Frage von Jersey11, 42

Sind Zentralverbände vergleichbar mit Lobbyisten?

50 Migrantenverbände haben dieses "Positionspapier" unterschrieben, nun habe ich mich etwas näher mit diesen Verbänden auseinandergesetzt. Die haben teilweise eine Handvoll Mitglieder. Der größte Verband ist der "Zentralrat der Muslime" mit geschätzten 20.000 Mitgliedern Deutschlandweit. Aber auch das ist nichts bei einer Anzahl von um die 4-5 Millionen Muslime in Deutschland. Wie kommen die nun auf die Idee, die sprechen für den Großteil der Migranten?

Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-11/integration-integrationsgi...

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 8

Hallo!

Aus meiner Sicht geht es in die selbe Richtung. Alle "Interessenverbände" oder auch alle Gremien, in denen das Wort "...rat" drinsteckt, sind politischer als sie es selbst jemals zugeben würden. Ihre Kompetenzen sind in der Regel kleiner, als sie es sich attestieren, dafür mischen sie sich gern in alles ein & erreichen somit auch, dass man ihnen zuhört.

Das geht runter bis in kommunale Ebenen. Beispiel: Eine "Interessengruppe", die hier bei uns in der Gegend jahrelang den Bau eines zwei Kilometer langen (!) Radwegs zu einem Badesee zu erreichen versuchte, drückte es letzten Endes doch durch, weil die Gemeinde irgendwann keine Lust mehr hatte, sich dauerndes Gequengel anhören zu müssen. Resultat: Der Radweg wird kaum benutzt^^

Antwort
von Jona29, 9

Weil es niemand sonst tut und die Politik gerne einen "Ansprechpartner" hat ist das so.

Anders funktioniert es auch nur schwerlich.

Das ist schon auch ok so sofern man das eben richtig einordnet.

Die Regierungsparteien sprechen ja auch nicht für alle Wähler und tun es doch irgendwie weil das System eben so ausgelegt ist.

Antwort
von uncledolan, 9

Ich zitiere mal meine Antwort aus einer ähnlichen Frage über das gleiche "Positionspapier":

In der Politik geht es allerdings um das Suchen von Kompromissen, mit denen alle halbwegs leben können, also muss ein vernünftiges Maß gefunden werden, mit dem diese Verbände bei der Entscheidungsfindung berücksichtigt werden. Dass sie einen Katalog einreichen, bedeutet zunächst einmal nichts, damit stellen sie nur ihre Sicht auf die Dinge dar. Es liegt an der Politik, die richtigen Entscheidungen zu finden. Wie du weißt, ist die Flüchtlingsproblematik keine kleine, sondern eher (zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung) eine große Krise. Dementsprechend wollen Entscheidungen besonders gut durchdacht sein und jeweils auch auf Wirkung auf die verschiedenen Gruppen und die Öffentlichkeit geprüft sein. Die Sicht und Probleme der Flüchtlinge sind zu berücksichtigender Teil dieses Prozesses der Entscheidungsfindung, und sie sind am ehesten durch diese Integrationsverbände dargestellt.

Vergleiche das mit Gewerkschaftsverbänden, die jedes mal bei
Entscheidungen rund um Arbeitsrecht mitberücksichtigt werden müssen. Dass eine "so kleine Gruppe" dann "so große Forderungen" stellen darf, mag zwar einigen ungerecht erscheinen, aber es ist in der Politik üblich, auch die kleineren Teilmeinungen zu Themen mitanzuhören.

Antwort
von Schlauerfuchs, 7

Ja im weiteren Sinne schon ,sie vertreten viele kleine Verbände als zentraler Dachverbant. 

Gibt den Zentralverband des Handwerks, der Industrie,  des LSV, der Krankenkassen , der Muslime,  der Juden ,des Handels und und und ....

Ist eben die Zetrale Stelle ,wo in Berlin Einfluss auf die Politik nimmt und Lobbyarbeit leistet.

Antwort
von atzef, 8

Nein.

Verbände sind nicht vergleichbar mit Lobbyisten.

Verbände SIND Lobbyisten.

Lobbyismus ist auch nichts schlechtes, sondern schlicht ein Dysphemismus für Interessenvertretung.

