Frage von Vaterblues, 48

Sohn beim Bafög-Amt anschwärzen?

Mein Sohn (23), Erstausbildung, Bafög für die ersten drei BWZ (Bewilligungszeiträume) erhalten (598 € mtl.), jetzt Neuantrag, Formblatt 3 hat er / das Bafög-Amt mir jetzt per Postzustellung zukommen lassen. Das möchte ich nicht wirklich ausfüllen bzw. ihm noch einmal zu Bafög verhelfen, DENN ....

  1. Familien zerstritten, die andere Seite (Ausland) ist steinreich trägt aber nichts zur Ausbildung bei (ok, Vermögen zählt nicht, aber trotzdem)

  2. er ist über mich krankenversichert, auch habe ich freiwillig weiterhin Unterhalt/Unterstützung seit Volljährigkeit bezahlt

  3. mehr als 5200 € eigenes Vermögen hat er (maßgebend für die ersten drei BWZ), jedoch nie angegeben, geschickt im Ausland versteckt

Ich bin mir unsicher ob ich beim Bafög-Amt anrufen soll um auf den Betrug hinzuweisen, oder neben dem ausgefüllten Formblatt 3 ein separates Schreiben beifüge, wo ich auf die unerlaubten Vermögensverhältnisse hinweise.

Schon vor einem Jahr habe ich ihm gesagt es wäre das letzte Mal, dass ich Bafög-Anträge ausfülle wenn die Kindesmutter sich aller (finanziellen) Verantwortung entzieht. Leider keine Einsicht bei ihm, weder damals noch heute, auch das mit dem zuviel Vermögen scheint ihn nicht zu jucken.

Abschließend: schieße ich u.U. ein Eigentor, wenn ich ja indirekt der Mittäterschaft beschuldigt werden könnte, also jetzt auf Vermögen meines Sohnes hinzuweisen, was mir offensichtlich auch in den Jahren zuvor bekannt war?

Bedankt!

Expertenantwort
von Fortuna1234, Community-Experte für Bafög, 32

Hi,

zu Punkt 1 und 2 --> das ist völlig egal. Er darf über dich krankenversichert sein (ist ja kostenlos), wenn du ihm freiwillig Geld gibst ist das deine Entscheidung und auch eine zerstrittene Familien interessieren nicht.

Wenn du angibst, dass er Vermögen hat, musst du es natürlich auch nachweisen können. Das Vermögen muss ihm zugerechnet werden. Wenn du seit 3 Jahren weißt, dass dein Sohn betrügt, dann wird man dich schon fragen, warum du erst jetzt damit rausrückst.

Du wirst aber trotzdem Formblatt 3 ausfüllen müssen. Das ist deine Pflicht und hat nichts mit dem anderen zu tun.

Antwort
von croax1, 13

Na ja, Betrug muss man natürlich melden und wahrscheinlich würdet Ihr beide Schwierigkeiten bekommen, denn es läuft ja schon ein Weilchen.

Für mich hört es sich aber nicht danach an, dass es Dir darum geht das Ihr beide den Vater Statt besch.... und das Du nun Gewissensbisse bekommst, nicht böse gemeint gibt bestimmt nicht viele die das nicht auf die eine oder andere Weise machen. ;o)

Es hört sich eher danach an, dass Du Deinem Sohn eins "reinwürgen" möchtest. Da finde ich, dass Du das Verhältnis zwischen Euch überprüfen solltest und mit ihm darüber reden.

Geld solltest Du ihm aber auch nicht mehr geben, denn schließlich kann er ja auch einen kleinen Nebenjob machen. Und so zeigst Du ihm dann auch, dass Du mit der Situation nicht einverstanden bist und dass man für ein schöneres Leben eben arbeiten gehen muss.

Antwort
von bastidunkel, 23

1. Das Bafög muss er zurückzahlen - also keine Sorge

2. Wenn er Bafög bezieht, musst du nicht zahlen - so what?

3. Man schwärzt seinen Sohn nicht an - noch nie was von Familienehre gehört?

Kommentar von Vaterblues ,

zu 3. ja, schon viel von gehört, aber man beißt auch nicht die Hand ab, die einen füttert! Das nenne ich unehrenhaft, vor allem jedoch ist es unklug!

Kommentar von bastidunkel ,

Dann füttere ihn nicht mehr. Er bekommt Bafög und ist alt genug zu jobben. Da kann ich nur sagen: selber schuld. 

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