Frage von Centario, 65

Sind wir politisch und wirtschaftlich nicht längst schon in einer Sackgasse angelangt, weil wir nur nach immer mehr und auch immer besser orientieren?

Hat uns Gott das tatsächlich in unsere Gene getan, so das wir glauben sollen uns bleibt für unsere Existenz nur immer besser und auch mehr. Wird uns dieser Kreislauf für uns Menschen zum Verhängnis werden.

Antwort
von NewKemroy, 3

Es gibt tatsächlich eine "heilere" Wirtschaftsordnung. Man muss lediglich das Geldsystem und die Bodenordnung ein wenig verändern. Aber das ist kein Geheimnis. Die Frage ist nur warum wird es nicht gemacht? Und da hat vielleicht Gott tatsächlich etwas damit zu tun. Denn die Gier, die Selbstsucht, der Hochmut, Eigensinn, Maßlosigkeit, Neid und Trägheit, das sind ja alles Dinge die uns wohl bekannt sind unter dem Begriff Sünde. Wenn es diese "Krankheit" ist, die verhindert, dass wir den richtigen Weg einschlagen, na dann gute Nacht.

Antwort
von Joschi2591, 17

Wir sind menschlich in einer Sackgasse angelangt.

Und das hat in der Tat mit einer Fehlentwicklung des menschlichen Erbgutes bzw. des Menschen selber zu tun.

Antwort
von Giustolisi, 4

Fantasiewesen wie Götter würde ich dafür nicht verantwortlich machen. Das Streben nach mehr ist ein einfacher Überlebensmechanismus, denn man außer beim Menschen noch bei vielen anderen Tierarten beobachten kann.

Möglichst viel von etwas Gutem zu haben, bedeutet für schwere Zeiten vorgesorgt zu haben, was die Überlebenschancen und letztlich die Chance steigert, die eigenen Gene weiter zu geben.

Was früher beim Überleben half, ist inzwischen ein Selbstzweck.

Selbstbeherrschung war anscheinend weniger vorteilhaft, denn trotz der Intelligenz der Menschen wächst die Bevölkerung weiter, obwohl die Ressourcen jetzt schon knapp werden und nicht jedem ein leben in Wohlstand ermöglichen, was in unserem System auch gar nicht möglich ist.

Das aktuelle System basiert auf Ausbeutung und unbegrenztem Wachstum. Unbegrenztes Wachstum ist einfach unrealistisch, deswegen brechen solche Systeme regelmäßig zusammen. Ausbeutung ist der Motor des ganzen, denn man kann sich nur dann jedes Jahr ein neues Handy und alle paar Jahre einen neuen Computer, neuen Fernseher oder neues Tablet von einem mittleren einkommen leisten, weil irgendwelche Leute am anderen Ende der Welt die Dinger für ein paar cent die Stunde zusammen schrauben und unter elenden Bedingungen hausen.

Antwort
von LeCux, 38

Ich empfehle Volker Pispers.

Endloses Wachstum als Grundlage einer Wirtschaft ist meiner Meinung nach unrealistisch auf Dauer.

Und wir Menschen machen das allzugerne mit. Streben nach Gewinn und Macht, einem besseren Auto als der Nachbar, sehen uns überall gefährdet, vermessen unsere Nahrung mit myfitnesspal, jedes Workout mit Runtastic, den Rest und Schlaf mit dem Fitnesstracker, erheben Kennzahlen wie den BMI und erstellen Kalorienbilanzen. Sorgen uns um jeden Cent den wir bei dem Handy, Tagesgeld und Investments an uns reissen können. Zeitaufwand für Beziehungen stehen manchmal in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis, da kommen wir und optimieren sexuelle Befriedigung mit Casual Sex.

Nur Leben vergessen wir immer häufiger.

Antwort
von soissesPDF, 22

Gott hat damit nichts zu tun, der Glaube an das liebe Geld schon eher.
Wie man den Glauben nennt spielt wahrlich keine Rolle.

Ob das System in einer Sackgasse steckt?
Hängt davon ab, ob es Schulden braucht oder nicht.
Falls nicht wird es für viele Jahre sehr dunkel werden, eher mittelalterlich.

Antwort
von Nicodemus0815, 14

Mit Gott hat das nichts zu tun. Es sind die Folgen unserer Entscheidungen. Um aus dieser Sackgasse herauszukommen muß auch am Menschen nichts verändert werden. Es würde reichen ein anderes Geldsystem einzuführen.

Wenn es dich interessiert, empfehle ich den Film "Vom Geist des Geldes".

Dann kann man auch sehen, daß der, von dir beschriebene Kreislauf, bereits vielen millionen Menschen zum Verhängnis geworden ist.


Kommentar von NewKemroy ,

Kommt gut. Weißt Du wer den Film produziert hat?

Kommentar von Nicodemus0815 ,

Yorick Niess hat das Drehbuch geschrieben, die Regie geführt und den Film produziert.

