Frage von Rapunzel1 20.10.2010

Sohn kündigt Mutter (78) lt. Mietvertrag die Wohnung ("Altersitz"). Gibt es ein Bleiberecht?

  • Antwort von taigafee 29.08.2011
    5 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    wenn euer sohn für die miete aufkommt, kann ich euch ziemlich genau sagen, weshalb der zoff sich zugespitzt hat. da spielt es auch keine rolle, ob er vorher kassiert hat oder nicht.

    sich so abhängig vom wohlwollen einer person abhängig zu machen, ist nie gut. ich wünsche viel kraft für den akt, der nun folgt!!

  • Antwort von DerHans 20.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Als erstes bleibt euch ein Gang zum Amtsgericht nicht erspart. Ihr müsst PROZESSKOSTENHILFE BEANTRAGEN. Dann muss ein Anwalt die Sache in die Hand nehmen. Vorab müsst ihr Grundsicherung im Alter beantragen. Das sind die gleichen Sätze wie Hartz IV. Also die Übernahme der iete für eine Wohnung bis 60 qm. Außerdem müssen euch 626,00 € zum Leben bleiben. Dann könnt ihr auch eine Mindestausstattung für eine Küche beantragen.

    Wenn ihr jetzt Sozialleistung beantragt, wird der Grundstücksvertrag rückabgewickelt, da ja noch keine 10 Jahre vergangen sind.

  • Antwort von Teddyle 20.10.2010
    3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

    Verstehe ich das richtig:

    Euer Sohn verkauft mit Eurer Einwilligung Euer Haus, steckt sich das Geld ein und mietet für Euch eine Wohnung, die er jetzt nach nur vier Jahren kündigt? Ohne Ersatz???

    Oder hat er sein Haus verkauft, in dem Ihr für Euch ein Altenteil gebaut hattet, das Euch ja nun auch nicht mehr zur Verfügung steht?

    Da steht wohl ein sehr ernstes Gespräch mit Eurem Sohn an und wenn er noch einen Funken Anstand im Leib hat, ist es das Mindeste, das er Euch in Bezug auf Umzug, Kaution, Miete und passende Möbel unterstützt.

    Da Ihr sicherlich über die Wohnung vertraglich nichts geregelt habt (wer als Eltern würde so etwas schon machen), habt Ihr leider kein Bleiberecht. Aber wenn es eine Schenkung war, könnt Ihr die rückgängig machen.

    Ich wünsche Euch, das alles gut wird.

  • Antwort von Teddyle 20.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Hallo Rapunzel1, so ungefähr wie Du Eure persönliche Lage schilderst, habe ich es mir fast gedacht. Ich wollte aber nicht in Wunden wühlen (Enkelchen). Aber bei Euch hängt ja noch viel mehr dran.

    Von dem Verkauf stünde Euch also die Hälfte des Erlöses zu. Fordert die abzüglich der bisherigen Miete von Eurem Sohn ein. (Eine Schenkung -wenn es eine solche war- kann innerhalb von zehn Jahren rückgängig gemacht werden.) Was meinst Du, wie rasch Dein Sohn umschwenkt und alles beim Alten lässt.

    Macht er das wider Erwarten nicht, gehe den Weg, den DerHans vorgeschlagen hat. Es gibt auch im privaten Bereich sittenwidriges Verhalten.

    Ich wünsche Euch starke Nerven und viel Freude an dem Kleinen!

  • Antwort von WetWilly 20.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Den besten Ansatz würde ich über die erfolgte Schenkung von 3 Jahren sehen, rückgängig machen wegen "Undank" bzw. Verstoß gegen Nebenabrede (schwierig bei Immobiliengeschäften).

    Dazu bedarf es aber einer genaueren anwaltlichen Prüfung.

  • Antwort von Igitta 20.10.2010

    Entschuldigung bitte sehr, ich verstehe nur noch Bahnhof. Wendet euch doch an die unentgeltlich Rechtsauskunft der Gemeinde. Die können euch gratis und professionell weiter helfen. LG Igitta

  • Antwort von Rapunzel1 20.10.2010

    Klar, WetWilly, das könnte auch ein Ansatz sein. Danke. Und Du liegst richtig, dass ich in der Tat keinen großen Bock habe, nun schon wieder umziehen zu müssen. Das hat viele praktische Gründe, die im Alter wichtig werden, (ohne Auto zur Post, Ärzte, Kliniken, sonstige Hilfen und fußläufige Versorgungsmöglichkeiten alles gegenüber oder um die Ecke), ABER DER WICHTIGSTE IST, DASS UNSER SONNENSCHEIN, UNSER KLEINER ENKEL MARIUS NUR DREI STOCKWERKE UNTER UNS WOHNT! Verstehst Du das??

  • Antwort von Rapunzel1 20.10.2010

    Danke, WetWilly, für Deinen Kommentar. Ja, wenn man alles im voraus wüsste! Und richtig ist, dass ich auch wirklich wenig Bock habe auszuziehen! Erstens fühlen wir uns sehr wohl in dieser Wohnung, alles ist hier nur ein paar Schritte vor der Tür, jede Versorgung, alle Ärzte, Apotheken (selbst Unfallrettungsstelle!) Man braucht kein Auto mehr, und wegen gesundheitlicher Einschränkungen in unserem Alter haben wir auch inzwischen Angst zu fahren. Alle diese Vorteile fallen am Stadtrand weg, weite Wege, schlechte Verkehrsanbindung etc.Das kennen wir alles nocgh aus Schleswig-Holstein. ABER DAS ALLERWICHTIGSTE IST, DREI TREPPEN UNTER UNS WOHNT UNSER KLEINER SONNENSCHEIN, UNSER ENKEL MARIUS! Dafür würde ich alles auf mich nehmen. Verstehst Du das??

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