Frage von rainysix, 106

Sinnvoll in einer Wohngruppe zu gehen?

Hallo,

Ich bin 16, habe Borderline und eine mittelgradie Depressive Episode (Diagnose von einer Klinik, also keine Internetvermutung), und bin am überlegen ob ich in eine Wohngruppe gehen soll. Ich verletze mich selbst, habe Stimmungsschwankungen und momentan große Probleme mit mir und meinen Gefühlen. Ich habe immer mehr das Gefühl das meine Eltern langsam nicht mehr können bzw. es wirkt so als wären sie ein wenig mit meiner selbstverletzung überfordert. Zudem habe ich in letzter zeit oft das Bedürfnis einfach von zu hause weg zu laufen mich aufs nächste Parkhaus zu stellen und runter zu springen, ohne das es Streit gab oder sonst was... Ich habe gerade ziemlich starke Suizidgedanken. Ich habe einfach das Gefühl zu hause überfordert zu sein und überlege ob es dann nicht sinnvoll wäre in eine Wohngruppe zu ziehen um meinen Eltern mal ein bischen Pause zu geben. Obwohl sie nichts schlimmes machen. Außer das ich meinen Dad nicht sonderlich mag, er geht mir auf die Nerven und ich habe immer den Drang ihm eine rein zu hauen weil er so oft mit mir streitet (keine körperlichen Auseinandersetzungen)

wie ist eine Wohngruppe so? Muss man deutlich stabil sein für eine Aufnahme? Wie lange dauert es bis man dort aufgenommen werden kann auch im Bezug auf das oben beschriebene? Danke für antworten :)

Antwort
von ArwenNoel, 106

Bei starken Suizidgedanken würde ich dir eher raten in die Psychiatrie zu gehen dann wären deine Eltern auch entlastet. Die Ärzte dort können das dann auch über Sozialarbeiter klären ob so ne wg sinnvoll wäre. Machst du denn zur Zeit ne Therapie? 

Kommentar von rainysix ,

Ja, ich bin in Therapie und habe auch einen Psychiater der in dieser Psychiatrie arbeitet. Aber wenn man dort mit seinen Suizidgedanken anfängt wird man sofort unterbrochen und man wird damit überheuft das man damit auf die geschlossene muss, was für mich auf gar keinen Fall in frage kommt weil man dort nur akut ist und keine Therapie bekommt... Und ich dann meinen Problemen einfach aus dem Weg gehen kann ohne das das Problem behandelt wird...

Antwort
von inka188, 53

Ich finde die Idee von einem stationären Aufenthalt sehr gut. Nicht in der Geschlossenen, sondern auf einer offenen Station oder in einer psychosomatischen Klinik für mehrere Wochen. Dann haben du und deine Eltern erstmal Abstand und du bist zu Hause raus und kannst dich auf dich konzentrieren. Wenn du gerade so starke Suizidgedanken hast, scheint das nötig zu sein. Und du kannst dort in Ruhe klären, wie es weiter gehen soll, ob eine Wohngruppe Sinn macht, oder nicht. Die Frage kann dir hier keiner auf die Schnelle und aus der Ferne beantworten. 

Zur Wohngruppe selber: Wie lange du warten musst, hängt von der Einrichtung ab und davon, wie sich die Warteliste entwickelt. Du kannst Glück haben und es geht auf einmal ganz schnell, oder eben nicht. Ist schwer vorher zu sagen. Mach doch einfach mal Termine bei unterschiedlichen Einrichtungen, rede mit den Leuten und guck dir das an. Dann hast du schonmal eine Vorstellung davon, was auf dich zukommen würde. Und rede mit deinem Therapeuten darüber, ich denke, der hat dazu auch eine Meinung, immerhin kennt er dich und deine Situation. Und stabil sein musst du für eine Wohngruppe nicht, immerhin ist die für Leute da, die alleine zu Hause nicht klar kommen. Allerdings darfst du nicht akut suizidgefärdet sein soweit ich weiß. Ob das bei dir schon der Fall ist, oder ob du “nur“ Suizidgedanken hast, musst du abklären. 

Antwort
von tom691, 78

eine wohngruppe unter fachlicher führung und gleichgesinnte um dich rum kann dir natpürlich helfen

die frage ist willst du das, denn unter zwang  ist sowas nie gut

postiv das du deine eigenen schwächen erkennst, nun liegts auch an dir das in den griff zu bekommen,

wenn du in einer wohngruppe bist, wirst du sicher schätzen lernen was du an deinen eltern hast, es wird auch ihnen gut tun, denn eltern die mit kindern die solche probleme haben, kommen oft damit nicht klar und sind überfordert

dass heißt nicht dass sie dich nicht lieben, sondern sie wissen einfach nicht wie sie reagieren sollen

wenn deine diagnose aus einer klinik stammt, wird man dir sicher beratungs und anlaufstellen gegeben haben, wenn nicht erfrage sie

lass dir helfen bzw. dich beraten und schlag ruhig vor dass du gern in eine wohngruppe gehen würdest

Kommentar von WildPferd2000 ,

sie wissen es nicht weil sein verhalten und denken unmenschlich ist...

Kommentar von tom691 ,

mag nicht normal sein, dennoch nicht unmenschlich, jemand der eine solche krankheit hat sucht sich sowas nicht aus und man sollte ihm helfen und nicht abstempeln oder als unmenschlich hinstellen

Kommentar von WildPferd2000 ,

pädagogengelaber... geh ine psychatrie und hör auf dich oder andere zu gefährden

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