Sind Vertragspartner bzw. Gläubiger "verpflichtet" mir Auskunft über Die Inhalte unseres Kaufvertrages bzw. Nachweise zu erbringen über Ihre Forderung?

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5 Antworten

Ich möchte wissen, da mir der Hintern brennt, ob S-i-m-y-o [ real-Inkasso, sowie Telefonica-Deutschland] verpflichtet sind mir Die Vertragsunterlagen zu Zahlungs-zwecken zu geben??

Spätestens vor Gericht müssten sie ja ihren Anspruch dem Richter beweisen...durch u.a. Vorlage von Unterlagen.

bitte nur Antworten mit denen ich was anfangen kann, Sprüche zu meinem Verhalten könnt ihr euch Sparen.

Fordere schriftlich

  • Eine Vertragskopie
  • Eine aktuelle Forderungsaufstellung nach § 367 BGB
  • Vom Inkassobüro eine Vollmacht nach § 174 BGB, sowie die nach § 11a RDG notwendigen Informationen.

Wichtig für das weitere Vorgehen:

  • Wenn der Vertrag providerseitig fristlos gekündigt wurde, haben diese Anspruch auf Schadenersatz (Du hast die fristlose Kündigung des Vertrags durch vertragswidriges Verhalten schuldhaft herbeigeführt). Dieser ist begrenzt auf 50% der Fixkosten für die Restlautzeit zum regulären Vertragsende (z.B. Flats kosten 25,- € im Monat, Restlaufzeit sei 1 Jahr: 25,- € x 12 Monate x 50% = 150,- €)
  • Inkassobüros sind grundsätzlich zu ignorieren. Niemals Zahlungen an diese leisten, nichts unterschreiben und dem Eintrag bei der Schufa widersprechen (§ 28a BDSG).
  • Zahlungen erfolgen zweckgebunden direkt an den Gläubiger.
  • Zinsen (5% p.a. über Basis), Rücklastschriftgebühren (mind. 3,65 € pro Buchung), sowie Mahngebühren (max. 2,50 € pro Mahnbrief) können gefordert und durchgesetzt werden.
  • Kommunikation wird ausschließlich schriftlich per Einwurfeinschreiben geführt (vorab per Fax).
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Kommentar von flokassel89
29.10.2015, 00:38

Sehr vielen Dank für die Antwort! !!

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Hi!!

Also was meine Vorredner geschrieben haben ist zum Teil nicht ganz richtig.

Mit dem Inkassobüro muss man sich schon unterhalten, weil der Gläubiger keine Lust hat mit dem Schuldner zu reden. Wenn man nicht zahlt an das Inkassounternehmen, kommt ein Rechtsanwalt. Dann wird es doppelt so teuer. Das Beispiel mit der Flat als Grundgebühr 25 € es wird gekündigt durch das Unternehmen wegen Vertragsbruch, muss man den vollen Schadensersatz bezahlen, vom Tag der ausgesprochenen Kündigung bis zum Vertragsende. Ohne Abzug bei 12 Monaten Restlaufzeit wäre das 25€ x 12=300€+Verzugsschaden 5% über dem Basiszins das sind Gesamt ungefähr13%,39€=339€+ Inkassokosten und Auslagen =ca.450€. So wird es aussehen, wenn Du nicht zahlst. Die Unterlagen werden Dir von Zeit zu Zeit vom Inkasso zugesendet, mit der Aufforderung zu zahlen. Du kannst aber schriftlich alle Unterlagen anfordern beim Inkasso oder Rechtsanwalt. Wiedersprechen brauchst Du nichts, weil Du hast den Vertrag ja gemacht. Ob Du besoffen warst oder nicht, spielt keine Rolle Du bist voll geschäftsfähig, wenn Du 18 Jahre warst. Wenn Du weiterhin nicht zahlst, bekommst Du einen Schufaeintrag und dein Score sinkt von 100% ist glaubwürdig, ca 75% ist Vorsicht. Das heisst für Dich das eventuell Schwierigkeiten auftreten bei Bankkrediten, Baukrediten, Mobilfunkverträgen, Versandbestellungen auf Rechnung oder Raten. Es wird immer heufiger zu einer Ablehnung oder Vorkasse kommen.

Also überlege vorher und dann Handeln!!

Gruß

Tommy

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Kommentar von mepeisen
30.10.2015, 08:06

Dann wird es doppelt so teuer.

Und ein äußerst dreister Gesetzesverstoß. Kostendopplung durch zwei Rechtsdienstleister in derselben Angelegenheit ist schlichtweg verboten. Das Inkasso und der Anwalt setzen damit ihre Lizenz/Zulassung aufs Spiel.

muss man den vollen Schadensersatz bezahlen

Auch das stimmt schlichtweg nicht. Lediglich etwaigen Anteil an dem Gerät muss man voll bezahlen. Die Vertragsgrundgebühr ab Zeitpunkt der Kündigung jedoch nur zur Hälfte. Der Grund ist auch relativ simpel: Durch den Rauswurf spart sich der Anbieter auch einiges ein und damit ist der angerichtete Schaden deutlich niedriger als die volle Grundgebühr. Das wurde schon so von Gerichten ausgeurteilt und die Handyanbieter haben allsamt darauf verzichtet, zu beweisen, dass der Schaden höher ist als 50%.

Ob man Inkassokosten bezahlen muss, steht sowieso auf einem völlig anderen Blatt (Stichwort Schadensminderungspflicht).

Also bitte zuerst informieren und dann Ratschläge erteilen ;-)

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Und keine Einigungsgebühren oder überzogene Mahnkosten zahlen. Meistens wird eine Einigungsgebühr in Höhe von 75€ verlangt, das ist rechtwidrig, wenn sie bei einem Titel verlangt wird. Wenn kein Titel vorliegt kann man eine Einigungsgebühr verlangen, zahlen würde ich die aber nicht.

Gruß

Tommy

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Eine Kopie des Kaufvertrages kann dir dein Vertragspartner geben. S-i-m-y-o [ real-Inkasso, sowie Telefonica-Deutschland] sind nicht deine Vertragspartner. Sie sind eine eigenständige Firma, die für deinen Vertragspartner das Geld eintreiben sollen. Dafür werden sie auch extra bezahlt. Diese Kosten werden selbstverständlich dir aufgebrummt. Ist bei dir nichts einzutreiben, bleibt dem Gläubiger nichts anderes übrig eine Klage bei Gericht einzu bringen.

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verpflichtet sin sie nicht,aber Du kannst freundlich um eine Kopie gegen Kostenerstattung anfragen.

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Kommentar von flokassel89
28.10.2015, 18:01

hmmm.... aber wenn wir nen Vertrag haben müssen sie den ja vorlegen wenns rechtliche Wege geht kann ja nicht ohne Nachweis rechtliche Probleme geben.

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Kommentar von flokassel89
28.10.2015, 18:47

Ja und die sagen ich soll mich ans Inkasso wenden... was is wenn die Verträge beim hausbrannt dahin gingen

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Kommentar von franneck1989
28.10.2015, 19:38

Natürlich sind sie verpflichtet, siehe §11a RDG

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Kommentar von flokassel89
28.10.2015, 21:01

Danke frannek

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