Frage von webschamane, 247

Sind Verbote die große Stärke des Islams?

Ein Großteil des Leids der heutigen Gesellschaft besteht darin, dass wir verlernt haben nein zusagen und noch auf die schwachsinnigsten Forderungen eingehen.

Das einzige Ergebnis besteht darin, dass wir den Respekt uns gegenüber verlieren und verloren geben. Wer zu allem ja sagt, wird ausgebeutet und verspottet und die augenscheinliche Schwäche wandelt noch das sanfteste Lamm zum gierigen Wolf.

Liegt vielleicht darin die Stärke des Islams, dass er klare Grenzen zieht, bis hierher und nicht weiter und so den Menschen zu neuem Selbstbewusstsein verhilft ?

Antwort
von DottorePsycho, 65

Deine Hypothese "Ein Großteil des Leids der heutigen Gesellschaft besteht darin, dass wir verlernt haben nein zusagen und noch auf die schwachsinnigsten Forderungen eingehen." erscheint mir an zwei Stellen fragwürdig:

  1. Haben wir wirklich verlernt, "nein" zu sagen? 
  2. Steht das Leid einer Gesellschaft tatsächlich in kausalem Zusammenhang zur Fähigkeit "nein" zu sagen?

Ad hoc würde ich beides nicht bejahen, weshalb ich Dich bitten möchte, da mal etwas Licht ins Dunkel zu bringen: Wie meinst Du das, wie kommst Du darauf? Welches Leid genau?

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"Sind Verbote die große Stärke des Islam?"

Fakt ist, dass der sunnitisch-muslimische Alltag tatsächlich stark von Verboten geregelt wird, dicht gefolgt von den Schiiten, währenddessen die Aleviten sich hier weitgehend frei fühlen können.

Aber auch viele andere Religionen maßregeln ihre Anhänger durch Verbote, auch wenn sie manchmal als Gebote getarnt werden. ;-) Allerdings stellen diese Ver-/Gebote oft eher ein Wertesystem dar, als dass sie sich in die Details des Alltags einmischen.

Zurück zum Islam: Was ist halal? Was ist haram? Was ist makruh? Das hört und liest man an allen Ecken, wo Muslime zusammenkommen, nicht zuletzt auch hier auf GF. Meiner Ansicht nach sind Verbote dort sinnvoll und angebracht, wo Gefahren lauern - insbesondere wenn sie nicht leicht erkennbar sind. Ein Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 oder 80 km/h auf einer engen kurvigen Landstraße macht Sinn. Auf einer gut ausgebauten 4spurigen Schnellstraße ist es Gängelei.

Den Alltag durch unzählige Verbote zu regeln, gibt eine klare Struktur vor, solange man die Vebote alle kennt. Freiheit sieht indes anders aus.

  • Darf ich meine Haare (überhaupt) färben?
  • Darf ich meine Haare blau färben? Oder schwarz?
  • Darf mein Vater mich schlagen?
  • Darf ich eine auf 2 Beinen stehende Maus zeichnen?
  • Darf ich mich von einem Arzt des anderen Geschlechts behandeln lassen?
  • Muss ich in die Moschee?
  • Darf ich masturbieren?
  • Darf ich eine Freundin haben?
  • Darf ich zwischendurch beten? Darf ich ein Gebet auslassen? etc.
  • Muss ich ein Kopftuch tragen?
  • Ist Gelatine halal?
  • Wie widerstehe ich der sexuellen Versuchung?

Ein kleiner Auszug der Islam-Fragen der letzten Tage, der deutlich macht, wie verunsichert die umma hinsichtlich ihrer eigenen Rechtgläubigkeit ist. Dies ist ja aber auch kein Wunder, wenn man sich die Konsequenzen anschaut, mit denen der sunnitische Islam seinen Anhängern droht, falls sie es wagen sollten, sich nicht an gewisse Regeln zu halten bzw. die Verbote zu missachten.

