Frage von anthony1, 184

Sind Wissenschafter unreligiös?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von twentyfingaz, 10

Für christliche Wissenschaftler vielleicht ja. Weil im Weltbild der Christen ist Gott ein Weißbärtiger Typ der im Himmel sitzt und seine Hand durch die Wolken herab der Erde zu streckt.. So ungefähr oder ähnliches. Zumindest stellt man sich Gott als ein Wesen vor... Das so ein Gedanke in der Wissenschaft auf Kritik trifft ist nicht verwunderlich.

Anders der Islam. Ein großer Teil der Wissenschaftler die nicht an Gott glauben, glauben dennoch an eine Gewisse Macht die was bewegt oder in Gange gebracht hat. Irgend etwas sagen sie, irgend etwas aber nicht Gott.
Was hat jetzt der Islam damit zu tun?
Folgendes: im Islam ist es Verboten sich Gott vorzustellen. Denn Gott hat kein Aussehen oder einen Körper. Und schon garnicht etwas Menschliches an sich. Gott hat ebenso keinen Platz oder Ort wo er sich befinden könnte. Er hat keinen Platz aber er ist überall.
Theoretisch sprechen die Wissenschaftler von Allah wenn sie sagen sie glauben nicht an Gott aber an irgendeine Macht..

Ich habe auch Verbindungen zwischen Einsteins Theorien und dem Islam gefunden (basierend auf physische Wirkungen der Lichtgeschwindigkeit) welche ich aber hier nicht veröffentlichen möchte.

Aber Fakt ist, während sich die Wissenschaft und die Religion vor 200 Jahren noch entfernter waren als die äußersten gegenüberliegenden Punkte des Universums zueinander, sind sie sich heute so nahe dass man fast daran glauben könnte Religion (Islam) und die Wissenschaft könnten ineinander schmelzen. Und das interessante dabei ist, dass der Koran seit ihrer Existenz bis heute unverändert ist. Also ist es die Wissenschaft die sich der Religion nähert. Der Fortschritt der Wissenschaft beweist immer mehr den Islam... Es geben natürlich noch viele Gegensätze, aber die Punkte die mir aufgefallen sind (und FÜR den Islam sprechen) waren ach mal hochgradige Gegensätze..

Antwort
von Hamburger02, 113

Es gibt zwar Wissenschaftler, die religiöse Äußerungen abgeben, aber die Naturwissenschaftler, die an den Bibelgott glauben, sind in der absoluten Minderheit und eher eine extreme Ausnahme. Wenn Wissenschaftler von religiös oder göttlich reden, meinen sie fast immer etwas pantheistisches und nur extrem selten etwas theistisches.

Antwort
von SibTiger, 76

Auch wenn sie vielleicht einer Religion angehören, ergibt sich schon die Frage, ob sie tatsächlich an die Inhalte der Religion glauben.

Ich kenne schon einige gläubige Naturwissenschaftler. Es sind aber oftmals Pantheisten oder auch Deisten und seltener Menschen, die die Aussagen in bestimmten Offenbarungsbüchern allzu ernst nehmen.

Insbesondere lassen sie ihren möglichen Glauben auch nicht in ihre wissenschaftliche Tätigkeit einfließen. (methodischer Atheismus)

Antwort
von CalicoSkies, 14

Moin,

Du musst hier unterscheiden: Ein Wissenschaftler kann oder kann nicht religiös sein; er muss allerdings - religiös oder nicht - seine persönlichen Ansichten aus seiner wissenschaftlichen Arbeit heraushalten.

Die meisten Naturwissenschaftler schaffen das ohne Probleme - andere haben damit bspw. Schwierigkeiten, wenn sie bspw. verzweifelt versuchen, christliche Lehre zu beweisen (Werner Gitt wäre hier ein gutes Beispiel)

Daher: Ja, ein Wissenschaftler muss bei seiner Arbeit unreligiös sein, da seine persönlichen Ansichten nichts mit seiner Arbeit zu tun haben.

