Frage von Toqra, 313

Soll der Religionsunterricht (in Bayern) für alle außerhalb der Schule stattfinden?

Hi!
Ich brauche Pro und Contra Argumente zu der oben genanten Frage.
Ich wäre sehr dankbar für Ideen, bitte kreativ sein :D ich recherchiere auch selber, aber es gibt bestimmt auch welche, die ich addieren und hinzufügen kann.
Vielen Dank

Antwort
von Campendonk, 211

Pro: mit Schule verbinden Schüler meist etwas Langeweiliges, Nerviges etc. Wenn man den Religionsunterricht in ein anderes Ambiente, als das der Schule, verlegt, kann Interesse und "Begeisterung"(Religion ^^) leichter geweckt werden

Kommentar von Toqra ,

Das ist gut, danke

Antwort
von reinermoysich, 46

Jeder Religionsunterricht muss – außerschulisch – kontrolliert werden! Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die katholische Kirche massiv auf die Gründungsmütter und -väter des Grundgesetzes eingewirkt, neben Gottesbezug und Kirchensteuern auch noch den Religionsunterricht an öffentlichen Schulen ins Grundgesetz aufzunehmen. Mittlerweile gelten diese Rechte – nach dem Ergebnis einer Doktorarbeit – als „verfassungswidrige Verfassungsrechte“, da sie in einem unüberbrückbaren Gegensatz zu anderen Grundgesetzartikel stehen, z.B. zur Weltanschauungsneutralitätspflicht. Es ist jedoch z.B. praktisch unmöglich, allen der vielen religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen jeweils ihren eigenen speziellen Weltanschauungsunterricht zu geben, egal ob z.B. christlich, islamisch oder atheistisch! Weltanschauungsunterricht darf und soll jedoch in außerschulischen Weltanschauungsgebäuden unter staatlicher Kontrolle menschenrechtskonform stattfinden. Um religiösem Extremismus vorzubeugen, soll inner- und außerschulisch zur Pflicht gemacht werden, wahrheitsgemäß zu vermitteln, dass sämtliche so genannte „Glaubenswahrheiten“ unbewiesen sind!

Antwort
von Karl37, 135

Den Religionsunterricht außerhalb der Schule stattfinden zu lassen steht ein juristisches Problem im Wege. Nach Art. 47 Abs. 1 BayEUG sowie der bayerische Landesverfassung besteht die Verpflichtung einen Ethik Unterricht anzubieten wenn kein Religionsunterricht an der Schule stattfindet.

Daher könnte deine Frage nur lauten, statt Religion verpflichtend einen Ethikunterricht für alle einzuführen.

Antwort
von 1988Ritter, 146

??? Warum....???

Unsere deutsche Kultur beinhaltet eine Vielzahl von christlichen Werten. Dazu kommt, die Mehrzahl der deutschen sind christlichen Glaubens. 

Folglich kann der Religionsunterricht auch in Form der Allgemeinbildung in der Schule praktiziert werden.

Womit ich übereinstimme, dass andere Konfessionen gerne auch ausserschulisch gelehrt werden können. Dies klappt bei dern orthodoxen Kindern schon seit Jahrzehnten wunderbar und erfolgreich.

Nehmen wir z.B. den griechischen Bevölkerungsanteil in Deutschland. Der überwiegende Teil der griechischen Kinder besucht nach der regulären Schule noch das Lyzeum. Dort findet dann unter anderem auch orthodoxer Religionsunterricht statt. 

Antwort
von ich313313, 161

Ja. Dann kann jeder selbst entscheiden, ob er ein Fach wie Religion oder Ethik haben möchte. Durch den Religionsunterricht wird die Religion (aus eigener Erfahrung) oft eher negativ dargestellt.

Andererseits gehört sowas irgendwie auch zum Allgemeinwissen. Man sollte schon wissen, warum z.B. Weihnachten gefeiert wird. Das reicht meiner Meinung nach aber auch. Wer mehr wissen möchte, könnte dann ja Religion wählen.

Negativ: Wäre es außerhalb, würden es wahrscheinlich weniger Schüler wählen.

Kommentar von FSM202 ,

Ist es etwas negatives, wenn sich weniger Schüler indoktrinieren lassen?

Kommentar von ich313313 ,

Für die Schule bzw. den Anbieter des Unterrichts kann es negativ sein, für die Schüler ist es eher positiv, da sich wirklich nur die anmelden würden, die sich für Religion interessieren. Ich konnte die Antwort leider nicht mehr ändern.

