Frage von Bambusstil, 123

Sind wir tatsächlich aus Adam und Eva aus dem Garten Eden entstanden?

Ich weiß, dass es sich sehr komisch anhört, aber mein Reli-Lehrer sagt ja und mein Bio-Erdkunde-Lehrer der sich auch auf Evolution speziallisiert hat, sagt nein.

Antwort
von Andrastor, 25

Wenn der Relilehrer das tatsächlich als Tatsache verlautbart, gehört er in Frührente und in psychotherapeutische Behandlung.

Adam und Eva, sowie die restlichen Geschichten aus der Bibel sind nichts weiter als Mythen und Märchen, die in keinster Weise der Wahrheit entsprechen.

Wenn wir Menschen von 2 Individuen abstammen würden, wären wir innerhalb der ersten 5-7 Generationen aufgrund unserer Erb- und Gendefekte ausgestorben.

Antwort
von uteausmuenchen, 32

Hallo Bambusstil,

die Frage kommt hier wöchentlich, meist von Kreationisten gestellt, die damit wieder einmal meinen, zu beweisen, wie fest sie im Glauben sind, wenn sie naturwissenschaftliche Erkenntnisse einfach verweigern.

Ich verweise deshalb auf meine alte Antwort hier:

https://www.gutefrage.net/frage/wie-ist-die-evolution-mit-der-lehre-der-grossen-...

Es läuft - einfach gesprochen - darauf hinaus, dass ein wortwörtliches Verständnis der Texte niemals von den Autoren der Genesistexte gemeint war. In der damaligen Zeit sprach man in Gleichnissen. Die meisten Zuhörer waren einfache Leute. Komplizierte "philosophische Konzepte" wie "Schöpfung" verdeutlichte man in Geschichten. Die Genesistexte sind aber kein Historiendokument und sind auch nicht als solches geschrieben. Sie heute als solches zu benutzen, ist schlicht Unsinn - ein sogenannter "Kategorienfehler". Denn man verwechselt das philosophische Konzept (Schöpfung) mit überprüfbarem Informationswissen über die Natur, also Aussagen über die Natur in der wir leben und die in ihr ablaufenden Prozesse.

Der Religionslehrer spricht also über eine philosophische Deutung des Daseins aus dem Blickwinkel der Religion. Dein Biologielehrer über einen nachgewiesenermaßen innerhalb der Natur ablaufenden Prozess. Zwei verschiedene Paar Stiefel ... und kein Widerspruch.

Grüße

Kommentar von Christian3684 ,

Es bleibt trotz alldem die Grundfrage bestehen: Wie konnte alles entstehen?

Diese Frage kann man einfach rein wissenschaftlich nicht  beantwortet wie Energie/Materie und das Leben entstehen konnte.

Dieses Problems ist sich schon Charles Darwin, Begründer der Evolutionstheorie, bewusst gewesen. Er kam deshalb zu dem Schluss, dass es dafür eine äußere Ursache geben muss, die sich jeder wissenschaftlichen Prüfung entzieht:

"Denke ich darüber  nach(Ursprung), dann fühle ich mich gezwungen, mich nach einer -ersten Ursache-  umzusehen, die in Besitz eines dem des Menschen in gewissem Grad analogen Intellekts ist, und ich verdiene Theist genannt zu werden....." (F. Darwin 1887, I, 282f)

"Ich kann das Universum nicht als Resultat blinden Zufalls ansehen."  (F. Darwin&Seward 1903, I,321)

Alles muss also nach seiner Überzeugung  in einem funktionsfähig Zustand geschaffen worden sein, aus der jede weitere Entwicklung möglich gewesen ist.

Nur diesen vorhandenen und funktionsfähigen Zustand kann die Wissenschaft untersuchen aber nicht wie er entstehen konnte. Das ist die Grenze der Wissenschaft, die sie anerkennen muss.

Wenn  sie sich aber darüber hinausbewegt betritt sie den Boden der Spekulation und der Vermutung, der sich aber der wissenschaftlichen Beweisbarkeit entzieht. Darum kann auch die Wissdenschaft nicht sagen, dass es keine äußere Ursache für das Universum und das Leben gibt.

