Frage von Mehmet345, 243

Sind wir Türken in Deutschland nicht gern gesehen?

Hallo Liebe GF-User,

Ich bin ein Sohn einer türkischen Familie in Deutschland, der seit Geburt einen deutschen Pass besitzt. Meine Familie ist mittlerweile schon seit 30 Jahren hier und waren schon immer brave Erwerbstätige Leute. Meine Eltern sind stolz, dass sie einen Beitrag für Deutschland leisten konnten.

Ich fühle mich 50% als Deutsche und 50% als Türke. Das kann ich auch gerne begründen: Daheim haben wir immer türkisch gesprochen, da meine Eltern nicht so gut Deutsch sprechen konnten. Mein Bruder und ich haben uns immer selbst weiter entwickelt. Damals im Kindergarten und in der Volksschule sangen wir Weihnachtslieder und aßen Lebkuchen. Später tranken wir sogar Punsch obwohl wir Muslime sind. Ehrlich gesagt freue ich mich jetzt schon voll auf die Weihnachtszeit, weil ich gute Erinnerungen habe. Selbst ich würde meinem Kind die Weihnachten näher bringen.

Habe nun seit zwei Jahren eine feste Beziehung und will bald meine Freundin heiraten. Jedoch bin ich mir nicht sicher ob ich meine Zukunft in Deutschland aufbauen soll!?

Der Grund: Der steigende Rassismus und die Vorurteile nerven mich einfach. Ich bin kein Erdogan-Fan! Trotzdem werden irgendwie alle Türken in einen Topf reingestopft und werden schlecht dargestellt. Ich wünschte die Türkei wäre auch ein freies Land wie Deutschland wo Demokratie und Frieden herrscht. Doch der steigende Rassismus und Hetze machen mir Sorgen. Immer mehr "Inländer" wollen keine Türken in Deutschland sehen und das verletzt meine Gefühle obwohl ich einer von der Gesellschaft bin. Niemand kann behaupten, dass ich nicht integriert bin! Die Weihnachten will ich auch meinem Kind näher bringen, weil ich einfach die Erinnerungen toll finde. Das ist für mich Kultur.

Ich denke manchmal ob ich doch nicht einfach auswandern und woanders ein neues Leben mit meiner zukünftigen Frau beginnen soll. Ich will nicht, dass mein Kind Hetze, Diskriminierung und Rassismus erlebt! Solche Dinge machen einfach die inneren Gefühle kaputt.

Danke für die Antworten! Lg Mehmet

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von realsausi2, 79

Du solltest den Spackos von Pegida und AfD nicht die Hoheit über die Meinung zusprechen. Die Mehrheit der Deutschen ist nicht xenophop.

Hilf uns, diese Spinner, die nicht das Volk sind, in die Schranken zu weisen. In dem wir die gelebte Gemeinsamkeit dagegen stellen, in dem wir unsere Kulturen sich gegenseitig befruchten lassen.

Zusammen sind wir mehr als jeder für sich einzeln.

Als Deutscher habe ich leicht reden, aber "Flucht vor dem Feind" scheint mir keine gute Alternative zu sein.

Ich bin Deinen Eltern und vielen anderen Türken, Italienern, Polen, Spaniern und Portugiesen dankbar, dass sie mitgewirkt haben, ein Land aufzubauen, in dem wir in Wohlstand und Frieden leben können. Ohne sie wären wir nicht da, wo wir sind.

Lasst Euch bitte nicht von ein paar Idioten verrückt machen.

Kommentar von abibremer ,

ABSOLUT KORREKT: Sehe ich genauso!

Kommentar von realsausi2 ,

Danke für den Stern. Ich wünsche Dir, dass Du immer genug Nerven hast, mit unseren schwarzen Schafen klarzukommen.

Antwort
von wfwbinder, 78

Das Problem ist einfach, dass die 10 % (geschätzte Zahl), die sich nicht benehmen können, mehr auffallen, als die 90 % die sehr wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft sind.

Die meisten Menschen türkischer Abstammung sind fleissige Leute, die zu unserem Gemeinwohl beitragen. Auch dadurch, dass sie Steuern und Sozialbeiträge zahlen.

Leider gibt es aber auch die, die Mädchen im Bikini, oder Minirock als Schlam..n bezeichnen und auch anderweitig negativ auffallen.

