Frage von Andymia, 116

Sinn des Lebens, wofür lebt man?

Ich bin 20 Jahre alt und Frage mich schon seit mehreren Jahren nach dem Sinn des Lebens. Mir wird oft alles zu viel. Der Stress der Ausbildung, der Leistungsdruck, das aggressive Verhalten mancher Menschen oder Kälte (ich bin ein Mensch der sehr schnell friert). In solchen Momenten frage ich mich, warum ich mir dieses Leid eigentlich antue. Sicher ich erlebe auch viele schöne Momente, ich hab einen Freund und eine tolle Familie. Aber am Ende sterben wir doch ohnehin alle. Ich denke oft ich bin verrückt, dass ich alles immer hinterfrage und nicht einfach lebe. Oft sogar, dass ich die einzige bin die so denkt. Aber ich kann meine Gedanken auch nicht ausschalten. Deshalb würde ich gerne mal die Meinung von anderen wissen. Denkt ihr auch so? Worin seht ihr den Sinn, was hält euch daran weiter zu leben, obwohl ihr wisst, dass ihr so und so sterben werdet? LG und danke schon mal für alle Antworten

Antwort
von Enzylexikon, 31

Ich persönlich bin der Meinung, dass das Leben keinen vorher festgelegten Sinn hat, sondern wir selbst ihm diesen Sinn geben können.

Ich persönlich bin der Meinung, dass das Leben keinen vorher
festgelegten Sinn hat, sondern wir selbst ihm diesen Sinn geben können.

Dieser Lebenssinn muss nicht religiös motiviert sein - die Menschen haben verschiedene Möglichkeiten gefunden, ihr Leben "sinnvoll" zu gestalten.

https://www.gutefrage.net/frage/wo-kriegen-die-leute-heutzutage-den-sinn-des-leb...

Ich bin Buddhist und habe beschlossen, so offen wie möglich für alle Erfahrungen zu sein, egal ob sie positiv oder negativ sein mögen.

Durch diese Offenheit lerne ich mich selbst besser kennen und entwickele damit auch ein besseres Verständnis für andere Menschen.

So erkenne ich meine eigenen Stärken und Schwächen besser und es fällt mir leichter, jeweils das passende in der richtigen Situation zu tun.

Wenn ich während dieses Lebens möglichst wenig Wesen Leiden zufüge und möglicherweise sogar helfen konnte, ist das  für mich positiv.

Enttäuscht werden kann nur, wer Erwartungen an das Leben stellt. Hört man auf, gegen den Strom des Lebens zu schwimmen und sich weiter selbst zu belügen, dann ist das eine sehr befreiende Erfahrung.

Offen sein, ehrlich sein, in sich blicken (und niemanden finden) - mehr braucht es für mich nicht.

Antwort
von Pusteblume8146, 31

Ich glaube, Jeder muss sich dafür seine eigene Antwort suchen. Keiner weiß, was danach kommt und jeder sieht etwas Anderes als Faktoren, die ihn im Leben antreiben.

Wenn du dich fragst "Warum das alles?" kannst du dich auch fragen "Warum nicht das alles?" ;) Sicher gibt es weniger schöne Seiten am Leben, aber wie du schon sagst auch gute. Und man sollte einfach mehr an das denken, was einen glücklich macht und was das Leben schön macht. Ich denke schon auch ab und zu darüber nach, was danach wohl kommt - unnormal ist dein Gedanke sicher nicht. Aber man sollte sich auch nicht "zerdenken", denn dann verpasst man jede Menge Leichtigkeit und schöne Momente im Leben.

Frage dich doch mal, was du als alter Mensch gerne von dir und deinem Leben sagen würdest. Was ist dir wichtig?

Mir persönlich ist es wichtig, ein nach meinem Ermessen "guter" Mensch zu sein, etwas Schönes zu hinterlassen. Perfekt will ich nicht sein, aber mich eben bemühen, gut mit meinen Mitmenschen umzugehen. Das gibt mir ein gutes Gefühl und das ist es auch, was ich will, was später einmal meine Nachkommen über mich sagen.

