Skiunfall/ war Rettungshubschrauber wirklich nötig?

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7 Antworten

Mit deinen Symptomen war eine Rettung mittels Heli unbedingt angezeigt. Rücken- und Genickschmerzen können ein Hinweis auf Beeinträchtigungen der Wirbelsäule sein, Kopfschmerzen deuten auf Schädigungen im Kopf hin.

Wenn du den Unfall im Inland hattest sollten die Kosten von der Krankenkasse übernommen werden. Im Ausland sieht das teilweise komplett anderes aus. Dafür hat man dann aber eine Zusatzversicherung.

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Der Hubschrauber war schon notwendig, hätte was schlimmeres sein können und du könntest heute gelähmt sein ohne ihn.. Das weiss man vorher halt nicht. 

Warst du im Ausland, dann zahlt das die Auslandsreiseversicherung, die jeder abschliessen sollte, insbesondere im Skiurlaub. Bieten die Krankenkasse oder auch zB. der ADAC, kostet beim ADAC gerade mal 13 Euro im Jahr und das sollte einem das einfach wert sein. Da ist die Bergung und der Heimtransport (wenn du z.B. nicht reisefähig gewesen wärst) dabei. 

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> Bergrettung in Deutschland

Die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) unterscheiden nach Rettung und Bergung.

Eine Rettung (mit dem Hubschrauber) wird dann übernommen, wenn ein andersartiger Transport den Zustand des Patienten gefährden würde. Hier gibt es also keinen Unterschied zu Unfällen in der Ebene, bei denen in bestimmten Situationen ebenso ein Hubschrauber eingesetzt wird.

Schwieriger wird es, wenn nur aufgrund des Geländes ein Hubschrauber eingesetzt wird,  bezogen auf das Krankheitsbild aber auch ein Transport mit einem Krankenwagen möglich gewesen wäre. In diesen Fällen spricht man von der Bergung – sie wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen in der Regel nicht erstattet. Diese Unterscheidung fußt auf §60 (1) 2. Satz SGB V.

Bergrettung in den Alpen außerhalb Deutschlands

Zwischen Deutschland und Österreich sowie der Schweiz bestehen zwar zwischenstaatliche Abkommen zu Leistungen der GKV. Allerdings richten sich die Kosten der Rettung nach den Abrechnungssätzen des jeweiligen Landes. Ein mitunter deutlicher Eigenanteil ist also vorprogrammiert. <

Lies hier weiter: https://blog.ergodirekt.de/sonstiges/bergrettung-kosten-und-absicherung/


Tröste Dich, das geht noch mehr Leuten so. Ich bin auch auf ca. 285 Sfr. Kosten sitzen geblieben. Ich war mit meinen beiden Töchtern übers Wochenende auf einer Skihütte auf 3000 m Höhe, als meine 6jährige in der Nacht hoch zu fiebern begann und morgens kaum noch ansprechbar war. Ich konnte das Mädel unmöglich auf ihre Ski stellen, So ließ ich das Mädel mit dem Bergungsschlitten ins Tal bringen und fuhr mit der kleineren Schwester hinterher.

Im Dorf suchte ich dann den nächsten Arzt auf, der dem Mädel ein fiebersenkendes Mittel gab, so daß ich mit den beiden nach Hause fahren konnte.

Ein paar Wochen später kam dann auch die Rechnung der Schweizer Bergwacht. Wäre ich mit dem Mädel ins Krankenhaus gefahren, hätte die Krankenkasse den Schlittentransport bezahlt. Da ich aber - unwissenderweise - "nur" zu einem Arzt gegangen war, zahlten die nicht.

... und das ist schon über 20 Jahre her - ich wage gar nicht zu fragen, was da heute an Kosten für einen Hubschrauber auf Dich zukommen...

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Nein eigentlich nur wenn du so ein Plus Paket bei dennen abgeschlossen hast. Ich nehme an du warst im Ausland, deshalb bietet die KK solche Auslandsversicherung an... Diese beinhaltet auch Bergung mit den Hubschrauber. Wie viel musst du den insgesamt zahlen würde mich interessieren...

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Kommentar von Elisa149
07.06.2016, 23:22

7800€ für meine freundin und mich.. Schon ne heftige summe

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Kommentar von pilimenka
08.06.2016, 21:00

Wahnsinn das ist doch unbezahlbar!!! voll übertrieben

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Es ist vollkommen irrelevant ob er im Nachhinein Notwendig war oder nicht. Tatsache ist doch, dass er kam. Also muss ihn auch jemand bezahlen. Wenn deine Versicherung das nicht deckt dann musst du wohl zahlen.

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Hoi.

Das sollttest du mit deiner Krankenkasse abklären, dass ist ein heikles Thema(jede Krankenkasse hat andere Regelungen):

https://www.aokplus-online.de/fileadmin/user_upload/Zusatzangebote-Beitraege/Anlage-3-Informationen-zu-den-neuen-Tarifleistungen-2015-juni.pdf

"Versicherte bleiben auf hohen Restkosten sitzen

Wird keine Zusatzversicherung für die Übernahme von Bergungskosten bei Skiunfällen abgeschlossen, kann der "Spaß" zu einem teuren Ernst werden. Die Krankenkassen übernehmen je nach Bergung und Land, in welchem die Bergung durchgeführt werden muss, nur einen Teil der Kosten, oder verweigern eine Kostenübernahme ganz.

Dies bedeutet: am Ende bekommt der gesetzlich Versicherte die Rechnung, und muss die restlichen Kosten, die unterschiedlich hoch sein können, selbst tragen. Da hilft dann auch kein Meckern mit der Krankenkasse und die Drohung, die Versicherung zu wechseln. Denn: wer sich nicht rechtzeitig vor seinem Urlaub über die Kostenübernahme informiert, der muss am Ende den dicken Brocken schlucken, wenn es zu einem Skiunfall mit anschließender Bergung kommt.

Je nach Land unterschiedliche Regelungen

Bei der Kostenübernahme für die Bergung nach einem Skiunfall kommt es oft darauf an, wo der Unfall stattgefunden hat. Im Inland gelten hierfür mitunter ganz andere Regelungen als bei einem Auslandsurlaub. Aber: gesetzlich Krankenversicherte müssen davon ausgehen, dass sie so oder so auf einem Teil der Kosten sitzen bleiben könnten, und sich deshalb überlegen, wie sie sich vorab zusätzlich absichern können."

http://www.krankenkassen.net/gesetzliche-krankenversicherung/leistungen-der-gkv-allgemein/uebernahme-von-bergungskosten.html

Ciao Loki

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Der Einsatz eines RTH war absolut korrekt. Entscheidend ist nicht was im KH festgestellt wird, sondern was der Anrufer meldet.

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