traumaugen am 13.07.2008 um 22:32 Uhr
Hallo, weiß jemand ob die Technik schon soweit ausgereift ist, dass man in warmen Regionen mit viel Sonnenschein(beispielsweise Italien, Griechenland oder Türkei), seinen kompletten Strombedarf mit Solarstrom decken könnte, also Strom, Warmwasser und Heizung? Also quasie mit Solarkollektoren auf dem Dach. Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen Solarkollektoren und Sollarreflektoren?? Danke vielmals!!
Reality check: Gerade in südlichen Regionen geht die Sonne früher unter als in diesen Breitengraden. Was machst Du nach 17.00 im Winter bzw. 20.00 im Sommer? Du kannst sicherlich einen Teil Deines Verbrauchs mit Solarenergie abdecken (die Warmwasserversorgung funktioniert in vielen südlichen Ländern mit Sonnenenergie), aber nicht den kompletten Energiebedarf. Zudem werden diese Regionen nicht über die großzügige Einspeisungsregelung verfügen, die wir hier geniessen.

Hallo,
kann man, aber bei uns kostet der Ökostrom 4 x soviel wie der normale, also verkaufen die Hausbeitzer den teueren Strom und kaufen billigen ein, das ist mal ausnahmsweise kein Witz
albundysohn am 13. Juli 2008 22:37 Der Strom würde fürs gesamte Haus reichen
Der Strom reicht eventuell für Elektrogeräte, aber nicht für Heizung und auch nur tags über. Nachts muß man dann bei Sonnenuntergang schlafen gehn, sonst brauchte man sehr große und teure Speicher.
albundysohn am 13. Juli 2008 22:37 Der Strom würde fürs gesamte Haus reichen
Sollte der Ökostrom wirklich nur 4 x teuerer sein als der konventionell erzeugte Strom, so würden die EVU (Elektroversorgungsunternehmen) morgen eine Riesenparty feiern. Die Erzeugung einer konventionellen kWh Strom, kostet zwischen 6 und 9 Cent, Atomstrom sogar nur 2 Cent, der Ökostrom zwischen 50 (für Wind) und 100 Cent (für Solar)! Die Differenz zahlen wir alle durch höhere Stromkosten!
albundysohn am 14. Juli 2008 20:01 Bei uns werden die Sonnenkollektoren subventioniert und die Besitzer können den Solarstrom ums 4-fache des Preises verkaufen. Was er ohne Subventionen kosten würde weiß ich nicht.

Theoretisch reicht die Dachfläche aus. Das blöde ist, dass Du Wärme und Strom und immer genau dann brauchst, wenn es kalt und dunkel ist. Du musst also alles zwischenspeichern, wobei die Puffer so groß dimensioniert sein müssen, dass auch nach sieben Tagen Regen noch warmes Wasser aus der Leitung kommt und die Batterien den Fernseher versorgen können. Wenn ein Haushalt mit 1kWh elektrischer Energie und 100 Litern Warmwasser pro Tag auskommt, brauchst Du für eine Woche also rund 120 Autobatterien und einen isolierten 700-Liter-Heißwassertank.

Also es wäre möglich wenn du strom sparst und eine geeignet große fläche hättest wo du die Energieeffizentesten Solarplatten drauf hast.
Sollarkollektor sammeln storm (to collect)
Sollareflektoren reflektieren den Strom.
traumaugen am 14. Juli 2008 00:20 reflekieren den strom? oder die sonne?? was heißt strom reflektieren? danke
Solarreflektoren sammeln das Sonnenlicht mit einem Spiegel auf einen Topf, mit dem man z.B. das Essen kochen kann. Schöne Lösung auf einer Hütte oder in der 3. Welt. Das Abendessen muß aber vor Sonnenuntergang fertig sein!
JoGerman am 15. Juli 2008 20:43 @lloyds: Ich hab ja noch nie so einen Müll gelesen. Solarkollektoren (schwarze, mit Flüssigkeit gefüllte Röhren) fangen ausschliesslich WÄRME ein, erzeugen keinen Strom. Reflektoren können nur Strahlen reflektieren, z.B. Wärme oder Licht, elektr. Strom ist keine Strahlung.
Solarstrom kann man nur mit Photovoltaik-Anlagen erzeugen.
Gruß DER ELEKTRIKER

