Samml am 21.10.2007 um 9:01 Uhr
Wurde im Restaurant von einem Vegetarier als AAsfresser beleidigt. Habt ihr gute Argumente dagegen, oder sind wir,die sich "normal" ernähren tatsächlich eben solche o.G. ?

Sag' dem Vegetarier doch erst einmal was ein Aasfressender ist. Nämlich ein Lebewesen, was sich von verwesenden toten Körpern ernährt, also Kadaver. Wir ernährn uns aber von toten Tieren. Also nicht erst nach Verwesung. Jedenfalls dann, wenn uns ein krimineller Fleischgroßhändler nicht wieder Gammelfleisch unterjubelt.

Nimm solche Menschen nicht ernst. Es hat keinen Sinn, dagegen zu argumentieren.
Dieser Vegetarier hat den Begriff nicht als Fachterminus, sondern als Beleidigung verwendet. Eine Beleidigung ist per se unsachlich und kann nicht mit Sachargumenten widerlegt werden.
Du hast in solchen Fällen drei Möglichkeiten:
Beleidige ihn ebenfalls
Gib ihm eine Ohrfeige (§ 32 StGB gilt hier)
Laß ihn einfach stehen
Letzteres erscheint mir am vernünftigsten.
tradaix am 21. Oktober 2007 09:37 Guten Morgen WolfRichter. Ich missbrauche den Kommentar mal eigennützig: Kennst Du Dich mit Kaution bei Eigentümerwechsel aus? Stelle dann das Anliegen eines Freundes als Frage.
WolfRichter am 21. Oktober 2007 10:31 Hallo tradaix!
Danke für Dein Vertrauen. Natürlich weiß ein Jurist alles. ;-)))
Im Ernst: Hier gilt der Satz aus Goethes Faust: "Allwissend bin ich nicht, doch ist mir viel bewußt." Im Mietrecht habe ich lange nicht mehr gearbeitet. Ich weiß das, was bei regelmäßiger Lektüre der "Neuen Juristischen Wochenschrift" hängenbleibt - und ich kann Gesetze lesen.
Wenn ich etwas weiß, beantworte ich Fragen; wenn ich aufgrund meiner Erfahrung etwas vermute, stelle ich die Wahrscheinlichkeiten dar und wenn ich nichts dazu beizutragen habe, halte ich mich raus.
Guten Morgen tradaix,
Das Kommentarfeld ist nunmal kein Fragefeld.
Bitte benutze in Zukunft das Forum oder eine eigene Frage für Dein Anliegen.
Danke für Dein Verständnis und viele Grüße,
Tim vom gutefrage.net-Support
Samml am 23. Oktober 2007 18:33 Mich hat es nicht gestört, denke fradaix hat die Gelegenheit genutzt um direkt WolfRichter anzusprechen.Hab Euch nat. auch verstanden.

Wir sind keine Aasfresser. Begründung gab es schon. Jedenfalls sind es die meisten von uns nicht. Ich mag nicht für alle sprechen. Manche Menschen sind seltsam.
Beim nächsten Zusammentreffen dieser Art nimm dir einen Stuhl und setz Dich zu der Person an den Tisch und iß demonstrativ und genußvoll ein blutiges Steak.
Dazu kannst Du eine Diskussion anfangen und ihn als indirekten Tierquäler bezeichnen. Begründung: In der Wildnis herrscht das Recht des Stärkeren. Beutetiere werden in einem qualvollen und schmerzhaften Todeskampf von denen verspeist, die in der Narungskette über ihnen stehen. Wir tun das auch, aber human. Rind, Bolzenschußgerät, Schlachter, Grill, Magen. Du lindert also den Schmerz diverser Tierarten ;-)
Samml am 21. Oktober 2007 20:47 Ist ja ein guter Tipp, mag aber kein Blutiges Steak! .))
El loco Kaffeesatz (des wahnsinns fette beute) am 21. Oktober 2007 20:53 Zur Not tuts auch ein gut durchgebratenes Steak. Dann aber ein richtig großes. Ist zwar weniger Dramaturgie, aber es sollte dennoch klappen.

