Sinn eines Vegetariers?

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28 Antworten

Ich finde deine einseitige pauschalisierende Sichtweise nicht richtig. 

Vegetarier essen normalerweise kein Fleisch und Fisch nur um das mal klarzustellen. Pescetarier essen kein Fleisch aber Fisch.

Milch und Eier kann man auch aus verantwortungsvollen Quellen beziehen (ebenso, wie Fleisch wenn man nicht darauf verzichten möchte). 

Jeder der zumindest anfängt sich mit dem Thema zu beschäftigen ist sehr willkommen. Es ist schon hilfreich, wenn manche sagen ich esse weniger Fleisch und ich versuche bewusster zu konsumieren. Das ist ein Fortschritt. Aber am Ende hat immer noch jeder selbst zu entscheiden, wie und was er isst. 

Ich persönlich als Vegetarier achte natürlich so gut wie möglich darauf, was ich konsumiere. Leider habe ich keinen großen Einfluß darauf, was meine Eltern kaufen. Also muss ich leider noch konventionelle Milch und konventionelle Eier verspeisen. Aber später mache ich das anders. Mit Kosmetikprodukten habe ich nicht viel am Hut, weil ich sowas nicht im großen Stil brauche. Ich will auch darauf achten, dass ich kein Leder mehr kaufe oder verwende. Mein Portmonee und mein Sessel gibt es aber leider schon eine Weile und da war ich noch kein Vegetarier. Logischerweise kaufe ich sowas nicht wieder.

Ich bitte dich einfach auch alle anderen Lebensweisen bzw. Ernährungsweisen zu respektieren.

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Du sprichst da ganz, ganz viel an, was ein Vegetarier denken könnTE, aber eben nicht jeder macht. Zudem sind die Gründe für die Veggie-Lebensweise vielfältig. Es gibt zahlreiche Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch (nicht Fisch) verzichten oder sich vor dem Geschmack ekeln. Das hat dann primär erstmal nichts mit Ethik zu tun.

Wer aus ethischen Gründen Vegetarier (nicht Veganer) wird, der verzichtet in der Regel auch auf Fisch und spricht sich gegen die Tötung der Tiere aus. Denkt man das weiter, dehnt sich das natürlich auch auf Kosmetik, Leder, Milch und Eier aus.

Ich ordne mich in diese Gruppe ein - aus ethischen Gründen esse ich keine toten Tiere oder Insekten (bspw. Karmin als Farbstoff), darunter fallen dann auch alle Produkte, die Gelantine erhalten oder damit geklärt werden. Ich würde liebendgern auf Milch verzichten und versuche es immer wieder, die Ersatzprodukte treffen leider nicht meinen Geschmack und leider lande ich immer wieder bei der Kuhmilch :(. Eier kommen bei mir von den Nachbarn, da ist die Haltung absolut ok und es sind kleine Gruppe. Auf Tierkosmetik inkl. Versuche und Leder verzichte ich komplett. Mein Dünger für den Garten kommt aus der (lebenden) Kuh, Pferd und Kaninchen, gekalkt wird nicht über Knochen.

Vielleicht konnte dir das ein paar Einblicke geben. Ich möchte dich aber bitten, in Zukunft nicht von DEM Vegetarier zu sprechen. Die Gründe sind wahnsinnig vielfältig und auch wenn ich mich mit meinen Veggi-freunden allein treffe, läuft sowas nicht ohne Kontroversen ab.

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Kommentar von ErsterSchnee
17.11.2016, 11:44

Wenn du Kuhmilch verzehrst, bist du für den Tod vieler Kühe verantwortlich. Was hat das noch mit Ethik zu tun?

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Kommentar von Delveng
17.11.2016, 11:58

@CharaKardia,

auf den Konsum von Milch (Nicht Milchprodukte) sollte man eigentlich besser ganz und gar verzichten. Milch ist ein hochwertiges und ganzheitliches Lebensmittel, das primär für Säuglinge vorgesehen ist und keinesfalls für Erwachsene. Nicht von ungefähr entwickeln Menschen eine Intoleranz gegen Laktose.

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Abgesehen von den bereits genannten Gründen, ist für viele Menschen das Vegetarierdasein nur ein Übergang, ein Zwischenschritt zum Veganerdasein. Für viele ist es eben einfacher, nach und nach tierische Produkte wegzulassen, als von jetzt auf gleich damit aufzuhören.

Ich denke, der Großteil der Veganer war zuerst (Ovo-Lacto-)Vegetarier.

