Skandinavien Hilfe?

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2 Antworten

http://www.diercke.de/content/europa-landwirtschaft-100750-66-1-0

Hier werden die verschiedenen Zonen des Anbaus beschrieben.Schau Dir die Weltkarte dazu genau an!


Informationen


Bei der landwirtschaftlichen
Nutzung Europas lassen sich fünf räumliche Haupttypen unterscheiden.
Charakteristisch für sie sind bestimmte Leitpflanzen mit ihren
jeweiligen ökologischen Ansprüchen.

Zone des borealen Nadelwalds
Die
Zone des borealen Nadelwaldes in Nordeuropa wird fast ausschließlich
forstwirtschaftlich genutzt. Die Waldnutzung ist an zahlreichen
Standorten die Grundlage ganzer Produktionszweige wie der Holz-, Möbel-,
Papier- oder Zelluloseindustrie. Die nördliche Anbaugrenze des
Getreides folgt grob dem Polarkreis, zeigt aber an der norwegischen
Küste eine klimatisch bedingte Ausbuchtung nach Norden, die sich dem
Einfluss des Golfstroms verdankt. In den Skanden und dem Ural weist sie
hingegen aufgrund der Höhenlage eine Ausbuchtung nach Süden auf. Die
ackerbauliche Nutzung in dieser Zone ist nördlich des 60. Breitengrades
nur noch inselhaft und von lokaler Bedeutung. Sie konzentriert sich auf
den Küstensaum und die unmittelbare Umgebung von Flussläufen. Ein
wichtiger Grund dafür sind die Böden. So finden sich entlang der Dwina
gute Auenböden, während im Landesinneren Finnlands Moorböden mit
ungünstigen Eigenschaften dominieren. Das Beispiel Nordeuropa zeigt,
dass die natürliche Anbaugrenze von der Rentabilitätsgrenze erheblich
abweichen kann.

Zone des Dauergrünlands
Zusammenhängendes
Dauergrünland mit Wiesen und Weiden findet sich vor allem im maritimen
Nordwesten des Kontinents mit seinen feuchten milden Wintern und den
kühlen, feuchten Sommern. Die höchsten Grünlandanteile von rund 70
Prozent werden in Irland erreicht. Auch die höheren Lagen der Gebirge
sind als Gebiete mit einem erhöhten Gründlandanteil zu erkennen, etwa
das Alpenvorland und die Alpen. Das Vorkommen von Dauergrünland in den
Gebirgen ist abhängig vom Relief und der Höhenlage. Daneben gibt es in
diesen Regionen meist hohe Waldanteile. Beispiele dafür liefern das
Französische Zentralmassiv, das Dinarische Gebirge, die Gebirgszüge auf
der Iberischen Halbinsel, der Taurus und der Kaukasus. Die ökologische
Höhengrenze des Ackerbaus liegt aus Rentabilitätsgründen meist deutlich
höher als die tatsächliche Anbaugrenze, die in den Hochgebirgen durch
das Auftreten von Dauergrünland oder Wald markiert wird.
Die
Niederungen an Narew und Bug in Ostpolen sind ein Beispiel dafür, dass
die landschaftsökologische Gegebenheiten (ausgedehnte Moorböden mit
hohen Grundwasserständen bzw. Überflutungen) eine Nutzung als Grünland
begründen; in Mitteleuropa trifft dies in vergleichbarer Weise auch auf
die Auen an den Unterläufen der großen Flüsse zu (zum Beispiel Elbe,
Weser, Rhein).