Antwort
von xMirage95, 42

Also zunächst mal, du bist da ganz sicher nicht die Einzige. :D

Ich habe früher auch sehr viel darüber nachgedacht und es hat mich wirklich deprimiert festzustellen, dass alles vergänglich ist. Die Leute in meinem Umfeld, ich, Gefühle, alles, es kommt und geht und nichts bleibt. Hm, ja. Dann fragt man sich nach dem Sinn und ganz ehrlich, ich weiß es nicht. Vielleicht ist alles vergänglich, weil sich sonst nie was weiterentwickeln könnte. Wer weiß. Stagnation ist schlimmer als Bewegung, oder nicht?

Aber so oder so: Wenn wir tot sind, bekommen wir eh nichts mehr mit, Ende. Von daher kann dir deine eigene Vergänglichkeit schon mal egal sein. Was die deiner Mitmenschen angeht bleibt dir eigentlich nichts anderes übrig als diese Naturgesetze zu akzeptieren. Und auch das geht, wenn man bedenkt: Die anderen bekommen von ihrer eigenen Vergänglichkeit auch nichts mit.

Das Leben bietet viele Möglichkeiten und meistens nutzen wir sie gar nicht richtig. Versuch die Neugierde an all dem zu finden, was du noch entdecken kannst. Verschenk die Zeit nicht, die du hast, denn für dich wird deine Lebenszeit das Einzige sein, was wirklich "existiert". Insofern ist gefühlt eigentlich doch nicht alles zu vergänglich, wie es immer scheint.

Es gibt genug gute Dinge. Meistens sind wir nur zu resigniert, um stets nach neuen Sachen Ausschau zu halten. :D

Antwort
von Wupbanz, 28

Hey :)

ich denke, diese Frage ist nicht nur normal, sondern auch wichtig. Viele sagen, den Sinn des Lebens muss jeder selber finden.

Vielleicht hier kurz mein eigener Ansatz:

Für mich ist der Sinn des Lebens, oder nenn es vielleicht der Wert des Lebens im Leben selber. Du hast vermutlich nur dieses eine Leben, wie lange du tot bist: man weiß es nicht genau... vermutlich aber viiel länger...

Von daher ist das Lebens extrem wertvoll. Das Leben definiert sich, wenn ich diesen rationalen Ansatz einmal wagen darf, vor allem über verschiedene Faktoren. 1. Zeit. Wie gesagt, hast du nur ein Leben und das ist zeitlich begrenzt, die Länge spielt eine Rolle.. 2. Was machst du in dieser Zeit, also solltest du versuchen, dass du möglichst etwas machst, dass du als sinnvoll erarchtest und sie nicht verschwendest. Was das ist: Sachen unternehmen, dich weiterbilden, anderen helfen, Spaß haben, entspannen... es gibt hier viel...3. um diese Aktivitäten zu ermöglichen brauchst du etwas: Geld, Freunde, evtl Familie, .... (nach meiner Theorie kommt Geld also an 3ter Stelle, allerdings kann Geld Zeit schaffen, oder die Gesamtzeit verlängern: Geld für den Arzt, Geld für gesunde Ernährung...) Geld ist also nicht unnütz, aber wird kontraproduktiv, wenn die Anhäufung von Geld dir Zeit stiehlt und du keine sinnvollen Aktivitäten machst (du arbeitest um mehr Geld zu verdienen z.B: es macht dir kein Spaß, aber du willst unbedingt mehr Geld, obwohl du es nicht zum Leben brauchst und auch nicht ausgiebst)...

Wichtig für mich ist dann noch die Moral, also dass ich mit mir gut klarkomme etc.. das alles macht es dann sinnvoll. Wenn ich mit mir selbst nicht im reinen bin, kann ich andere Sachen die ich tue nichtmehr so genießen, das heißt das Leben verliert für mich an Qualität.

Einen Spruch fand ich mal schön: Wenn man ganz unten ist, führt der einzige Weg den es gibt nach oben. Daran mag man sich nicht erinnern, wenn es einem seehr schlecht geht, aber manchmal sehe ich so, dass es auch einen Weg nach unten gibt, und ich mich glücklich hier schätzen kann...

Antwort
von Rabenfederchen, 31

Ich kenne das und hab oft in meinem Leben so gedacht. 

Wenn man den Sinn des Lebens, zumindest in meinen Augen, auf alle lebenden Wesen definiert. Ist es Überleben, einen Partner finden und sich fortpflanzen, damit die eigene Art erhalten bleibt.

Bei den Menschen ist das weniger leicht, da wir anspruchsvoller sind, aber das hat Gründe. Geld, Gefühle, Macht, Besitz. 