Und Klappern gehört für Interessenverbände nunmal zum Grundhandwerk.

So what?

Antwort
von teafferman, 2

Lasse mich mal träumen:

Die Medien berichten so häufig über Volksabstimmung die tatsächlich tagtäglich in diesem Staat stattfindet wie sie über irgendein Ausland berichtet. Als Folge würde bekannt, dass wir tatsächlich schon eine Plattform für die Darstellung von Volkeswille haben. 

Auch der dümmste Mensch könnte dann auf die Idee kommen, zu den unterschiedlichsten Themen eine vergleichbare Diskussionsplattform online zu stellen. Wenn ich den Fachmenschen vom ChaosComputerClub recht folge,, wäre eine solche Plattform schon länger möglich. 

Es bräuchte keine Zentralräte mehr. Alle faulen Ausreden nicht nur dazu würden sich in Luft auflösen. 

ABER

Auch die einheimische Bevölkerung würde ja mitbekommen, dass sie da eine Plattform hätte, wo sie einen eigenen Willen erarbeiten kann. Und diese Plattform womöglich nutzen. 

Ich stelle mir also vor, Artikel 20 Grundgesetz würde auf diese Weise mit Leben gefüllt 

Vollkommen undenkbar für die Nichtsnutze, die wir uns von verfassungsfernen Parteien vorsetzen lassen. 

Wieso verfassungsfern? Na, brauchst nur wenige Artikel weiter lesen, um eine Antwort auf diese Frage zu finden. 

Anders ausgedrückt 

Die von Machtgier und Herrschsucht angetriebenen Subjekte, die wir gewählt haben und bezahlen, weigern sich, andere Verständigungsmöglichkeiten auch nur in Betracht zu ziehen. Sie zwingen also solche Zentralverbände auf. 

Diese sind innerhalb jener Reihen, die sie angeblich vertreten, stark umstritten. Nicht nur bei den Muslimen. - Auch nicht ohne guten Grund bzw. gute Gründe. 

Deine eigentliche Frage:

Ja. Lobbyisten einer Politik a la Schäuble, der als Innenminister davon träumte, auch den Islam wie das einheimische "Christentum" verhuxen zu können. 

Antwort
von joheipo, 7

Positionspapiere sind lediglich Gefasel.

Die Teilhabeansprüche in diesem Wisch werden ja nicht von den diversen Migrantenklüngeln durchgesetzt, sondern dies kann höchstens durch verfassungskonforme, demokratische Prozesse erfolgen.

Außerparlamentarisches Gekläffe dieser Art dient lediglich der Polarisierung, sprich der künstlichen Schaffung von Gegensätzen, die wir nun wirklich nicht brauchen.

Antwort
von 1988Ritter, 6

Was genau hinter den Zentralverbänden steckt, dass ist in der Form nicht klar zu definieren, da die Mitglieder oftmals nicht Massen vertreten, wie zum Beispiel eine Gewerkschaft, aber durch eindeutige Beeinflussungsversuche in die inneren Angelegenheiten der BRD agieren.

Von daher gesehen stellt sich immer die Frage, handelt es sich um die Interessen einer Gruppe, einer Lobby oder gar eines fremden Staates.

Das sogenannte "Impulspapier" lässt in dem Fall vermuten, dass es eine fremdstaaliche Interessensgruppe gibt.

Wenn man dem Impulspapier nachgeben würde, dann wäre dies eine im Grundgesetz manifestierte Auflösung der deutschen Nation zugunsten eines internationalen Sammelbeckens.

Ich persönlich werte das Impulspapier als zivilen und juristischen Angriff gegen die BRD:

Antwort
von hutten52, 4

Tja, 20000 ist gerade mal so viel wie der Deutsche Bocciaverband und ein Zweihundertstel des Deutschen Turnerbundes. Die Islamverbände sind eben clever. Brauchen keine große Organisation, aber können immer Druck ausüben: DIE Muslime wollen ...

Es fiele ihnen schwer, mehr Mitglieder zu finden, denn ihre Klientel meidet Mitgliedsgebühren. Selbst die Moscheegemeinden sagen, dass die meisten nicht beitreten, weil es kostet. 

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