Grüße

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Der Vegetarier verzichtet auf Dinge die vom getöteten Tier kommen. Punkt.

Der Vegetarier isst auch keinen Fisch, kein Lab, Gelatine oder sonstige Sachen, die vom getöteten Tier stammen.

Der Vegetarier trägt auch keine Kleidung oder Utensilien, die vom toten Tier kommen wie z.B. Leder, Fell mit Leder dran oder Tierleim.

Ein Vegetarier achte auch darauf, wo seine Nahrungsmittel wie Ei und Milch her kommen und kauft i.d.R. eher aus biologischer oder Freilandhaltung.

Ich rede über das was ich bei meiner Tochter so mitbekomme und sehe, diese ist Vegetarierin, die auch Milch und Ei zu sich nimmt.

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Schön wie du alle über einen Kamm scherst (nicht) 

Veganer essen GAR KEINE Tierprodukte auch keine Eier und keine Milch 

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Vegetarische Ernährung ist für mich ein Zeichen von "sich selbst was in die Tasche lügen".

Vielen Vegetariern ist wohl kaum bewusst, dass auch für ihre Ernährungsweise Tiere sterben.

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Sich vegetarisch zu ernähren, ist noch relativ einfach. Die meisten tun das auch hauptsächlich aus gesundheitlichen Aspekten heraus (obwohl es nicht erwiesen ist).

Vegan ist eine Lebensweise, bei der man sich schon sehr gut informieren muss und sich auch damit auskennen muss. Nicht nur, was die Ernährung anbetrifft, da man sonst auch schnell Mangelerscheinungen bekommen kann, weil man viele Spurenelemente nicht mehr bekommt, sondern auch, weil in vielen Produkten tierische Erzeugnisse mit drin oder zumindest daran beteiligt sind, die man auf den ersten Blick garnicht erkennt.

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Der Sinn eines Vegetariers ist mal eine misslungene Wortwahl, denn du stellst damit den Sinn des Menschen an sich infrage. Aber das nur am Rande...  Ich gebe dir insofern Recht, als dass es sehr inkonsequent ist, Vegetarier zu sein, nicht aber Veganer. Alles andere, was du dir da zusammen reimst, ist aber Unfug. Übrigens tut der Mensch so einiges, trotz besseren Wissens.

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Kommentar von ApfelTea
17.11.2016, 14:18

was war denn daran unfug, was er geschrieben hat?

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Kommentar von GiniMCDini
17.11.2016, 16:31

sie* :P

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Hi,

Das Problem dabei ist das du das Individuum Mensch wohl vergessen hast :) Menschen ticken ja nicht alle gleich :) und dann hast noch alles zusammengekloppt, Vegetarier (gibt da 4 verschiedene Typen), Veganer, Tierrechtler und viele andere Motivationstypen wie Allergiker oder Menschen die aus den Glauben heraus so handeln.

Wusstest du zb das die drittgroeßte Glaubensgruppe aus Vegetarier besteht? Der Hinduismus besteht aus rund 1 Mrd Anhängern! 

Und auch nach den Kosumverhalten würde ich unterscheiden, wer sagt das die Eier zb aus Massentierhaltung holen? Es gibt auch private Hühnerhalter die die Eier hin und wieder verkaufen. Wer die Möglichkeit hat so was zu kaufen sollte das meiner Meinung nach tun dürfen.

Und die Motivation dahinter darf man nicht vergessen, der eine hat im Grunde nur was gegen Massenproduktion, der eine will lieber Produkte aus der Region, der eine hat evtl Allergien und kann es nicht essen, der andere hat Angst vor möglichen Giften, Dünger, Medikamenten, manch einer möchte sich aber nur sinnvoll und gesund ernähren. Nicht jeder will mir seinen Essen die Welt retten. 

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Kommentar von randomhuman
17.11.2016, 17:17

Gute vielschichtige Antwort. Gefällt mir. ;)

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Naja, es kommt ganz auf die eigenen Gründe an, warum man Vegetarier ist. Dann auch auf was man verzichten möchte. Ich meine du bist warscheinlich ein Fleischesseer nehme ich an. Weisst aber doch gut Bescheid. Ist bei Vegetarier auch nicht anders. Aufgeklärt zu sein ist schon sehr wichtig. Auch darüber nachzudenken, wie man jetzt handelt ist super. Man kann auch schauen von wo die Produkte herkommen und schauen, Tierleid zu minimieren. Ich sage mal so viel. Ich bin Vegetarier, aber wäre wohl längst Veganer. Die Umstände entsprechend hat es nie wirklich funktioniert.

