Folgende Situation: Ein befreundetes Paar lebt zusammen. Er verdient mehr als sie (wenn auch nicht extrem). Sollte er deshalb auch mehr für die gemeinsame "Kasse" (Miete, Lebenshaltungskosten etc.) beisteuern?

Warum sollte er denn nicht mehr beisteuern, wenn er schon mehr verdient? Was hindert ihn daran? Es ist ja wohl eine eheähnliche Gemeinschaft, da gehört auch die gerechte Verteilung der Lasten dazu. Schließlich ist das eine Partnerschaft und keine Wohngemeinschaft!
Wir machen es seit 25 Jahren so, dass der jenige, der mehr verdient, einen entsprechend größeren Anteil an den Unkosten trägt. Bislang gab es nie Streit ums Geld.

Wir hatten hier bei uns in der Schule sog. "Prozentrechnen"! Wenn nun jede Partei, sagen wir 40% zum gemeinsamen Haushalt beisteuert sind das von verschiedenen 100% Einkommen andere Beträge! Bei Bedarf gibts mehr Infos im Forum.. ;-) Gruss Solf
Shira am 9. November 2007 17:26 Mathematikunterricht im Forum! Übernimmst du die Lehrerfunktion? ;-))

Wenn beide arbeiten und nicht einer von beiden die Kinder versorgt, dann: Nein.
Die Höhe der Miete einer Wohnung richtet sich ja auch nicht nach dem Einkommen des Mieters....
Ich finde ja schon, dass man seine Knete zusammenschmeisst, wenn man eheähnlich zusammenlebt. Geld sollte einfach keine Rolle spielen und wenn einer mehr verdient, lässt er oder auch sie doch gerne Partner/in davon profitieren.

Es kommt in dem Fall wirklich auf Höhe des Einkommens und den Unterschied an. Wenn einer wirklich nicht viel verdient und der Andere ein Großverdiener ist, fände ich es schon fair, wenn es anteilig vom Einkommen geteilt würde. Denn sonst bringt vielleicht einer sein ganzes Geld für Wohnung und Haushalt auf und kann sich nichts mehr nebenher leisten.
Wie so oft im Leben lautet die Antwort wohl: Es kommt drauf an.
Von den beiden extremen Lösungen, dass jeder den gleichen Betrag oder jeder den gleichen Prozentsatz seines (Netto-)Einkommens zahlt, dürfte im Normalfall keine wirklich fair sein.
Generell finde ich, dass man gemeinsame Ausgaben zu gleichen Teilen bestreiten sollte (sprich: jeder den gleichen Betrag), aber wenn der Besserverdienende einen "Schnaps" mehr bezahlt, ist das sicher auch ok.
Gar nichts, aber auch rein überhaupt nichts, halte ich von dem "Alles in einen Topf" - eine solche "Umverteilung" setzt auch auf kleinem Level völlig falsche Anreize.