Sofort Medizin studieren, oder doch erst die Ausbildung?

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8 Antworten

Also wenn du die Möglichkeit hast, sofort mit dem Studium zu beginnen, dann würde ich dir dazu raten das auch zu tun. Es wird ja tendenziell immer schwerer in das Medizinstudium zu kommen. Hinzukommend dauert es ja nun wirklich einige Jahre (wenn auch diese wie im Flug vergehen;) ). Wobei du dir dabei sicherlich keine Sorgen um das Alter machen musst, im Medizinstudium sind nahezu alle Altersklassen vertreten, und Erstis um die 30 Jahre, die sehr lange Wartezeiten hinter sich gebracht haben, sind keine Seltenheit.

Eine Ausbildung im Pflegebereich ist mit Sicherheit keine schlechte Sache, wenn man den Beruf des Arztes anstrebt. Gerade um die Wartezeit zu überbrücken, kann das eine gute Sache sein. Wenn du aber wirklich eine realistische Chance auf sofortigen Zugang zum Studium hast, würde ich das nicht in Erwägung zu ziehen, diese Abzulehnen.

Was die Finanzierung anbelangt, so gibt es neben Bafög, sofern du da berechtigt bist, verschiedenste weitere Möglichkeiten. Ich persönlich habe neben dem Studium immer in mindestens einem Nebenjob gearbeitet. Dies lässt sich zeitlich sehr gut hinbekommen, sowohl in den Semesterferien als auch unterm Semester. Ich denke außerdem nicht, dass man während der Ausbildung zur Krankenschwester allzu viel ansparen kann für das Studium. Das Geld, das man dort verdient, ist ja auch nicht allzu üppig. Also auch kein Argument für eine vorangestellte Ausbildung.

Ich wünsche dir alles Gute :)

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Fang gleich an, wenn du einen Platz hast. Das Studium dauert ewig genug. Ab dem Physikum darfst du sowieso auch im Krankenhaus arbeiten (Nachtwachen z.B.). Außerdrm gibt es genügend andere Gelegenheiten außerhalb des Krankenhauses, wo du dir dein Geld verdienen kannst. Wenn du die Zusage nicht gleich bekommst, dem NC aber nahe bist, kannst du auch ein FSJ als Rettungssanitäter einschieben. Dann musst du keine dreijährige Ausbildung unterbrechen. 

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Vorher eine Ausbildung zu machen , macht bei fast allen Ausbildungen Sinn. Bei Medizin würde ich allerdings sofort anfangen zu studieren. Je nach Facharztrichtung dauert es schonmal 13 Jahre bis man fertig ist und dann sollte man das ganze doch nicht unnötig verzögern. Schließlich will man ja auch irgendwann richtig arbeiten und mehr Geld verdienen

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Es kommt auch ein wenig auf die familiäre Konstellation an.

Eltern sind nur verpflichtet, eine "Erstausbildung" finanziell zu unterstützen.

Würdest Du also direkt in die berufliche Ausbildung starten, fiele also die Unterstützung vermutlich komplett weg, da Du ja eine Ausbildungsvergütung erhieltest.

Schließt Du dann  - nach erfolgreich beendeter - beruflicher Ausbildung ein Studium an, würdest Du dieses NICHT mit Unterstützung der Eltern bestreiten können, sondern Dich um andere "Quellen"  bemühen müssen.

Anders, wenn Du die Angelegenheit genau andersrum angehst:

Du erhältst Unterstützung im Studium von den Eltern (sofern leistungsfähig) und kannst immer noch eine Ausbildung (sofern noch erwünscht und überhaupt nötig) anstreben, in der Du zum Einen vermutlich eine Ausbildungsverkürzung erwirken kannst und eine Ausbildungsvergütung erhältst.


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Kommentar von Zumverzweifeln
24.05.2016, 09:33

Dass die Eltern die zweite Ausbildung - hier also das Studium - nicht bezahlen müssen stimmt zwar, viele Eltern tun es trotzdem und sogar gerne!