Wenn innerhalb eines Systems ein übergroße und unübersichtliche Anzahl von Verboten besteht, die auch nicht logisch herleitbar sind, und die Übertretung dieser Verbote mit angsteinflößenden Strafen sanktioniert ist, dann ist jeder, der das System nicht verlässt, hautsächlich damit beschäftigt, sich über etwaige weitere Verbote zu informieren und alles zu vermeiden, was ihn evtl. in Gefahrennähe bringen könnte. Neuerungen und Fortschritt sind dann kaum noch möglich - es könnte ja haram sein.

Wenn einige dieser Verbote dann noch wider die Natur sind, wie z.B. das Verbot des ausserehelichen Umgangs mit dem anderen Geschlecht, dann sind Übertretungen vorprogrammiert, d.h. der gläubige Muslim hat ein schlechtes Gewissen, quält sich, kasteit sich, kann ausser Haus kaum noch aus den Augen gucken, weil allüberall sündige Versuchung lauert, ..... bis er irgendwann nicht mehr widerstehen kann und sündigt. Kein Wunder, dass er die Deutschen Frauen als persönliches Feindbild wahrnimmt, weil schon ihr offen getragenes Haar seine Libido torpediert.

Und jetzt? Jetzt hilft nur noch ein Sprengstoffgürtel um die Hüfte, um sich die 72 Jungfrauen zu sichern! Oder aber - wenn man dazu nicht den Mut hat - man fristet ein Leben in Angst vor der Hölle und dem Schaitan.

*Ironie on* Für wahr - Verbote sind eine Stärke des Islam! *Ironie off*

Vielleicht sollten wir Muslime mehr Verantwortung für unser individuelles Handeln übernehmen und NEIN sagen zu "boko haram", und islamische Forderungen ablehnen, die wider die Natur sind.

In schā'a llāh

Kommentar von eleteroj ,

Leute, lest das, speichert euch das ab und lest es wieder. Ich hab selten, und nicht nur hier, solche gedanklichen Volltreffer in so wenigen Worten lesen dürfen. Danke Dottore

Kommentar von celaenasardotin ,

Ja , kann man so sagen. Jemand , der das Problem wirklich versteht und eine unglaublich gute Antwort liefert

Kommentar von webschamane ,

Klar erscheint dir das fragwürdig, ansonsten müsstest du dich nämlich mit der wandelnden gesellschaftlichen Realität in Deutschland auseinandersetzen.

Besser Kopf in den Sand, ich wünsch dir viel Erfolg mit der Strategie, sehe aber selber keine Grund, meine Energie in hoffnungslose Fälle zu investieren.

Bei den Islam-Fragen, wissen wir beide, dass da viel Propaganda dabei ist. Die Fragen die du schilderst, beschreiben eher den Versuch Menschen auf einer besseren Weg zu führen und noch nicht das nötige intellektuelle und kommunikative Rüstzeug entwickelt zu haben.

Sind die Fragen lächerlich, ja, steckt dahinter die Intention Probleme erkannt zu haben addresieren zu wollen - ja.

Das gesellschaftliche Modell der 68er ist im wesentlichen gescheitert und wie ein Huhn ohne Kopf dreht es gerade noch die letzten Runde.

Die neue Gesellschaft wird weit konservativer aussehen, als die Alte, die Frage ist lediglich wie anders ?

Die einen sehen ihr Glück in einer Annäherung an russische Verhältnisse, die anderen in der Religion. Mich interessiert lediglich, wer gewinnt.

Kommentar von DottorePsycho ,

Ich finde es ziemlich traurig, wie Du mit mir "sprichst". Aber das dürfte Dir wahrscheinlich egal sein.

Eine fruchtbare Diskussion ist auf dieser Basis allerdings nicht zu erwarten, weshalb ich auf den Versuch verzichte.

Antwort
von ThomasJNewton, 97

Es ist nicht so einfach. Und deine Frage und dein Nick lassen mich vermuten, dass du das zu erkennen vermagst.

Nicht jeder Mensch kann endlos kämpfen. Schon gar nicht die, die nicht die richtigen Waffen haben. Nicht jeder verzichtet auf seinen Nobelpreis freiwillig.

Und auf Kampf beruht die westliche Zivilisation zu einem großen Teil. Das kann man auf den Bergriff Kapitalismus reduzieren, und trifft nicht den Kern.
Die Menschen sehnen sich nach Frieden, vor Allem nach innerem Frieden.
Sich aufgehoben zu fühlen, in einer Gemeinschaft.