Das ist das Problem. Wenn ich mal ausgezogen bin, sieht es anders aus.

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Ein bekanntes Sprichwort sagt.

"ohne Vegetarier keine Veganer"

Jeder übt soviel Verzicht wie es Ihm nach seinem Empfinden möglich und nötig ist.

Meiner Meinung nach ist es äußerst kontraproduktiv, Menschen, die wenigstens versuchen die Dinge zum Besseren zu ändern, als Inkonsequent abzustempeln.

Das sollten wir doch lieber Denen überlassen, die überhaupt nicht über Ihre Art zu leben nachdenken oder ununterbrochen nach obskuren Rechtfertigungen suchen, die es legitimiert sich einfach zu nehmen was man kriegen kann.

Die sind auch viel besser darin, Anderen inkonsequentes Verhalten vorzuwerfen.

Vegetarier und Veganer ziehen am gleichen Strang. Solche Diskussionen sind obsolet, solange es Millionen von Verteidigern und Gutheissern des ganzen Tötens, Einsperrens und Ausbeutens gibt.

Mit dieser Frage hier wird doch nur wieder ein typisches Veganer-sind-intolerant-Klischee bedient.

Wahrscheinlich wieder so ein "ich tu so als wär ich Veganer-Troll"

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Klar. Genau so ist es. Übrigens sind das exakt die Rinder, die am Ende geschlachtet werden: Ausgediente Milchkühe (und deren Kälber)

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Kommentar von ApfelTea
17.11.2016, 17:08

Was hat das damit zu tun? Gar nichts ;)

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Vegetarismus und Veganismus haben überhaupt gar keinen Sinn. Der Verzicht auf ein Produkt führt nicht dazu, dass sich die Umstände, die zu dessen Herstellung führen, in irgendeiner Weise ändern. Mit all den Dingen, auf die ich selbst so verzichte, hätte ich sonst schon einen Friedensnobelpreis und die Heiligsprechung verdient, wäre es anders. 

Der einzige Sinn der verschiedenen Ernährungsweisen kann allein in dem Umstand begründet liegen, dass man sich selbst gut damit fühlt. Und damit sollte dann auch Schluss sein.

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Kommentar von ApfelTea
17.11.2016, 14:19

Absolut falsch. Keine Nachfrage = Keine Produktion. Auf die Idee hättest du doch kommen können.

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Kommentar von ApfelTea
17.11.2016, 16:40

Tust du doch gerade. Von mir kam der Gedanke jedenfalls nicht oO

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Deine Gedankengänge sind typisch für Wohlstandsverstiegenheit.

Seit Bestehen der Welt benutzen sich die Lebewesen gegenseitig in größter Selbstverständlichkeit.

Das Bedürfnis, sich um jede Ameise zu sorgen, wird in Deutschland wieder deutlich zurückgehen. In USA leben immer mehr Menschen in Autos, weil sie sich keine Wohnung leisten können. Das kommt auch zu uns und dann wirst Du froh sein, einen Fisch essen zu dürfen. Auch wenn der vor dem Fangen nicht um seine Meinung gefragt wurde.

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Logischer ja. Aber nicht jeder kann/möchte das oder denkt so weit oder ist informiert.

Wie viele Menschen denken, dass Kühe von sich aus so viel Milch geben und man sie quälen würde, wenn man sie nicht melken würde. Die denken gar nicht darüber nach, dass es nur Milch gibt, wenn es auch ein Kälbchen gibt. Die meisten denken eben, dass die Milch aus dem, Kühlregal kommt und die Kühe so leben, wie es auf der Verpackung aufgedruckt wurde.

Das gilt für alle Bereiche.


Vom Umgang mit den Tiere, könnte ich es als Veganer eher verstehen, wenn jemand ab und zu ein Stück Fleisch isst von einem Rind, dass in Freilandhaltung groß wurde und sein Leben lang Gras gefressen hat ( oder jagen geht), als wenn jemand Vegetarier ist und als Ersatz maßenweise Eier und Milchprodukte zu sich nimmt.


