Frage von Thunder107, 41

Sklaverei in der Antike?

Könntet ihr mir die wichtigsten Aspekte zur Sklaverei der Antike geben ,ich finde zwar vieles aber vieles ist auch unwichtig ,eine Übersicht wäre Super.

MfG Thunder107

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von MarkusKapunkt, 21

Das Leben als Sklave und seine Aspekte hingen vor allem davon ab, wie man in die Sklaverei gekommen war. Einige wurden als Sklaven geboren, andere bei Eroberungen versklavt. Hatte man vor seinem Leben als Sklave eine gute Erziehung genossen oder ein Handwerk gelernt, hatte man als Sklave nicht unbedingt ein schlechtes Leben zu erwarten. Zwar galt man als Eigentum, aber man hatte einen entsprechenden Wert und konnte erwarten, von seinem Herrn, der ja Geld für einen bezahlt hatte, auch gut behandelt zu werden. (ich schreibe übrigens vor allem über die Sklaven im Alten Rom.)

Gebildete Menschen, die im besten Fall mehrere Sprachen beherrschten, arbeiteten oft für wohlhabende Bürger, für die sie die geschäftliche, politische und gesellschaftliche Korrespondenz Übernahmen (also etwa als ein Privatsekretär). Andere arbeiteten als Lehrer und unterrichteten die Kinder ihrer Herren. Solche Sklaven bekamen sogar Geld für ihre Arbeit.

Andere Sklaven arbeiteten als Hausdiener. Sie versorgten ihre Herren mit allem nötigen, arbeiteten in der Küche, machten sauber, erledigten Botengänge und alle anfallenden Arbeiten. Sie wurden in den meisten Fällen als Teil der Familie gesehen und entsprechend behandelt, also führten sie auch kein übles Leben. Ein Haussklave hatte meist nach einigen Jahren die Möglichkeit, sich mit seinen Einkünften freizukaufen, oder er wurde sogar für gute Dienste von seinem Herren mit der Freiheit belohnt. Viele ehemalige Sklaven lebten und arbeiteten aber nach ihrer Freilassung immer noch gern bei ihren ehemaligen Herren - oft auch wegen der persönlichen Bindung, die sie zur Familie hatten.

Die großen Landgüter, die sogenannten Latifundien, wurden ebenfalls von Sklaven bewirtschaftet. Sie arbeiteten auf dem Feld oder hüteten das Vieh ihres Herren. Hier war die Arbeit hart und durchaus mit der Sklavenarbeit in den Kolonien Amerikas zu vergleichen. Man stand früh auf, schuftete den ganzen Tag, und wurde oft wie Vieh verkauft, wenn die Dienste nicht länger benötigt wurden. 

Sklaven, die sich etwas zuschulden kommen hatten lassen oder auf andere Weise das Missfallen ihres Herren erregt hatten, aber auch viele Kriegsgefangene, wurden in die Minen oder Steinbrüche verkauft. Diese Zwangsarbeit kam einem Todesurteil gleich: die entbehrungsreiche Arbeit dort kostete tausende Sklaven das Leben und entspricht am ehesten dem Bild, welches wir heute von der Sklaverei haben.

Eine Besonderheit waren die Gladiatoren: obwohl ein einfacher Sklave, konnte ein erfolgreicher Gladiator zu beträchtlichem Absehen und Reichtum gelangen, die sich durchaus mit dem heutiger Profisportler vergleichen lassen können. Dabei kämpfte ein Gladiator gar nicht mal so häufig, manchmal nur einmal alle paar Monate, die meiste Zeit über musste er im Ludus (Kampfschule) seines Herren trainieren. Gladiatoren genossen außerdem eine hervorragende gesundheitliche Versorgung und einen starken kameradschaftlichen Zusammenhalt: fiel ein Kamerad im Kampf, so kamen seine Brüder gemeinsam für die Versorgung seiner Familie auf.

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Antwort
von Mastrodonato, 15

Hier eine Diskussion zur Sklaverei im alten Rom:

http://geschichte-forum.forums.ag/t857-sklaverei-im-romischen-reich#9262

Antwort
von Alpako995, 22

1. Sklaven waren von großer Bedeutung!

2. Sklave waren teuer

3. Nur durch ständige Kriege und Eroberungen konnte die Nachfrage befriedigt werden

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