Das ist das gleiche Phänomen wie mit Pegida. Es sind 10-15 % der Leute, die in Sachsen das Nazi-Gedankengut  verbreiten, aber gefühlt ist Sachsen eben tief rechts.

Auch trägt natürlich die große Unterstützung der Auslandstürken für die Politik von Erdogan dazu bei.

Antwort
von Lachlan, 65

Es kommt wohl darauf an, wo man in Deutschland lebt. Der Umgang mit Menschen mit Migrationshintergrund ist sehr unterschiedlich. In der Stadt in der ich lebe, ist der "Ausländer"anteil sehr hoch. Und daher ist man gewohnt Menschen jedweden Aussehens zu treffen. Stören tun mich nur die in letzter Zeit vermehrt auftretenden total verschleierten Figuren, denn die verursachen bei mir jedenfalls ein ungutes Gefühl.

Genausowenig wie es den Deutschen nicht gibt, gibt es auch nicht den Türken, den Serben, den Kroaten etc.. Allerdings wird das gerne mal vergessen. Und es wird gerne pauschaliert, denn die 10% Krawallmacher von Pegida, AfD und Konsorten sind lauter, als der Rest der Deutschen.

Wenn Du Dich in Deiner Umgebung bislang wohlgefühlt hast, sollte das auch in Zukunft so sein. Und wenn Du glaubst, dass es Dir woanders, in einem anderen Land, besser gehen würde, hast Du Dich getäuscht. Du bist in einem anderen Land immer und überall der Fremde, der meist misstrauisch beobachtet wird und dadurch ist eine Integration noch weniger gegeben. Hier bist Du aufgewachsen und integriert. Das sollte dann auch das Umfeld sein, in dem Du Dich wohlfühlst. Du gehörst zu denjenigen, die dazu beitragen, dass sich das Zusammenleben normalisiert und sich positiv für alle gestaltet. Was sagt eigentlich Deine Freundin zu Deinen Überlegungen? Teilt sie Deine Meinung? Alles Gute für Dich und Deine Zukunft.

Kommentar von Mehmet345 ,

Sie stimmt mir zu. Wir wollen uns einfach keine Gedanken über Hass, Rassismus und Hetze machen. Es mag sein, dass ich ein Deutscher bin, aber trotzdem habe ich einen "ausländischen" Namen.

Kommentar von Lachlan ,

Mehmet345, einen ausländischen Namen haben viele in Deutschland. Das ist nichts ungewöhnliches und sollte Dich nicht belasten. Schau Dir mal die Telefonbücher an, besonders in den größeren Städten. Sie sind voll von "ausländischen" Namen. Es gab auch Zeiten, wo es nicht so optimal war, wenn der Name einen polnischen Klang hatte. Diese Erscheinungen gibt es immer wieder in wechselnden Prioritäten und eigentlich überall.

Wenn man mal in die Fernsehlandschaft schaut hat man eher das "Problem" bei den öffentlich-rechtlichen Sendern deutsche Namen bei den Moderatoren zu finden. Es ist also nur eine Frage der Betrachtung. Du solltest stolz sein darauf, was Deine Eltern hier in dem ursprünglich für Deine Eltern fremden Land erreicht haben. Und auch Deine Leistung/Arbeit hier in Deutschland ist super.

Dein Name ist Teil Deiner Geschichte und Persönlichkeit. Du könntest ja bei der Heirat den Namen Deiner zukünftigen Frau annehmen, wenn der weniger "ausländisch" klingt. Das wäre zumindest eine Option. Und im "Notfall" gibt es ja auch noch die Möglichkeit, ihn zu ändern oder einzudeutschen. Aber das finde ich, sollte die letzte Option sein.

Sei stolz auf Dich und Deine Herkunft, dann hast Du auch kein Problem mit Deinem Namen. Alles Gute

Kommentar von Mehmet345 ,

Genau deswegen bin ich in Deutschland, da (noch) jeder Name, Kultur und Religion respektiert wird!

Antwort
von HirnvomHimmel, 79

Das kannst Du nicht pauschalisieren. Es gibt weltoffene Deutsche und es gibt rassistische Betonköpfe.