Hier muss jeder selber entscheiden was er für Wahrscheinlicher ansieht:

Die Entstehung ohne einer äußeren Ursache oder die Entsehung durch eine äußeren Ursache. Charles Darwin hat sich für die äußere Ursache entschieden. An dieser persönlich Entscheidung hat sich trotz enormer Wissenszunahme  bis heute nichts geändert.

Kommentar von uteausmuenchen ,

Christian2684,

autsch, autsch. Da wird aber ganz viel aus der "Kiste mit den rhetorischen Tricks" hervorgekramt, umgerührt und dann als Arument verkauft, was gar keines ist.

Sorry, echt jetzt.

1) Die Frage geht um Evolution. Nicht um den Urknall. Beides vermischt sich in dem Kommentar. Wie Materie entseht, hat mit Evolution nichts zu tun.

2) Zitate von einzelnen Personen belegen leider gar nichts. Man nennt so was den "Autoritätsfehlschluss": Finde irgendeine dekorierte Person, die irgendwann mal was gesagt hat, was aus dem Zusammenhang gerissen so klingt, als würde sie die behauptete Meinung vertreten - und postuliere, damit sei die Behauptung belegt. Irrtum.

3) Aus der Tatsache, dass wir etwas nicht wissen, folgt GAR nichts. Das wiederum nennt man den Fehlschluss aus Unwissenheit: Weil wir nicht wissen, wie ein bestimmtes Detail im Prozess abläuft, postuliert man einfach die Nichtexistenz des Prozesses - obwohl der bestens durch Beobachtungsdaten gestützt wird.

Ebenfalls ein Irrtum...

4) Den Fehlschluss mit dem Roten Hering haben wir ja auch noch. Der geht so: Man formuliert die Aussage, die einem nicht passt, einfach um - und benutzt dann die umformulierte These als Zielscheibe. Besonders geschickt ist man hier, wenn man die These falsch darstellt - das macht die Gegenargumentation oft erheblich leichter.... So wie bei Dir auch: Niemand behauptet, Evolution wäre ein rein zufälliger Prozess: Der Selektionsdruck ist gerichtet.

5) Last der Beweisumkehr hast Du auch noch ein bissi reingerührt: Weil die Naturwissenschaft nicht über den Urknall hinaus blicken kann.... folgt eben für Dinge, die in der Naturwissenschaft eh nicht vorkommen ebenfalls auch gar nichts.

Und das ganze soll mich jetzt überzeugen?

Echt jetzt?

Ich finde solche unlogischen Auftritte immer nur peinlich...

Kommentar von Christian3684 ,

Schon Darwin schrieb, dass es keinen evolutionären Prozess gegeben hätte, wenn nicht die Voraussetzungen dafür geschaffen worden wären. Du kannst den Ursprung nicht vom Entwicklungsprozess abkoppeln. Diese Voraussetzungen führte Darwin auf einen Schöpfer zurück.

Wie man die biblische Schöpfungsgeschichte interpretieren kann  ist eine andere Frage. Darüber gibt es selbst in den Kirchen unterschiedliche Erklärungen/Auffassungen.

Entscheidend  ist jedoch die Frage: Wie sind die Voraussetzungen entstande, die  eine Entwicklung des Universums und des Lebens ermöglicht hat?

Auf die zwei möglichen Antworten habe ich bereits hingewiesen.

Was Dich überzeugt ist Deine Entscheidung. bzw. was  Du als glaubwürdiger erachtest.

Bei dieser Entscheidung kann Dir die Wissenschaft nicht helfen.

Kommentar von uteausmuenchen ,

Christian,

lass es mich bitte noch einmal ganz deutlich sagen:

Schon Darwin schrieb,...

Es ist völlig wurscht, ob man Zitate von Darwin findet, in denen er seine persönlichen religiösen Vorstellungen äußert. Ein Beleg für irgendwas wird aus einer Meinungsäußerung nicht - egal, wer sie denn nun tätigt. (So etwas als Argument einzusetzen ist also ein Autoritätsfehlschluss)

Wie sind die Voraussetzungen entstande, die  eine Entwicklung des Universums und des Lebens ermöglicht hat?

