragung an andere weiter zu geben.

Hier gilt insbesondere Matthäus Kapitel 7, 
Verse 15 bis 23.

Nein, hier geht es nicht um Luther und die unzähligen anderen Gründer von Religionsgemeinschaften mit ihren separaten "Erleuchtungen" (falsche Propheten) sondern um Sündenvergebung.
Außerdem hängt die Sündenvergebung - auch nach der Lehre der kath. Kirche - letztendlich nicht von der "Qualität" des Beichtvaters ab sondern einzig und allein von der Umkehr (Buße) des Sünders - und wenn er auch anderen vergibt.
Die Sündenvergebung spielt sich also nicht irgendwo außerhalb des Menschen ab, sondern nur in ihm selbst.

Kommentar von gromio ,

SündenVERGEBUNG spielt sich NICHT im Sünder ab, sie kommt von AUßEN, von GOTT.

"...so sende ich EUCH", ja dies gilt für den ZWECK des irdischen Dienstes Jesu, und dieser Zweck war? Die Verkündigung des Königreiches Gottes sowie sein Tod als Grundlage für die Vergebung von Sünden und Voraussetzung für das Ewige Leben.

DIE FRAGE DES FRAGESTELLERS hier betraf die Wirkung und Qualität der BEICHTE.

DIE BEICHTE; wie viele christliche Kirchen sie praktizieren, MIT VERGEBUNG DER SÜNDEN DURCH EINEN MENSCHEN, der dazu NICHT BEFUGT ist, diese Form der BEICHTE ist umbiblisch und daher sinnlos.

Siehe Matt.7:15-23......."...jeder, der den Willen Gottes tut, wird gerettet werden!".

Also, BEICHTE bei menschlichem Beichtvater ist aus GOTTES SICHT nicht Sünden-sühnend. EIN MENSCH KANN NICHT SÜNDEN vergeben, dies war Gras. immer so.

Jesus und seine Apostel bildeten bei genauer Betrachtung keine Ausnahme.

Jesus wußte z.B. dass für die dauerhafte Sündenvergebung sein Tod notwendig war. Als er auf der Erde war, lebte er ja noch.....

also Irrtum, genau.....

...aber bitte: DU schreibst DEINE ANTWORT, ich meine.

Der geneigte Leser wird für sich das passende herausnehmen.

cheerio

Kommentar von gromio ,

Und nochmals zu Johannes 20:23:

Deine Worte waren...

diese Aussage in Johannes 20:23 für die Apostel
galt, NICHT JEDOCH für die Gläubigen nach
der Zeit der Apostel

Woher hast du diesen Quatsch ? Vorher heißt es:"Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch."
Das war nach seiner Auferstehung. Sollte die Botschaft Jesu nur weitergegeben werden solange noch einer der Apostel lebt ?
Die haben sehr schnell damit begonnen (durch Handauflegung) ihre Beauftragung an andere weiter zu geben.

Diese meine Erklärung ergibt sich doch aus dem Kontext! Jesus sprach NUR zu seinen Jüngern, diese empfingen heiligen Geist UND die Aussage Jesu galt für die, zu denen er sprach. 

Wie kann man daher so vermessen sein, dies auf Christen heute anzuwenden? Der Text läßt diese "Ausdehnung" NICHT erkennen, und auch sonst gibt es keine biblische GRUNDLAGE für die mit o. g. FRAGE gemeinte Beichte.

cheerio, Augen auf im Beichtverkehr .

Kommentar von gromio ,

Wenn auch die APOSTEL Hände auflegten, es gibt keinen biblischen Bericht darüber, dass die APOSTEL Ihrerseits DRITTE dazu beauftragten und/oder befähigten, SÜNDEN ZU VERGEBEN. Siehe dazu Vaterunser.....nur GOTT kann SÜNDEN vergeben im Sinne von "den Schuldschein löschen. Und der Geschädigte kann einem Schuldner direkt vergeben, diese Vergebung ist jedoch nicht dieselbe wie die durch GOTT.

Kommentar von juste55 ,

gromio,

du hast es auf den Punkt gebracht!

Antwort
von Zicke52, 13

Nein, die Beichte ist nicht dazu gedacht, von einer Last zu befreien. Denn das würde ja voraussetzen, dass man eine Last trägt. Ganz im Gegenteil: wenn du kein Problem hast, muss man dir erst eins einreden, sonst wüsstest du ja nicht, was du beichten solltest.

