Frage von berdDbrot, 91

Sinvoll wenn beim Pferdekauf die alte RB übernommen wird.?

Hallo,

die Besitzerin der Reitbeteiligung meiner Freundin möchte ihr selbst gezogenes Pferd verkaufen. Es gab auch schon eine interresentin. Diese würde, sich beim Kauf des pferdes eine Reitbeteiligung suchen wollen. Die Züchterin hat dan Vorgeschalgen ihre Reitbeteiligung einfach zu übernehmen, da sie das Pferd ja auch schon kennen würde.

Eigentlich ist es das beste was meiner Freundin passieren konnte aber sie hat auch bedenken ob das gut gehen kann, gerade weil die potenzielle besitzerin auch etwas unsicher beim reiten und im gesamten Umgang wirkt. Es würde ihr dann etwas komisch vorkommen, wenn sie der Besizerin sagt wie sie mit dem pferd umzugehen hat oder ihr Tipps gibt. Auf der anderen Seite würde es sie genauso komisch finden wenn die Besizerin ihr sagt wie sie mit dem Pferd umzugehen hat bzw möchte dass sie sich dem Pferd gegenüber anders verhält als sie es eigentlich gewohnt ist.

Kennt ihr eventuell solche Fälle? Hat es da funktioniert? Und was ist eure persönliche meinung?

Antwort
von skjonii, 49

Ja, ich kenne solche Fälle :) Ob es funktioniert oder nicht, hängt natürlich von den Personen ab. 

Das A und O ist Kommunikation. Wenn RB und Besitzerin sich von vornherein klar mit allem Absprechen und sich gegenseitig informieren wenn etwas anders ist, kann das durchaus gut funktionieren. Allerdings müssen sich auch beide Parteien ihrer Position bewusst sein.

Selbst wenn dir RB also deutlich mehr Erfahrung hat und auch besser reitet und das Pferd länger kennt, ist sie nicht diejenige, die Entscheidungen trifft. Sie kann und sollte eher die "Beratertätigkeit" übernehmen. Sie muss der Besitzerin das Gefühl geben, sie zu unterstützen und nicht, sie umgehen oder ausstechen zu wollen. 

Allerdings muss natürlich auch die Besitzerin da ein wenig tolerant sein. Es ist immer irgendwie seltsam, wenn man gesagt bekommt, wie man mit seinem eigenen Tier umzugehen hat. Deswegen muss sie schon so ehrlich und offen sein, sich einzugestehen, dass sie hier die weniger erfahrenere ist und dass sie von der RB profitieren kann. 

Wichtig ist, dass die RB nicht als eine Art Reitlehrer auftritt, sondern sich erstmal zurück hält und die Besitzerin auf sich zukommen lässt. Sie sollte sich nicht aufdrängen sondern quasi darauf warten, gebraucht zu werden. Denn das wird zwangsläufig passieren, wenn die neue Besitzerin unerfahren ist. In den meisten Fällen, wo ich das erlebt habe, hat es nach einiger Eingewöhnungszeit aber im Endeffekt gut funktioniert :)

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 36

ja, Kommunikation, von Anfang an und klare Absprachen,

möglichst anfangs viel gemeinsame Arbeit, um auf ein gemeinames Level zu kommen

dann kann es klappen

wenn aber auch nur eine von beiden ein komisches Gefühl hat -
dann lieber nicht ... !

Ich
hatte meist RB's, die weniger konnten als ich, aber auch mal eine, die
echte Bereiterqualitäten hatte und DAS habe ich sehr genossen, denn sie
konnte Sachen mit dem Pferd machen, die ich mich einfach nie getraut
hätte - so haben wir beide profitiert und es war schade für mein Pferd
und mich, als sie sich selbst ein Pferd kaufte.....
wir haben viel gelernt damals!

Kommentar von LyciaKarma ,

Ich glaube, die wenigsten Menschen sind so großzügig und selbstlos, dass sie es tatsächlich genießen können, eine bessere RB am Pferd zu haben.. Leider. 

Antwort
von sukueh, 31

Ob solche Konstellationen funktionieren, hängt doch in erster Linie von den beteiligten Personen ab. Was bei dem einen super funktioniert, kann bei dem anderen ganz schrecklich laufen.

Entscheidend sind dafür aber dann die beteiligten Menschen und ihr Umgang mit einer solchen Situation. Das kann aber niemand "vorhersehen", der die Leute nicht kennt.

Aber es spricht ja nichts dagegen, dass deine Freundin die potentielle neue Käuferin erstmal kennenlernt und dann muss sie auf ihre Menschenkenntnis vertrauen und entscheiden, ob sie weiterhin die RB des Pferdes bleiben will oder ob abzusehen ist, dass das nicht funktionieren wird.

Kann natürlich auch sein, dass sich mögliche Probleme in dieser Konstellation erst mit der Zeit einstellen, wenn die neue Besitzerin des Pferdes an Erfahrung oder Routine dazu gewonnen hat, aber das ist etwas, dass kann einem ja mit jedem Pferdebesitzer passieren.

Aber wie gesagt, wie sinnig sowas ist, oder ob so was gut oder schlecht funktioniert, lässt sich nicht vorhersagen.

Die Bedanken deiner Freundin sind nicht aus der Luft gegriffen, aber sie braucht sich die Möglichkeit, die RB zu behalten, nicht gleich zu verwehren, wenn sie von Haus aus, ohne die neue mögliche Besitzerin überhaupt kennengelernt zu haben - gleich ablehnt.

Antwort
von Su0204, 7

Ich kenne so einen Fall von einer meiner Freunde. Die neue Besitzerin seiner RB war unserer Meinung nach auch sehr unsicher und konnte sich nicht wirklich durchsetzen. Für meinen Freund war das kein Problem da er ja trotzdem das Pferd 3 mal die Woche reiten konnte, aber wir machen uns immernoch sSorgen um das Pferd

Antwort
von alcaponymo, 37

Ich würde es anstelle deiner Freundin schon machen. Vllt ist die neue Besitzerin, wenn sie eh schon so unsicher ist, froh darüber, wenn jemand da ist, der weiß wie es läuft. 
Und wenn es nicht funktioniert, dann kann sie ja immernoch aufhören.

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