Frage von Kikipou, 89

Soll bzw kann ich die Beziehung des Sohnes verbieten?

Diese Frage hat mir eine gute Freundin gestellt. Sie ist seit der Geburt des jüngeren Sohnes alleinerziehend und 41 Jahre alt.

Mein Sohn (bald 17) hat eine Freundin (20). Er trifft sich nur noch mit ihr, vernachlässigt seine Kumpels, Hobbys, Familie. Die beiden sind nun seit anderthalb Jahren zusammen, anfangs hielt sich die Zweisamkeit noch in Grenzen, aber mittlerweile artet das Ganze aus. Wir ziehen beispielsweise zur Zeit um und er ist kaum zuhause um zu helfen etc, sondern immer mit ihr unterwegs. Auch sein kleiner Bruder (14), für den er früher der beste Freund und ein Vorbild war (die beiden verstanden sich super) sagt ebenfalls, dass er "ein arrogantes, egozentrisches A*****och geworden" ist. Ausserdem beeinflusst sie ihn negativ, er hört nur noch auf sie. Wenn sie sagt : Mach dies, mach das tut er sofort, was sie verlangt. Auf mich hört er gar nicht mehr, es sei denn, sie sagt ihm, er soll das tun. Die Beziehung und allgemein den Kontakt zu verbieten erscheint mir bis jetzt als die einzige Lösung, allerdings will ich ihm a. nicht vorschreiben was er mit wem tun oder lassen soll und b. noch viel wichtiger bezweifle ich, dass das Verbot irgendetwas bewirkt. Denn sie hat den Führerschein und ein Auto, also wenn ich ihm den Kontakt untersagen würde, ruft er sie vermutlich einfach an, geht kurz zur Haustüre raus und sie holt ihn ab. Desweiteren befürchte ich, dass ein Verbot ihn nur noch mehr "anstacheln", sie zu sehen.
Ich hoffe ihr könnt mir helfen, damit ich ihr die Antworten weiterleiten kann... Ich glaube, sie weiss wirklich nicht mehr, wie sie sich in dieser Situation verhalten soll...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Zimtsternjagd, 28
Mit ihm darüber reden...? Wenn ja, wie?

Hallo ☻

Nun, ich verstehe deine Besorgnis und letztlich deinen Ärger über die Situation.

Aus meiner neutralen Warte aus, klingt es aber letztlich ziemlich normal. Deine Jungs sind beide in der Pubertät, da gibt es schon mal Feststellungen dieser Art, ... das ist unter Geschwistern normal, da spricht letzlich auch nur der Ärger aus dem kleinen Bruder.

Die Beziehung des Großen dauert nun schon eine ganze Weile - Grund genug anzunehmen, dass es den Beiden ernst ist? Was tut man nicht alles für seine Liebe, seine Prioritäten haben sich gänzlich verändert. Natürlich ist das keine "erwachsene, reife und verantwortungsbewusste" Haltung in einer Beziehung, alles, außer die Freundin zu vernaachlässigen, aber ich vermute, dass das seine erste (richtige) Beziehung ist und wir sind doch alle keine Meister auf dem Gebiet :) er lernt noch, spätestens wenn er mit ihr auf die Nase fällt wird er das auch so sehen.

Zu deiner Frage - tatsächlich glaube ich, dass dir das Verbot nur noch mehr Kummer einbringen wird. Er wird sich missverstanden fühlen, greifst du doch in dem Moment seinen "Lebensmittelpunkt" an und im blödsten Fall wird er sich noch mehr zurückziehen.

Abwarten klingt schon besser, aber warten ist auch nicht immer die beste Lösung. Stattdessen würde ich den Sohnemann wirklich mal an den Tisch setzen, eine "Intervention" anleiern mit der Familie um ihm in einem liebevollen Ton klar zu machen, was ihr derzeit an ihm vermisst und was ihr euch wünschen würdet von ihm, ob er bereit wäre, euch entgegen zu kommen... Ein Gespräch in Gang bekommen, um euch wieder etwas mehr anzunähern und dem "Ärger" Luft zu machen bevor es eskaliert. Man kann ruhig auch versuchen, ihm die eigenen Gefühle zu beschreiben, vermutlich ist ihm das nicht bewusst. Kompromisse schließen könnte schon ein guter Weg sein, auf Streitereien am besten gar nicht eingehen. Ihn ruhig seine Sicht schildern lassen, vielleicht redet ihr die letzte Zeit auch aneinander vorbei.... Passiert ziemlich oft in dem Alter, kennt man ja :)


Antwort
von offeltoffel, 27
Mit ihm darüber reden...? Wenn ja, wie?