Ich finde jeder muss seinen eigenen Sinn zu leben finden, aber immer mit dem Motto. Das Leben kann jeden Tag vorbei sein, also genieße jeden.

Mein Sinn ist es zum Beispiel meine Familie am Laufen zu halten, einen tollen Freund habe ich und ich hoffe sehr, es ist der Letzte. Ich lebe mein Leben, um mir den Traum einer eigenen Familie, Köln, eigenes Buch und viele Orte gesehen zu haben. 

Denk einfach mal für dich nach. Was sind deine Träume und Ziele? Wie kannst du glücklich sein? Was willst du unbedingt gemacht haben? Was ist dir wichtig?

Antwort
von NurZurSache, 26

Der Tod ist das letzte Stück fehlende Freiheit.
Die Menschen können oft mit ihrer "Freiheit" nicht umgehen und gehen immer noch mehr feste Bindungen (Vereine, Besitzum, Bekanntschaften, Freundschaften, Hobbies usw.) ein. Sie merken wohl gar nicht, daß ihre Freizeit ein hohes gut ist!? Warum Hinterfragt man nicht täglich seine Prioritäten, und löst sich nicht, von denen die einem auf Dauer nicht gut tun? Wer kennt sich schon wirklich selber? Ich meine nicht die eigenen vielen festen Bindungen. Man läßt sein leben vom Tv Programm und anderen Bestimmen!? Fällt der Strom aus, bricht die Welt zusammen!?
Wer ist in der Lage, sich um zu schaun, um zu sehen, wo und wie kann man einfach "nur" Freude haben ohne anderen zu Schaden? Bald ein jeder will mehr mehr haben. Was leider zu Folge hat, daß andere weniger bekommen müssen. Als wären nicht schon genug Herausforderungen, ohne dem auf der Welt?!
Der wahre Reichtum liegt in der Armut der Bedürfnisse?!
Wissen wird immer begrenzt sein! Wer ausschließlich aufgrund von Wissen handelt, wird höchst wahrscheinlich unvollständig handeln. Handle ausschließlich aufgrund von Aktuellen Fakten?! Fakten bekommt man durch vorurteilsfreies beobachten ohne diese zu beurteilen. Denken verzerrt nur all zu leicht die Fakten! Hinterfrage jeden Sprecher, besonders die vor oder nach dem Sprechen, lhre Hand aufhalten&aufgrund ihrer Aussage Gewinn haben könnten. Hinterfrage aber auch immer dabei, deine bisherige Meinung, nur so kannst du Deine wirkliche eigene Meinung heraus finden. Allein was man über Dritte, hört, sieht, oder liest, sind nicht zwingend Fakten! ALLES was 1 Ursache hat kann beendet werden, jedoch auf Dauer nur an der Ursache. Die Veränderung beginnt in einem selbst! Menschen die sich von den Bildern, die andere&man selber im seinem Kopf projektiert, steuern lassen, sind (selbst)manipuliert! Gestalte deine Bilder ausschließlich mit aktuellen Fakten!?
Nur wer ohne feste Bindungen ist, kann wirklich frei leben&sich selber sein! Wer seinen wirklichen eigenen Weg geht, wird auch seinem Glück nicht ausweichen können. Jeder ist des Goldes eigener Schmied!?
Akzeptire das unabänderbare und ändere deine Gegenwart und LEBE!?

Antwort
von dfllothar, 24

Wenn du am Leben keinen Sinn findest, warum willst du dann dennoch weiterleben ? Weil in dir weiterhin die Hoffnung besteht, daß es für doch einen Sinn hat, kommst halt im Moment nicht drauf. Den Sinn findest du schon im weiteren Leben, wo du mal gefordert bist und andere deine Hilfe brauchen.

Also, lebe dein Leben und denke daran, du bist nicht allein, andere sind ja auch für dich da.

Antwort
von thorundloki, 37

Ich persönlich glaube, dass der sinnvollste Sinn ist, die meiste Zeit glücklich und zufrieden zu sein.

Für einige bedeutet dies Geld, Haus und Familie, für andere Reisen oder Sport und wieder andere sind vielleicht glücklich und zufrieden, wenn sie einfach in Ruhe vor sich hinbrummeln können..