Wieder eine Vermengung völlig verschiedener Dinge. Während die äußeren Bedingungen für die Entstehung des Lebens auf der Erde untersucht werden können, ist der Urknall ein Beobachtungshorizont, über den nicht hinausgeblickt werden kann.

Für die hier vom FS gestellte Frage ist der Urknall aber komplett irrelevant - die Erde entstand 9 Milliarden Jahre nach dem Urknall, das Leben auf ihr noch einmal deutlich später.

Selbst beim Urknall wird Deine vage Frage nach einer äußeren Ursache aber nicht zu einem Argument für oder gegen "Gott". Die von Dir erzeugte Dialektik auf äußere Ursachen zu verzichten, wenn man den Urknall als natürlichen Vorgang beschreibt, ist schlicht falsch.

Eine "äußere Ursache" entzieht sich lediglich den Beobachtungsmöglichkeiten, kann aber genauso wenig übernatürlich sein, wie alle anderen in der Natur ablaufenden Prozesse. Modelle dafür gibt es (Inflatonfeld oder das Ekpyrotische Universum). Die Quantenmechanik eröffnet Möglichkeiten ohne "Ursache" in eigentlichen Sinne.

Vielleicht solltest Du Dich hier doch etwas mehr mit moderner Kosmologie beschäftigen...

Die Unmöglichkeit des Nachweises beruht auf einer Unzugänglichkeit, nicht auf einer Notwendigkeit "übernatürlichen" Eingreifens. Ein solches aus der Tatsache des fehlenden Nachweises zu führen, ist ein Fehlschluss aus Unwissenheit.

Ich kann mich nur wiederholen: Ich gehöre nicht zu den Menschen, die sich von unlogischen Behauptungen oder gar Fehlschlüssen beeindrucken lassen. Besonders dann nicht, wenn sie bereits dermaßen oft durchgekaut sind, wie die kreationistischen Fehlschlüsse.

Kommentar von Christian3684 ,

Du hast Deine Entscheidung getroffen, indem Du "glaubst", dass es für die Entstehung des Universums und des Lebens keine äußere Ursache benötig. Das ist die atheistische Weltsicht, die Du vertritts. Für die es genauso keine Beweise gibt. Es bleibt für beide gleich, dass es sich um eine Glaubensangelegenheit handelt.

Die Frage ist: Welche ist die glaubwürdigere?

Kommentar von uteausmuenchen ,

Christian,

liest Du eigentlich die Kommentare, die ich schreibe, bevor Du Deine kreationistischen Phrasen drunterschreibst?

Nein, "äußere Ursache" bedeutet nicht notwendig "Gott" und schon gar nicht notwendig "der Gott, der in der Bibel beschrieben ist".

Zu postulieren, hinter Beobachtungshorizonten lägen Beweise für bestimmte Glaubensbehauptungen, ist schlicht Unsinn....

Kommentar von Christian3684 ,

Welche andere äußereUrsache soll es denn noch geben außer die ich genannt habe, um zu erklären wie Energie (Universum), Gesetzmäßigkeiten, Eigenschaften usw. und wie das Leben entstanden sind?

Kommentar von uteausmuenchen ,
Welche andere äußereUrsache soll es denn noch geben außer die ich genannt habe


Urknall:

  • Keine Ursache (Quantenmechanik: Aufhebung der Kausalität unterhalb der Planckskala)
  • Zusammenstoß von Branen (Stringtheorien)
  • Inflatonfeld
  • ganz andere, nicht bekannte Vorgänge (Fehlschluss aus Unwissenheit: Aus der Tatsache, dass man sich etwas nicht vorstellen kann, folgt überhaupt nichts...)

Bei der Abiogenese kennt man eigentlich genügend Teile der Geschichte, um den Prozess der Entstehung des Lebens verplausibilisieren zu können. Belegbar ist oft halt nicht, welchen Weg genau das Leben gegangen ist - weil man die genauen Rahmenbedingungen nicht rekonstruieren kann.

https://www.youtube.com/watch?v=ky2ej8jsaAk

In beiden Fällen hat das Einsetzen einer übernatürlichen Komponente eine lediglich Lückenbüßerfunktion - ein willkürliches Verordnen eines Schlusspunktes, bis zu dem Erkenntnisse erlaubt sind und ab dem gefälligst eine religiöse Deutung zu stehen hat.