Ich kann dir zwar sagen, daß ich in meinem (teilweise gewählten!) Umfeld als Deutscher sehr wenig Rassistismus gegenüber Ausländern wahrnehme und Deutsche und Türken erlebe, die ganz selbstverständlich ihr Feierabendbierchen zusammen zischen, allerdings können deine Erfahrungen ganz andere sein, deshalb ist deine Persönliche Erfahrung auch der alleinige Maßstab für deine Bewertung.

Wenn Du den Eindruck hast, daß die Sitten rauher werden und der "Mob" zunehmend ungehindert marodieren kann, ist es sinnvoll, auch eine Ausreise als Konsequenz in Betracht zu ziehen. Und das nicht nur als Türke und möglichst zu einem Zeitpunkt, bevor alle anderen es gleichzeitig wollen.

Allerdings: Ein Neustart ist niemals leicht und viele andere Länder befinden sich auch in einer zivilisatorischen Abwärtsspirale.

Antwort
von AJuergen, 135

Hallo ,  ich glaube nicht das generell alle gegen Türken sind . ich denke eher das es einfach bei vielen  Angst  ist . aber dennoch müßten Deutsche und Türken mehr aufeinander zu gehen . gerade die jüngere Generation müßte das  .

In allen Generationen gibt das . ich bin in  den 60 er mit meinen Eltern , die evangelisch und Flüchtlinge aus Ostpreußen und Pommern sind , aus einer Evangelischen Gegend in einer Katholischen gezogen . zur damaligen Zeit War das sehr schwer, zwischen Katholischen und evangelischen .

Ich habe zu diesem Thema ein Buch geschrieben ,  da schildere ich mein Leben ,  aber ich weiß nicht ob ich hier den Titel schreiben darf wegen Werbung oder so .

Antwort
von abibremer, 5

Endlich mal jemand, der seinen "Stolz" NICHT von seiner Geburt herleitet, sondern zur Zugehörigkeit zu einem Staat in dem er lebt. Ich bin BEGEISTERT!! Die Komiker und Satiriker Somuncu, Ceylan, Cevicoglu, und Topal in einen Topf zu werfen verbietet jeglicher halbwegs normale Verstand! Habe noch den "niederbayerischen Türken Django Asül vergessen. Bei DEM ist ja schon der Name beste Satire.

Antwort
von micha43567, 104

Die Staaten in Europa sind auf der Idee eines Nationalbewusstsein aufgebaut. Und ja, solange die Baby-Boomer (Jahrgänge 1955-65) alle wichtigen Schaltstellen der Gesellschaft besetzen, wird sich daran wenig ändern.

Sofern die Millenials (Jahrgänge 1980-90) in Führungspositionen vorrücken, wird sich das aufweichen. Also es wird besser aber langsam.

Die Frage ist eher nach den Alternativen, bei allen Alltagsrassismus den es gibt, bist du doch in Deutschland vor den Gesetz weitgehend gleich. Die Kaufkraft ist hoch und es gibt zu wenige Kinder, sodass viele Positionen frei werden. Und der muslimische Bevölkerungsanteil stark wächst.

Deine Alternative ist eine Region, mit hoher Geburtenrate (viel Konkurrenz), niedriger Kaufkraft wo Gruppen mit abweichenden Meinung landen schon mal über Nacht im Gefängnis.

Abgesehen davon, dass sich der gesamte Nahe - und Mittlere Osten in Richtung Chaos und Diktatur bewegt. Meine Entscheidung wäre klar.

Kommentar von adabei ,

Ich habe der Frage nicht entnommen, dass der FS vorhat, in die Türkei auszuwandern.

Antwort
von LaQuica, 101

Das Problem ist irgendwo das man nichts darüber hört das hier lebende Türken mit Erdogahn oder Radikalen ein Problem haben .. Wenn sich die hier lebenden Türken offenkundig dagegen aussprechen würden dann würde das vielen Deutschen eben zeigen das nicht alle Türken so sind wie die Erdogahn Anhänger .. 

Kommentar von Mehmet345 ,

Ist eine Möglichkeit, aber warum muss ich jedem Sagen, dass ich kein Erdo-Fan bin? Ich interessiere mcih nicht für die türkische Politik.

Kommentar von AJuergen ,

Was sollen Türken die hier schon lange Leben oder Geboren sind den noch alles ? Täglich beteuern das sie mit dem isis nichts zu tun haben , das die gegen Terror sind und und und . Jetzt  sollen sie sich auch noch für Politik die in der Türkei und nicht hier statt findet rechtfertigen . Frage doch einfach mal selber Türken über ihre Meinung . Ich glaube viele Türken würden sich freuen wenn du das mal einfach spontan machst .