Antwort
von Dummie42, 139

Am besten sollte gar kein Religionsunterricht außerhalb der Schulen stattfinden, für niemanden. In den Schulen hat man wenigstens noch die Möglichkeit, zu kontrollieren, was da vermittelt wird.

Und am besten sollte der schulische Religionsunterricht auch nicht konfessionsgebunden sein. Alle Schüler sollten zusammen das wichtigste über alle größeren Religionen lernen.

Kommentar von marylinjackson ,

Lehrer werden nicht kontrolliert, was sie den Kindern vermitteln. Was da manchmal heraus kommt, ist einfach hanebüchen.

Kommentar von Dummie42 ,

Immer noch besser als Hinterhofmadrassen oder evangelikale Jugendcamps.

Antwort
von xcrlnx, 154

Contra: unnötiger Aufwand, es passt so wie es ist, Zeitverschwendung (Anfahrt), oft nachmittags, zusätzliche Räume
Pro: weiß ich nichts

Kommentar von Toqra ,

Na, das hast du falsch verstanden.
Es ist unabhängig der Schule, also die Schule unterrichtet keinen Religionsunterricht mehr

Antwort
von Klaraaha, 117

Außerhalb der Schulen halte ich das für schwierig, da derzeit viele Sekten ihr Unwesen treiben und Eltern nicht immer wissen, welche da gerade am missionieren ist. Christliche Fundamentalisten sind nicht grade ungefährlich. In den Schulen weiss man, welche Konfession Unterricht erteilt und dass der Lehrplan mit der Regierung abgestimmt ist.

Kommentar von marylinjackson ,

Dem Fragesteller ging es nicht um Sekten oder Fundamentalisten, sondern um die Vermittlung christlicher Grundwerte in der Schule oder in kirchlichen Räumen im Rahmen einer Unterrichtsstunde.

Antwort
von Stkuber, 140

Frage ist: Braucht man überhaupt noch Religionsunterricht?

Antwort
von marylinjackson, 90

Ja.

Das funktionierte bereits in der DDR komplikationslos.

Antwort
von viktorus, 81

Ich weiß nicht, ob der "Schulhof" immer dafür geeignet wäre...(Joh.17,17).

Antwort
von JensPeter, 73

Hallo Toqra,

ist es nicht auch interessant zu hinterfragen was Gott in der Bibel fordert?

Wem hat er die religeuse Erziehung übertragen?

Vor Alters:

5. Mose 6:6 Und es soll sich erweisen, daß diese Worte, die ich dir heute gebiete, auf deinem Herzen sind; 7 und du sollst sie deinem Sohn einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst und wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 8 Und du sollst sie als ein Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Stirnband zwischen deinen Augen dienen; 9 und du sollst sie auf die Türpfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.

Neues Testament:

Epheser 6:4 Und ihr, Väter, reizt eure Kinder nicht zum Zorn, sondern zieht sie weiterhin auf in der Zucht und in der ernsten Ermahnung . . .

Wer wem etwas zu sagen hat wird auch in der Bibel beschrieben. Zusammenfassen kann man sagen, das die religiöse Erziehung vom Gott der Bibel den Eltern übertragen ist und dese dafür die Verantwortung vor Gott tragen. Dieser Verantwortung können sie sich im Grunde nicht entziehen und das einfach so dem Staat überlassen.

Außerdem gilt das Grundgesetz der BRD für alle Religionen - aber verbeamtet Geistliche gibt es nur für bestimmte Religionen, was geschichtlich bedingt ist, aber rechtlich problematisch ist.

Das als Diskussionsbeitrag mit besten Grüßen

JensPeter

 

Kommentar von Toqra ,

Wenn ich das richtig verstanden habe, sagt man Bibel also, dass die Eltern für die religiöse Erziehung verantwortlich sind?

Kommentar von JensPeter ,

Stimmt!

Diese Verantwortung kann nicht abgeschoben werden. 

Auch ggf. "Taufpaten" spielen dabei keine Rolle. 

Dabei ist berücksichtigt das Eltern für Kinder (zumindest in den ersten Jahren) Vorbilder sind. Was sie bei ihnen sehen und beobachten wird sie prägen. Keine Schule kann das ersetzen.

In Sprüche 22:6 heißt es: „Erzieh einen Knaben gemäß dem Weg für ihn.“ Kinder zu erziehen ist eine weitere große Aufgabe der Eltern. Aber wann sollte die Erziehung einsetzen? Sehr früh. Der Apostel Paulus erwähnte, daß Timotheus „von frühester Kindheit an“ erzogen worden war (2. Timotheus 3:15). Das hier verwendete griechische Wort kann sich auf ein kleines Kind oder sogar auf ein ungeborenes Kind beziehen (Lukas 1:41, 44; Apostelgeschichte 7:18-20). Timotheus wurde also schon erzogen, als er noch sehr jung war — und das war gut so. Die frühe Kindheit ist ideal, um mit der Erziehung eines Kindes zu beginnen. Selbst ein kleines Kind hat einen Wissensdurst.