Sonnenkollektoren heizen das Wasser, das in dem Kollektor ist auf und versorgen das Haus mit Warmwasser.
Das ander was du meisnt ist Photovoltaik. Das sind Solarzellen, die Strom erzeugen. dieser wird in Deutschland z.B. in das öffentliche Stromnetz gespeist. Der Investor bekommt dafür einen staatlich subventionierten Preis. In Deutschland ist dies die teurste Energie überhaupt.
Sonnenkollektoren (Warmwasser und Heizung) sind seit Jahren eine gute Möglichkeit seine Energiekosten zu senken und die Umwelt zu entlasten, ohne die Allgemeinheit (die Mitbürger) zu belasten. Die Nutzung von Fotovoltaikanlagen ist nur mit Subventionen wirtschaftlich möglich und bezahlbar. Die Subventionen müssen die Mitbürger aufbringen und dürfen auch noch alle die sich an dieser Technik bereichern, kräftig sponsern – Banken, Firmen und Energieunternehmen- Die konventionellen Energieerzeuger müssen nämlich die Ersatzenergien zur Verfügung stellen, falls die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. Dies ist kostenintensiv, denn die Bereitstellung kostet auch Geld, auch wenn keine Energie erzeugt wird.
Zusammenfassung: wirtschaftlich rechnet sich eine autarke Stromversorgung nur für abgelegene Gebäude (Berghütten etc.), aber auch z.B. für beleuchtete Schilder oder andere kleine Stromverbraucher "in der Pampa".
Und auch ökologisch/volkswirtschaftlich ist die Einspeisung ins Netz die beste Lösung, wobei Preise ja immer willkürlich gesetzt werden. Durch "das Netz" werden Spitzen und Täler leicht ausgeglichen, auch wenn die Stromriesen noch so Krokodilstränen weinen.
Solarwärme ist praktisch immer ökologisch/volkswirtschaftlich sinnvoll.
Warmwassererzeugung solar "rechnet" sich schon seit geraumer Zeit, nicht erst, seitdem der Ölpreis auf ein einigermaßen angemessenes Niveau gestiegen ist.
Heizungsunterstützung ist noch grenzwertig und wird sich vielleicht erst "richtig rechnen", wenn gar kein Heizkessel mehr benötigt wird, ähnlich dem Passivhaus.
Aber wenn andere zigtausende ausgeben für Pferde, Golf oder Autotuning, stecke ich das Geld lieber in "mein persönliches Umweltprojekt".
Ich gebe lieber an mit "250 Liter Heizöl pro Jahr" als mit "250 PS unter der Haube"!
Verbesserung: auch Solarstrom ist natürlich ökologish/volkswirtschaftlich sinnvoll! Da hat nur der einzelne Einspeiser nix davon. Außer die externen Kosten werden internalisiert und dadurch saubere Energie wirtschaftlich sinnvoll (EEG). Das passt natürlich denen nicht, die diese Kosten lieber auf die Allgemeinheit abwälzen würden.

wenn du meinst ob du die sonnenenergie fuer ein inselsystem reicht? dann ja, unter der voraussetzung das du entsprechnded grosse puffer hast(accus fuer den stromm und wasser,ceolithe oder natriumacetat fuer die waerme)und die dementsprechnend gross flaeche um die sonnenenergie einzufangen. diese gesammt kosten rechnen sich aber nur bei einer wirklich abgelegenen lage,wenn du wirtschaftliche seite betrachtest.
im Süden geht die Sonne später unter als bei uns, also nach 17:00
Also am Äquator, also ganz im Süden ist die Sonne nur 12 Stunden zusehen; von 06:00 Uhr morgens bis 18:00 Uhr abends. Am nördlichen Wendekreis und nördlicher, als ganz im Norden ist die Sonne im Sommer 24 Stunden zusehen (Sommersonnenwende) und im Winter 0 Stunden (Polarnacht). Bei uns also später als im Süden!