Nach dieser Definition könnte man fleischessende Menschen durchaus als Aas(fr)esser bezeichnen ;-)
"Direkt nach dem natürlichen oder unnatürlichen Tod eines Tieres ist dieses jedoch noch kein Aas, sondern eine Leiche/Kadaver. Beim gestorbenen Tier (und Mensch) setzt zuerst eine vollständige Entspannung aller Muskeln ein, danach folgt in meist kurzer Zeit (temperaturabhängig) die Leichenstarre. Da diese in wenigen Stunden eintritt, kann bei einem starren Kadaver noch nicht von Aas gesprochen werden. Er ist immer noch Frischfleisch.
Durch im Fleisch enthaltene Enzyme löst sich die Leichenstarre nach wenigen Tagen und die Muskeln entspannen sich zum zweiten und letzten Mal. Diese enzymatischen Prozesse (Autoproteolyse) sind die erste Stufe der Verwesung.
Von hier an kann nun chemisch von Aas gesprochen werden, obwohl das Fleisch für Menschen und alle Tiere immer noch essbar ist (siehe Abhängen). Das Immunsystem des verendeten Tiers ist zu diesem Zeitpunkt aber noch einige Zeit teilweise intakt, so dass noch keine bakterielle Fäulnis einsetzen kann, welche die oben genannten Gifte produziert.
Antikörper und Leukozyten (weiße Blutkörperchen) im Fleisch des Kadavers bekämpfen noch tagelang aktiv die meisten Mikroben, bis die Antikörper verbraucht sind und die Leukozyten alles Vitamin C im Kadaver aufgebraucht haben, das sie für ihre Immunarbeit benötigen.
Erst jetzt bricht das Immunsystem des ehemaligen Tiers vollständig zusammen und Bakterien besiedeln den Kadaver, beginnen ihn zu verdauen und sich selbst zu vermehren. Dabei entstehen nun im Zeitraum von Wochen und Monaten die Leichengifte und als Nebenprodukt die übel riechenden Fäulnisgase (Aasgeruch).
Am Anfang dieses Fäulnisprozesses ist das Fleisch aber für Menschen und Tiere noch essbar, die Bakteriengifte sind noch zu schwach konzentriert und der Geruch (noch!) erträglich genug, so dass es noch gegessen werden kann.
Das Fleisch ist zu diesem Zeitpunkt für Menschen lediglich "gut abgehangen" (siehe Hautgout) und für die Raubtiere immer noch gewöhnliches Fleisch. Für den Menschen ist es durch Kochen oder durch Einlegen in desinfizierende Flüssigkeiten, z. B. Wein (Sauerbraten) oder Essig, auch noch einige Tage darüber hinaus genießbar zu machen.
Mit fortschreitender Verwesung wird der Aasgeruch zunächst für Menschen, andere Primaten und die meisten katzenartigen Raubtiere zu streng. Würden sie jetzt noch davon essen, könnten sie davon krank werden oder sterben, weil nun für sie zu viele Gifte enthalten sind. Nun handelt es sich um Aas im eigentlichen Sinne, welches von vielen Fleischfressern nicht mehr angenommen wird. Von den Aasfressern wie den hundeartigen Raubtieren, Vögeln und einigen wenigen Reptilien wird das Fleisch aber immer noch gern genommen.
Wenn das Aas schließlich dem Zerfall nahe ist und für Menschen und fast alle Raubtiere ungenießbar geworden ist, kann es nur noch von stark spezialisierten Aasfressern wie Hyänen und Geiern verzehrt werden."
Siehe Wikipedia ;-)
Guten Appetit!