Babys brauchen aber noch mehr. Vom Augenblick der Geburt an ist ihr Gehirn aufnahmebereit, und die Eltern sind die hauptsächliche Informationsquelle. Ein Beispiel dafür ist die Sprache. Forscher sagen, daß es „vermutlich in enger Verbindung damit steht, welche Wechselbeziehung von Anfang an zwischen dem Kind und seinen Eltern besteht“, wie gut ein Kind sprechen und lesen lernt. Man sollte daher mit seinem Kind reden und ihm bereits vorlesen, wenn es noch ein Baby ist. Bald wird es einen nachahmen wollen, und kurz darauf bringt man ihm das Lesen bei. Wahrscheinlich wird es lesen können, bevor es zur Schule geht. Das erweist sich besonders in Ländern als nützlich, in denen es an Lehrern fehlt und die Klassen überfüllt sind.

Das vorrangigste Anliegen christlicher Eltern ist die Befriedigung der geistigen Bedürfnisse des Kindes. (Siehe 5. Mose 8:3.) Was wollen sie damit erreichen? Sie möchten dem Kind helfen, eine christusähnliche Persönlichkeit zu entwickeln, also „die neue Persönlichkeit“ anzuziehen (Epheser 4:24). Dazu müssen sie das richtige Baumaterial und auch das richtige Bauverfahren in Betracht ziehen.

Kinder brauchen Zeit, viel Zeit! 

Zeit für sein Kind zu haben fördert die Kommunikation. Je intensiver die Kommunikation mit dem Kind gepflegt wird, um so besser ist zu erkennen, wie sich seine Persönlichkeit entwickelt. Nicht zu vergessen ist, daß Kommunikation mehr ist, als nur zu reden.  Kinder brauchen „eine Zeit zum Lachen . . . und eine Zeit zum Herumhüpfen“ — eine Zeit zur Entspannung (Prediger 3:1, 4; Sacharja 8:5).

Im Alter von vierzehn Jahren ist ein Jugendlicher in der BRD "religionsmündig", d.h. er kann dann über seine Religion selber frei entscheiden. Christliche Grundlagen, die bis dahin nicht gelegt wurden, muss dann derjenige ggf. in Alter (nach der Pubertät oder noch viel später, wenn die eigene Familie gegründet wird) nachholen und sich aneignen, wenn die Zeit dafür bleibt. 

Die Taufe von Kleinkindern hat damit ebenfalls nichts zu tun. Die Bibel sprich deutlich davon, das sich jemand aus freien Stücken aufgrund reiflicher Überlegung für den christlichen Lebensweg entscheiden soll. Jesus - als christliche Vorbild - ließ sich im Alter von dreißig Jahren taufen. Allerdings wurde die Taufe ja seinerzeit erst eingeführt. 

Folgende Texte machen auch diesen Zusammenhang klar:

Matthäus 28:19 Geht daher hin, und macht Jünger [=Lernen] aus Menschen aller Nationen, tauft sie [wen? Die es gelernt haben und das freiwillig wollen]. . .

Ähnliches drückt die Bibel an andrer Stelle aus:

1 Petrus 3:21 . . .nämlich [die] Taufe ... sondern die an Gott gestellte Bitte um ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi.

Kein Baby kann das.

Wird das im staatlichen Reli-Unterricht so vermittelt, wie es die Bibel lehrt? Mag jeder werte Leser das selber überdenken und prüfen.

Beste Grüße

JensPeter

Kommentar von JensPeter ,

Ach ja, nach der Kleinkindstaufe folgt dann automatisch nach (ggf.) nach 18 Jahren die Kirchensteuerpflicht, wenn man nicht vorher etwas unternimmt. 

Antwort
von 2ndamendment, 90

Hier in der schweiz gibt es keinen religionsunterricht un der schule. Werden da verschiedene religionen angeschaut und besprochen oder werden da den kindern einfach ein paar märchen als wahr verkauft?

Kommentar von marylinjackson ,

Religionsunterricht im wörtlichen Sinn gibt es in der Schweiz nicht. Man nennt  ihn allgemein eher "Biblische Geschichte und Lebenskunde" oder "Mensch und Umwelt".

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