Frage von HDKOPTER, 38

Sind wir nur ein Bild unserer Gedanken?

Hallo community ich mache mir sehr viele gedanken über unser darsein.
Meine frage bezieht sich auf unsere Wahrnehmung und unserer Dimensionsfläche und für das darsein unserer individuallität.
Sind wir wirklich so individuell wie wir meinen...? Oder nehmen wir uns einfach nur so wahr als wären wir es.
Vielleicht sieht unser wirkliches darsein sehr viel anders aus als unsere augen siw zeigen.
Und kann es sein das wir gerade vielleicht in einer so genannten Interdimension leben?
Vielleicht sind wir im moment nur am träumen oder wenigstens einer von uns oder wir selber und alles was in dieser welt abspielt ist ganz allein unser Gedanke und unsere vorstellung.
Ich hab ja gehört das man das univerdum durch sein Gedächnis beeinflussen können soll.
( wer The Secret Gelesen oder gesehen hat wirds verstehen)
Können wir nun wirklich das universum mit unseren mentalen fähigkeiten beeinflussen?
Durch das immer und immer wieder kehremden glauben?
Oder kann es einfach nur sein das wir etwas unbedeutenden und fiktives sind das in etwas noch größerem lebt wie bakterien?
Wie steht ihr zu solchen theorien?

Antwort
von NichtZwei, 10

Unser Ich-Gefuehl, das wir ab einem bestimmten Alter entwickeln und das von allen Seiten gefoerdert wird, ist tatsaechlich nur eine Ansammlung von Gedanken, eine fiktive Person mit einer scheinbaren Lebensgeschichte, die dies und das aus was fuer Gruenden auch immer getan hat. Diese Geschichte schreiben wir immer fort und sie muss logisch sein, wenn wir sie anderen erzaehlen, also nachvollziehbar. Man sagt dann nicht: Ich weiss auch nicht, warum ich das getan haben oder es ist einfach passiert, nein, wir wissen immer, warum wir so oder eben nicht so gehandelt haben. Das ist natuerlich alles pure Phantasie unseres Verstandes, der uns diese Person, die wir sein sollen, mit Gedanken fuettert und wir glauben dann, wir denken diese Gedanken, nein, wir denken sogar, wir sind unsere Gedanken, die Stimme im Kopf.

In Wirklichkeit sind wir Niemand, keine Person oder sonst was Spezielles. Das ist schwer zu verstehen, wo wir doch unser ganzes Leben um eine fiktive Person herum gestrickt haben.

Wenn wir nun Niemand sind, dann kannst du dir vorstellen, dass das Leben immens einfacher wird, wir muessen dann die Illusion einer Person nicht mehr aufrecht erhalten. Du musst dich nicht mehr rechtfertigen, den Schein wahren, sondern einfach nur sein. Das ist einfach, dir steht dann mehr Energie zur Verfuegung.

Alles was du tust und nicht tust beeinflusst alles was ist, weil alles verbunden ist, deswegen gibt es auch keine speziellen Gruende, sondern alles passiert einfach und du bist der Boebachter.

Diese Kreationen, oder sagen wir Illusionen, koennen dich dann erinnern wer du wirklich bist, also nicht der Mensch oder Person, die du gedacht hast zu sein, sondern etwas viel maechtigeres und viel goettlicheres, als du dir es vorzustellen vermagst.

Letztlich erkennst du, dass es niemand gibt, der irgendetwas tun, sondern Dinge einfach geschehen und du schaust es dir an.

Dann erkennst du, das alles nur Illusion ist, nichts Echtes, sondern dass das einzig Echte du Selbst bist und du Selbst bist Teil des grossen Ganzen, was  wir Leben nennen, oder Gott oder Schoefung und dann bist du durch.

Alles Gute!

Antwort
von BertRollmops, 12

Was ist Schicksal? Gibt es einen freien Willen? Unterliegen wir nicht der Illusion, die gefilterten Informationen unserer Sinneseindrücke als absolut wahr anzusehen? Und wie beschränkt sind unsere 5 Sinne - in jedem Bereich unserer Wahrnehmung werden wir von spezialisierten Tieren um Längen geschlagen. Also ist unser Bild der Realität ein Bruchstück der ungeteilten Wahrheit.

Jeder von uns hat aber seine eigenen Bruchstücke, die er einem kollektiven Bewusstsein der Menschheit hinzufügt. Ist das, die Summe der Bruchstücke, die absolute Wahrheit? Wohl kaum, da es Lebewesen gibt, die über völlig andere Sinnesorgane und Wahrnehmungsmöglichkeiten verfügen, die wir als Mensch nicht erkennen geschweige denn bewerten können. Wir bleiben bruchstückhaft.

