Frage von AlfredBrenner, 34

Sind Videoaufnahmen zur Leistungsüberprüfung im Unterricht zulässig?

Meinem Wissen nach dürfe derartige Aufnahmennicht ohne meine Einverständnis oder die der Eltern angefertigt werden.

Wird der oder die SchülerIn dann nicht in dem Sinne genötigt, weil er oder sie schlechter benotet wird ?

Ich bitte um fachlichen Rat. Das heißt nur Leute, die sich damit sehr gut auskennen.

Antwort
von clemensw, 28

Sind Videoaufnahmen zur Leistungsüberprüfung im Unterricht zulässig?

Ja - unter gewissen Voraussetzungen.

Rechtlich einschlägig sind hier 

a) Gesetz betreffend das Urheberrecht an Werken der bildenden Künste und der Photographie (KUG) §22 Satz 1


Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden.


Eine Strafbarkeit wäre nur gegeben, wenn die Videoaufnahme verbreitet (d.h. an Dritte weitergeben) oder öffentlich (d.h. außerhalb des Klassenverbundes) verfügbar gemacht würde.


sowie
b) Strafgesetzbuch (StGB) §201a  Abs. 1 Nr. 1
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer
1.von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt eine Bildaufnahme herstellt oder überträgt und dadurch den höchstpersönlichen Lebensbereich der abgebildeten Person verletzt,

Die Räume einer Schule oder sonstigen Lehreinrichtung zählen aber idR nicht zum höchstpersönlichen Lebensbereich (von Ausnahmen wie Umkleideräumen oder Toiletten abgesehen).

Ich erkenne hier keine Straftat, die Du zur Anzeige bringen könntest.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Jedoch könnte es sich um eine Nötigung handeln, da eine schlechte Benotung die Folge des Verweigerns der Fertigung von Bildmaterial wäre.

Kommentar von clemensw ,

Dazu wären nach StGB §240 mindestens drei Voraussetzungen zu erfüllen:

- Es muß tatsächlich eine Drohung stattfinden, d.h. der Lehrer muß sagen: "Mach das oder ich gebe dir die Note 6."

- Es muß ein "empfindliches Übel" sein. Das ist bei einer schlechten Benotung wahrscheinlich zu verneinen.

- Die Tat muß als "verwerflich" anzusehen sein, d.h. moralisch inakzeptabel und tadelnswert sein. Die Aufnahmen werden aber gefertigt, um eine möglichst gerechte Benotung zu ermöglichen, sind also moralisch nicht zu beanstanden.

Nice try... aber wieder nichts.

Kommentar von AlfredBrenner ,

im Nachhinein muss ich sie auf eine Fehler aufmerksam machen. Sie sprachen nicht vom Schulgesetzbuch, in welchem klare Richtlinien vermerkt sind. Somit ist hier kein Bezug zur Schule, wenn ich mich recht entsinne.

Kommentar von clemensw ,

Schulgesetze sind Landesgesetze.

In welchem Bundesland gehst Du zur Schule? 

Antwort
von heratis23, 34

Nein, es ist ihm nicht erlaubt Videoaufnahmen anzufertigen, wenn du nicht damit einverstanden bist

Kommentar von AlfredBrenner ,

Ich war mir unsicher, da die Lehrkraft zudem behauptete es sei ein gängiges Mittel.

Kommentar von heratis23 ,

Dann kennt sich die Lehrkraft anscheinend sehr schlecht aus :D

Kommentar von heratis23 ,

Ein Lehrer darf noch nichtmal abgefangene "Briefchen" vor der Vorlesen, noch ihn selbst lesen

Kommentar von AalFred2 ,

Ein Lehrer darf Schüler auch nicht verprügeln. Was hat das mit Videoaufnahmen zu tun?

Kommentar von AlfredBrenner ,

gut, dass das jetzt geklärt wurde

Kommentar von AlfredBrenner ,

dessen bin ich mir bewusst

Kommentar von clemensw ,

Und das schließt Du aus welchem Gesetz?

Kommentar von AalFred2 ,

Wer benötigt denn Gesetze, wenn man gesundes Halbwissen und ein Bauchgefühl hat?

Kommentar von AlfredBrenner ,

ohne Gesetze würde nichts mehr funktionieren

Antwort
von tryanswer, 34

Wird der oder die SchülerIn dann nicht in dem Sinne genötigt, weil er oder sie schlechter benotet wird ?