Egal was dich glücklich und zufrieden macht - richte dein Leben danach und nicht nach dem, was andere von dir erwarten. Es geht immer! Kein Leben ist lebensunwert :)

Antwort
von nowka20, 3

Wenn ich einen Vergleich gebrauchen darf, so möchte ich sagen: Stellen wir uns einen Menschen vor, der der Anlage nach mit dem größten Wohlwollen für die Mitmenschen ausgestattet ist, einen ganz freigebigen Menschen, der aber ganz arm ist und deshalb nicht in der Lage ist, von dieser seiner mildtätigen Anlage Gebrauch zu machen. So ist auch der menschliche Charakter seiner Anlage nach ein im höchsten Grade vollendeter; der Mensch kann aber noch keinen wirklichen Gebrauch davon machen. Nun stellen wir uns vor, dieser Mensch zieht in ein noch unbebautes, fernes Land und versucht, es produktiv zu machen; er erzeugt durch harte Arbeit dort so viel, daß er sich nun die Mittel erwirbt, die er, wenn er zurückkommt in sein ursprüngliches Land, nun seinen Mitmenschen zugutekommen lassen kann. Nun kann er das ausführen, was als Anlage der Freigebigkeit in ihm enthalten war.
Die Anlagen zu sieben solcher Tugenden liegen im Menschen bei seiner ersten Verkörperung. Nach Millionen von Jahren wird er wieder hinausziehen aus seiner Erdenpilgerschaft, und diese Anlagen werden dann zu Tugenden ausgebildet sein. Er wird dann diese Fähigkeiten verwenden können in einer zukünftigen planetarischen Entwicklung. Diese sieben Tugenden sind:

1. Gerechtigkeit
2. Urteilsenthaltsamkeit
3. Starkmut
4. Klugheit

Das sind die vier niederen Tugenden. Die Klugheit faßt alles das zusammen, was uns befähigt, über unsere irdischen Verhältnisse ein Urteil zu fällen und dadurch selbst einzugreifen in den Gang der irdischen Verhältnisse. Durch das Sich-Erarbeiten dieser Fähigkeiten gewinnt der Mensch die Kraft, durch die er kraftvoll und führend in die Welt eingreifen kann.
Die drei höheren Tugenden sind:

Glaube
Hoffnung
Liebe.

Goethe hat es ausgedrückt mit den Worten: «Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis». Wenn der Mensch in allem, was er sehen und hören kann, nur ein Sinnbild sieht für ein Ewiges, das es ausdrückt, dann hat er den «Glauben». Das ist die erste der drei höheren Tugenden. Die zweite ist, ein Gefühl dafür zu entwickeln, daß der Mensch nie auf dem Punkte stehenbleiben soll, auf dem er steht, ein Gefühl dafür, daß wir heute Menschen der fünften Rasse sind, später aber uns höherentwickeln werden. Das ist die Hoffnung. Wir haben also den Glauben an das Ewige, und dann das Vertrauen, die Hoffnung auf die höhere Entwicklung. Die letzte Tugend ist die, welche als letztes Ziel unseres Kosmos auszubilden ist, es ist die Liebe. Deshalb nennen wir auch unsere Erde den «Kosmos der Liebe». Was wir in uns entwickeln müssen, indem wir der Erde angehören, das ist die Liebe, und wenn wir unsere Erdenpilgerschaft vollendet haben werden, dann wird die Erde ein Kosmos der Liebe sein. Die Liebe wird dann eine selbstverständliche Kraft aller menschlichen Wesen sein. Sie wird mit einer solchen Selbstverständlichkeit auftreten, wie beim Magneten die magnetische Kraft der Anziehung und Abstoßung selbstverständlich ist. (GA 088:aus dem Vortrag vom 12.02.1902 von R. Steiner)