Und das soll natürlich - ebenso willkürlich postuliert - auch noch die eigene religiöse Vorstellung sein. Den Zeus, Wodan oder alle möglichen Kollegen sind ja wohl nicht gemeint, aber ebenso wenig durch die Datenlage auszuschließen wie das Postulierte.

Wer einen Gott (welchen auch immer) als Stopfer von Lücken im Erklärungsnetz der Naturwissenschaften benutzt, hat weder das philosophische Konzept des Schöpfungsbegriffes noch den schwachen ontologischen Naturalismus der Naturwissenschaften wirklich verstanden.

Antwort
von niklaslel, 74

Es ist bewiesen dass wir Menschen von den Affen abstammen will heißen die Affen sind rumgezogen und haben sich neue Lebensräume gesucht und sich daran angepasst irgendwann haben sie sich so stark verändert dass sie wie Menschen aussahen und das geht immer so weiter

Kommentar von Bambusstil ,

Danke :)

Kommentar von gromio ,

nix ist bewiesen, so ein Schmarren.

Antwort
von DjangoFrauchen, 29

Also, laut Bibel waren Adam und Eva die ersten Menschen.

Die bekamen dann Kinder.

Kain erschlug Abel, wurde deshalb verbannt, ging in ein anderes Land und nahm sich dort eine Frau.

Wo kommt denn bitteschön diese Frau auf einmal her?

Das kannst Du Deinen Reli-Lehrer mal fragen...

Kommentar von Bambusstil ,

Mach ich xD Bin gespannt wie er reagiert, da ich ihn sowieso nicht besonders mag

Kommentar von gromio ,

Kein heiratete einer seiner Schwestern, dass ist doch logisch und schien damals kein genetisches Problem zu sein.

Antwort
von Serendipity87, 1

Aus mehreren Gründen bringt es nichts, Adam und Eva der Evolution gegenüber zu stellen, denn sie berühren dieses Thema gar nicht. Zumindest nicht im klassischen Sinne von Artenwandel, wie es im 6-Tage-Werk vorkommt.


Die Quintessenz der Paradiesgeschichte sind nicht die Entstehung der Erde, des Lebens oder des Menschen, sondern die neolithischen Veränderungen in der menschlichen Wirtschaftsweise, der Übergang von Wildbeutertum zu Landwirtschaft. Dies spielt sich innerhalb der wie Gen. 2.4 vorausgesetzten Schöpfung ab. Dazu gehört auch, dass die Welt zu Adamsund Evas Zeiten bereits mit Menschen bevölkert war. Präadamiten heißt das Zauberwort. Gen. 1.26-31 schildert ihre Entstehung und Verbreitung.

Wie die meisten Menschen kennen deine Lehrer natürlich nur die traditionelle Bibelinterpretation, nach der Adam und Eva die körperlich ersten Menschen überhaupt sind. Aber auch Lehrer können dazulernen, konfrontier sie ruhig mit meiner Antwort. 


Antwort
von BitchITzSandRo, 20

Dann sag mal deinen Reli-Lehrer das Adam und Eva's Kinder Masseninzucht gemacht haben....
😂

Antwort
von Dahika, 15

Das, was dein Relilehrer sagt, glaubt nicht mal der Papst.

Antwort
von gromio, 24

Hallo,

hast Du schon einmal (laugen-)Brezen selbst hergestellt?

Damit dieses gelingt, mußt Du

a) die erforderlichen Zutaten Mehl, Wasser, Milch, Fett, Salz, Hefe in den richtigen Mengen anrühren,

b) in insgesamt 10 weiteren Arbeitsschritten formen, zum Backen vorbereiten und backen.

Setzen wir einfach mal voraus, das gelingt alles, also a) und b). Dann hast Du Brezen, die schmecken und verkauft werden können.

Lehrzeit für einen Bäcker: 2-3 Jahre, je nach Schulgrundbildung.


