In meiner Tageszeitung war ein großer Bericht daß das Sitzenbleiben abgeschafft werden soll. Was haltet Ihr von dieser Idee? Und vor allen Dingen Warum?

Bloß nicht, die schulischen Leistungen sind ja so schon teilweise unter aller Sau. Wie soll das denn erst noch werden, wenn das Sitzenbleiben abgeschafft wird. Nix abschaffen!

Das arme Kind, was ja anscheinend im laufenden Schuljahr nicht mehr mitkam, im nächsten sitzt es nur noch da und versteht nur bömische Dörfer? So ein Blödsinn.
gri1su am 5. Juli 2007 19:05 genau!!!

Ist in Deutschland ziemlich egal, würde ich sagen. Lehrer/innen die heute eine Ausbildung machen lernen das sie individuell auf Schüler eingehen sollen...nach 3 Monaten Regelunterricht sagt man ihnen das das nicht erwünscht ist und sie sich an den Lehrplan halten sollen. Frontal Unterricht forever!!! Viele Kinder haben mehr Potential als unsere Deutsche Schulen herausholen können. Deutschland ein Trauermärchen...LG Detlef

Und wie soll's dann weitergehen???
Vorrücken, um in der nächsten Jahrgangsstufe garnichts mehr zu verstehen?
Oder ab in die Sonderschule?
Oder, oder..... was gab es denn für Vorschläge?
Bei diesem Thema bin ich ganz anderer Meinung als die anderen Hier.
An den Waldorfschule wird das schon lange praktiziert, das die Schüler nicht sitzenbleiben. Warum sollte man das System nicht auch auf die Staatsschulen übernehmen. Die Staatschule hat schon einiges was in den Waldorfschulen längst üblich ist übernommen.
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Dadurch das die Schüler nicht sitzenbleiben, werden sie von den anderen Schülern oft mitgezogen. Das motiviert auch beim lernen. Und die guten profitieren auch von den schlechten Schülern. Beim gegenseitigen helfen kann der gute Schüler den Unterrichtsstoff für sich nochmal vertiefen und der schlechte Schüler versteht das Thema evtl. durch eine andere Erklärung etwas besser. Und zur Not kann man auch noch Förderunterricht an den Schulen anbieten.
Lola60 am 5. Juli 2007 19:26 Ich kenne mehrere Waldorfschul-Absolventen und es kann doch kein Zufall sein das ausnahmslos alle keine Leuchten sind
Luise am 5. Juli 2007 19:39 Ich kenne 3 Montessori-Schüler, die alle nachher noch weiter auf die Schule gingen/gehen. Einer hat dieses Jahr Abitur gemacht, obwohl ihn der Schulpsychologe schon in der ersten Klasse schulunfähig geschrieben hat. Er hat es seinen engagierten Eltern zu verdanken, dass ihm der Weg Sonderschule erspart geblieben ist. Ein Mädchen hat heuer die M-Klasse an der Montessori-Schule abgeschlossen und geht ab September ins Gymnasium und der dritte im Bunde ist nach der 4. Klasse in die Realschule übergetreten. Meine Kinder waren auf der Regelschule (Gymnasium) mit Höhen und Tiefen.
@lola60 und warum schicken nicht wenige Politiker ihre Kinder auf Waldorfschulen. Doch nicht weil sie Geld haben, sondern weil sie das Konzept gut finden. Auch einige Prominente schicken nicht nur ihre Kinder dorthin, sondern waren zum Teil auch auf Waldorfschulen.
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An unserer Waldorfschule macht übrigens 1/3 der Jahrgangsstufe Abitur, und noch nicht mal schlecht. Die haben eh den Nachteil, das nur die Prüfung zählt, weil sie keine Vornoten haben und bei der mündlichen Prüfung kommen extra externe Prüfer in die Schule. Und trotzdem bestehen diese Schüler unter den erschwerten Bedingungen ihr Abitur.

War denn früher alles so schlecht das alles alte abgeschafft werden muß? Das Leben besteht nun mal auch aus Rückschlägen, das müssen Kinder auch lernen.