Gruß

Kommentar von realsausi2 ,

Fakt ist aber auch, das viele Türken hier den Irren Erdowahn unterstützen. Das ist nicht vertrauensbildend.

Kommentar von LaQuica ,

Anderen was ich meinte war sich überhaupt einmal dagegen auszusprechen. Von der gesamten Zeit war nicht die Rede. Bloß wenn man dies noch nie gemacht hat, wie sollen die deutschen die denken das alle Türken gleich sind erkennen das sie es Nicht sind? Genauso ist es völlig inordnung wenn man sich nicht für Politik interessiert, dafür gibt es aber genügend die dieses tun .. Und man muss sich ja nicht nur mit der Politik im eigenen Land auseinandersetzen da Politik einen sehr großen Einfluss haben kann sollte man auch die Politik anderer Ländern kritisch sehen. Es kann immer einen selbst treffen ..

Kommentar von AJuergen ,

Da magst du ja auch wohl recht haben , aber gilt das dann nicht für uns im eigenen Land auch ? neue Rüstungsspirale, Rente, Billig Löhne , Auslandseinsätze Bundeswehr und und und . Das wollen doch die meisten nicht , wenn die Leser Kommentare überall zutreffen , und dennoch sieht mann keine Menschen menge auf der Strasse . 

Vielleicht liege ich ja auch falsch , aber wenn Paar Tausend Türken sich für Erdogan stark machen hoffe ich doch sehr das bei Millionen Türken die hier leben  das nicht der Fall ist . Um das zu erfahren sollte man eben mehr miteinander reden . 

Ich glaube wenn wir nicht neben einander her leben würden , sondern mehr nach Gemeinsamkeiten suchen würden,  würde auch kaum ein Türke hier weg gehen wollen . Aber natürlich geht das nur wenn beide seiten es wollen . 

Antwort
von RKATHOLIK, 92

Hallo,

es wird sich zeigen, wie sich die Zukunft entwickelt. Ich verstehe deine Probleme und kann mir vorstellen, dass dich das belastet. Ich persönlich kann solche Einstellungen auch nicht nachvollziehen und halte sie für inhuman und traurig.

Dennoch müssen wir realistisch sein: Die Frage, ob der Rassismus in Deutschland weiter anwächst bzw. wieder zurückgeht, lässt sich heute kaum beantworten. Wir können nur hoffen, dass aufgrund der hohen Zuwanderung der Rassismus sinken wird. Studien belegen nämlich, dass Menschen umso rassistischer sind, je weniger sie mit Ausländern zu tun haben. Dies ist sicherlich auch in der durchaus menschlichen Angst vor dem Unbekannten begründet.

Die Frage, ob du hier bleiben möchtest, kann dir keiner abnehmen. Ich hoffe sehr, dass sich die Lage entspannen wird und du dich nicht wirst gezwungen sehen, dieses Land zu verlassen.

Viele Grüße

RKATHOLIK

Antwort
von Empylice, 102

Ich persönlich akzeptiere und respektiere jeden, solange ich die Behandlung erfahre.

Dass die Lage für Türken momentan schwierig ist, streite ich nicht ab. Das liegt aber nicht an der Herkunft selbst, sondern am IS. Viele sehen einen Türken und denken oft unbewusst an Terroranschläge, obwohl es natürlich Unsinn ist.

Ich finde deine Einstellung völlig ok, egal ob du nun Christ oder Moslem bist. Viele haben Angst. Angst kann Menschen dazu bringen, die seltsamsten Dinge zu tun.

Kommentar von adabei ,

Mit dem IS hat das sicher nichts zu tun, schon eher mit der Regierung Erdogan in der Türkei.

Kommentar von Empylice ,

Weiß nicht. Mir ist aufgefallen, dass es vor allem seit der Flüchtlingskrise schlimmer wird. Seitdem werden die Anschläge hier nämlich häufiger.

Antwort
von SturerEsel, 55

Von der Mehrheit der Deutschen sind türkischstämmige Mitbürger gern gesehen. Ja, es gibt (wieder) Nationalismus in Deutschland, Pegida, AfD, NPD und das ganze braune Gelumpe.

(Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass die Menschen 1989 in der damaligen DDR mit dem Leitspruch "Wir sind das Volk!" die Mächtigen in Ost und West gezwungen haben, die Wiedervereinigung durchzusetzen. Damals waren Solidarität, Respekt und Nächstenliebe gefragt. Mit dem gleichen Slogan propagieren die Menschen nun Isolation, Nationalismus und diffuse Ängste. Ich finde das zum Kotzen.)

Die Situation in der Türkei wird immer schlimmer. Nach dem Putschversuch - ein willkommenes Geschenk für Erdogan - haben Willkür, Verhaftungen, Folter und Unterdrückung jeder Opposition Einzug in diesem Land gehalten. Dieses Land ist auf dem besten Weg zu einer Diktatur und ist es in großen Teilen schon. Erdogan hat sich mit Lug und Trug an die Spitze gebracht. Selbst von Regierungschefs anderer Länder verlangt er, freie Meinungsäußerung zu verbieten und strafrechtlich zu belangen.

Dann sehen wir 10.000e Anhänger dieses Möchtegern-Despoten, die in Köln rote Fahnen schwingend ihrem "Führer" huldigen und anbeten. Auch das finde ich zum Kotzen und ich frage mich, zu welcher Nation sich diese Menschen zählen.

Sorry, ich kann es nicht nachvollziehen, dass deine Eltern, die seit 50 Jahren oder länger in D leben, noch immer nicht fließend Deutsch sprechen. Auch das spricht für eine selbstgemachte, gewollte Isolation. In wie weit ist Deutschland eine Heimat für deine Eltern?

Es ist ein uraltes Problem: Wir Menschen sprechen von den Türken, den Deutschen oder den Aborigines. Das Bild der Deutschen hat in den vergangenen Monaten massiven Schaden genommen, weil vielleicht 10 % politisch rechtsaußen anzusiedeln sind. 90 % sind es nicht!

Ich weiß nicht, wieviele Anhänger Erdogan in seiner Heimat hat. 10% oder 90%? Für außenstehende ist das egal, wir sehen willkürliche Verhaftungen, Scheinprozesse, Folter und Mord. Dazu kommt noch eine politische Unzuverlässigkeit eines NATO-Partners, der plötzlich vor Putin buckelt und unsinnige Forderungen (jetzt sofort) durchsetzen möchte, wie z.B. heute die Visum-Freiheit. Druckmittel: Auflösung des Flüchtlings-Abkommens.

Nein, du gehörst nicht dazu - aber wundern dich die Ressentiments?

Ich freue mich über das vielfältige Angebot in "ausländischen" Lebensmittel-Läden und Restaurants, rede gern mit den Inhabern und stelle immer wieder fest, dass diese gern in unserem Land arbeiten und Geld verdienen.

Auswandern? Wohin? Ist das Land deiner Eltern eine echte Alternative für dich? Ein falsches Wort und du landest im Knast, so schlimm wie in Nazi-Deutschland.

Ich empfehle, dich mit den Menschen, die dich offen oder versteckt kritisieren, auseinander zu setzen. Aber Vorsicht vor den Erdogan-Schergen in diesem Land, die Menschen wie dich gern zusammenschlagen würden.

Alles Gute für dich!

Antwort
von adabei, 99

Viele Deutsche verfolgen nur die Ereignisse in der Türkei kritisch - und das sicher zu recht wie man in den letzten Tagen wieder beobachten konnte.
Gerade in Deutschland ist die Unterstützung Erdogans bei der türkischen Bevölkerung noch höher als in der Türkei.
Manche Deutsche sehen vielleicht den Unterschied zwischen liberal denkenden Türken wie dich und fanatischen Erdogan-Anhängern nicht deutlich genug.
Wer allerdings etwas Grips im Kopf hat, weiß da durchaus zu differenzieren.
Ich sehe jetzt kein Problem für deinen Verbleib in Deutschland. Schließlich bist du Deutscher und in diesem Land integriert.

Kommentar von AJuergen ,

Hallo adabei , es freut mich das du den Titel meines Buchen möchtest . Aber leider weiß ich nicht wie ich das über Komplimente schreiben kann . Kannst mir das erklären ?

