Frage von Bluemeli99, 120

Sind wir nicht alle Marionetten des Geldes?

Hey, in letzter Zeit ist mir immer mehr aufgefallen, dass eigentlich alle nur dem Geld hinterherrennen...Es fängt in der Schule an, jeder will einen möglichst hohen und guten Abschluss bekommen. Wer das geschafft hat, will studieren oder ein Ausbildung machen, wo man später viel verdient und Aufstiegsmöglichkeiten hat. Im Beruf später tut man auch alles, um nicht gefeuert zu werden. Man hat sein ganzes Leben nach Geld ausgerichtet. In der Schule lebt man nicht, weil man sich den Grundbaustein legen muss. Im Studium/Ausbildung lebt man auch nicht, weil man den weiteren Baustein drauf setzen muss. Im Beruf lebt man auch nicht, sondern erfüllt nur stur die Aufgaben des Chefs. Und schon ist man 60. Als Rentner hat man keine Verpflichtungen mehr, aber ist auch zu alt um etwas zu unternehmen...

Ich weiß, dass das bisschen übertrieben dargestellt ist, aber es kommt mir nur noch so vor: Jeder steht morgens früh auf, fährt zu Schule/Ausbildungsplatz/Firma. Dort erledigt er seine Aufgabe. Ungefähr zur selben Zeit fahren alle heim. Der Tag ist fast um. Viele sind fertig und unternehmen dann nichts mehr. Und das machen mehrere Millionen Menschen in unterschiedlichen Ländern, täglich.

Warum? Ist das das Leben? Jeden Tag das selbe zu tun, sich jeden Tag vom Geld leiten zu lassen? Für was? Dass man Kohle hat? Aber wann hat man Kohle? Wenn man Rentner ist. Was kann man als Rentner noch großes unternehmen? Kaum etwas. Wer sich dem "Geldhinterherjagen" nicht anschließt, wird von der Gesellschaft ausgegrenzt! WEIL ER LEBT !! Er steht nicht jeden Morgen um 6 auf, um in der Arbeit zu sein. Er steht heute um 7, morgen um 9 und übermorgen um 8 auf. Und kommt wann er will und geht wann er will. Und es dauert nicht lange und er ist arbeitslos. Somit wird er erneut von der Gesellschaft ausgegrenzt weil er kaum Kohle hat, weil er als "faul", "nicht mit 2 Füßen auf der Welt" angesehen wird. Aber ist es nicht diese Person, die wirklich lebt? Die das tut, was sie will? Die Sachen erlebt? Weil sie heute hier sein kann und morgen dort? Weil sie sich an nichts bindet und die Welt erkundet oder so lebt, wie sie es will? Ist das nicht das eigentliche Leben? Das zu tun was man will?

Aber trotzdem rennen 95% der Gesellschaft dem Geld hinterher, geben ihre Fröhlichkeit und Lebenfreude auf und nehmen stattdesssen Ernsthaftigkeit, Bissigkeit, Sturheit und Ehrgeiz in Kauf. Für was? Es sind nicht umsonst die "ärmeren" Leute, die lustig sind und mit denen man immer was machen kann, weil sie sich nicht an Regeln halten und nicht der Kohle hinterherrennen. Diese Leute leben und nehmen es so hin, wie es ist. Mit "reicheren" Leuten kann man kaum etwas unternehmen, die sind meist spießig und immer mit der Arbeit beschäftigt. Diese Leute haben vergessen zu leben! Sie verstecken sich hinter 3 Häusern und 2 Yachten. Damit sie angeben können und so eine Entschuldigung haben, warum sie so viel arbeiten und nicht leben! Weil die Gesellschaft süchtig nach Geld ist !

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von ButchButch, 22
Ja

Ganz klar ja. Aber es Funktioniert. Geld ist der einzige Anlass, um überhaupt zu Arbeiten. Das Leben ist nicht wie in Minecraft, wo jeder sich selbst versorgen, und trotzdem nebenbei eine Stadt bauen kann. Würde keiner Arbeiten und "Leben", wie du es nennst, würde bald die Gesellschaft zusammenbrechen, da die nötigen Ressourcen nicht mehr hergestellt werden.

Gebe es kein Geld, würde dir erst mal auffallen, wie viele wichtige Jobs es gibt. Leute mit mehr Bildung sitzen in der Regierung und sorgen dafür, dass genug Waren in einem Land sind und Leute mit weniger Bildung sorgen dafür, dass du deinen Müll nicht im Keller lagern musst.