Viele sind Spätentwickler und holen erst später auf und warum sollten sie dann noch dazu psychisch fertig gemacht werden. Aber dann hilft nur eine andere Schulform wie Waldorfschule oder Montessori oder das amerikanische Kurssystem. Ich würde die Schüler nur das Fach wiederholen lassen, das ungenügend oder mangelhaft war, nicht die ganze Klasse. Das macht dann aber schwierige Stundenpläne. Leistungsdruck ist schon wichtig, aber nicht so ganz hart und schlimm.
geheim am 15. Juli 2007 22:06 sehr gute, wenn auch schwierige Alternative!

Ich muß nochmal:
Dieser Zeitungsbericht ist doch wahrscheinlich nur ein Spaltenfüller, und zur Diskussion nicht sonderlich geeignet.
Ich betreue zusammen mit anderen Ehrenamtlichen Schulkinder, die Lernschwächen haben bei der Hausaufgabe. Wir haben damit gute Erfolge erzielt.
Es ist doch sicher besser, im Vorfeld etwas zu unternehmen, als über das Sitzenbleiben zu diskutieren.
Ich möchte hier auch etwas zur Mithilfe animieren.
Hausaufgabenhelfer werden an jeder Schule gesucht. Es ist nicht sehr anstrengend, ein paar Stunden pro Woche zu helfen.
Der Erfolg macht glücklich und die Kinder sind wirklich dankbar!
loopwithme am 5. Juli 2007 20:37 Hut ab...

Abschaffen, Schüler innerhalb Ihrer Fähigkeiten fördern, aber sie auch nicht zwanghaft 'klug' machen wollen wäre ein gutes Mittel. Und am Ende der 10. Klasse wird eben geprüft, in welchen Bildungsstand der Schüler 'entlassen' werden kann -gleich in die Berufsausbildung oder weiter zur Schule gehen.
Dann sollte es aber auch die Möglichkeit geben, Schüler Ihrer Auffassungsgabe nach zusammenzufassen so dass schwache, normalbegabte und überdurchschnittlich begabte Schüler in Ihnen entsprechenden Klassenverbänden so gefördert werden können, wie es ihrem Bildungsstand entspricht so dass sich das Klassenniveau nicht an den schwächsten orientieren muss.
Und das dann bitte nicht eine "Ausgrenzung der 'schwachen' Schüler" anprangern - manche lernen eben erst später besser - oder auch gar nicht- und das sollte man endlich akzeptieren und nicht versuchen, alle "gleich klug" machen zu wollen. Es ist nichts Schlimmes - es kann doch nicht nur kluge Menschen geben.

Zu meiner Meinung ist zu diesem Thema schon alles gesagt.

Wenn der 1. April wäre , würde ich sagen Aprilscherz.
Denke das System hat sich über Jahre bewährt. Was macht es auch für einen Sinn einen Schüler auch mit sehr schlechten Leistungen bis in die Abschlussklasse zu bringen? Dann hat er einen Abschluss und kann aber nicht die Leistung bringen, die sein Abschluss erwarten lässt.
Habe auch festgestellt, dass Kinder nicht als Individium behandelt werden (können?), was ganz bestimmt nicht besser wird, wenn sich die Regionalschulen durchsetzen. Wenn Lehrer sich schon mal fragen, woher das Engagement Einzelner kommt, die sich für die Schüler einsetzen und helfen, dann sollte man wirklich etwas hellhörig werden
Ich denke, Fourseasons, Jaguar und Schurke haben alles gesagt...

Bei über 20 Schüler in einer Klasse...wie soll man da auf jeden SChüler eingehen. Und wenn es dann einige nicht schaffen, werden sie wohl kaum noch den Anschluß in der weiteren Klasse finden.
ich finde es sollte abgeschafft werden weil wenn ein kind aus der gruppe/klasse rauskommt und dan in eine neue klasse muss ist es für ihn schwierig sich dort einzuleben und wird auch oft zum außenseiter...
und viel bringt es auch nicht wenn man sitzen bleibt.... am anfang ist man besser als die andern aber dan nach einer kurzen zeit lässt das auch wieder nach und man ist genauso schlau wie vorher -.-
also eigentlich ists besser wenns abgeschafft wird!