Ich höre immer häufiger,"ich will mir das kaufen,kann es mir aber nicht leisten,der Staat ist schuld,was kann ich schon tun?"

Ich kann dem soweit folgen, als manche Menschen tatsächlich Shopping zu ihren Hobbies zählen.
Mein Hauptproblem ist aber, dass der Konsum mittlerweile auch zur soziologischen Angelegenheit geworden. Menschen konsumieren sich gegenseitig und tauschen Partner und Beziehungen bei Nichtgefallen einfach aus, anstatt an sich zu arbeiten. Das wird schlimme Folgen für das Gemeinswesen haben.

Ja es ist eine Erziehungssache, aber in erster Linie die des Elternhauses und nicht die des Staates!
Wieviele Menschen gibt es denn heute, die noch auf etwas sparen? Nein, alles muß sofort gekauft werden und am besten auf Teilzahlung!
Und früher oder später kommt der große Jammer, man zahlt noch immer... für Dinge die längst kaputt sind, aus der Mode sind, oder was weiß ich.. und man schielt schon wieder nach dem neuesten Trend - JA das ist konsumgeil und das ist krank!!!
DerAufbereiter am 30. September 2007 16:48 Genau ! Ich freue mich z.B schon seit Jahren auf einen Flachbildfernseher. Kann ihn mir aber noch nicht leisten. Sowas kauft man nicht auf Pump ! Das ist Luxus !
Ich glaube die Erziehung ist durch die Werbung in diese Richtung erfolgt. Und dadurch das die medialen Vorbilder sich auch alles leisten können, wollen und auch tun.
So denken viele logischerweise, dass man sich viel kaufen muss, um etwas darzustellen.
Früher hieß es meines Wissens: Haste was, denn biste was! Dieses mag vielleicht auch nicht viel sympathischer klingen, als die Konsumverliebtheit. Dafür ist es aber besser für den einzelnen, da er wenigstens sein Geld zusammenhält und nicht droht sich zu überschulden.
Die Menschen müssen Bescheidenheit wieder mehr als Wert an sich begreifen. Dabei gilt die Devise, dass ein originäres Selbstbewustsein, besser ist, als eines, das durch großen Konsum (=Angeberei) entstanden ist.

Wir haben eindeutig einen Wertewandel in Deutschland zu verzeichnen. Interessant, welches Anspruchsdenken sich bei uns entwickelt hat. Dabei wird vergessen, das vorher immer Leistung steht.
Die Aussage was kann der Staat für mich tun ist falsch.
Statt dessen muss es heißen, was kann ich für den Staat tun. Denn wir sind der Staat.
Meine Antwort auf die Frage: Nein. Jede(r) macht d a s aus seiner Erziehung, wie er/sie es für richtig hält entsprechend der persönlichen Entwicklung. Da sind, was der Konsum angeht, andere Kräfte wirksam, denen man/frau sich auch ein wenig entziehen könnte, wenn es auch anstrengend ist! Und zu dem Zitat habe ich ein Gegenzitat: Sokrates, wenn er über den Markt ging und die vielen Waren der Händler sah, pflegte zu sagen: "Wie zahlreich sind doch d i e Dinge, derer ich nicht bedarf!"

Liebe/r Wahrhaftigkeit, gutefrage.net ist eine Ratgeber-Plattform. Deine Frage mag sicherlich interessant sein, gehört aber inhaltlich nicht hierher sondern in unser Forum unter http://gutefrage.net/forum Bitte achte doch in Zukunft darauf. Vielen Dank für Dein Verständnis. Und viele Grüsse, Ted vom gutefrage.net-Support
Tschuldigung,soll nicht mehr vorkommen

Die Kaufkraft hat nicht zugenommen. Aber unser Verhalten ändert sich. Es ist doch lediglich eine Umverteilung. Energiepreise hoch, Elektronik runter, usw. Im endeffekt bestimmen wir doch selbst. Zum Beispiel halte ich mich in meiner Freizeit von teurer gewordenene Aktivtäten, wie Disco, Essen gehen, Kino usw. etwas zurück, um die gestiegenen Energiepreise aufzufangen. Genauso habe ich mir einen Holzofen gekauft, der mir 80 Euro im Monat an Gas einspart. Ich denke, man muss auf die Gegebenheiten reagieren . Und zur Politik, erst mit einem gewissen Alter fing ich an, mich dafür zu interessieren. Allerdings ist es heufig deprimierend, wie sogar auf kommunaler Ebene schon in die eigene Tasche gewirtschaftet wird. Trotzdem : Schweigen ist feige, Reden ist Gold !

Wieso möchtest du das denn wissen? Also ich denke, dass keiner dafür erzogen wird, vielleicht ist es nur Gewohnheit. Stimmt doch auch, dass man sich das Ganze nicht wegen den Statt leisten kann. Man hört immer von den Politikern, dass alles gut usw ist, aber davon sieht man kaum was. Wir werden abgezockt und können uns so gut, wie kaum noch was leisten. Bei mir im Bekanntschaftskreis können kaum noch die Rechnungen bezahlt werden, obwohl alle arbeiten gehen, das kann´s jawohl auch nicht sein. LG
emjay am 30. September 2007 16:18 @Kathy89: Ich weiß gar nicht, was du hast. Fr. Merkel hat heute noch erklärt, daß der Aufschwung nun auch beim Volk angekommen ist und der kleine Mann auch was davon hat. Zweifelst du etwa daran?
Schiebedach am 30. September 2007 16:22 Wer zweifelt, neigt auch zum Leugnen -siehe:"Die Erde ist eine Scheibe"- Und außerdem haben selbst die Rentner dieses Jahr eine Rentenerhöhung bekommen, die jetzt auf den Kopf gehauen wird: Juuubel!!!!!
Was ist mit dem zweiten Teil der Frage?Sind wir zu unpolitisch?
Ich kann Wirtschaft und Politik nicht voneinander trennen. Man müsste zunächst einmal klären, was man unter "Politischer Erziehung" versteht, geschweige denn unter "Erziehung zur Konsumgeilheit".
Sehr gute Antwort!
Den Eindruck habe ich auch, in meinem Bekanntenkreis gibt man sich teilweise einfach nicht genug Mühe. Eine Beziehung muss gepflegt und aufgebaut werden.
Ja klasse Antwort,aber wie soll ich es einem Jugendlichen erklären,sich dagegen zu wehren,diesen Trend entgegen zu wirken.
Ich habe leider noch keine Kinder. Aber man sollte sich gewiss Zeit nehmen, das zu erklären, denke ich