Pescados am 10.10.2009 um 15:43 Uhr
Wir leben unter vielen Mitmenschen Tag und Nacht. Jeden Tag haben wir es mit unzähligen Menschen zu tun. Ob jung oder alt. ob afrikanisch oder asiatisch, dick oder dünn, gross oder klein. Immer wieder können wir neue Bekanntschaften schliessen. Doch am Ende.. (Ich habe mir das lange nachgedacht..) Am Ende sind wir doch alle Einsam. Unsere Liebsten, unsere Nächsten kennen wir im Grunde gar nicht genau. Man kann im Leben nur eine einzige Person verstehen-sich selber. Im Leben ist man immer auf sich gestellt, jeder ist allein. Zu diesem Thema hatte ich ein schönes Gedicht gefunden:
Seltsam, im Nebel zu wandern! Einsam ist jeder Busch und Stein, Kein Baum sieht den andern, Jeder ist allein.
Voll Freunden war mir die Welt, Als noch mein Leben licht war; Nun, da der Nebel fällt, Ist keiner mehr sichtbar.
Wahrlich, keiner ist weise, Der nicht das Dunkel kennt, Das unentrinnbar und leise Von allen ihn trennt.
Seltsam, im Nebel zu wandern! Leben ist Einsamsein. KEIN MENSCH KENNT DEN ANDERN, JEDER IST ALLEIN.
Wie sieht ihr das? eure Meinung würde mich sehr interessieren. DANKE

Einsamkeit ist ein Mangelzustand. Allein sein nicht. Und allein, als Individuum separiert von allen anderen ist man immer.

Wir kommen allein auf die welt und werden nicht gefragt und wenn wir gehen gehen wir alleine, wie in dem kurzen dasein das wir leben nennen.
Pescados am 10. Oktober 2009 15:51 stimmt!
kikkerl am 10. Oktober 2009 16:00 haargenau richtig!
JackySmith am 10. Oktober 2009 16:02 jap
Der Mensch ist ein Individuum, es gibt jeden Menschen nur einmal, und ob wir in unserem Alleinsein einsam sind, hängt davon ab, wie sehr wir bereit sind, andere Menschen auch sich selbst sein zu lassen - kurz gesagt, Toleranz dem Individuum gegenüber. Man findet gelegentlich - je nach Eigenart - Menschen, mit denen fühlt man sich seelenverwandt, dass muß noch nichtmal die eigene Familie sein, meist sind es ähnliche Schiksale die Menschen miteinander verbindet, doch irgendwann stößt man wieder an den Unterschied, der einen nicht verbindet. Meist sind wir dann wieder allein. Viele Menschen verbiegen sich, um nicht alleine sein zu müssen, doch nur wer mit sich alleine sein kann, sich selbst aushält, kann auch Andere aushalten. Wenn wir ehrlich zu uns selbst sind, dann sind alle wichtigen Entscheidungen alleine gefallen, man hört sich andere Meinungen an, und bildet daraus seine Eigene. Das ist richtig und wichtig, denn wir sind nur alleine für uns verantwortlich. Verantwortung kann uns Niemand abnehmen - daraus entsteht das größte Mißverständniss aller Zeiten, darum machen viele Menschen Andere verantwortlich für ihr Schiksal- und das ist falsch! Letztendlich sind wir immer alleine, besonders inmitten einer Gesellschaft, aber wir sind auch ein Teil dieser Gesellschaft und alleine verantwortlich wie sie sich gestaltet.
JackySmith am 12. Oktober 2009 23:41 Ich geb dann mal ein DH ;)

Dass der Mensch nur sich selbst versteht: Da habe ich noch Zweifel!
Allenfalls kann ich mich lieben, annehmen - so akzeptieren wie ich bin (auch wenn ich mich in mancherlei Hinsicht oder manchmal nicht verstehe!)
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"Sind wir im Leben immer alleine?" So weit ich weiß, gibt es nur einen Gott. Der ist also allein. Und jeder ist ein Teil davon. Also?
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"Am Ende sind wir doch alle einsam?"
Nein, gar nicht! Mag ja sein, daß einige sich einsam fühlen; ich gehörte auch viele Jahre zu den im Grunde Einsamen. Aber seit ca. 17 Jahren weiß ich, daß Gott immer mit mir ist.
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Was du schreibst, erinnert mich an Menschen, die sich vom Leben und allem irgendwie "abgetrennt" fühlen. Aber das muss gar nicht so sein. Dieser Zustand ist im Grunde auch gar nicht natürlich und nicht gesund und ist korrigierbar.
Siehe mein Tipp "Kollektive Zivilisations-Neurose" / "Krankheit der Gesellschaft" - hier bei GF oder bei gesundheitsfrage.net - zu finden über mein Profil.
Hermann Hesse würde ich sagen.
Mit dem All eins sein. Allein(s) sein.
Nur in dieser Stille können wir uns selbst finden und nah sein. Das ist vom Leben auch so gewollt.
Ich stimme dem zu, daß wir in Wirklichkeit mit uns allein sind. Auch wenn wir durch vieles wie z.B. Kontakte zu Menschen, Arbeit, Fernsehen eine Ablenkung von uns finden, bleiben wir doch immer für uns allein. Oftmals wollen wir dies nicht wahrhaben und haben auch Angst davor.