Wenn er bei seiner Arbeit von seiner Religion beeinflusst wird, dann ist er als Naturwissenschaftler falsch.

Lg

Antwort
von claushilbig, 26

Nicht unbedingt - Beispielsweise Georges Lemaître, der "Erfinder" der Urknalltheorie, war zugleich Astrophysiker und katholischer Priester.

Wissenschaft und Religion sind zwei komplett verschiedene Betrachtungsweisen der Welt - sie unterscheiden sich sowohl in ihren Methoden als auch und vor allem in ihrer Fragestellung, insofern müssen sie sich auch nicht gegenseitig ausschließen.

Antwort
von comhb3mpqy, 58

Nicht alle, es gibt gläubige Wissenschaftler. Vielleicht, weil sie glauben, dass diese Welt nicht einfach so entstanden ist, sondern geplant wurde.
Der Mensch, der heute als Begründer der Möglichkeit gilt, dass es den Urknall gab, der war Priester.
Es gibt auch die Meinung, dass für den Urknall ein Eingreifen von Gott nötig ist.

Antwort
von 1988Ritter, 49

Ich kann jetzt nicht für andere christliche Gemeinden sprechen, aber in der orthodoxen Kirche sind viele Wissenschaftler auch religös, sprich orthodox.

Antwort
von RudolfFischer, 29

Ich bin Wissenschaftler und religiös, glaube an einen Gott, der seiner Schöpfung gegenüber als Person auftritt, und erfahre ihn auch so im Alltag.

Meinen Glauben habe ich sehr wohl in meiner beruflichen Tätigkeit berücksichtigt. Zwar nicht in der Interpretation von Forschungsergebnissen (bei denen man ja nur findet, was Gott in die Schöpfung hineingelegt hat), sondern bei der Ausübung. So habe ich die Mitarbeit als Statistiker bei Projekten abgelehnt, die mir ethisch nicht vertretbar, d.h. nicht harmonisch zu den guten Plänen Gottes, schienen.

Ich stelle ferner meine wissenschaftlich erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten so gut ich es verstehe ein, um die "Welt zu verbessern". Zurzeit gebe ich ehrenamtlichen Alphabetisierungsuntericht für Flüchtlinge. 

Wissenschaft wird bei einigen Beiträgern hier übrigens fälschlicherweise mit Naturwissenschaft gleichgesetzt.

Antwort
von dadita, 49

Religiöse Naturwissenschaftler sind die Ausnahme, die meisten sind Atheisten oder Agnostiker.

Religion ist nicht wirklich mit einer naturwissenschaftlichen Weltsicht vereinbar, es gab aber Wissenschaftler welche es verursachten und versuchen. Aber sie stellen eben die Ausnahme dar. 

Antwort
von Viktor1, 34

Ich denke nein.
Wenn man religiös natürlich als "bibelgläubig" oder schriftgläubig definiert, wie es manche hier suggerieren, dann ja.
Was bezeichnest du denn als "religiös" ?
Siehste - man kann solche allgemein gehaltenen Fragen gar nicht beantworten, nur darüber labern - zum Zeitvertreib.

Antwort
von Lennister, 10

Wissenschaftler können religiös sein oder auch nicht. Wobei die Mehrheit der Wissenschaftler allerdings gemäß Umfragen nicht religiös ist. 

Antwort
von Tortuga240, 31

nur weil man nicht Religiös ist, heist das nicht das man nicht Trozdem an Gott glauben kann...

oder muss ich etwa 5 mal am tag beten und darf nix leckeres essen, weil ich sonst nicht würdig bin ?

heißt es nicht gott liebt alle menschen ? auch die schlechten?

ausserdem halten sich die meisten Wissenschaftler für Gott

Antwort
von 20LeE23, 70

Es gibt religiöse und unreligiöse Wissenschaftler.

Die religiösen Wissenschaftler sehen die Wissenschaft als eindeutigen Beweis für den Schöpfer bzw. ihre Religion.