Ich musste vor der ersten Kommuniin (8 Jahre) zur Beichte und dann einmal monatlich. Das war damals das einzige, was mich an meiner Religion störte, die ich sonst sehr liebte. Aber was soll man als (verhältnismäßig braves) Kind schon beichten? 3 oder 4 Sünden sollten es schon sein, und auch nicht immer die gleichen, schließlich will man den Beichtvater nicht langweilen. Aber ausser "ich war ungehorsam" (passt immer), "ich war frech zu meiner Mutter" (ist eigentlich das gleiche, aber wenn man verzweifelt auf Sündensuche ist, vermehrt man sie halt durch andere Formulierungen), "ich habe gelogen" (damit liegt man auch selten falsch), "ich hatte unkeusche Gedanken" (ich wusste nicht mal, was das ist) fiel mir nichts ein. Und ich zerbrach mir Monat für Monat den Kopf, was ich denn zur nächsten Beichte Interessantes sagen könnte. Ich hätte ja anfangen können, zu stehlen, nur um etwas Solides zu beichten zu haben, aber soweit ging mein religiöser Eifer dann doch nicht.

Und dann wurde uns im Religionsunterricht vorgeworfen, dass wir bei der Beichte so schwammige Allgemeinplätze von uns gäben, und immer die gleichen. Wenn uns keine konkreten Sünden einfielen, könne das nur daran liegen, dass es uns an Demut fehle und wir unsere Sündhaftigkeit nicht erkennen wollten, und nicht genug in uns gingen. Aber ich konnte in meine Inneren stöbern soviel ich wollte, ich fand nichts Aufregendes, das dazu geeignet gewesen wäre, dem armen Beichtvater etwas Abwechslung zu verschaffen.

Und selbst wenn man eine Last trägt, die man los werden möchte: auch hier ist Beichte das Gegenteil einer psychologischen Beratung. Bei der Beichte wird man (ver)urteilt. Sicher, die Sünden werden vergeben, aber man wird doch daran erinnert, welch unverdiente Gnade das sei, und dass man selbst ein sündiger Mensch ist. Nicht sehr aufbauend.

Die Aufgabe eines Psychologen ist es nicht, zu urteilen. Er steht unseren Geständnissen neutral gegenüber und versucht, uns mit unserem Wesen zu versöhnen. Das heisst, auch mit unseren Schwächen, die nicht "böse" sind, sondern Teil unseres Wesens.

Antwort
von Falbe, 11

In der  Bibel steht , daß wir einander die Sünden bekennen sollen . Das bringt Erleichterung und Gott wird einem helfen , daß das Negative nicht immer wieder so oft auftritt, ja , es trägt dazu bei den neuen Menschen in uns zu fordern 

Antwort
von Giustolisi, 32

Es geht gar nicht so sehr um das warum, denn die Frage stellen sich Gläubige ohnehin selten. Bei den Katholiken muss eben gebeichtet werden und das akzeptieren auch viele von ihnen. 
Die beichte sehe ich eher als ei Druckmittel. es ist unangenehm, mit eigenen Verfehlungen konfrontiert zu werden, also will man möglichst wenig zu beichten haben. Dadurch halten sich die Gläubigen eher an die Vorschriften ihrer Religion. Der Priester der die beichte abnimmt erfährt auch allerlei Interessantes.

Antwort
von josef050153, 15

Der ursprüngliche Sinn der Ohrenbeichte war die Sammlung von Informationen. So wurden Herrscher für die Kirchenoberen erpressbar und das wurde in früherer Zeit auch weidlich ausgenutzt.

Da die römisch-katholische Kirche heute faktisch keine reele Macht mehr besitzt, hat sich das Verständnis der Beichte verändert. Schließlich kann ja eine Organisation wie die RKK nicht einfach zugeben, dass diese Handlung Verbrechen begünstigt hat und deshalb abgeschafft gehört.

Eigentlich ist damit diese Beichtform aber genau jene 'billige Gnade', die man lange Zeit den Protestanten vorgeworfen hat. Während nach der Bibel Umkehr, öffentliches (!) Bekenntnis und Wiedergutmachung zur Sündenvergebung gefordert werden, gibt man damit Menschen die Möglichkeit billig zur Sündenvergebung zu kommen.

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