Antwort
von conceptart, 30

Hi, diese Gedanken hat, wird haben oder hatte sicher jeder schon einmal. Ich habe aber aufgehört nach dem Sinn zu fragen, und mir selbst Dinge gesucht, die mich persönlich so sehr antreiben, dass es Sinn für mich macht weiterzumachen. Wenn ich Tiefpunkte hatte, war es meist ein Zeichen, dass ich was in meinem Leben ändern will. Oft will hat man nicht genug vom Leben allgemein, sondern nur von dem Leben, das man gerade hat. Da hat man viel selbst in der Hand. Was mich aber dennoch motiviert: Wenn ich doch schon lebe, und weiß, dass ich auch irgendwann sterbe, kann ich doch was draus machen. Ich will nicht einfach rumsitzen und abwarten. Das ist für mich wie auf einem Spielplatz, wo ich nur auf der Schaukel rumhocke und schaue. Dabei bieten sich mir viele Möglichkeiten. Und außerdem, gibt es einige Menschen, die gar nicht so leben können wie ich: Manche können nicht laufen, verbringen das Leben im Krankenhaus, haben ein schlechtes Umfeld. All diese Dinge sind mir nicht widerfahren und ich schätze das. Wenn ich was erleben will, brauche ich "nur" aufzustehen und aus der Tür zu gehen. Und muss keine Sauerstoffflasche mit mir rumtragen, auf die ich angewiesen bin. Und ein letzter Punkt: Vielleicht sollte man einfach mal sein Gehirn irgnorieren, dass gern für alles eine Erklärung hätte und einfach Leben. Natürlich kann ich auch Grübeln und mich über die schlechte Welt aufregen. Aber dadurch ändert sich auch nichts, außer man handelt und die Welt wird sich dadurch auch nicht schlagartig ändern. Ich übe mich eher in Akzeptanz. Akzeptiere, dass einige Dinge einfach so sind wie sie sind. Einige kann ich beeinflussen, die anderen werden immer so bleiben. Als Mensch will ich mich nicht immer so wichtig nehmen, im Endeffekt bin ich eines von vielen Lebewesen, die sich miteinander die Erde teilen. Ich bin ein Teil von dem Spiel namens Leben und ich kann entweder die Regeln akzeptieren und was Interessantes draus machen oder eben ich warte, bis es vorbei ist und hab vielleicht was verpasst, was mir gefallen hätte. Das ist für mich allein schon ein Anreiz, weiterzumachen. LG

Antwort
von Philipp59, 5

Hallo Andymia,

viele haben heutzutage genauso wie Du das Empfinden, dass es bedrückend ist, keinen Sinn im Leben erkennen zu können. Wem es jedoch gelingt, ihn zu finden, der ist besser in der Lage, sein Leben zu meistern. Ein Überlebender des Holocaust, der Neurologe Viktor E. Frankl, schrieb einmal bzgl. der Frage nach dem Lebenssinn: "Ich wage zu sagen, dass es nichts in der Welt gibt, was jemandem sogar unter den schlimmsten Verhältnissen so viel Überlebenshilfe geben kann, wie der Gedanke, dass es einen Sinn im Leben gibt."

Die Frage nach dem Sinn unseres Lebens wird in der Bibel zufriedenstellend beantwortet. "Warum aber ausgerechnet in der Bibel?", magst Du fragen. Nun, wer könnte uns denn besser sagen, wie das Leben "funktioniert" als der, von dem alles Leben stammt und der unser geniales Gehirn - übrigens das komplizierteste und komplexeste Gebilde im Universum - erdacht und erschaffen hat? Was sagt denn die Bibel darüber?

Der berühmte König Salomo, der über sämtliche materiellen Güter der damaligen Zeit verfügte und die Freuden des Lebens in vollen Zügen genoss, stellte jedoch fest, dass ihn das nicht wirklich befriedigte. Was dem Leben einen echten Sinn gibt, brachte er einmal mit folgenden Worten auf den Punkt: "Der Abschluss der Sache, nachdem man alles gehört hat, ist: Fürchte den [wahren] Gott, und halte seine Gebote. Denn das ist des Menschen ganze [Pflicht]" (Prediger, Kapitel 12, Vers 13). Gott zu "fürchten" hat aber nichts mit Angst vor Strafe zu tun. Es geht vielmehr um den Wunsch, nichts zu tun, was Gott enttäuschen oder verletzen würde. Und es geht darum, Gott kennen und lieben zu lernen und seinen Willen zu tun. Wem das gelingt, der hat den eigentlichen Sinn unseres Lebens bereits gefunden!

Wenn man sich näher mit der Bibel beschäftigt, wird man feststellen, dass die darin vermittelten Leitlinien die Lebensqualität und die Zufriedenheit enorm verbessern. Möglichst viel über unseren Schöpfer zu erfahren und eine Freundschaft zu ihm aufzubauen, ist jedoch das Wichtigste. Die Bibel lädt uns gemäß Jakobus, Kapitel 4, Vers 8 ein: " Naht euch Gott, und er wird sich euch nahen." Nimmt man diese Einladung an, dann bekommt das Leben eine völlig neue Bedeutung und man wird sich über den Sinn seines Daseins besser bewusst.