Kommentar von Hamburger02 ,

Das stimmt nicht. Harald Lesch ist überzeugter Protestant, gibt aber selber zu, dass die Wissenschaft keinen Beweis für Gott liefert. Ein Wissenschaftler, der einen Beweis für Gott sieht, ist kein Wissenschaftler, weil ein Wissenschaftler weiß, dass Gott nicht beweisbar ist.

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Hamburger 

Wie sollte das übernatürlich auch mit natürlicher Methode beurteilt werden ? Das ist unmöglich .

Kommentar von 20LeE23 ,

Ich behaupte auch nicht, dass sie versuchen, Gott zu beweisen. Sie sind davon überzeugt, dass Komplexitäten und Zusammenhänge in der Wissenschaft bzw. in der Natur nicht durch Zufall enstehen können. Außerdem kannst du nicht anhand eines Beispiels einfach pauschalisieren.

Kommentar von Hamburger02 ,

"Sie sind davon überzeugt, dass Komplexitäten und Zusammenhänge in der Wissenschaft bzw. in der Natur nicht durch Zufall enstehen können."

Das ist schlichtweg falsch. In der Theorie Disspativer Strukturen, für die Ilya Prigogine 1977 den Nobelpreis erhielt, zeigt er genau, wie Komplexität im Rahmen der Naturgesetze von alleine entstehen kann (Stichworte: Selbstorganisation, Emergenz).

Oder benenne doch mal einen seriösen Wissenschaftler, der auch heute noch deinen Satz vertritt. Könnte für einen Gläubigen natürlich auch zu viel verlangt sein, denn Glaubensaussagen zu belegen ist nicht unbedingt deren Stärke. Da wird lieber einfach nur mal was behauptet, was in den Kram passt.

Im Jahre 1986 hat dann der Präsident der internationalen Physikervereinigung offiziell anerkannt, dass dein obiger Satz ein großer Irrtum war, dem allerdings viele Physiker und das geneigte Publikum vor 1960 aufgessesen waren. Inzwischen sind die Naturwissenschaftler um 50 Jahre schlauer und konnten in vielen Fällen die gottlose Selbstorganisation nachweisen, aber das ist beim allgemeinen  Publikum offensichtlich noch nicht so recht angekommen.

Kommentar von 20LeE23 ,

Ein Bespiel ist der berühmte Wissenschaftler und Mathematiker Harizmi, "der Vater der Algebra", der von seinem Glauben fest überzeugt war. Sein Werk „Al-Kitâb al-muchtasar fi hisab al-dschabr wa-l-mukabala“ ist das erste in der Geschichte der Mathematik, in dem Gleichungen ersten und zweiten Grades auftauchen. Oder überhaupt die Erfindung der Arabischen Zahlen, die die ganze Welt benutzt. All dies wurde von religiösen Wissenschaftlern entdeckt. :)

Kommentar von Hamburger02 ,

Harizmi lebte im frühen Mittelalter. Den als Referenz für die heutige Wissenschaft heranzuziehen, ist schon sehr abenteuerlich.

Kommentar von claushilbig ,

In der Ausgangsfrage steht aber nix von "heutige", insofern kann Harizmi, ebenso wie z. B. Gallilei, Kepler, Gauß u. a. m. durchaus für eine Antwort herangezogen werden.

Kommentar von 20LeE23 ,

Richtig :) Somit kann man auf jeden Fall sagen, dass es religiöse Wissenschaftler gab bzw. heute auch gibt.

Kommentar von eleteroj ,

"Erfindung der Arabischen Zahlen" kleine Korrektur. Das Dezimalsystem einschliesslich der NULL ist eine Erfindung indischer Mathematiker. Al-Biruni besuchte Indien und studierte dort indische Astronomie und Mathematik und brachte sein dort erworbenes Wissen nach hause mit. Die Araber waren also die Schüler indischer Wissenschaften.