Kommentar von adabei ,

Du gehst als erstes auf mein Profil. (Einfach auf meinen Namen klicken.) Dort siehst du ganz rechts den Button "Freundschaft anbieten". Daneben sind drei Punkte.
Wenn du auf diese Punkte klickst, wird sich  u.a. das Feld "Kompliment schreiben" öffnen. Dann musst du nur noch ein Kompliment auswählen und es kann losgehen.
LG - adabei

Antwort
von suziesext10, 27

hi Mehmet - hör dir mal das Lied der Ersten Allgemeinen Verunsicherung an, dann verstehst du, dass es nicht um DIE Türken geht, sondern um ein bestimmtes abstossendes Verhalten, speziell bei der jüngeren männlichen Türken-Generation. Man soll nicht verallgemeinern, auch die Deutschen sollen das nicht - zb wenn Türken auf Facebook uns als 'Hunderasse' bezeichnen. Dann sagen das nicht ALLE Türken. Die Deutschen akzeptieren übrigens Türken bei uns in der Politik und im Alltag als ganz normal.

Antwort
von livechat, 62

In Deutschland leben ja viele Menschen mit türkischem Pass. Darunter viele tolle und sympathische Leute, wie ich aus eigener Erfahrung berichten kann. Es gibt aber auch Türken, mit denen würde ich keinen Kaffee trinken wollen. Dazu gehört Recep Tayyip Erdogan. Als türkischer Präsident lebt er natürlich nicht in Deutschland und ich werde wohl auch nie in die Verlegenheit kommen, ihn zu treffen. Das ist schon deshalb gut, weil wir uns vermutlich schnell in die Haare bekommen würden. Das liegt an den unterschiedlichen Ansichten, beispielsweise bezüglich der Pressefreiheit. Nun muss man zugeben, dass es viele Leute gibt, die finden den Herrn Erdogan richtig gut. Zum Beispiel diejenigen, die ihn gewählt haben. Das muss ich im fernen Deutschland respektieren. Nicht jedoch, dass die EU mit ihm auf Schmusekurs gehen, ihm unsere Steuergelder in den Rachen werfen und zudem vielleicht sogar in ihren Reihen aufnehmen möchte. Auch nicht, wenn manche glauben, nur mit ihm sei die Flüchtlingskrise zu bewältigen. Tatsächlich kommen viele über die Türkei nach Europa. Erst kürzlich konnte ich im Fernsehen zusehen, wie Schleuser an einem türkischen Strand ein Flüchlingsboot auf die Reise schickten. Ein Journalist filmte das heimlich. Jetzt sagt sich natürlich mancher: Was für ein Depp, hätte er lieber mal die Polizei geholt, statt zu filmen. Das brauchte er nicht. Die war nämlich schon da, wie er erzählte. Ein Boot der Küstenwache kreuzte in seiner Sichtweite. Die Besatzung schaute aber wohl in die andere Richtung. Was es dort zu sehen gab, wusste der Journalist zwar nicht. Aber jeder, der schon mal auf einem Schiff war, weiß, wie faszinierend es ist, das Spiel der Wellen zu beobachten. Das kann man niemandem übel nehmen. Ob das der Herr Erdogan tun würde, weiß ich nicht. Man weiß aber, dass er es nicht leiden kann, wenn Journalisten an den Vertretern seiner Staatsmacht rumkritteln. Das ist schon manchem übel bekommen. Überhaupt ist mit dem Herrn Erdogan nicht immer gut Kirschen essen. Aber durchgreifen kann er schon, wenn er will. Und wenn man ihn entsprechend gut bezahlt, dann würde er die Flüchtlinge wieder zurück nehmen, die aus der Türkei nach Europa kommen und wir nicht haben wollen. Zuerst bezahlen Flüchtlinge also Schleuser, damit diese sie aus der Türkei bringen, dann wir den hilfsbereiten Herrn Erdogan, um sie wieder zurück zu schicken. Und dafür sollen wir Letzteren als lieben Partner umarmen. Ich bin wirklich für deutsch-türkische Freundschaften, mit dem aber nicht!

Antwort
von FAGlaube, 75

Wenn die Deutschen merken was du für eine Einstellung hast werden sie dich auch willkommen heißen.Leider muss man sagen trifft deine gute Einstellung nicht auf die Mehrheit der heutigen Flüchtlinge zu deshalb wirft man leider viele Leute in einen Topf,ich war auch mal so aber jetzt weiss ich dass man nicht alle in einen Topf werfen soll.

