Frage von Xavier2016, 238

Snapfish Inkasso 09/2016 Was tun?

Hallo zusammen,

würde mich freuen über eure Antwort.

Am 13.1.2016 habe ich Fotos bei Snapfish bestellt und an meinen Vater schicken lassen inklusive Rechnung. Der Betrag ist 2,99 Eur.

Habe dann vergessen die Rechnung zu zahlen. (Mein Vater hätte sie zahlen sollen, mache ich aber meistens, wenn ich Fotos zu ihm schicke)

Am 4.9.2016 habe ich in meinem Spamordner eine "letzte mahnung" von Snapfish entdeckt. Habe diese sofort angeschrieben, ob diese Mail echt ist und sie mir die Rechnung schicken sollten.

Am 13.9.16 antwortete der Support " der Vorgang wurde eskaliert" und man könne mir keine Rechnung schicken, da diese keinen Zugang mehr zu den Kundendaten hätten.

Am 24.9.16 habe ich den Betrag überwiesen. Am gleichen Tag kam ein Inkassoschreiben bei meinem Vater an mit Absendedatum 21.9.2016 in Höhe von ca. 73 EUR (Der Rechnungsbetrag ist 2.99 EUR)

Würde mich freuen, wenn jemand Erfahrung hat mit Inkassobüros und dem Inkassobüro "Diagonal".

Wie gehe ich am besten vor, um die Inkassogebühren in Höhe von 73 EUR zu vermeiden ?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EXInkassoMA, 188

Die von Diagonal berechneten Kosten wären selbst im Verzugsfall nicht mal ansatzweise durchsetzungsfähig. Insgesamt 18 € wären theoretisch zu zahlen (15 € Inkassogebühr plus 3 € Auslagenpauschale(

Hier eine Gebührenliste http://www.schuldnerberatung-schickner.de/news/inkassokosten-zulassig-oder-nicht...

Es ist davon ausgehen das Diagonal nicht ernsthaft plant diese 70 € Gebühren einzuklagen. Brauchst Du links zur Rechtsprechung dann nochmal bescheid sagen

ICH persönlich würden NULL zahlen

Stell Dich auf jeden Fall auf weitere böse Briefe ein. Diagonal schiebt immer noch einen Anwaltsbrief nach. Es ist zu empfehlen das man kurz schriftlich die Forderung zurückweist.

Den erhalt von emails (die erwähnten Mahnungen) würde ich negieren

Soll ich Dir ein Antwortschreiben formulieren ?

Kommentar von Xavier2016 ,

Das wäre sehr sehr nett. Vielen Dank im voraus für das Antwortschreiben ! Die Emailmahnungen - ich nehme an, die meinst du - habe ich allerdings in meiner Antwortmail am 4.9. an Snapfish erwähnt.

- Ich würde das Antwortschreiben dann per Einschreiben an Diagonal verschicken.

- Als Begründung würde ich - falls du das auch so siehst- mitteilen, dass die Hauptforderung bereits bezahlt ist.

-Soll ich erwähnen, dass Snapfish auf meine Anfrage vom 4.9. nicht reagiert hat ? (Das Schreiben vom Inkassobüro ging am 21.9. raus.)

Kommentar von Xavier2016 ,

Das Antwortschreiben sähe dann so aus:

Sehr geehrtes Inkassobüro,

Ich weise die Forderung mangels Vorlage einer Vollmacht und mangels Verzug vollumfänglich zurück.

Die Rechnung von Snapfish in Höhe von 2,99 EUR ist bereits bezahlt. Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb auf jeden Fall widersprechen. Weitere Schreiben Ihres Hauses sowie Ihrer Vertragskanzlei werden an meiner Entscheidung nichts ändern. Ich untersage die Kontaktaufname per Telefon.

Antwort
von IchbinsYvi, 60

... wohin soll man denn aber überweisen, wenn man nur die schreiben des inkasso-büros noch hat ? 

dorthin zu überweisen wäre ja ein schuld- eingeständnis oder ?? 

kennt jemand die aktuelle bankverbindung von snapfish ?? 

Antwort
von Raimund1, 165

du hast bezahlt und damit ist die Sache erledigt!

Kommentar von Xavier2016 ,

Danke für die schnelle Antwort. So Einfach ? Mein Vater (oder ich ) -interessante Frage- bin/sind im Rechnungsverzug. Objektiv zu spät gezahlt. Snapfish hätte zwar reagieren können und ich hätte noch bezahlt. (sagenhafte 2,99 EUR) Ich lese aber immer, dass man bei Verzug die Inkassogebühren zahlen muss ?!

Kommentar von mepeisen ,

Natürlich hast du zu spät gezahlt. Aber bei eMail-Mahnungen ist nun mal die Gefahr, dass sie im Spam-Ordner untergehen. Du warst somit nicht korrekt in Verzug gesetzt. Dass du korrekt in Verzug gesetzt wurdest, dafür ist der Gläubiger beweispflichtig.

Ich lese aber immer, dass man bei Verzug die Inkassogebühren zahlen muss

Das stimmt so nicht. Der Verzug ist eine Voraussetzung dafür, dass Inkassogebühren überhaupt eingefordert werden dürfen. Das ist aber bei Weitem nicht die einzige Voraussetzung.

Gerade dass der Gläubiger schreibt, er könne gar nicht mehr auf seine eigenen Kundendaten zugreifen könnte darauf hindeuten, dass hier einmal mehr in Wahrheit das Inkasso die Forderung gekauft hat. Wenn dem aber so ist, dann dürfen erst Recht keine Inkassogebühren gefordert werden (Forderung in eigenem Namen is6t keine Rechtsdienstleistung).

Ich würde dem Inkasso so antworten: "Wertes Inkasso. Ich weise die Forderung mangels Vorlage einer Vollmacht und mangels Verzug vollumfänglich zurück."

Mehr nicht. Das Inkasso wird meckern, aber wirklich was dagegen tun kann es nicht.

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