Du kennst doch den Spruch "Einer für alle, alle für einen". So ist das Leben auch. Du selbst arbeitest z.B. als Landwirt. Du produzierst Lebensmittel für die Gesellschaft, und bekommst dafür Kleidung von der Gesellschaft.

Geld ist also dein Lebensmittel. Ein Hund tut alles um ein Stück Fleisch zu bekommen. Wenn es aber kein Fleisch mehr dafür gibt, wofür sollte er alles tun?

Geld ist der Grund, warum Leute nicht einfach "Leben" können, während andere sie versorgen.

Und mal ganz im ernst: Man kann schon noch leben, nur halt nicht so wie man es gerne würde.

Antwort
von fluffiknuffi2, 30

"Im Studium/Ausbildung lebt man auch nicht, weil man den weiteren Baustein drauf setzen muss." 


Also ich habe gelebt! :D Jetzt nicht mit Party machen und den sonstigen üblichen Klischees, aber ich habe mein Studium seeehr in die Länge gezogen und während dessen halt mein Ding gemacht. Ja dadurch war mein Berufseinstieg verspätet und andere in meinen Alter sind mir beruflich voraus aber damit kann ich persönlich ganz gut leben. :) 


". Und schon ist man 60. Als Rentner hat man keine Verpflichtungen mehr, aber ist auch zu alt um etwas zu unternehmen..." 


60 heißt nicht unbedingt schon Rente. Und warum? Weil man mit 60+ durchaus noch recht fit sein kann. Mein Vater wird bald 70 und ja klar gewisse Alterserscheinungen gibt's und er merkt auch dass er körperlich nicht mehr so fit ist, aber er ist dennoch noch weit entfernt von "zu alt um etwas zu unternehmen". Im Gegenteil er macht recht viel (Reisen, Kultur, ...), hat auch sein (altersgerechtes) Fitnessprogramm, kann noch Heimwerken, Autofahren, usw... Klar er macht keine Party bis morgens um 5 aber ganz ehrlich ich finde er kann das Leben noch ordentlich genießen. Geistig ist er bestimmt nicht mehr auf dem Zenit aber ich sag's mal so, auf seinem jetzigen Niveau wäre so manch einer gerne. :p Ich erhoffe für mich in dem Alter auch in so einem (relativ gesehen) guten Zustand zu sein! 


"Er steht nicht jeden Morgen um 6 auf, um in der Arbeit zu sein. Er steht heute um 7, morgen um 9 und übermorgen um 8 auf." 

Also ich könnte das theoretisch tun. Naja sagen wir 8:30 und sobald ich in die Nähe meines Arbeitsplatzes gezogen bin (was ich definitiv vorhabe). Gleitzeit :p Muss natürlich dann auch entsprechend länger arbeiten, klar. Aber wer im Homeoffice arbeitet kann dann vielleicht auch erst um (kurz vor) 9 Uhr aufstehen weil der Arbeitsweg und ggf. noch anderes entfällt. 


"Und kommt wann er will und geht wann er will. " 


Ja das ist für den Durchschnittsarbeitnehmer nicht möglich, aber so mancher arbeitet auf eigenen Wunsch hin nur 30 Stunden pro Woche bei Gleitzeit... also da ist man dann durchaus recht flexibel und man kann davon Leben (den richtigen Stundenlohn vorausgesetzt).
Es gibt heute zumindest in manchen Branchen viele Möglichkeiten große Flexibilität zu erlangen. Hat natürlich oft auch irgendwelche Nachteile (z. B. weniger Geld) aber möglich ist es. 


"Aber trotzdem rennen 95% der Gesellschaft dem Geld hinterher, geben ihre Fröhlichkeit und Lebenfreude auf und nehmen stattdesssen Ernsthaftigkeit, Bissigkeit, Sturheit und Ehrgeiz in Kauf. " 


Ja das stimmt wohl, viele tun das. Ich mache da aber nicht mit, zumindest was die Bissigkeit etc. angeht. Ich will eine vernünftige Balance! Ja ich arbeite und das mit 45 Stunden pro Woche auch nicht so wenig, aber das war's dann auch, dann ist Schluss und ich lasse mir von meinem Job auch nichts vermiesen. Ich weiß noch nicht wie meine weitere berufliche Entwicklung aussehen wird. Theoretisch verdiene ich jetzt schon genug und könnte einfach ab und an mal ein kleine Gehaltserhöhung anfragen, was wahrscheinlich mir ein ordentliches Leben (+Rente) sichern dürfte. Viel Wohlstand allerdings nicht. Aber die Entscheidung ob ich mich mehr reinhängen will oder nicht habe ich noch nicht getroffen und werde mir damit auch noch etwas Zeit lassen. 