Kommentar von adabei ,

Mit Flüchtlingen hatte die Frage aber auch nichts zu tun.

Kommentar von FAGlaube ,

Indirekt schon da Flüchtlinge und Türken in einen Top geschossen werden

Antwort
von Dummie42, 46

Trotzdem werden irgendwie alle Türken in einen Topf reingestopft und werden schlecht dargestellt

Ich hoffe nicht, dass das wirklich so ist. Das wäre in der Tat schlimm. Bürger wie dich braucht unser Land.

Was das Bild der Türken in Deutschland sicher enorm beschädigt hat, ist dieses ungeheure Sympathiebekundung für Erdogan, die tausende Türken in Deutschland bei Demonstrationen gezeigt haben. Wer in unserem Land auf die Straße geht, um gegen Pressefreiheit und für Todesstrafe in einem anderen Land zu demonstrieren, der spricht sich gleichzeitig gegen unser Grundgesetz und seine Wahlheimat aus. Islamische Verbände wie der ZdM, die sich um eine klare Erklärung zum GG drücken, DITIB-Moscheen, in denen unverhohlen gegen Ungläubige gepredigt wird, all das trägt nicht zum friedlichen Miteinander in diesem Land bei.

Es ist also dringend nötig, dass die säkular eingestellten Türken  versuchen lauter, oder aber wenigsten genauso laut aufzutreten, als die von mir aufgezählten Schreihälse. Dann würde sich hoffentlich zeigen, dass die Islamisten unter den Deutschtürken in der Minderheit sind.

Kommentar von AJuergen ,

Um alledem was du zu recht aufgezählt hast vorzubeugen , sollten wir alle im ganz normalen Alltag mehr aufeinander zu gehen . Einfach öfter ein Gespräch suchen , das kann mann überall.

Kommentar von Mehmet345 ,

Es ist also dringend nötig, dass die säkular eingestellten Türken versuchen lauter, oder aber wenigsten genauso laut aufzutreten, als die von mir aufgezählten Schreihälse.

Diese säkular eingestellten Türken sind nicht so fanatisch. Diese kritisieren und das wars dann wieder. Wir wollen einfach mit einem "Unsinn"unsere wertvolle Zeit nicht vergeuden. 

Wir wollen uns einfach auf unser Leben konzentrieren. Das Gegenteil von Erdo-Fans werden diese Türken nicht machen.

Kommentar von AJuergen ,

So ist es doch  nicht nur unter den Türken , so ist es doch auch bei den meisten der Deutschen . Politik macht hier doch auch was es will . Es wird gemeckert , aber dann geht alles seinen gewohnten Gang.

Bei der nächsten Wahl wird wieder wie gewohnt das Kreuz gemacht . Wer geht hier den auf die Straße gegen ständigen Sozial abbau usw. Aufrüstung usw . 

Aber es ist ja immer leichter von anderen etwas zu fordern was man selber nicht macht . 

Antwort
von abibremer, 73

Allein schon der NAME "Django Asül" ist bestes Kabarett: Der Mann ist gebürtiger Niederbayer und hält sich BESTENS als deutscher Komiker. Bülent Ceylan und Murat Topal sind aus der "deutschen" Comedyszene kaum noch wegzudenken. Es gibt zwar schon ein paar türkischstämmige Comedyfrauen, MIR aber sind es noch zu wenige! Allein schon die türkische Küche könnte den durchschnittlichen "Fettdeutschen"(auch mich!) deutlich gesunder machen.

Kommentar von AJuergen ,

Uns Menschen fehlt nur eines , ohne Vorurteile mal mit einander reden , so könnten alle voneinander lernen . Und beim gemeinsamen kochen und essen geht das sowieso am besten 

Antwort
von muhamedba, 36

Du bist momentan ein Roma, da du in Deutschland ein Ausländer bist und in der Türkei Deutscher bzw. Alman. In erster Linie schauen die dich an, nicht deinen Pass und du wirst für immer (deine Kinder auch) ein "Deutscher mit Migrationshintergrund" sein. Ich will dir nur mal zwei Beispiele nennen, wie es bei mir ist.

Optisch gesehen könnte ich als Deutscher durchgehen aber mein Name sorgt dann immer für ein "bitte was". Schneide ich mir die Haare, dann tippen die auf Russe.