Jesus Christus, der genau wusste, was sein Lebenssinn war, sagt einmal: " Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege. Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist, hört auf meine Stimme“ (Johannes 18:36). Als er hier auf Erden war, setzte er sich dafür ein, anderen die Wahrheit über Gott und sein Vorhaben zu lehren. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Wenn man sich Jesus als Vorbild nimmt und in seine Fußstapfen tritt, verspürt man einen echten Sinn im Leben. Jesus lehrte außerdem noch etwas sehr Wichtiges, das mit dem Sinn des Lebens zu tun hat: Er sagte, wir könnten nur dann glücklich sein, wenn wir uns unserer "geistigen Bedürfnisse" bewusst sind. (siehe Matthäus, Kapitel 5, Vers 3). Was ist mit diesen "geistigen Bedürfnissen" gemeint?

Der Psychologe, Dr. Kevin S. Seybold, sprach einmal in diesem Zusammenhang von einem "ureigenen Drang des Menschen, etwas anzubeten". Besonders in den letzten Jahren haben verschiedene Wissenschaftler festgestellt, dass der Mensch von Natur aus nach einem tieferen Sinn im Leben verlangt. Bedürfnisse in dieser Hinsicht können nur dadurch gestillt werden, dass man Gott und seinen Sohn Jesus Christus durch sein Wort, die Bibel, genau kennenlernt (siehe z.B. Johannes, Kapitel 17, Vers 3). Wenn man Gott nicht kennt, mögen sich ähnliche Gefühle einstellen wie bei einem Kind, das nicht weiß, wer sein leiblicher Vater oder seine leibliche Mutter ist. Kommt es sich nicht irgendwie verloren vor? Gott braucht für uns aber keine Unbekannter bleiben, denn er hat sich uns in seinem geschriebenen Wort, der Bibel, auf ganz besondere Weise offenbart. Er stellt sich uns dort als ein liebevoller Vater vor, der an seinen "Kindern" großes Interesse hat und sehr um ihr Wohl besorgt ist.

Jesus lehrte außerdem, dass unser Leben dadurch weitaus sinnvoller wird, dass wir nicht nur für die eigenen Interessen und Wünsche leben, sondern auch für andere da sind und ihnen Gutes tun. Vielleicht ist in diesem Zusammenhang folgendes Bibelwort bekannt, das da lautet: "Beglückender ist Geben als Empfangen (Apostelgeschichte 20:35). Kennst Du nicht auch das Gefühl, das über einen kommt, wenn man sieht, wie der andere sich über ein Geschenk, das man ihm gemacht hat, freut? Oder wie ist es, wenn man jemandem, der in Not ist geholfen hat? Erfüllt einen das nicht mit tiefer Befriedigung?

Die Sache mit dem Sinn des Lebens lässt sich auch folgendermaßen veranschaulichen: Ein kompliziertes Gerät, beispielsweise ein Computer, funktioniert nur dann einwandfrei, wenn man ihn gemäß den Herstellerangaben bedient. In ähnlicher Weise können wir Menschen auch nur dann geistigen, physischen, psychischen oder emotionellen Schaden vermeiden, wenn wir so leben, wie es unser Schöpfer vorgesehen hat. Da es jedoch die Menschen im allgemeinen versäumen, in die "Gebrauchsanleitung", sprich die Bibel, hineinzuschauen, scheitern sie auf ganzer Länge und sind unglücklich, innerlich leer und unzufrieden.

Aus der Bibel kann man so viel Schönes und Gutes erfahren, dass es sich einfach lohnt, sich näher mit ihr zu befassen. Mich begeistern vor allem die Verheißungen eines künftigen Paradieses, in der alle Menschen glücklich sind und es weder körperliche noch psychische Krankheiten mehr geben wird. Die Bibel nennt es das "wirkliche Leben" (1. Timotheus 6:19). Zu schön, um wahr zu sein? Ganz sicher nicht, denn die Bibel hat sich in jeder Hinsicht als zuverlässig und wahr erwiesen. Vor allem ihre Voraussagen sind stets mit höchster Präzision in Erfüllung gegangen, so dass man absolut sicher sein kann, dass sich auch die Vorhersagen, die sich um unsere Zukunft drehen, erfüllen werden. Ein genauerer Blick in die Bibel ist also wirklich sehr lohnenswert!

