Frage von Samy7, 72

Solidaritätsprinzip wirklich für die ärmeren gedacht?

Bei dem Solidaritätsprinzip herrscht ein gleichbleibender Prozentsatz, welchr von meinem Einkommen abgezogen wird. Verdiene ich mehr so muss ich mehr zahlen. Aber eigentlich stimmt dich diese Aussage nicht ganz: sagen wir von einem Einkommen von 450€ gehen 10% für gesetzliche Versicherungen weg, dass wären 45€. Bei einem Einkommen von 4500€ gehen auch 10% für gesetzliche Versicherungen weg, dies wären wiederum 450€. Vergleicht man beide Beiträge ist der eine höher, jedoch betrachtet man die beiden Einkommen bezahlt doch jeder für sein einkommen im endeffekt gleich viel, da ja auch 450€ und 4500€ als Einkommen zueinander einen unterschied machen, jeder verliert doch somit für sein Einkommen einzeln Betrachtet gleich viel, somit stimmt die Aussage der wo mehr hat zahlt auch mehr nicht ganz, da jeder doch den selben Prozentsatz zahlt und von seinem Einkommen gleich viel verliert vom Verhältnis her?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerTroll, 43

Gemeint sind da schon die Absoluten beiträge. Der eine zahlt mehr als der andere. Wie du schon richtig sagst, ist das nicht unfair, weil es ja nach dem einkommen geht. Fakt ist, jeder bringt einen unterschiedlichen Betrag in die Solidargemeinschaft ein. Aber trotzdem stehen jedem die gleichen Leistungen zu.

Kommentar von Samy7 ,

Also zahlen die reicheren mehr als die ärmeren, haben aber im verhältnis zu ihrem lebensstandart die selben Leistungen und geld zur verfügung

Kommentar von DerTroll ,

ja, wobei das auch nicht ins undendliche geht. Also bei der Krankenversicherung zum Beispiel gibt es auch eine Beitragsbemessungsgrenze. Aber vom Grundprinzip ist es richtig.

Antwort
von MrHilfestellung, 45

Richtig. Deswegen gibt es in den meisten (mehr oder weniger) Sozialstaaten auch steuerfreie Einkommen und ansteigende Steuersätze.

Antwort
von archibaldesel, 18

Du hast dir jetzt auch Versicherungen herausgesucht. das was du meinst, trifft bei Steuern zu. Da steigt der Prozentsatz mit zunehmendem Einkommen an.

Antwort
von Omikron6, 23

Du redest hier nur von "10 % für gesetzliche Versicherungen". Hast du auch mal daran gedacht, dass vo den Einkommenauch Steuern einbehalten werden, die wegen des progressiven Steuertarift Menschen mit höheren Einkünften auch prozentual höher belasten. Das Solidaritätsprinzip nur auf die "gesetzlichenVersicherungen" zu beziehen, geht an der Frage vorbei. Durch staatliche steuerfinanzierte Sozialleistungen tragen Besserverdienende entsprechnd ihrer höheren wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und Abgabenlast mehr zur Verwirklichung des Solidaritätsprinzips bei.

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