Zone des Roggen- und Kartoffelanbaus
Eine
Zone zusammenhängenden Ackerbaus mit Roggen, Gerste und Kartoffeln als
Hauptprodukten bestimmt die Agrarlandschaft Nordosteuropas. Neben dem
Feldbau gibt es hier vielerorts auch eine intensive Viehhaltung,
insbesondere von Schweinen und Rindern. Klimatisch grenzt sich diese
Zone vom borealen Nadelwald im Norden und dem Dauergrünland im Westen
ab.
Roggen ist nicht nur die frosthärteste Getreideart, sondern auch
diejenige mit dem geringsten Anspruch an Boden und Klima; Roggen
verträgt beispielsweise kühle Sommer und auch Trockenheit. Die
Anbaufläche geht dennoch insgesamt zurück, weil der Weizenanbau durch
die Züchtung neuer Sorten immer stärker nach Norden vordringt. Der
Weizen ersetzt Roggen und andere Getreide, weil mit ihm hohe Erträge und
hohe Getreidepreise erzielt werden können.
Gerste wird in Europa
überwiegend als Futtermittel und zur Bierherstellung angebaut. Sie hat
eine kurze Vegetationszeit und stellt hohe Ansprüche an den Boden.
Züchtungen von Sommergerste kommen aber den Ansprüchen von Roggen nahe.
Die
Kartoffel hat sich aufgrund ihrer hohen Mengenerträge im mittleren und
nördlichen Europa in den letzten Jahrhunderten zum Grundnahrungsmittel
entwickelt. Sie ist in Bezug auf das Klima sehr anpassungsfähig und
akzeptiert kühle und luftfeuchte Witterung. In den Alpen gedeiht sie bis
in Höhenlagen von 1500 bis 2000 Metern. Zahlreiche Standorte im
Tiefland mit schlechten Böden und in den höheren Lagen der Mittelgebirge
weisen zusammenhängende Waldgebiete auf.

Zone des Weizen- und Zuckerrübenanbaus
Die
Weizen-Zuckerrüben-Zone ist wie diejenige des Roggen- und
Kartoffelanbaus durch einen vielfältigen Anbau geprägt, der
Futterpflanzen einschließt und dadurch eine intensive Viehhaltung
ermöglicht. Im Unterschied zur vorgenannten Zone liegen hier jedoch
deutlich bessere Böden vor. In Osteuropa kommt noch ein besonders
günstiges Klima hinzu (regelhafte Nord-Süd-Abfolge der Anbauzonen).
Das
Leitgetreide Weizen stellt im Unterschied zum Roggen höhere Ansprüche
an das Klima und den Boden; letzterer muss humusreich und kalkhaltig
sein, bevorzugt handelt es sich um Lössböden und Schwarzerde. Wichtige
Voraussetzungen für gute Erträge sind milde Winter, ausreichende
Niederschläge zur Hauptwachstumszeit und eine sommerliche Trockenzeit
zur Reife. Die Weizenerträge hängen von der Intensität der
Bewirtschaftung ab, etwa vom Düngereinsatz und der Bewässerung. Die
Standortansprüche der Zuckerrübe ähneln denen des Weizens stark, weshalb
Zuckerrüben und Weizen häufig gemeinsam auftreten. Ausnahmen von dieser
Regel sind einige Standorte etwa östlich der Wolga und im Norden
Afrikas. Beste Wachstumsbedingungen hat die Zuckerrübe bei sehr guten,
lockeren Böden im milden, maritimen Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit;
gegen Ende der Wachstumszeit benötigt sie eine hohe Sonneneinstrahlung.
Nach
Süden und Osten tritt der großflächige Anbau von Körnermais und von
Sonnenblumen zur Ölgewinnung zum Weizenanbau hinzu. Die Sonnenblume
benötigt warme Klimate, um ausreifen zu können. Mais ist eine
wärmeliebende Kurztagspflanze und benötigt 130 bis 150 frostfreie Tage.
Der Anbau folgt etwa dem Weinbau. Der Körnermais für die
Lebensmittelindustrie ist vom Futtermais zu unterscheiden.
Die
Weizen-Zuckerrüben-Zone ist fast waldfrei. Im Süden geht sie in die Zone
des mittelmeerischen Anbaus über, östlich der Wolga dagegen liegt ihr
südlicher Rand in der Nähe der Trockengrenze des Ackerbaus. Im
Übergangsbereich zur Zone der Halbwüsten und Wüsten liegen häufig
Gebiete, die für die Viehhaltung genutzt werden.