Nun kommt jemand daher und erzählt Dir, er hätte gerade Brezen gekauft, die wären über Nacht "von selbst entstanden".

Da Du nun aber (von mir) weißt, welche Leistungen und Materialien erforderlich, um diese Brezen herzustellen.....glaubst Du dem, der Dir erzählt, seine Brezen wären über Nacht von selbst entstanden?

Ja? Na dann darfst Du Deinem Biolehrer glauben.....Nein? Nun, dann solltest Du Deinem Reli-Lehrer glauben....

Atheisten wirst Du nicht von GOTT überzeugen - also grundsätzlich, es gibt berühmte Ausnahmen.........

...lass Dich nicht mit allerlei wissenschaftlichen Details verwirren, die die anderen auch nicht/nicht vollständig verstehen, und versuche es mit dem gesunden Menschenverstand.

Dann wirst Du Dich richtig entscheiden......

cheerio

Kommentar von Mark1616 ,

Die Evolutionstheorie beschreibt die Entwicklung, jedoch nicht die Entstehung von Leben. Wenn du das nächste mal irgendwelche hirnrissige Propaganda verbreiten willst, dann solltest du wenigstens das grundlegenste Wissen über die Themen die du verunglimpfst besitzen...

Nun kommt jemand daher und erzählt Dir, er hätte gerade Brezen gekauft, die wären über Nacht "von selbst entstanden".

Es besteht die Chance, dass unser Universum unendlich groß ist. Weist du was das bedeuten würde? Absolut JEDE mögliche Situation ist irgendwo in diesem Universum bereits eingetroffen. In so einem Universum entstehen immer irgendwo Brezeln über Nacht. Verständlich?! Dein Beispiel ist also äußerst schlecht, denn es besteht die Möglichkeit das es tatsächlich so eingetroffen ist. Außerdem nimmst du unbelebte Materie an, die sich niemals selbst entwickeln kann.

Abgesehen von deinem schlechten Beispiel: Du willst mir also erzählen das der relativ einfach konstruierte Mensch einen Schöpfer braucht? Okay, das ist verständlich. Der menschliche Körper ist in mancherlei Hinsicht ziemlich kompliziert, aber wir können wenigstens verstehen was in ihm auf welche Weise funktioniert. Auch wenn er einige massive Fehler, die sich mit der Evolution, oder einem dummen Schöpfer, erklären lassen würden besitzt.

Dieser "Schöpfer" muss doch im Gegensatz zu uns Menschen um ein Vielfaches komplexer aufgebaut sein, oder nicht? Ich denke wir Menschen könnten uns die komplexe Existenz so eines Wesens noch nicht einmal vorstellen. Wie könnte so eine gigantische Existenz einfach so und völlig zufällig da sein um uns zu schaffen? Wieso benötigt so ein Wesen also keinen Schöpfer?

Du begehst hier einen logischen Fehlschluss. Im Englischen wird das was du tust "special pleading" genannt. Im Deutschen könnte man das mit "Argumentieren mit einem Sonderfall" übersetzen. Du verlangst von anderen Menschen, dass sie eine bestimmte (unbewiesene) Vorraussetzung deinerseits annehmen, setzt diese Vorraussetzung aber nicht für deine eigene Behauptung an. Gleichzeitig maßt du es dir an etwas von "gesundem Menschenverstand" zu labern?

...lass Dich nicht mit allerlei wissenschaftlichen Details verwirren, die die anderen auch nicht/nicht vollständig verstehen, und versuche es mit dem gesunden Menschenverstand.

Das wäre, als ob du sagen würdest, man solle nicht auf die Menschen hören die es besser Wissen. Der gesunde Menschenverstand sollte einem genau davon abraten. Wenn es Menschen gibt, die die Entwicklung der Lebewesen dieses Planeten über Jahre und Jahrzehnte hinweg erforscht haben, dann wissen diese Menschen wohl oder übel deutlich mehr über das Thema als du.

Bei soviel stolz zur Schau getragenem Antiintellektualismus wird mir schlecht. Hätten sich Menschen wie du durchgesetzt, so würden wir immer noch in der Steinzeit leben. Man braicht sich ja schließlich nicht mit irgendwelchen wissenschaftlichen Details herumärgern.