"Diese Leute haben vergessen zu leben!" 


Das wird mir nicht passieren, egal wie sich mein Job entwickelt! Mein Job macht mir relativ viel Freude, daher hänge ich mich schon einigermaßen rein, aber ich übertreibe es auch nicht und will es auch nie tun. Was nützt mir wenn ich statt ordentlich sehr gut verdiene, aber kaum noch Zeit habe bzw. einfach sehr gestresst bin? Ich arbeite schon doch noch um Geld zu verdienen und das in meiner Freizeit auszugeben (Lebenshaltungskosten mal außen vor gelassen). Ja ich habe einen angenehmen Job aber wenn ich die Wahl hätte würde ich doch etwas noch angenehmeres tun, z. B. meine eigenen privaten Projekte weiter verfolgen, die sich aber halt nicht gut genug monetarisieren lassen. Ergo hat der Job schon primär den Zweck, Geld reinzubringen. Und der Zweck von Geld ist es, ausgegeben zu werden. Und nicht angehäuft zu werden, bis ich mit 80 als geiziger Millionär sterbe...












Antwort
von NewKemroy, 37
Ja

Ja, natürlich. Würde man irgendjemand mit einer Geld-Strafe von 500 EUR bedrohen, dann kannst Du zu gucken, wie plötzlich die Leute aktiv werden, um dem Geld-Verlust zu entgehen. Da bekommt jeder Beine - auch ohne Marionettenfäden.

Antwort
von Fundefs, 52

Ich weiß nicht wirklich auf welche der vielen Fragen sich die Abstimung bezieht. Also werde ich mal nicht abstimmen.

Für manche Menschen ist Geld hat gleichzusetzen mit Glück. Für die meisten ist und bleibt es jedoch der Wunsch nach Geld und Reichtum, welcher sie antreibt.

Ich würde jedoch nie für Geld etwas tun, dass mir keinen Spaß macht... Wenn ich einen Job hätte auf den ich keine Lust hätte, würde ich kündigen... Geld ist wür mich nicht alles... und ich habe eh nicht viele kostspielige Hobbies.

Es ist jedoch ein fester Teil unserer Gesellschaft, nach Geld zu streben. Und die Leute, die das machen wollen, sollen es auch machen. Ohne solche Leute würde unsere Wirtschaft nicht funktionieren. Und ich bin ihnen auch dankbar.

Da diese Leute, Jobs annehmen auf die sie keine Lust haben nur um Geld zu bekommen, können Leute wie ich, dennen Geld egal ist, das tun was sie möchten und am liebsten tun.

Antwort
von DerDanda1, 29

In letzter Zeit habe ich viel gelesen, dass die topstudenten nicht mehr dem Geld sondern den humaneren Arbeitszeiten und entspannteren Umfeld hinterherrennen

Allerdings kriegen topstudenten dabei natürlich immer noch nicht wenig Geld
Ich glaube so wie du es siehst ist es aber stark übertrieben und vielleicht vom Umfeld abhängig

Antwort
von unddannkamessah, 26

Es zwingt dich doch niemand in diesen Lebenszyklus, du kannst dich auch selbstständig machen oder sonst etwas ohne einen Chef.
Nicht jeder Job ist langweilig und eintönig, du beschreibst lediglich ein typisches langweiler Leben.
Und mit dem richtigen Job verdienst du auch genug Geld bevor du alt bist oder stellt deine Anforderungen etwas anders ein, damit du vielleicht mit weniger Geld glücklich wirst, manche leben auch ganz ohne Geld glücklich.
Ich kann nicht glauben wie abgefuckt dein Weltbild ist..

Antwort
von kami1a, 19
Sonstiges

Hallo! Alle ist übertrieben - viele schon. Aber so war de rMensch immer. Und wo es kein Geld gab ging es um Güter.