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Kommentar von wickedsick05
18.11.2016, 02:22

Vom Umgang mit den Tiere, könnte ich es als Veganer eher verstehen, wenn jemand ab und zu ein Stück Fleisch isst von einem Rind, dass in Freilandhaltung groß wurde und sein Leben lang Gras gefressen hat ( oder jagen geht), als wenn jemand Vegetarier ist und als Ersatz maßenweise Eier und Milchprodukte zu sich nimmt.

um als Vegetarier genug B12 zu bekommen MUSS man den konsum von Eiern und Mlich steigern da das Fleisch weg fällt ODER man supplementiert. Als Mischköstler der sein Fleisch aus Freilandhaltung kauft ist man nicht auf Tabletten angewisen wie bei Vegetarischer oder Veganer lebensweise. Daher ist es verständlich weder Vegan noch Vegetarisch zu leben sondern auf die Produktionsmethoden seiner Lebensmittel zu achten... Auch für Ackerbau um Vegane Pflanzen anzubauen sterben und leiden Tiere...

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Vegetarisch zu leben ist eben einfacher und viele (eingeschlossen mir, leider) denken, dass es wenigstens ein anfang ist. Wenigstens etwas. Natürlich währe es sehr viel effektiver und kosequenter vegan zu leben, aber manche schaffen es einfach (noch) nicht oder wollen es nicht.
Wenn man vegetarisch lebt, ist man eben auch flexsibler.

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Kommentar von MarkusPK
17.11.2016, 14:59

Selbst der konsequenteste Veganer kann nur zu 80% vegan leben. Und bezüglich der Effektivität eine Frage: welchen Effekt hat es denn ganz konkret, sich vegan zu ernähren, außer dass man sich selbst sehr gut einreden kann, ein guter Mensch zu sein?

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Kommentar von AloeVera1403
17.11.2016, 15:32

Der Kunde bestimmt den Markt, Angebot und Nachfrage. Wenn weniger Menschen Tierische Produkte ais konventioneller Haltung kaufen, werden auch weniger sollcher Produkte Hergestellt. Kurze Frage: Woher kommen die 20% Tierischer Produkte?

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Kommentar von AloeVera1403
18.11.2016, 16:16

könntest du mir vielleicht irgendeine quelle verlinken, in der steht, dass das 20% sind? Ich willdein gesagtes gerade nicht in frage stellen, es interessiert mich einfach ^-^ Man lernt ja nie aus. Das auf den Feldern Tiere sterben usw. wusste ich, nur 20%? Diese Zahl ist mir neu

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Kommentar von AloeVera1403
19.11.2016, 10:07

oh Entschuldigung. Ich hab einfach nir nachgefragt weil es mich interessierz hat! Aber wenn ich dir zu dumm bin um einfach nett zu Antworten, dann kann ich dir auch nicht helfen.

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Vegetarier: nur kein kein fleisch (Eier gehören dazu, da daraus Kücken Schlüpfen)

Vegan: überhaupt nicht von Tieren

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Kommentar von o0bellaAnna0o
17.11.2016, 11:51

Eier aus Bodenhaltung sind nicht befruchtet, also vegetarisch. Lediglich Eier aus Freiland/Bio-Haltung sind zu einem gewissen Anteil befruchtet. Kann man dann überlegen, was einem wichtiger ist...

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Vegetarier aus Tierschutzgründen haben nicht zuende gedacht, das ist richtig.

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Der Sinn eines Vegetariers besteht darin, die Nahrung zu sich zu nehmen, die ihm persönlich zusagt. Egal jetzt aus welchen Gründen.

Wenn du gerade in einer Glaubenskrise bist oder auf dem Abnehmtripp, dann ist es dir trotzdem nicht gestattet, die Ernährungsform von vielen Millionen Menschen in Frage zu stellen. Und die von mehreren Milliarden Menschen erst recht nicht!

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Kommentar von GiniMCDini
17.11.2016, 11:48

Ich bin weder in einer Glaubenskrise, noch möchte ich abnehmen. Ich stelle niemanden in Frage, nur hatte ich noch nie einen richtigen Kontakt zu einem Vegetarier und kenne nur die Fakten / die verschiedenen Arten des Vegetarismus aus dem Internet.

Das Leben besteht darin Fragen zu stellen und mich interessieren als Fleischesser eben die Beweggründe. Ich bin hier nicht um Menschen zu verurteilen, sondern lediglich um belehrt / richtig gestellt zu werden, wie es ein echter Vegetarier sieht.

Wenn du das Konzept von gutefrage.net nicht verstanden hast, dann solltest du dich hier abmelden, denn mit so einer ungehobelten Schreibweise, tust du hier keinem einen Gefallen.