Antwort
von DerBuddha, 14

1. hat uns keine märchenfigur irgendwas in die gene getan, denn die geschichte der religionen und der menschheit beweist, dass nicht gott den menschen, sondern der mensch sich seine ganzen götter selbst erschaffen hat..............:)

2. liegt es im wesen der natur selbst, durch ausbreitung, selektion und immer neue und bessere varianten irgendwie etwas "perfektes" zu erschaffen.......... der mensch IST natur und er lebt genauso wie die natur es vorzeigt..........leben, ausbreiten und überleben um jeden preis.......... das wir dabei versuchen, immer besser, immer schöner oder sonst was zu sein, ist also "normal", zwar nicht immer gut für die umwelt und das umfeld, aber eben natürlich...............

es ist auch ein großer irrtum, wenn man immer behauptet, nur der mensch macht diese ganzen bösen und schlimmen dinge, denn ALLE, wirklich ALLE dinge die der mensch so anstellt, kommen auch in der natur selbst vor.......... der einzige unterschied dabei ist nur, dass der mensch sein handeln reflektieren kann..........UND, NUR der mensch teilt alles in gut/böse ein, die natur macht es einfach..............

wäre in der natur keine anpassung, kein bestreben, alles immer weiter zu entwickeln, vorhanden, wäre das universum nicht dass, was es jetzt ist, mit allen lebensformen darin, mit allen schlimmen dingen darin, mit allen schönen dingen darin.............. um das mal zu verdeutlichen: WAS macht die lebensform, die dann auf dem planeten existiert, wenn der sonne mal der kraftstoff ausgeht und alles leben dann in den tod reisst?............ nur ein beispiel von vielen, um mal zu verdeutlichen, dass es völlig egal ist, was irgendwer mal irgendwann tut, letzen endes ist die natur doch stärker und macht es einfach so wie sie es will...................:)

denn NICHTS hält ewig, auch die ewigkeit nicht................*zwinker*

Kommentar von Abahatchi ,

man immer behauptet, nur der mensch macht diese ganzen bösen und schlimmen dinge

eben, wenn man sich mal anschaut, wie es im "Tierreich" (Der Mensch ist ein Teil davon) zugeht. Für den Grashüpfer ist die Gottesanbeterin die Böse, wenn er denn wie Menschen werten würde. 

https://www.youtube.com/watch?v=-b4LLMt6NWA

Kommentar von DerBuddha ,

jup....deshalb ja auch mein zitat:

"UND, NUR der mensch teilt alles in gut/böse ein, die natur macht es einfach.."...:)

Kommentar von Abahatchi ,

jup....deshalb ja auch meine Ergänzung für die, die Deine Antwort zwar lesen aber nicht so einfach mit ihren grauen Zellen verarbeiten können. Anschauliches ist immer gut, weil bei diesen Leuten dann mehr "Sinne" angesprochen werden. ;-)

Grusz Abahatchi

Kommentar von DerBuddha ,

ich glaube, wir überfordern manche leute hier.................*g*

mist ich bin ja gar nicht gläubig............:)

Antwort
von Ifm001, 30

Auch wenn ich nicht gerade gottesfürchtig bin ... der Glaube sagt gar nicht aus, dass Gott irgendwelche Gene füttert und einen Weg vorgibt.

Dies "immer besser"-Gen wird durchaus benötigt, allerdings ist dieses extrem menschengemacht. Problem ist hier aber eher, dass das Volk gewähren lässt, obwohl Politiker deren Meinung gerne ignorieren oder als Protestwähler noch schlimmeres herauf beschwören.

Antwort
von RudolfFischer, 13

Das hat mit Gott nichts zu tun.

Auch mit Vernunft nicht mehr. Wenn ich alles habe, was ich brauche (und man braucht erstaunlich wenig), dann ist das Streben nach noch mehr einfach nur ein Monopolyspiel, das zur Sucht werden kann.

Die Menschheit wird nicht durch Bosheit gefährdet, sondern durch Gier und Dummheit. Bei einer Minderheit schlägt das Bewusstsein, von allen gesellschaftlich und wirtschaftlich abgehängt zu sein, dann in Verzweiflung, die in sinnlose Mordtaten mündet, um.

Antwort
von JustNature, 16

Deine Frage hört sich recht jugendlich unerfahren an.

Es geht in Deutschland längst nicht mehr um "immer mehr". Unter Merkels entsetzlicher Politik geht es für die Mehrzahl der Deutschen "ums Überleben", ums Durchkommen und längst nicht mehr um "immer mehr".

Mit einem "Gott" hat das Ganze null zu tun. Es gibt keine "Gottesfigur", die die Geschicke der Erde oder des Einzelnen lenkt.

Expertenantwort
von atzef, Community-Experte für Politik, 13

Nein.

Warum sollte es eine Sackgasse sein, sich weiter verbessern zu wollen? Das ist eher legitimationsideologisches Denken für Leistungsschwache.

Und wtf ist "Gott"?

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