Softbox, beste Belichtungsquelle in alten Hallen?

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3 Antworten

Hallo

nimm deine Studioblitzanlage mit damit hast du dich schon eingeschossen. Notstromagregate kosten gebraucht kein Geld und kann man sich auch leihen (vor allem wenn man leise APU will, die sind immer noch teuer). Oft gibt es auch irgendwo noch Baustrom zum abgreifen. Bei denn Sujets gehen ja "Langzeitblichtungen" da muss man nur Lichtakzente setzen. Wobei für Automotive sollte man schon Lichtwannen auffahren. Die grössten transportablen Lichtwannen hat der Rene Staudt. Der leuchtet damit auch Sattelschlepper und Flugzeuge aus.

Wenn man grosse Industriehallen "ausleuchten" will kommt man mit Softboxen nicht weit, selbst wenn man davon hunderte aufstellen würde. Da braucht man "heisse" Lichtfloods von einem Verleiher (Filmtechnik, Bühnentechnik) oder Kontakte zur lokalen Feuerwehr. Oder man benutzt Blitzlichttechnik und läuft das Motiv bei einer Langzeitbelichtung ab.

Da man per Photoshop problemlos "composen" kann, fotografiert man erst mal die Halle in unterschiedlichen Lichstimmungen und dann das Haupt-Motiv. Muss man halt vorbereiten und technisch korrekt/sauber umsetzen. Aber so ist nun mal der Job des Fotografen (bzw vom Assi) .

Ansonsten stelle eine Kamera mit Intervallautomatik auf denn interesannten Ausschnittsbereiche ein und seh dann nach wie tagsüber das Licht wandert (sowie auch die Schattennbildung) und welche Lichtwerte (LUX) sich ergeben. Drauf macht man einen Lichtplan/Stundenplan besorgt sich ein "Standin" (Auto, Schaufensterpuppe) und macht erst mal Probeschüssse der möglichen Frames mit diversen Lichtquellen. Dann sieht man sich an was am "Besten" funktioniert (dank Standins sieht man ja schon Probleme von Lichtreflexen) und macht damit eben eine finalen Arbeitsplan/Stundenplan (mit den exestierenden Fotos kann man ja ein Sketchbook für denn Rest des Teams zusammstellen) mit denn Motiven. Und besorgt sich auch vorab das Wetter und evtl. eine "Ausfallversicherung" für denn Job.

Alte "Industriehallen" sind entweder "Produktionshallen" oder Lagerhallen. Bei ersteren gibt es oft eine lichtoptimierte Konstruktion mit Ausrichtung der Lichtbänder auf Süden und hell gestrichen damit man lange ohne Kunstlicht produzieren kann. Lagerhallen sind oft ohne Lichtbänder oder Fenster und "dunkle" Höhlen. In Lagerhallen hat man aber oft unverputzte Wände also mehr Textur/Struktur und mehr "Freiraum". Und in der jetzigen Jahreszeit hat man wenig Lichtdauer, weniger Helligkeit und es ist Saukalt also abgesehen davon das man evtl. eine frostige Stimmung und Schnee/Eis abbilden will macht es wenig Sinn.

Für Automotive sollte man vorher die Hallen etwas säubern weil man beim Arbeiten meist Staub aufwirbelt und dann die ganze Zeit das Auto putzen muss oder später retuschieren darf....

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Du hast jetzt nichts dazu geschrieben, was du für Ambitionen hast oder wie die Qualitätsmaßstäbe sind.

Sinn einer Softbox ist es zum einen, die Größe der Lichtquelle relativ zum Motiv zu vergrößern. Will heißen man bekommt weiches Licht, wenn das Motiv kleiner ist als die Softbox, und um so weicheres Licht, je größer die Softbox. Ein bedeckter Himmel ist die größte Softbox, die es gibt. Kleine Vorsätze für Aufsteckblitze bewirken aus diesem Grund genau gar nichts (was das "weiche" Licht betrifft.)

Zum anderen macht man damit auch schon mal Spitzlichter, gerade bei Autoshoots.

Wenn du dir jetzt aber mal die Spitzlichter in professionellen Autobildern anguckst, dann versuch dir mal vorzustellen, wie groß diese Softboxen gewesen sein müssen. Wenn man hinguckt und weiß, dass das jeweils Reflexionen von Softboxen sind, kriegt man einen ganz guten Eindruck.

Die Dinger sind stellenweise riesig. Sieben bis zwölf Meter lang und größer. Montiert in entsprechend speziellen Studios.

Mit dem üblichen Portrait-Format, so Meter mal 1,20 oder 1,50 oder wie groß die sind, kriegt man das nicht hin.

Damit kriegt man auf diesem Motiv auch kein erwähnenswert weiches Licht hin, weil solche Softboxen nicht größer sind als das Auto als Motiv, sondern kleiner. Die gehen da her in Richtung "punktförmige Lichtquelle". Das Licht wird also härter. Gut für die Schärfe und den Detailreichtum... schlecht für die gewünschte Lichtstimmung.

Das Motorrad mit Fahrer einzeln mag man mit so was so gerade eben noch hinkommen.

Guck mal, ob du hier was findest:

http://www.visualpursuit.de/tutorials/

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1. eine Softbox ist ein Llchtformer, keine Lichtquelle!

2. warscheinlich sprichst du von irgendwelchen komischen Spielzeug-Lampen wie sie immer mal wieder auftauchen. Sowas kannst du in einer Hallo natürlich vollkommen vergessen!

3. Wenn du ohne Stromnetz in einer großen Halle fotografieren willst wirst du um Akku betriebene Blitz Generatoren kaum herum kommen. Das kostet aber natürlich anständig Geld, weshalb du die Lampen mit entsprechenden Lichformern für ein einzelnes Shooting ausleihen solltest.


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