Zone des mittelmeerischen Anbaus
Der
mittelmeerische Anbau zeichnet sich durch eine Vielfalt wärmeliebender
Nutzpflanzen aus, seine Schwerpunkte sind der Obst- und Gemüseanbau und
Sonderkulturen. Traditionell wird der mittelmeerische Anbau durch die
Verbreitung des Ölbaums definiert, der als subtropische Pflanze eine
mittlere Jahrestemperatur von 15 °C bis 22 °C und eine jährliche
Niederschlagsmenge zwischen 500 und 700 Millimetern benötigt. Da der
Ölbaum sehr frostempfindlich ist, liegt seine Anbaugrenze bereits im
Süden Frankreichs.
Eine zweite Gruppe von Leitpflanzen bilden die
Agrumen oder Zitrusfrüchte, die ähnlich hohe Wärmeansprüche wie der
Ölbaum stellen, jedoch bei ihrem Feuchtigkeitsbedarf von 1200 bis 2000
Millimetern Jahresniederschlag vielerorts nur mit künstlicher
Bewässerung angebaut werden können. Bei den Gemüsesorten haben die
Tomaten, vor allem die Busch- oder Feldtomate, eine besondere Stellung.
Auch die wichtigste Reisanbauregion Europas, die in Norditalien liegt,
befindet sich in dieser Zone. Eine der bedeutendsten Obstpflanzen der
Erde ist die Weinrebe. Sie benötigt eine Jahresmitteltemperatur von nur
10 °C bis 12 °C — weshalb sie auch bis weit über die Grenzen dieser Zone
in Deutschland und den Niederlande zu finden ist —, eine
Vegetationszeit von 180 bis 200 Tagen und mindestens 19 °C während der
Reife.
Korkeichen werden in Europa vor allem in Portugal und
Spanien angebaut, weitere Plantagen finden sich in Marokko, Tunesien und
Algerien. Der Kork, der die Bäume ursprünglich vor den häufigen
Waldbränden schützte, kann erstmals nach 20 Jahren geschält werden,
danach können die Bäume etwa 120 Jahre lang in einem Abstand von zehn
Jahren geerntet werden.
Den Tabakanbau, den es in früheren
Jahrhunderten auch in Deutschland noch in größerem Umfang gab, ist noch
immer im gesamten mediterranen Raum von Portugal bis zur Ägäis zu
finden. Von größerer wirtschaftlicher Bedeutung ist er allerdings nur in
Griechenland, Italien sowie in Bulgarien. Auch Sojabohnen und Baumwolle
werden in Europa im internationalen Vergleich nur in geringen Mengen
angebaut, in Italien allerdings mit zuletzt ansteigender Tendenz; andere
größere Sojaproduzenten sind Russland und die Ukraine. Die Baumwolle,
die in den USA sowie in China und Indien unter einem extrem hohen
Einsatz von Insektiziden und Düngemitteln produziert wird, hat auf
europäischem Gebiet einzig in Griechenland eine nennenswerte
wirtschaftliche Bedeutung, in Spanien werden lediglich geringe Mengen
kultiviert. Ausschließlich südlich des Mittelmeeres findet sich der
Anbau von Dattelpalmen, deren sehr zuckerreiche Früchte sowohl frisch
als auch gepresst verzehrt oder zu anderen Produkten wie Palmwein und
Dattelhonig verarbeitet werden. Die pflanzliche Erzeugung in der
gesamten Mittelmeerregion wird durch die Haltung vor allem von Schafen,
aber auch von Rindern, Schweinen und Ziegen ergänzt.
Ein gutes
Beispiel für die vollständige Lösung der Landwirtschaft von
naturräumlichen Faktoren ist der weitflächige kommerzielle Tomatenanbau
nördlich der Alpen. Aufgrund der klimatischen Bedingungen können Tomaten
in dieser Region nur unter Glas kultiviert werden. In den letzten
Jahrzehnten haben vor allem die Niederlande auf diesem Gebiet ein hohes
Produktionsniveau erreicht. Die höchsten Gesamterträge bei Tomaten
erzielt allerdings nach wie vor Italien, gefolgt von Spanien.



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Kommentar von Jazzy97
16.06.2016, 20:42

Danke! :)

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http://www2.klett.de/sixcms/list.php?page=infothek\_artikel&extra=TERRA%20GWG%20Geographie%20Wirtschaft-Online&artikel\_id=89388&inhalt=klett71prod\_1.c.124282.de

Lies DIr das mal durch, sehr interessant! Und beantwortet Deine Frage.


Beschreibung

Weizen ist eine einjährige Pflanze und kann
gut einen Meter hoch werden. Die Blätter ähneln denen anderer Gräser;
sie erscheinen bereits früh und werden später von schlanken Halmen
gefolgt, die in vierkantigen, dichten Ähren enden. Weizenfelder sind von
anderen Getreidefeldern äußerlich gut zu unterscheiden: die
Weizenpflanzen sind alle gleich hoch und haben aufrecht stehende Halme;
die bei uns angebauten Weizensorten sind in der Regel ohne Grannen.
Unterschieden werden die zwei wichtigsten Weizenarten: Saatweizen (mit
den Sorten Sommer- und Winterweizen) und Hartweizen. 90 % des
Weltweizenanbaus sind Saatweizen.