Über Dinge zu reden ist immer gut. Verbieten in dem Alter auf keinen Fall. Manche Jungs müssen eben diese Erfahrung einmal machen. Ich schätze, dass er irgendwann ein einschneidendes Aha-Erlebnis haben wird. Wenn Mama ihn aber dazu nötigt, die Beziehung aufzugeben (was sie eh nicht schaffen würde, davon mal ganz abgesehen), wird er das Erlebnis nicht haben und seine Mutter wird auf immer die sein, die ihm sein Glück nicht gegönnt hat.

Antwort
von Franzona, 13
Mit ihm darüber reden...? Wenn ja, wie?

Hallo!

Ich denke ein Verbot würde den Sohn noch mehr in die Arme seiner Freundin treiben. Daher denke ich, ist es am besten mit ihm zu reden. Nicht auf eine ermahnende Art, sondern dass sie ihm eher sagt, wie sie sich fühlt, dass sie darunter leidet und dass  sie nicht versteht, was los ist, dass er sich so verändert hat und dass sie seine Freundin mögen bzw dass sie eine Familie sein möchete. 

Vielleicht wäre auch ein gemeinsames Abendessen nett, mit seiner Freundin, um das Zusammensein langsam wieder herzustellen und dabei natürlich lieber nicht über das Thema reden, sondern allgemein bleiben.

Das sie ihn einspinnt und vereinnahmt muss er leider selbst merken, ich glaube verliebt in diesem Alter ist man noch recht unbeeindruckt von anderen Kommentaren...

Ich wünsche viel Erfolg dabei!

Antwort
von WelleErdball, 10

In deiner anderen Frage warst du noch w(16). Ich kann mir auch kaum vorstellen, dass eine 41-jährige Frau mit solchen Thematiken nicht anders umzugehen weiß als auf einem Laienportal eine Umfrage zu starten und sich dann auch noch so ausdrückt. Aber jetzt kommt bestimmt wieder "wir teilen uns einen Account".

Nehmen wir also mal an du bist die Freundin und die Mutter deines Freundes möchte euch den Umgang verbieten. Er ist nicht volljährig, natürlich kann sie ihm "noch" den Umgang verbieten, wenn sie das für richtig erachtet. Sie ist eine erwachsene Frau, schon lange genug Mutter um auch in der Lage zu sein Regeln aufzustellen und sich durchzusetzen.

Antwort
von konstanze85, 20
"Abwarten und Tee trinken" wie man so schön sagt

Diese beziehung wird nicht ewig halten und dann kommt er auch wieder zu sich;) 

Antwort
von ImBurak1312, 27

Also die Beziehung kannst du verbieten. Aber das wird dir nicht viel bringen. Da hilft eigentlich nur reden. Mit dem Sohn, der Freundin und ihren Eltern.

Antwort
von jennylau, 31

Ich würde mit ihm reden. Wenn es nichts bringt und er sein Verhalten nicht ändert, ihn für das Verhalten bestrafen und nicht für den Kontakt zu seiner Freundin.

Antwort
von Sogemacht, 27

Der junge Mann ist in der Pupertät, und es ist völlig normal, dass er sich nur für sein eigenes Leben interessiert; Das ist wichtig und notwendiger Bestandteil seiner Individuation und seines Weges, ein erwachsener Mann zu werden.

Die Beziehung zum Bruder und seiner Mutter wird in ein paar Jahren wieder enger werden, aber im Moment ist er damit vollbeschäftigt, ein Mann zu werden.

Was immer ihm nun jemand von außen vor du Füße wirft, wäre egoistisch und entwicklungshemmend. Sein Umfeld sollte sich in Toleranz üben und die Mutter sollte sich zurücknehmen. Denn wie es nicht geht (Beziehungen) hat sie ja bereits vorgelebt.

Kommentar von konstanze85 ,

"Denn wie es nicht geht (Beziehungen) hat sie ja bereits vorgelebt."

Ganz schön anmaßend dafür, dass du gar nicht weißt ( keiner von uns) warum die mutter alleinerziehend ist. Vielleicht ist der vater verstorben oder ist fremdgegangen. 

Schon krass so eine vorverurteilung

Kommentar von Sogemacht ,

Die Art der Fragestellung spricht Bände. Es ist exakt so, wie ich es vermute, dafür verwette ich meine Großmutter.

Antwort
von Menuett, 20
"Abwarten und Tee trinken" wie man so schön sagt

Ich lese jetzt hier für einen 17jährigen nichts abnormes.

Sie kann gerne verbieten - und das wird sie von ihrem Sohn nicht viel weiter entfernen.

Zumal der 17 ist und damit bald 18 und dann ist er ganz schnell ausgezogen.

Antwort
von dressurreiter, 10

Also du kannst froh sein das ein Sohn übrrhaubt noch bei dir ist, wenn man so hört wie du über ihn redest. Hallo er ist 17 und nicht 7. 

Ich Stimme hier für nichts, weil als Antwort keine vernünftige Lösung angegeben ist. Sie zu das du normal wirst und sich dadurch euer Verhältnis besrrt sonst hast du ihn bald für immer als Sohn verloren.

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