Schau dir die Nationalmannschaft an, da ist es nicht anders. Boa ist anders, reicht schon für Parteien um zu sagen "der soll nicht mein Nachbar sein". Mit Mustafi (erkennen wohl das Mustafa nicht) ist er schon IS, weil er kein Bier trinken will, obwohl der auch als Deutscher durchgehen würde, ohne den Namen. Özil geht nach Mekka und boom, alle berichten über das Foto, wie Antideutsch er doch ist :D :D :D

Der Deutsche stirbt momentan aus, was mit Zahlen problemlos belegt werden kann aber genau deshalb haben die Angst. Es gibt Städte, wo 1/4 der Bewohner keinen deutschen Pass besitzen aber auch wo 2/4 der Stadt Ausländer sind, bzw. Ausländer und "Deutsche mit Migrationshintergrund". Schaust du dir die "jüngeren Bereiche" an, wie die Grundschule, dann findest du Grundschulen wo 98% nicht deutsch sind.

Das mit dem Erdogan ist was ganz anderes, als würde der Deutsche sich für die türkische Politik interessieren. Sollte es Erdogan bis 2021 überleben, dann werden viele Türken freiwillig wieder zurück in die Türkei gehen aber das ist ein anderes Thema.

Im Grunde kannst du tun, was immer du tun willst. Ich wurde sogar angegriffen als ich mit einem Deutschland-Triko unterwegs war, weil mein Name gefallen ist. Ist aber trotzdem sicherlich nichtdie Mehrheit aber das wird sich ändern, da kannst du dir sicher sein.

Trotzdem sind wir ein Teil von Deutschland, egal ob deutscher Pass oder nicht, daher müssen wir auch im Interesse Deutschlands handeln. Alles andere wäre mehr als dämlich!

Kommentar von AJuergen ,

Optisch gesehen könnte ich als Deutscher durchgehen

Bei mir war es genau umgekehrt ,obwohl ich Deutscher bin .  weil ich schwarze Haare und einen Schnäutzer hatte als ich jünger war wurde ich für alles nur nicht für ein Deutscher gehalten , Türken sprachen mich auf Türkisch an. Von Deutschen die mich nicht kannten wurde ich ständig gefragt warum ich so gut Deutsch spreche und wo ich den Ursprünglich herkomme , wie lange ich den schon in Deutschland lebe. Daran sieht man , das es nicht mal drauf ankommt was im Pass steht. Aussehen entscheidet bei Menschen oft Ausländer oder Deutscher .

Antwort
von suesstweet, 84

Niemand schaut aufs Pass, sondern aufs Aussehen!
Ich werde sehr oft angestarrt, belästigt und unfair behandelt... Aber sicherlich gibt es noch einzelnde, die mich strahlend grüßen. Auch in meiner Heimat Türkei fühle ich mich fremd.. Also macht es mir nichts aus.
Wir alle sind Fremde und Gast auf der Welt.

Kommentar von suesstweet ,

Auf dieser Welt****

Kommentar von HansH41 ,

Süsse Piepse, das Anstarren kommt von deiner fundamentalistischen islamischen Kleidung.

Als integrierte Türkin mit deutschem Pass würde dich niemand anstarren.

Kommentar von suesstweet ,

Ja das ist aber ziemlich unhöflich. Das mach ich auch nicht. Aber egal, ich achte eh nicht drauf..

Antwort
von LustgurkeV2, 62

Ja. Hier gibt es Rassismus und Vorurteile. Find ich ziemlich peinlich und ein Grund zum Fremdschämen. Aber tut mir einen Gefallen. Stellt euch nicht als Opfer dar. Od3r besser, bedank dich bei deinen Landsleuten denen ihr den schlechten Ruf verdankt. >Eine Medaille hat immer zwei Seiten.

An deiner Stelle würde ich nicht Auswandern. Dir gefällts doch hier. Und mit Arschlökhern hast du überall zu rechnen.


Antwort
von Sagittarius1989, 45

Ich mag Türken und ihre Kultur alleine schon wegen der Geschichte und ihrer Gastfreundschaft,die Freundschaft hört aber auf wenn der Türke Radikal ist und mir seinen glauben andrehen möchte oder das wir deutschen schlecht sind und die Türken die geilsten und Besten und die Welt bald Moslemisch ist mit der Hilfe des großen Anführer naja ihr wisst schon der kranke mann mit dem Hitlerkomplex 

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community