Kommentar von gromio ,

Hallo, Mark1616

vielen Dank für Deine offenen Worte.

Allerdings vermisse ich - wie bei vielen Anhängern der ET, die hier anzutreffen sind, Respekt. DAS muß man wohl tolerieren, wenn man nicht wie der Main Stream denkt.

Davon mal abgesehen denke ich, dass DU meine Antwort nicht verstanden hast.

Ich nehme gern Bezug auf Deine Ausführungen und erläutere dazu meinen Standpunkt:

Es besteht die Chance, dass unser Universum unendlich groß ist. Weist du was das bedeuten würde? Absolut JEDE mögliche Situation ist irgendwo in diesem Universum bereits eingetroffen. In so einem Universum entstehen immer irgendwo Brezeln über Nacht. Verständlich?! Dein Beispiel ist also äußerst schlecht, denn es besteht die Möglichkeit das es tatsächlich so eingetroffen ist. Außerdem nimmst du unbelebte Materie an, die sich niemals selbst entwickeln kann.

Du mußt zugeben, dass Deine Aussage, JEDE mögliche Situation wäre in einem (unendlichen) Universum bereits eingetroffen, eine theoretische Annahme ist, die durch NICHTS bewiesen ist.

Auch wenn ein Raum unendlich groß ist, wenn dieser LEER ist, wie soll da etwas entstehen. Deshalb braucht es auch einen URKNALL.......

Allein die Wahrscheinlichkeit sehr abstrakt anzuwenden, führt hier nicht weiter. 

Abgesehen von deinem schlechten Beispiel: Du willst mir also erzählen das der relativ einfach konstruierte Mensch einen Schöpfer braucht? Okay, das ist verständlich. Der menschliche Körper ist in mancherlei Hinsicht ziemlich kompliziert, aber wir können wenigstens verstehen was in ihm auf welche Weise funktioniert. Auch wenn er einige massive Fehler, die sich mit der Evolution, oder einem dummen Schöpfer, erklären lassen würden besitzt.

DAs von mir gewählte Beispiel ist sehr einfach zu verstehen und nicht schlecht: Selbst ein unbelebtes Stück Brot entsteht nicht von selbst, wie dann LEBEN? By the way - ich kenne en Detail Literatur von Dawkins, Coine und anderen namhaften Autoren, und ich habe mich damit ausführlich beschäftigt. Das Thema EVOLUTION verfolge ich nunmehr 45 Jahre aktiv, und ich wünsche mir mal wirkliche Sachargumente hier und nicht nur Annahmen und Polemik in Kombination mit SCIENCE FICTION.

Dieser "Schöpfer" muss doch im Gegensatz zu uns Menschen um ein Vielfaches komplexer aufgebaut sein, oder nicht? Ich denke wir Menschen könnten uns die komplexe Existenz so eines Wesens noch nicht einmal vorstellen. Wie könnte so eine gigantische Existenz einfach so und völlig zufällig da sein um uns zu schaffen? Wieso benötigt so ein Wesen also keinen Schöpfer?

Das sind berechtigte Fragen, die aber auch das eigentliche Problem aufzeigen: UNSER VORSTELLUNGSVERMÖGEN. Wer hat Dich und Deinen Verstand dazu berufen, Dinge/Leben/Wesen zu beurteilen bzw. deren Herkunft und Existenz schlüssig zu erklären? Was wir uns nicht vorstellen können, das gibt es nicht? Diese Dreidimensionalität, die ich hier antreffe, die stört mich am meisten.

Beispiel DNA: Wie lange WISSEN Menschen von DNA, wie lange können Menschen diese Entschlüsseln? ein link dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Desoxyribonukleinsäure#Entdeckungsgeschichte

Was war denn, bevor Menschen das konnten, gab es die DNA oder nicht? Verstehst Du, was ich meine? Ich hoffe.....