Herkunft / Verbreitung / Anbaugebiete

In den frühen
Zentren des Ackerbaus, in den fruchtbaren Ebenen von Tigris und Euphrat
im Mittleren Osten, wurden Getreidefunde aus dem 7. Jahrtausend v. Chr.
nachgewiesen. Von hier kam die Kulturpflanze Weizen nach Europa. Die
Europäer wiederum brachten die Weizenzüchtung nach der Entdeckung
Amerikas auch auf diesen Kontinent. Die Vorfahren von Weizen sind
Einkorn, Emmer und Dinkel, wobei Einkorn das ursprüngliche Wildgetreide
ist, aus welchem durch Kreuzungen mit anderen Wildgräsern Emmer und
Dinkel hervorgingen. Emmer war das Getreide der Antike und des
Mittelalters. Die alten Weizensorten waren wenig ertragreich und ihre
Körner hatten zudem festsitzende Spelzen die nach dem Dreschen des
Getreides in einem zusätzlichen Arbeitsgang, dem Schälen, entfernt
werden mussten. Durch systematische Getreidezüchtung, beginnend Ende des
19. Jahrhunderts, wurden die ehemals unzähligen standortangepassten
Weizensorten heute auf erschreckend wenige hochgezüchtete Sorten
dezimiert.
Weizen ist die am weitesten verbreitete Kulturpflanze der Erde und wird
gegenwärtig fast auf der ganzen Welt angebaut. Die nördliche Anbaugrenze
liegt bei etwa 60° nördlicher Breite. Anbauschwerpunkte sind die
gemäßigte Zone bevorzugt mit ertragreicherem Winterweizen und die
subtropische Zone, wo die frostempfindliche Sommerform des Weizens meist
im Fruchtwechsel mit Reis angebaut wird. Die Tiefländer der feuchten
Tropen scheiden aufgrund des hohen Niederschlags und der damit
verbreiteten Schädlinge und Krankheiten für den Weizenanbau aus.
Lediglich in den Höhenlagen der feuchten Tropen ist ein Anbau möglich.


Der mit Abstand größte Weizenerzeuger ist China. Andere bedeutende
Weizenproduzenten sind Indien, die USA und Länder der ehemaligen
Sowjetunion wie Russland, Ukraine und Kasachstan.

Anbau / Standortansprüche

Weizen stellt hohe Ansprüche
an den Boden, insbesondere an die Nährstoffversorgung. Die
Anbauregionen von Weizen korrelieren demnach mit den agrarischen
Gunsträumen. Eine ausreichende Mineraldüngung, besonders mit Stickstoff,
Phosphor und Kalium muss von den Landwirten sichergestellt werden.
Beste Erträge werden bei dreijähriger Anbaupause erzielt. Das optimale
Niederschlagsangebot liegt zwischen 500 - 600 mm im Jahr. Hartweizen,
der aber nur etwa 10 % des Weltanbaus von Weizen ausmacht, erträgt auch
Niederschlagsmengen unter 500 mm und ist deshalb in den trockenen
Steppengebieten verbreitet (Vorderer Orient, Mittelmeerraum,
Australien). Über die gesamte Anbauperiode hinweg ist eine
Unkrautbekämpfung mit Herbiziden nötig. Man versucht durch Züchtung
bereits Blattbreite und -stellung im Getreide derart zu verändern, dass
durch eine frühe Bodenbeschattung der Beikrautdruck vermindert wird.


Verbreitete Weizenkrankheiten sind Blattdürre, Mehltau, Blatt- und
Spelzenbräune sowie verschiedene Brand- und Rostkrankheiten, die von
Pilzen verursacht werden. Eine Bekämpfung von Krankheitserregern,
insbesondere der Einsatz von Fungiziden, gehört daher unverzichtbar zum
Weizenanbau. Gerade bei den Hochertragssorten mit ihren kurzen Halmen
sind die Ähren näher am Boden und somit stärker von Krankheitserregern
gefährdet.



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Kommentar von Jazzy97
16.06.2016, 20:40

Danke! :)

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