LG Philipp

Antwort
von MrHuman, 21

Dein Sinn deines Lebens kann von uns keiner erraten, den musst du ihm geben!

Lebe einfach, sterben tun wir alle früh genug, davor macht man aber noch sein Ding und "lebt sein Leben"... Es gibt gute und schlechte Zeiten, aber die Erinnerungen kann einem keiner nehmen

Antwort
von ProZerger, 3

frag ich mich auch manchmal, bin da recht nihilistisch eingestellt; kompensiere das aber mit einigen "Grundpfeilern" des Hedonismus. 

Das Leben hat keinen Sinn, man lebt nicht auf verschiedenen Wegen auf etwas hin um dann am Ende wie in einem Spiel gewonnen zu haben. Jede Person muss sich seine Existenz selbst "begründen". Wenn du magst kannst du dir mal "Wege zum Glück" von Epikur durchlesen, ist kompakt und öffnet dir eine nützliche Sichtweise.

Antwort
von MindFlower, 43

Man lebt weil es schlicht und ergreifend nichts anderes zu tun gibt. Ansonsten gibt es keinen wirklichen Sinn und jeden Sinn, den es nur geben kann. Denn Sinn ist etwas, was der Beobachter in die Welt hineininterpretiert. 

Und du kannst alles mögliche hineininterpretieren und somit dich selbst interpretieren. 

Kommentar von dfllothar ,

Mein Gott, man lebt also nur einfach so für sich hin, weil man ja nichts dafür kann, daß man geboren ist und so halt jetzt auf der Welt ist ? Für mich hat´s keinen Sinn, dir " MindFlower" , auf deine so supergescheite Antwort  eine weitere Antwort zu geben.

Kommentar von MindFlower ,

Eine wundervolle Antwort von dir.

Du hast dir selbst einen Sinn gegeben, dich dazu entschieden anders zu sein und dich somit selbst interpretiert. Du hörst nicht auf mein Antwort sondern gibst der Welt deine Antwort. 

Schon das allein ist es Wert, gefeiert zu werden.

Allerdings empfehle ich dir in Zukunft, dich nicht so sehr runterziehen zu lassen. Es reicht aus darauf zu verzichten. 

Du musst nicht gegen mich ankämpfen, mich verteufeln um somit selbst zum Teufel zu werden. 

Ich war niemals wirklich dein Feind, obgleich ich so oft wie du es möchtest zum Feind werden würde, wenn es dein Wunsch ist. 

.

Denn ich liebe dich :) 

Kommentar von dfllothar ,

Lieber " MindFlower", dein Kommentar ist mir zu hoch, ich kann ihm leider nicht geistig folgen. Ich bin nur ein einfacher Mensch mit natürlichen Verstand und auch höherer Schulbildung, bin mittlerweile schon 77 und habe in meinem ganzen Leben noch nie eine Sinnlosigkeit  empfunden. Vor allem, weil ich vielen Menschen, Kindern und Jugendlichen, immer eine willkommene Hilfe sein konnte.

Manche Jugendliche wünschen mir noch ein hohes Alter zu erleben, weil ich ihnen hin und wieder nützlich sein kann.

Der Sinn in meinem Leben liegt an meinem stets bereitwilligen Engagement für andere dazusein mit meinem Wissen und meiner Hilfsbereitschaft, was mich letztlich auch glücklich macht.

Kommentar von dfllothar ,

Wie kommst du zu dieser so seltsam "hochgeistigen" Auslegung des Sinnes über das Leben ? Stammt das möglicherweise aus deiner Doktor-Arbeit ? Siehst du eigentlich einen Sinn im Bestehen des Forums GT.net ? Wenn doch, dann beantworte bitte die Fragestellungen allgemeinverständlich und als effektiv wirksame Hilfeleistung für den Fragenden.

Kommentar von MindFlower ,

Mein Antwort lautet es gibt keine richtige Antwort auf das Leben. 

Es gibt nur deine Antwort auf das Leben. Also was soll ich dazu sagen. Ich könnte meinen Sinn schreiben, was ich darin erkenne aber würde es nicht weniger richtig oder falsch sein als jeder x-Beliebiger Sinn. 

Tatsächlich habe ich sehr viele Sinne im Leben, und keines gleicht dem anderen Sinn. Das Begründet sich darin, dass mein Bewusstsein auf jede Sekunde ein neues ist, und mehr oder weniger niemals das Selbe sein kann.