Wenn Du jetzt jeden Bruchteil eines Augenblicks Entscheidungen treffen kannst, nimmt die Geschichte eine bestimmte Wendung. In einem anderen Fall entscheidet man anders, und jedes mal teilt sich die mögliche oder bereits geschehene Zukunft in neue Stränge, die wietere Konsequenzen mit sich ziehen.

Diese Aufspaltung in Wahrnehmungen und daraus resultierenden Entscheidungen und Handlungen lässt sich ins unendliche dehnen. Und doch ist alles eins. 

Wenn wir begreifen, dass Handlungen stets von egoistischen Motivationen (ich mag, ich mag nicht, ich liebe, ich fürchte, es löst gar keinen Reiz in mir aus...)angestossen werden, werden wir die Trennung immer weiter voran treiben, je mehr wir uns als von den anderen abgespaltene Persönlichkeiten identivizieren und somit mit ihnen in Konkurrenz gehen.

Aus der absoluten Warte sehen wir ein immer komplexer und dichter werdendes Realitätsfeld, in dem aus flüchtigen Möglichkeiten, sich im einzelnen zu entscheiden ein enormer, gigantischer, gleichzeitig verschwindend kleiner und unendlich dichter Fixpunkt gebildet wird, die reine Energie der Schöpfung, aus der wir jede Sekunde geboren werden und in die wir in jeder Sekunde zurück stürzen. Die Idee eines kohärenten Egos ist damit nicht tragbar. Und wir könnten jeden Moment erwachen.

Antwort
von soissesPDF, 12

Du bist heftig durch den Wind.

Die Realität ist das was wir wahrnehmen, nicht das was ist.
Im Moment sieht der Mensch RGB = Rot-Grün-Blau, daraus ergeben sich die Farben, alle anderen.
Vor nur 40.000 Jahren waren "wir" rotblind.
Erst als die Evolution das änderte, schnispste der Homo Sapiens in die Geschichte.

Da nur 1/3 der Gehirnmasse überhaupt genutzt werden stehen noch ein paar gewaltige Überraschungen an, die späteren Jahrtausenden.

Kommentar von ActionCreeper ,

Bei dir kann man z.b. anknipsen dass wir nicht nur 30% unseres Hirn verwenden. Gleichzeitig ja, aber allgemein gesehen verwenden wir über verschiedenste Situationen verteilt unser ganzes Hirn. Erst informieren, dann hier schreiben

Antwort
von CountDracula, 10

Hallo,

erst einmal finde ich Deinen Gedankengang gar nicht so abwegig. Es gab schon einige, die sich Gedanken darüber gemacht haben, inklusive Stephen Hawking.

Die Antwort auf solche Fragen werden wir allerdings wahrscheinlich nie erfahren können: Alles - wirklich alles - was wir wahrnehmen, ist ein Produkt unseres Gehirns.

- Das Licht, was auf unser Auge trifft, wenn wir sehen, löst eine Reaktion der Sehzellen aus. Diese Sehzellen übermitteln die Reaktion in Form von elektrischen Impulsen über den Sehnerv an das Gehirn, welches sie dann verarbeitet. Ohne die Verarbeitung im Gehirn könnten wir nicht sehen.

- Wenn ich etwas fühle, werden so genannte Tastpunkte in der Haut gereizt. Diese senden über die Nervenbahnen ebenfalls Signale ans Gehirn, welches diese Signale dann interpretiert.

So kann ich mit allen Sinneswahrnehmungen weitermachen.

Da gibt es auch das Gedankenexperiment "Gehirn im Tank": Wir könnten nur ein Gehirn im Glas sein, das von einem Supercomputer in einer perfekten Simulation Signale empfängt, die das Gehirn dann interpretiert und als Realität wahrnimmt. Wir hätten dann keinerlei Möglichkeit, herauszufinden, dass wir ein Gehirn im Tank sind, das von einem Supercomputer in einer perfekten Simulation Signale empfängt.

Wir verändern auch durch unsere Gedanken das Universum. All unseren Taten geht ein Gedanke voraus, und unsere Taten verändern die Welt, auch, wenn diese Veränderungen häufig minimal sind.

"Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet:

Kommt aus getrübtem Geist Dein Wort und Dein Betragen,

So folgt dir Unheil, wie dem Zugtier folgt der Wagen.

Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet:

Entspringen reinem Geist Dein Wort und Deine Taten,

Folgt das Glück Dir nach, unfehlbar wie Dein Schatten."

- Buddha, Dhammapada, Vers 1 und 2

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