Weiterhin führst Du aus:

"Du begehst hier einen logischen Fehlschluss. Im Englischen wird das was du tust "special pleading" genannt. Im Deutschen könnte man das mit "Argumentieren mit einem Sonderfall" übersetzen. Du verlangst von anderen Menschen, dass sie eine bestimmte (unbewiesene) Vorraussetzung deinerseits annehmen, setzt diese Vorraussetzung aber nicht für deine eigene Behauptung an. Gleichzeitig maßt du es dir an etwas von "gesundem Menschenverstand" zu labern?"

Es liegt meinerseits KEIN FEHLSCHLUß vor. Die Brezen ist kein Sonderfall. Glaubt man der ET, dann ist die Entstehung von Leben auch kein Sonderfall - oder doch? Wenn ja, dann reden wir eh nur von Sonderfällen.

Zu den Beweisen: Sieh mein Beispiel DNA: Bis zur Entdeckung der DNA gab es auch nur unbewiesene Annahmen über diese Proteinsäuremoleküle....NUN WISSEN WIR VIEL MEHR DARÜBER UND ÜBER DEREN VERWENDUNG AUCH.

Woher weißt Du bspw., dass Einstein tatsächlich existiert hat? Kannst Du wissen AUFGRUND DESSEN, was er hinterlassen hat. SO ist es auch mit dem intelligenten SCHÖPFER, man erkennt seine Existenz, seine Macht und seine Brillanz an seiner Schöpfung, also an dem, was er hinterlassen hat.

Die von Dir angedeuteten FEHLER in der Schöpfung, na ja darüber sollte man vielleicht an anderer Stelle mal detailliert schreiben, vielleicht gibt es da auch neue Erkenntnisse!

Augen auf im kosmischen Verkehr.........cheerio.

Kommentar von Mark1616 ,

Allerdings vermisse ich - wie bei vielen Anhängern der ET, die hier anzutreffen sind, Respekt. DAS muß man wohl tolerieren, wenn man nicht wie der Main Stream denkt.

Würdest du einem Menschen Respekt zollen, der an ein "göttliches" Buch glaubt welches behauptet der Himmel wäre gelb oder würdest du ihn als weltfremden Spinner bezeichnen und ihn bitten sich endlich einmal die Tatsachen anzusehen?

Nur weil die ET komplizierter und nicht so einfach zu verstehen ist wie die Aussage "Der Himmel ist blau und nicht gelb." steht es dir nicht zu Dinge in Frage zu stellen die faktisch bewiesen sind. Vor allem nicht wenn du lächerliche Aussagen wie "Adam und Eva" oder die "Sinntflut" ins Gespräch bringst. Beide Aussagen müssten deutliche Spuren hinterlassen haben, wie z.B. 2 genetische Engpässe oder deutliche geologische Ablagerungen. Weder ersteres, noch letzteres wurde Menschen entdeckt, obwohl wir mittlerweile dazu in der Lage sind.

Zum Brotbeispiel:
Willst du es nicht verstehen oder kannst du es nicht verstehen? Lebewesen können sich entwickeln. Unbelebte Gegenstände nicht. Wenn wir Bakterien weiterhin so exzessiv mit Antibiotika behandeln dann werden wir uns irgendwann nicht mehr mit Multi- sondern mit Alles-resistenten Keimen herumschlagen müssen. Wenn wir weiterhin Brezeln essen passiert gar nichts, weil sich diese Brezeln in keinster Weise weiterentwickeln können. Multiresistente Keime sind ein hervorragendes Beispiel für die ET. Argumente mit unbelebten Gegenständen nicht.

Du kannst solange daran herummeckern wie du willst, aber die ET beschreibt Lebewesen, keine Gegenstände.

Deine Antwort läuft auf "Wir wissen es nicht oder können es uns (noch) nicht erklären, deswegen muss es einen Gott geben" hinaus. Vor 2000 Jahren wussten die Menschen auch nicht das Blitz und Donner, Vulkanausbrüche oder Tsunamis nichts Übernatürliches sind. Sind diese Dinge deswegen "Wunder"?

Auch hast du deinen logischen Fehlschluss immer noch nicht selbst erkannt. Sollte ich deswegen wirklich verwundert sein?. Wenn alles einen Schöpfer braucht, so braucht auch GOtt einen. Wenn GOtt keinen Schöpfer gebraucht hat, so musst du diesen Schluss auch zwangsläufig für alles andere in unserem Universum zulassen.t das unser Universum seinen Beginn nicht irgendwo außerhalb unseres Universums hatte?