So könnte ich ebenfalls meinen Sinn ändern so oft ich möchte, und so könnte ich dem Leben jeden Sinn geben, zu dem ich im Stande bin. Obgleich ich nicht alles ausprobieren würde.

Nur weil ich denke das Leben hat einen Sinn, muss es nicht zwangsweise so sein. Das gilt für jeden Gedanken. Mit dem Denken das Leben einen Sinn zu geben verändert man nicht das Leben wie es ist. Man verändert sich selbst in Bezug zum Leben. 

.

Wer glaubt daran, das jenes richtig oder falsch ist. Wer sieht im Leben etwas? Und wer leugnet im Leben etwas? Und trotz dem, nicht bei jedem wird die Antwort Ich sein. 

Der Sinn ist keine Statische und für alle zutreffende Antwort, obgleich man seine Antwort auf die Welt reflektieren kann. 

Der Sinn beschreibt, wie du dir selbst auf der Welt einen Platz gibst. Und so würde ich schreiben, dass ein guter Sinn ein guter Platz ist, wo man sich wohl fühlen kann. 

.

Du siehst, ich möchte hier nicht recht haben. Ich möchte vermitteln das du jeden Sinn annehmen kannst den du willst, und er nicht mehr oder weniger ist. Es sei denn du interpretierst es als solches :)

Antwort
von MrRomanticGuy, 7

Freude und Glück ist der Sinn des Lebens, wenn man die nicht mehr hat macht man Suizid. Wirklich Sinn macht Freude und Glück zwar auch nicht, macht das Leben aber erträglich. ^^

Antwort
von KarlKlammer, 24

Die Antwort auf deine Frage lautet 42.

https://de.wikipedia.org/wiki/42_%28Antwort%29

Im Ernst: Villeicht besteht der Sinn einfach in dem Versuch den Sinn zu ergründen.

Antwort
von Konzulweyer, 27

Ich habe schon einige Schicksalsschläge hinter mir. Meine Mutter sagte zu mir als sie todkrank war und ich nicht mehr wollte, daß mein Leben doch weiter gehen würde. Diese Worte haben sich bei mir eingeprägt, daß mich nichts mehr umhauen kann.

Antwort
von Naydoult, 14

Wären alle Taten sinnvoll wenn man ewig lebt? Es ist verrückt einfach so zu leben und nichts zu hinterfragen. Hinterfrage Deine ganze Existenz und das System indem Du lebst. Erkenntnisse gewinnst Du aber nicht indem Dir anderen sagen was die Wahrheit ist. Diese Menschen haben höchstwahrscheinlich Unrecht, das muss jedoch nichts schlechtes sein. Es ist aber gut mit möglichst verschiedenen Menschen zu sprechen, das erweitert mit unter den Horizont. Das Leben hat keine Gebrauchsanweisung, man muss alles selbst herausfinden.

Zu sagen man stirbt ja sowieso, ist wohl das Argument womit alles schön geredet werden kann. Selbstverständlich wird jeder einmal sterben, aber woher willst Du wissen das Deine Existenz sinnlos ist? Das einzige was Du weißt ist, das Du nämlich nicht weißt was der Sinn von Dir und den anderen ist.

Lebensqualität oder Freiheit.





Antwort
von BAAAAILEY, 2

Für mich ist der Sinn des Lebens Spaß zu haben :)
& Dinge tun die mich glücklich machen.

Antwort
von derMannohnePlan, 14

Ich empfehle dir 15€ zu investieren und folgendes Buch zu lesen:

http://www.kritisches-netzwerk.de/forum/einbruch-die-freiheit-jiddu-krishnamurti

Antwort
von marinchen65, 16

hi !   als glaeubiger christ moechte ich dir sagen, dass wir fuer ewigkeiten geschaffen sind und uns waehrend unseres daseins fuer oder gegen gott, JHWH (= JEHOVAH), entscheiden duerfen.  seit ich christ bin, habe ich eine zukunftsperspektive, vorher ging es mir aehnlich wie dir.

mara natha!    jurgen

Kommentar von Naydoult ,

Egal wie überzeugt Du von Deinen subjektiven Ansichten bist, das ändert nichts daran das Du akzeptieren musst das alles anders sein könnte und nicht jeder dies so sieht. Dies kannst Du dennoch verneinen, dazu hast Du Dein gutes Recht.

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