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von elisabetha0000, 28
Nein

Nein! Geld ist Geld und nichts anderes. Geld ist neutral. Wie du damit umgehst ist aber, was du daraus machst. Du kannst dich zu einer Marionette des Geldes machen oder auch nicht. Es liegt immer an dir selbst. Dem Geld ist es vollkommen egal!

Antwort
von Centario, 33
Sonstiges

Wenn noch nicht ganz, viel fehlt aber nicht mehr.

Antwort
von SerenaEvans, 55
Nein

Oder man sucht sich einen Beruf, der einen glücklich macht. In dem man etwas erreichen kann. Natürlich arbeitet man für Geld, aber eben nicht nur.

Und Schule, Studium, Ausbildung ... wer schlau ist nimmt davon mehr mit als nur einen Abschluss. Man kann auch mit einem geregelten Job leben.


Antwort
von TimeosciIlator, 17
Ja

Geld ist völlig überbewertet. Für viele leben wir gar nicht in einem Weltall sondern in einem Geldall^^!

Schlimmer noch: Diejenigen, welche nicht gefälligst ordentlich über 'dieses komische Zeugs' verfügen, werden außen vorgelassen.

Als "Geldmann" von Welt verkehrt man nämlich in gehobenen Kreisen. Mit denjenigen, welche sich mit dem Motto "Haste was - biste was !" identifizieren können.

Kommentar von Katzenhai3 ,

Hab' einen Vorschlag. Tausche meinen alten Fernseher gegen ein neues Fahrrad. :-D

Kommentar von Inkonvertibel ,

Dh

Antwort
von Kasumix, 37
Nein

Jeder kann selbst was aus seinem Leben machen...

Und seine Ansprüche runter schrauben...

Antwort
von Almalexian, 38

Es ist noch umfassender als Geld, aber ja: Unser momentanes Gesellschaftsystem wird zumindest zu großen Teilen durch den Kapitalismus definiert.

Antwort
von Kuestenflieger, 26

keiner süchtig auf geld , nur interessiert an bequemem leben . wir leben nicht im wald um uns zu ernähren , sondern brauchen das was andere herstellen . als tauschobjekt hat sich monetas entwickelt .

nach feierabend gibt es viele die mehr als vermehrung und glotze kennen .

Antwort
von Katzenhai3, 6
Nein

Ist es vielleicht ein Leben arm zu sein und nicht zu wissen was man am nächsten Tag essen soll ? Das ist nicht gerade lustig. Was soll ich unternehmen ?

Außer im Wald spazieren gehen und Blumen pflücken, bleibt mir dann ja nicht so viel.

Soll meine Freiheit daraus besten morgens umd 10 Uhr aufzustehen ? Vor allen Dingen wo ? Auf der Parkbank ?

Meinen Lebensunterhalt muss ich mir schon verdienen können, denn meine Eltern leben auch nicht ewig.

Wenn ich mir vorstelle von Kräutern und selbstgefangen Kaninchen zu leben, vergeht mir die Freiheit.

Kommentar von Bluemeli99 ,

Vielleicht liegt es nicht jedem auf einer Parkbank aufzuwachen. Aber mit Hartz 4 bekommt man Kohle und hat ein Kopf überm Kopf. Und das restliche Geld für Alk und Drogen ausgeben ist natürlich reine Dummheit. Aber das meine ich nicht.

Mir ging es um das allgemeine, ob alles vom Geld abhängig ist. Wegem Geld zerbrechen enge Freundschaften und auch sonst geht das ganze soziale Leben den Bach runter.

Und Leute, die in schlechten Verhältnissen aufwachsen, haben einfach die Arschkarte gezogen. Kein Geld, keine Bildung. Umfeld ergeben den Rest. Weißt du wie sauschwierig es ist, nur aus diesem Kreis rauszukommem? Und wie sehr man daran arbeiten muss? Das schaffen eben nicht viele. Oder hast du mit 14 bereits dein komplettes Leben überblickt und dir keinen Fehler erlaubt? "Reichere" Leuten passiert nix, für die anderen war´s das mit Zukunft. Und alles nur wegen Geld...

Trotzallem muss ich mich für deine Antwort sehr bedanken, sie hat mich auf eine komplett andere Gedankenschiene gebracht ^^ Vielen Dank :D

Antwort
von user6363, 35
Ja

Hast du doch gut erkannt, Glückwunsch. 

Antwort
von JNHLRT, 35

Geld ist die Dreh und Angelpunkt unserer Gesellschaft.Geld ist der "Rohstoff" des Lebens

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