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Wenn du schreibst, dass du die Ausbildung nur als Notlösung geplan hast, um die Wartezeit zu überbrücken, würde ich (wenn möglich) direkt mit dem Studium anfangen.

Für die Ausbildung spricht sicherlich, dass man am Ende einen Beruf gelernt hat, in dem man theoretisch weiter arbeiten kann, und die medizinische Vorerfahrung, die man in das Studium mitnimmt.

Jedoch sollte man das auch nicht überschätzen: Die Inhalte des Studium gehen sehr schnell über das hinaus, was man in der Ausbildung lernt. Somit hat man an einigen wenigen Stellen Vorteile, aber den klaren Nachteil, dass die Schule mit den naturwissenschaftlichen Fächern (Chemie, Physik, Bio) länger zurück liegt. Auch "verlernt man das Lernen" ein Stück weit, wenn zwischen Schule und Uni viel Zeit vergangen ist.

Unterm Strich kann ich ganz klar sagen, dass die Leute, die erst eine Ausbildung gemacht haben, und dann noch mehrere Jahr im Beruf gearbeitet haben (im Schnitt ca. 6 Jahre Wartezeit), deutlich mehr Probleme im Studium hatten als diejenigen, die nach dem Abi/ FSJ etc. direkt angefangen haben. Dennoch haben es alle Leute die ich kenne (und die nicht aus persönlichen oder anderen Gründen abgebrochen haben) letztendlich auch geschafft, man braucht also nicht unbedingt einen Plan B.

Wenn du dagegen wirklich Lust auf die Ausbilung hast und gerne den Pflegeberuf kennen lernen möchtest, mach die Ausbildung, du bist nach 3 Jahren (genauso wie nach 6 Jahren waren) keineswegs zu alt!

Die Lebenserfahrung, die man während der Ausbildung sammelt, ist sicher auch viel Wert und ich habe noch von keinem gehört, dass er/ sie die Ausbilung als "verlorene Lebenszeit" ansieht (auch wenn viele natürlich mangels ausreichendem Abischnitt in die Ausbildung gedrängt wurden).

Dass man als "Neuabiturient" irgendwelche Vorteile hat, wäre mir nicht bekannt. Das einzig mögliche Problem beim Warten sehe ich darin, dass die Anforderungen weiter steigen könnten, auch wenn das derzeit schwer vorstellbar ist. Wenn man also jetzt rein käme und in 3 Jahren dann nicht mehr, wäre das natürlich extrem ärgerlich!

Natürlich kannst du neben dem Studium in der Pflege arbeiten und dir dadurch etwas dazu verdienen. Jedoch ist das Studium bekanntermaßen sehr sehr zeitintensiv, sodass ich niemanden kenne, der nebenbei noch in großem Maße (über 20 %) zum Arbeiten kommt.

Geld verdienen kann man als Student auch ohne vorherige Ausbildung ganz gut, u.A. auch in der Pflege. Zusätzlich bleibt immer die Möglichkeit, BAföG
zu beantragen (jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen unabhängig vom Einkommen der Eltern).

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Vielleicht kommst du auch nicht sofort rein. Maximal beim AdH 1,2. Bewerbe dich einfach bei Hochschulstart wenn du genommen wirst ist gut und dann kannst du immer noch die Ausbildung absagen.


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Wenn du einen Studienplatz bekommst, würde ich sofort Medizin studieren.

Falls nicht, kannst du ja die Ausbildung noch dazwischen schieben.

Ein Medizinstudium dauert eh sehr lange. Warum dann die Zeit vorher nochmals in die Länge ziehen?

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Sag die Ausbildung erst ab, wenn du den Studienplatz sicher hast! 

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Kommentar von fehlanzeige
24.05.2016, 09:55

Also mein Schnitt liegt jetzt bei 1,0. In Bonn lag der NC des AdH letztes Jahr bei 1,2 und wenn ich die Ausbildung jetzt absage, könnte noch jemand anderes nachrutschen und meinen Platz bekommen. Daher würde ich dann eher die Ausbildung vorher absagen, um jemand anderem noch ne Chance zu geben :)

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