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nein es ist generell nicht logisch zu verzichten. Es gibt kein vernünftigen rationalen grund auf Fleisch oder tierisches zu verzichten.

Ein leben OHNE das töten und quälen von Tieren ist nicht möglich. Tierversuche für Pestizide. Pestizide auf Felden, Knochenleim bei Kupferherstellung. Das wird dir hier gut erklärt:


Für pflanzliche Lebensmittel müssen Myriaden Schermäuse, Wühlmäuse, Feldmäuse, Feldhamster, Eidechsen, Ratten, Vögel, Wildschweine, Rehe grausam getötet werden. Ferner weiß man bekanntlich seit Darwin, dass Humus, Kompost und Ackererde unter anderem durch zahlreiche Würmer gebildet werden, die natürlich bei der Bodenbearbeitung millionenfach sterben. Doch die Wirbellosen, welche immerhin 95 Prozent aller Arten ausmachen, sind für viele Tierethiker bloß „niedere Tiere“, die man ruhig malträtieren kann.

Wer also im veganen Supermarkt seine Ersatzprodukte erwirbt, kauft
mitnichten tierleidfreie Ware. Das V-Label der European Vegetarian Union
berücksichtigt alle möglichen Kriterien, doch es findet sich nicht der
geringste Hinweis, ob bei der Produktion der Waren tierischer Dünger
verwendet wurde oder nicht. De facto lassen sich die Veganer also in
unserer heutigen Gesellschaft von viehhaltenden Landwirten durchfüttern.
Anstatt diesen aber dankbar zu sein, strafen sie ihre Ernährer mit
tiefster Verachtung, beschimpfen sie als Tiermörder und Sklavenhalter.

Obwohl der Veganismus also angeblich leicht zu praktizieren ist, müssen selbst seine größten Verehrer an einem bestimmten Punkt einräumen, dass er doch sehr schwierig zu praktizieren ist. Der Bund für vegane Lebensweise gibt immerhin zu, „dass es unmöglich ist, in unserer heutigen Welt zu 100 Prozent vegan zu leben.“ Was es überhaupt heißen soll, zu 100 Prozent vegan zu leben, erfährt man ebenso wenig wie die Maßeinheit, mit der man den Reinheitsgrad der betreffenden Lebensweise bestimmen könnte.

Dabei liegt die Antwort auf der Hand: 100 Prozent veganes Leben ist hundertprozentige Nichtexistenz, sofern „veganes Leben“ bedeutet, durch seine Aktivität keinerlei Tierleid und -tod zu verursachen. Echte Veganer kann es also nicht geben. Aufgrund dieser Kalamität versteht die Vegan Society unter „vegan“ eine Lebensweise, welche dadurch gekennzeichnet ist, „soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden“.

Logisch gesehen lässt sich dies nicht auf 100 Prozent skalieren. Man kann nicht sinnvoll sagen: „Ich lebe zu 100 Prozent so weit wie möglich und praktisch durchführbar so, dass ich jegliche Form der Ausbeutung von Tieren vermeide. “Daher ist die vom Bund für vegane Lebensweise getroffene Aussage purer Nonsens.Jede Lebensweise könnte als irgendwie vegan gelten, weil in der Floskel „soweit wie möglich und praktisch durchführbar“ ein ganzes Universum definitorischer Willkür Platz findet.

Wenn jemand einen Eintopf aus 800 Gramm Wasser und Gemüse kocht, in dem 100 Gramm Speck und 100 Gramm Knackwurst enthalten sind, kann er seine Suppe als zu 80 Prozent Prozent vegane Mahlzeit ausgeben, sofern er beteuert, dass es ihm beim besten Willen nicht möglich war, auf die läppischen 200 Gramm tierischer Produkte zu verzichten. Warum sollte ein solcher Mensch moralisch schlechter dastehen als ein Tierrechtler, der zwei Handys und drei Laptops hat, Biosprit tankt und in der Weltgeschichte herumjettet?

Es gibt nicht nur keine zu 100 Prozent vegane Lebensweise. Die vegane Lebensweise ist als solche hundertprozentig ein Phantom.

http://www.berliner-zeitung.de/gesundheit/veganer-in-berlin-warum-veganes-leben-unsinn-ist-22396672

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Kommentar von xHAWKBITx
18.11.2016, 12:26

Es ist der Sinn Tierleid in Sachen Tierhaltung zu reduzieren und nicht zu unterstützen. Tiere nicht sterben zu lassen um sie auf dem eigenen Teller vorzufinden.

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