Woher weißt Du bspw., dass Einstein tatsächlich existiert hat?

Es gibt Videos und Bilder von ihm. Das war wieder mal ein Eigentor, denn dieses Beispiel ist fast noch schlechter als die Brezel.

Um ein besseres Beispiel zu nennen: Aristoteles oder Sokrates. Es gibt außer ihren Werken, von denen mittlerweile manches auch anderen Personen zugeschrieben wird/werden kann, keine allzu ausführlichen Beweise für ihre Existenz. Im Gegensatz zu Jesus haben diese Personen allerdings keine außerordentlichen Wunder vollbracht und waren "nur" Wissenschaftler.

SO ist es auch mit dem intelligenten SCHÖPFER, man erkennt seine Existenz, seine Macht und seine Brillanz an seiner Schöpfung, also an dem, was er hinterlassen hat.

Mit dieser Rechtfertigung kann jeder Muslim, jeder Jude, jeder Hinduist oder auch jeder, der an die nordischen, griechischen, römischen oder ägyptischen Götter glaubt seinen Glauben rechtfertigen. Es ist rein subjektiv und deswegen auch durch nichts was ich sage definitiv beweisbar bzw. falsifzierbar.

Die von Dir angedeuteten FEHLER in der Schöpfung, na ja darüber sollte man vielleicht an anderer Stelle mal detailliert schreiben, vielleicht gibt es da auch neue Erkenntnisse!

Ja, z.B. dass sie durch die ET einwandfrei erklärbar sind. Im Falle eines "intelligenten" Schöpfers aber nur durch eine Kombination aus Dumm- und Faulheit.

ich habe mich damit ausführlich beschäftigt. Das Thema EVOLUTION verfolge ich nunmehr 45 Jahre aktiv, und ich wünsche mir mal wirkliche Sachargumente

Um auf den Teil meines Beitrages einzugehen auf den du hiermit geantwortet hast.

Wir Menschen besitzen einen verkümmerten Schwanz, der überhaupt keinen Nutzen besitzt. Intelligent Design? Fehlanzeige!

Wir Menschen besitzen ein Körperteil, das völlig ohne Nutzen ist, uns aber töten kann sobald es entzündet ist (Blinddarmfortsatz). Intelligent Design? Fehlanzeige!

Wir Menschen besitzen Nerven, die so dermaßen ineffizient verlaufen, dass ihre Laufbahn nur aus einer früheren und kompakteren Körperform erklärt werden kann. Es gibt keinen triftigen Grund diese Nerven so verlaufen zu lassen (rückläufiger Kehlkopfnerv). Intelligent Design? Fehlanzeige!

Wir Menschen besitzen Weisheitszähne, die einwandfrei als Vermächtniss unserer früheren Entwicklungsstufe erklärt werden können. Diese Weisheitszähne sind für uns als Menschen nutzlos, meist fügen sie uns sogar Schäden zu. Intelligent Design? Fehlanzeige.

Wir Menschen besitzen verkümmerte Muskeln in den Ohren, die in einer früheren Entwicklungsstufe dazu gedient haben die Ohrmuscheln zu verstellen. Mittlerweile sind diese Muskeln zu nichts mehr zu gebrauchen. Intelligent Design? Fehlanzeige.

Reicht das?

Antwort
von seife23, 45

Wäre ja dann die reinste Inzuchtkette ^^

kannst du nicht an deiner Schule sonen Wrestlingfight zwischen den beiden veranstalten und wer gewinnt hat recht?

Kommentar von Bambusstil ,

Sollte ich machen, würde wohl jeder feiern. xD

Kommentar von seife23 ,

Ja ist echt so und du kannst Eintritt nehmen :D

Antwort
von Leisewolke, 28

die Bibel ist der festen Meinung das es so war, halt ein Märchenbuch. Dein Erdkundelehrer hat Recht

Kommentar von Bambusstil ,

Schöne Bezeichnung ;)

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