Kommentar von 20LeE23 ,

Dass die Inder die Zahl 0 erfunden haben, ist nur eine Annahme und kann nicht bewiesen werden, da die Ziffern arabisch sind und zuerst in gedruckter Form in den Werken der muslimischen Mathematiker erschienen um 825 n. Chr. ist. Daher ist es nicht angebracht zu behaupten, dass die Araber einfach von den Indern plagiiert haben; es sind ja auch "Arabische Zahlen" ;)

Antwort
von chrisbyrd, 45

Die Studiengemeinschaft Wort und Wissen ist beispielsweise ein wissenschaftlicher gemeinnütziger Verein, in der Wissenschaftler sich austauschen und mitarbeiten. Thematische Schwerpunkte der Arbeit bilden Grundlagenforschung und Bildungsarbeit im Spannungsfeld "Naturwissenschaft und christlicher Glaube":

Auch ansonsten dürfte es einige christliche Wissenschaftler geben (Prof. Dr. Wener Gitt, Prof. Dr. Walter Veit usw.). Warum auch nicht?

Sehr interessant sind auch die folgenden Zitate berühmter Naturwissenschaftler:

"Die Naturwissenschaften braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln. Religion und Naturwissenschaft schließen sich nicht aus, wie heutzutage manche glauben und fürchten, sondern sie ergänzen und bedingen einander. Für den gläubigen Menschen steht Gott am Anfang, für den Wissenschaftler am Ende aller Überlegungen." Max Planck (1858-1947), deutscher Physiker, Begründer der Quantentheorie

"Die moderne Physik führt uns notwendig zu Gott hin, nicht von ihm fort. - Keiner der Erfinder des Atheismus war Naturwissenschaftler. Alle waren sie sehr mittelmäßige Philosophen." Sir Arthur Stanley Eddington (1882-1946), englischer Astronom und Physiker

"Der erste Trunk aus dem Becher der Naturwissenschaft macht atheistisch, aber auf dem Grund des Bechers wartet Gott." Werner Heisenberg (1901-1976), deutscher Physiker

Kommentar von Ottavio ,

Das sind wunderbare Zitate 1

Mein Vater war Physiker, meine Mutter war Physikerin, ich bin es nicht. Ich habe u.a. auch Theologie studiert : Ich denke, meine Eltern waren deutlich frömmer als ich. Wir alle drei haben gemeinsam, dass wir uns sehr für die Theoretische Physik interessiert haben und dafür, ob und wie unser Gottesbild mit den Ergebnissen ihrer Forschung vereinbar ist.

Religion und Glaube müssen sich entwickeln und sich dem wissenschaftlichen Stand der Zeit anpassen, dann sind Naturwissenschaft und Glaube vereinbar.

Die Wissenschaft von heute ist mit dem Gottesbild von vor 3000 Jahren nicht nicht vereinbar, wohl aber mit der Botschaft Jesu und dem Heiligen Geist. 

Kommentar von RudolfFischer ,

Sehr richtig! Da sind wir wohl geistig sehr verwandt.

Kommentar von Lennister ,

Das Heisenberg-Zitat ist nur zugeschrieben, für Eddington hätte ich auch gerne Belege. 

Antwort
von nilsens, 38

Wissenschaftler, sind nur neugierig auf die Natur. Also ist es nicht von Belang, ob sie gläubig sind oder nicht. Aber ich habe oft gehört, dass sie nach der Forschung, ziemlich überzeugt sind, dass da was "dahintersteckt". Also sie sind so fazsiniert und so überzeugt davon dass da eine Macht dahintersteckt. Also könnten sie sich die Mühe machen und Gott forschen.. 

Antwort
von AnonymerJusah, 110

Das kann man nicht verallgemeinern.

Manche sind es, manche nicht.

Spielt auch keine Rolle, da ihre Werke unabhängig von ihrer persönlichen Einstellung gegenüber Religionen ist.

Antwort
von robin1102, 61

Darüber kann man streiten...Ich würde sagen, dass Wissenschaftler (vor allem in der Astronomie) die Religion stark hinterfragen. Ob sie im Allgemeinen unreligiöser sind als die anderen, kann glaube ich keiner sagen.

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