Warum sollte der Schüler schlechter benotet werden, zumal das Benotungsergebnis im Nachhinein überprüft werden kann. Zumindest aus dieser Sicht liegt der Vorteil beim Schüler. Aber natürlich wird eine Aufnahme keine Leistung hervorzaubern, wo keine vorhanden war.

Es handelt sich dabei im Übrigen um ein gängiges Mittel zur Selbstanalyse.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Weil die Lehrkraft von einer Leistungsverweigerung ausgehen kann. ich bat um fachlichen Rat und nicht um Plattenbaujura

Kommentar von tryanswer ,

Es ist natürlich Leistungsverweigerung, wenn du dich dem Unterricht verweigerst, das hat aber nichts explizit mit der Aufnahme zu tun. Und ja, der Lehrer so wie jeder andere Mensch darf dich filmen oder photographieren. Allein über die Verwendung der Aufnahme kannst du entscheiden. Dir steht es also frei dir einen Anwalt zu nehmen und die Verwendung zur Benotung gerichtlich zu untersagen.

Ich erlaube mir einen persönlichen Zusatz: In was für einer schwachmatischen Welt leben wir eigentlich, in de Schüler solche Fragen stellen.

Kommentar von AlfredBrenner ,

die Anmerkung klingt exakt nach der betreffenden Lehrkraft

Kommentar von tryanswer ,

Das wundert mich gar nicht! Was genau meinst du würde dir eine Weigerung denn einbringen?

Kommentar von AlfredBrenner ,

Ich habe ihnen nicht gestattet mich mit du anzureden .

Kommentar von tryanswer ,

Dann gewöhn dich an die üblichen Gepflogenheiten im Internet.

PS: Du scheinst noch nicht mal volljährig zu sein.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Nein, es handelt sich nicht um Leistungsverweigerung, da ich bereit bin die Leistung zu erbringen. jedoch unter anderen Auflagen, da ich die individuelle Bewertung bevorzuge, sodass meine Leistung präziser bestimmt werden kann. Schach matt ! A.C.

Kommentar von tryanswer ,

Also du erbringst deine Leistung und der Lehrer gibt dir dann 3 Monate später eine Note auf Grund seiner Erinnerung - das erscheint dir objektiver?

Kommentar von AlfredBrenner ,

Nein, ich meine, dass die Lehrkraft die Leistung im Unterricht von jedem einzelnen Schüler überprüfen sollte. indem z.B. alphabetisch aufgerufen wird.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Es ist der Lehrkraft generell untersagt im Unterricht zu filmen. es gibt keine Ausnahme! ich bestimme, ob die Lehrkraft mich filmen darf.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Ich sehe mich in diesem Fall genötigt und werde diese Straftat zur Anzeige bringen, da die Lehrkraft wissen sollte wo ihr Platz ist. ich lasse mich nicht meiner Rechte berauben !

Kommentar von tryanswer ,

Da wie wir bereits festgestellt haben du Minderjährig bist, wirst Du schon mal gar nichts! Deine Eltern werden entscheiden, was zu tun ist.

Kommentar von AalFred2 ,

Vielleicht solltest du deine Nötigungstheorie mal bzgl. Hausaufgaben oder Leistungsüberprüfungen generell anbringen. Dann könntest du dir das alles sparen.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Ich bin nicht minderjährig. an welchem inhaltlichen Aspekt haben sie dies festmachen können ? ich höre.

Kommentar von tryanswer ,

Abgesehen von der geistigen Reife, die du immer mehr zu Markte trägst, an der Tatsache, dass du mit "Zustimmung der Eltern" argumentierst.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Ich werde der Lehrkraft das polizeiliche Führungszeugnis versauen

Kommentar von AlfredBrenner ,

Ich habe auch zu Anfang betont, dass ich hier keinen Rat von Hobbyanwälten annehme.

Kommentar von tryanswer ,

Dann wende dich doch direkt an deinen Hausanwalt! Oder laß einfach das rumgetrolle.

Kommentar von AlfredBrenner ,

Ich argumentiert damit aufgrund der Tatsache, dass andere Klassenmitglieder noch nicht die Volljährigkeit erreicht haben.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community