Vegetarier müssen alle Vitamine, die nur oder nur in ausreichender Dosis in tierischem Fleisch oder Fisch enthalten sind aus anderen Nahrungsquellen beziehen. So sind z.B. Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12 und Vitamin D größtenteils in tierischen Produkten enthalten und stehen daher Vegetariern fast immer in ungenügender Form zur Verfügung.
(vitamine-lexikon.de)

Das ist doch das Pendant zu dem "Grasfresser", der Vegetarieren bei Gelegenheit um die Ohren gehauen wird - nimms leicht!

Dem hätte ich nur gesagt: "Na und, Haupsache es schmeckt mir." Will damit sagen, solche Zeitgenossen darf man einfach nicht ernst nehmen. Mach Dir einfach keine Gedanken darüber und genisse das Essen, das Dir schmeckt.

Als Aasfresser bezeichnet man Tiere, die sich ausschließlich von Wild ernähren, das sie nicht selbst erlegt haben.
Insofern ist der Begriff in zweierlei Hinsicht falsch: erstens sind die Menschen Jäger und zweitens ernähren wir uns auch von Pflanzen, sind also klassische Allesfresser.
Yu Ly am 21. Oktober 2007 09:11 ..., die sich überwiegend von Wild...

Naja, wir essen die Tiere ja nicht lebendig! Deswegen könnte man, weit hergeholt, Aasfresser zu uns sagen.
Andererseits ist Aas ja ein verwesender Leichnam eines Tieres und verwesen soll das Fleisch bei uns ja auch nicht! Wir hindern es ja an der Verwesung durch Räuchern, Pökeln usw.
Von daher ist also Aasfresser etwas daneben gegriffen.
(Wurst sind an der Verwesung gehinderte Leichenteile verendeter Tiere, zum Teil in deren eigene Kotkanäle gefüllt :-P )
Der Mensch ist nun mal, wie uns der Aufbau seines Gebisses zeigt, für Mischnahrung ausgelegt. Er hat nicht nur Mahlzähne (Backenzähne) sondern auch Fangzähne (Eckzähne).
Auch ist das tierische Eiweiss ein Produkt das der Mensch zu seiner Ernährung braucht und das kann er nicht in ausreichender Menge mit Schnecken, die sich im Salat verstecken, zu sich nehmen. ;-P
Schnecken, Fliegen usw sind aber auch Tiere! ;-) Allerdings kann man sich schon vollkommen fleischlos ernähren und ausreichend Eiweiß zu sich nehmen
Lola60 am 21. Oktober 2007 10:52 trotzdem ist veganes Essen, für den Menschen, nicht natürlich
Beschwer dich das er deinem Essen das Essen wegisst.

Mit solchen extremen Menschen die dich als Aasfresser bezeichnen, würde ich schon mal garnicht mehr reden. Auf solch ein Neveau würde ich mich doch garnicht herablassen. Wie YuLy schon sagt sind wir Menschen Allesfresser, insofern ernährst du dich also, im Gegensatz zu ihm, natürlich.

Wir sind keine Aasfresser. Die Tiere liegen nach dem schlachten ja nicht rum und Vergammeln, sondern werden zügig verarbeitet. Ich würde das Lokal meiden, das ist ein schlechter Gastronom.

Ich habe ihn links oder rechts liegen gelassen und so getan als meinte er nicht meine Person.Da sich andre Mitgäste über ihn aufregten ist er auch des Lokales verwiesen wurden. Danke für Eure Ansichten!Und für tradaix, die Kautionen gehen an den neuen Vermieter mit entsprechenden Nachweis über, ihr müsstet darüber informiert werden, bestimmt in dem Schreiben wo steht, das ihr die Miete nun auf anderes Konto überweisen sollt.Bei uns wurde es so gehandhabt und haben gleichzeitig erfahren,wieviel Zinsen schon da sind.Denn die gehören uns und nicht dem Vermieter.
Lad ihn auf nen Hummer ein, der wird lebendig gekocht.....