Jeder ist mit sich selbst allein, doch wenn man mit sich selbst, noch besser mit seinem Selbst gut zurecht kommt, ist man trotzdem nicht einsam.

"Jeder stirbt allein", doch ist er wirklich alleine oder verbindet ihn nicht dadurch auch wieder etwas mit allen anderen Menschen? Es kommt immer auf den Standpunkt an. Du bist allein und doch nicht allein. Du gehst Beziehungen zu anderen Menschen ein und musst sie wieder loslassen, um frei für neue Bindungen zu werden. So geht das ein ganzes Leben lang - und vielleicht noch darüber hinaus.

Man sollte Einsamkeit und Alleinsein unterscheiden. Einsam kann man auch in einer Ansammlung von Menschen sein, ohne alleine zu sein. Warum das mittlerweile so ist? Weil wir schnellebig geworden sind. Weil viele sich gar nicht mehr wirklich für den anderen interessieren und sich nicht die Mühe machen, sich hinten an zu stellen. Heute ist nur noch eins wichtig: Was machste Beruflich, wieviel verdienste. Denn: Haste nichts, biste nichts. Tja, seltsame Einstellung, ich teile sie nicht. Ich kenne meine Freunde und meine Familie.Ihre Eigenarten, Ängste, Sorgen und Nöte. Wir alle kennen uns, denn wir stellen uns selbst hinten an, wenn es darum geht, für den anderen da zu sein. Wir sind weder alleine, noch sind wir einsam. Eine Lebenseinstellung, die wir grundsätzlich weiter geben und nach der wir alle leben.
Ich habe Verantwortung für mein eigenes Kind. Damit bin ich nicht mehr alleine und werde es auch nie wieder sein. Ohne Kinder, denke ich, ist man tatsächlich alleine. Vielleicht nur gelegentlich unterbrochen von einem mehr oder weniger kurzem Vertrauensverhältnis.
Okay5 am 10. Oktober 2009 20:56 Na, dann pass aber auf, dass Du nicht verpasst, Dein Kind auf sein eigenes, selbständiges Leben vorzubereiten. Ein Kind zu benutzen, um nicht allein zu sein, ist das Letzte, was man tun sollte. Hast Du Dein Kind vernünftig (d.h. psychisch gesund) erzogen, wird es DIch eines Tages verlassen.
Blödsinn!!
Es gibt einen Unterschied zwischen "allein" und "einsam" sein.
Wenn wir einen guten Draht zu uns selbst haben, dann sind wir vielleicht allein, aber nicht einsam. Wenn man aber einfach mit jemanden zusammenlebt, nur um nicht allein zu sein, dann kann man ganz schön einsam sein.
"Ich habe damit begonnen, mir selbst ein Freund zu sein. Damit ist schon viel gewonnen, man kann dann nicht mehr einsam sein.
Wisse auch, dass ein solcher Mensch allen ein rechter Freund sein wird."
Seneca
Ich sehe das genauso!
JackySmith am 10. Oktober 2009 15:48 Warum?
Weil ich es genau so sehe..........darum
JackySmith am 10. Oktober 2009 16:44 Tolle Begründung

wenn man es psychologisch und phylosophisch sieht ist man auf sich selber eingestellt. umsonst gibt mir jemand einen guten oder einen schlechten rat. ich muss im endeffekt für mich selber denken und handeln. geht irgend etwas schief, dann muss ich damit umgehen.....
Hmm. ich weiß nicht, so genau kann ich dazu gar nichts sagen, ich persönlich bin immer allein gewesen oder habe mich so gefühlt, ob es dann wirklich so ist, sieht man selber oft gar nicht.

Ich bin nicht allein, ich habe gute Freunde, die immer da sind, wenn ich die brauche.
Pescados am 10. Oktober 2009 15:46 doch die können auch nicht immer um dich sein?
kikkerl am 10. Oktober 2009 15:47 stimmt...
hattemathe am 10. Oktober 2009 15:53 Nicht immer, aber ich weiß, dass ich die rund um die Uhr anrufen kann, wenn´s nötig ist.
Pescados am 10. Oktober 2009 15:55 das bringt dir nichts. Tief in deinem Innern bist du alleine. Für immer!
hattemathe am 10. Oktober 2009 15:57 Aha, ok...
Das bringt mir aber wohl was.
Nämlich das Gefühl nicht alleine zu sein...
Pescados am 10. Oktober 2009 15:58 ok. das finde ich schön
JackySmith am 10. Oktober 2009 15:58 Das mag sein. Aber sei wenigstens so fair und toleriere hattemathe`s Meinung. Es muss nicht jeder so sehen wie du. Jeder schaut durch seine eigenen Augen.
es gibt sicherlich leute welche einander sehr gut kennen.
manche haben halt sehr gute freunde

Schließlich können sich Menschen, die dich sehr gut kennen, in dich hineinversetzen und versuchen dein Handeln nachzuvollziehen. Du bist also nicht der Einzige, der dich versteht.
"Jeder ist allein." (Hermann Hesse) Das gilt für Bäume und noch mehr für uns Menschen. Gemeinschaften ("Wälder"), vom pränatalen Mutterleib bis zum nationalen Vaterland, können über dieses Alleinsein höchstens beschwichtigend hinwegtrösten. Sofern wir unter dem Alleinsein leiden: als die stillende Brust verlangende Säuglinge, die Heil bringende politische Führung ersehnende Arbeitslose und so fort. Freilich können wir auch anders. Wir können das Alleinsein als Operationsbasis für Anknüpfungen aller Art verstehen, bei denen es nie zur Verschmelzung mit diesem oder jenem Gegenüber kommt und dies auch immer weniger wünschenswert erscheint. Es liegt ein besonderer Reichtum, eine "seltsame" Erfüllung in der mehr oder weniger intensiv ausgestalteten Halbdistanz zu allem und jedem. Es ist dieses Verhältnis zu je meiner Umwelt, worin die den Menschen, jeden Einzelnen auszeichnende Weltoffenheit besteht. Und es ist diese Weltoffenheit, die uns mehr als nur tröstet, die vielmehr das "umnebelte" Alleinsein bis zur Kenntlichkeit verwandelt: in das All-ein-Sein. Im Leben wie im Tod.
M. M. n. sollte man zwischen Alleinsein und Einsamkeit unterscheiden. Ersteres ist für mich die faktische Abwesenheit anderer Menschen, letzteres der Mangel an sozialen Kontakten überhaupt oder einer bestimmten Innigkeit. Ob und in welchem Ausmaß ein Mensch einsam ist, ist daher nicht allgemein zu sagen, sondern hängt davon ab, wie viele wie innige Beziehungen zu anderen Menschen ein bestimmter Mensch braucht.
"KEIN MENSCH KENNT DEN ANDERN, JEDER IST ALLEIN."
Hier fehlt mir einerseits ein "vollständig" vor dem Komma, denn nur damit stimmt der erste Halbsatz. Ich will aber nicht jemanden einsam nennen, weil er nicht vollständig von einem anderen gekannt wird - im Gegenteil, würde mich jemand vollständig kennen, wäre mir das eindeutige zu viel der innigen Zweisamkeit, mithin das genaue Gegenteil dessen, was ich unter Einsamkeit verstehe.
Und natürlich ist man letzten Endes derjenige, der seine Probleme lösen muss. Aber dies kann mit der Hilfe anderer geschehen.

Es stimmt absolut, leider. Man kann noch so viele Freunde haben oder beliebt sein, letzten Endes wird man es nie schaffen, seine eigenen Gefühle, Probleme und Ansichten anderen gegenüber wirklich 100%ig vermitteln zu können. Jeder sieht die Welt aus seiner eigenen Perspektive, in der er gefangen bleibt, auch wenn er sich noch so sehr bemüht, die des anderen zu verstehen. ES GEHT NICHT! Auch Probleme kann man nicht lösen, indem man Problemlösungen anderer Leute übernimmt. Man kopiert nur etwas, statt wirklich eine eigene Lösung zu finden oder zu erschaffen.
manchmal hat man leute die zu einem stehen aber manchmal nicht.
JackySmith am 10. Oktober 2009 16:07 Die Frage ist in etwa so gemeint. Du kannst Menschen haben, die immer und in jeder Situaton stehen, aber du bist trotzdem allein. Jede Entscheidung muss du selber treffen. Die nimmt dir niemand ab. Mehr als Rat geben, können dir die anderen nicht.
ja aber du kannst dir hilfe holen wenn du nicht weißt wie du dich entscheiden sollt. aber du hast recht das letztendliche wort hat man immer selder. lg
JackySmith am 10. Oktober 2009 16:14 Genauso ist es ;-)
Kann ich zustimmen.