Und dieses Bedürfnis ist so stark, dass es alles andere ausblendet. Da schließt man sich auch Neonazis oder IS-Terroristen an, um Sicherheit zu haben, oder inneren Frieden.

Klingt widersprüchlich? Ist es auch!

Mir hat niemand geholfen, jedenfalls kein Profi. Aus dem Dreck meiner Kindheit musste ich mich ganz allein hervorwühlen.
Ich habe es geschafft, auch weil ich irgendwann gelernt habe, um Hilfe zu bitten. Das hat mir aber auch keiner beigebracht.

Und ich habe immerhin einen recht ausgeprägten Intellekt, den nicht jeder hat.
Und auch bei mir waren irgendwann die Kräfte erschöpft.
Pünktlich zum Zeitpunkt, als ich die Kür des Lebens hätte beginnen können, also mal den einen oder anderen Euro nicht für meine Kinder ausgeben musste, war die Kraft alle.
Seit Jahren lebe ich von Hartz IV, weil meine Kraft erschöpft ist.

Vielleicht ist es eine Übergangszeit, die die Freiheit nun mal so mit sich bringt.
Und ich bin da Optimist.
Aber langfristig muss unsere Gesellschft Antworten liefern und Sicherheit bieten. Denn wenn die Menschen das nicht bekommen, wenden sie sich an die, die es versprechen.

Irgendwann ist die Verzweiflung so groß, dass die Menschen nicht mehr fragen können, wie realistisch die Versprechen sind.

Das sind Fakten, und Fakten kann man nicht moralisch bewerten, nur anerkennen.

Es ist der Frieden, der versprochen wird.

Mit Respekt hat das sehr wenig zu tun. Wo wird der Mensch denn respktiert, und wo ist das Refugium der Menschrechte, wenn nicht in Europa?

Sich selbst zu respektieren, auf sich zu achten, ohne sich schuldig zu fühlen, das ist die Erblast der Religionen.
Dabei weiß man doch eigentlich, dass nur ein starker Mensch helfen kann. Und immer noch gilt der Egoistmus als Sünde.

Da ist es doch ein Witz, dass immer von den "Zehn Geboten" geschwafelt wird. Es sind "Zehn Verbote", und ich bin sie leid!

Jedes einzelne ist eine Lüge!

Antwort
von celaenasardotin, 140

Grenzen helfen doch ni ht zu Selbstbewusstsein und vor allem die des Islam nicht. Ich bin mir sicher du bist ohne Kopftuch und Ganzkörperverschleierung deutlich sekbstbewusster. Ich finde es allgemein schrecklich in so schlimme Regeln gepfercht zu werden. Freiheit ist ein Menschenrecht

Kommentar von webschamane ,

Gute Klubs haben böse Türsteher und solide Staaten gesicherte Grenzen.

Der Grund ist einfach, man möchte die Idioten draußen halten.

80 % der Straftaten werden von den 20 % der Söhnen verübt, die ohne Vater aufwachsen. Einfach weil die Mutter es verabsäumt hat Grenzen zu setzen.

Weder ist das gut für das Kind, noch die Gesellschaft.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Selbst wenn das richtig ist, ist es deutlich zu kurz gedacht.

Ich habe meinen Kindern weniger Grenzen gesetzt als ihre Mutter, die wenigen Grenzen aber deutlicher.

Aber zum größten Teil was es wohl mein Vorbild. Dass ich mich als Mensch mit allen Schwächen und Stärken gezeigt habe.
Nicht immer gerecht, und nicht immer richtig.
Aber nie habe ich mich hinter irgendwelchen Regeln verschanzt.

Da kommen mir deine Ausführungen sehr erbärmlich vor. Du nimmt Zuflucht in Bildern, deren Wahrheit niemand überprüfen mag.
Welche guten Staaten haben denn wohl die besten Grenzen?
Nordkorea, Saudi-Arabien speziell die Stadt Mekka?

Vorschusslorbeeren waren gestern, Laberstunde war's auch.

Kommentar von webschamane ,

Bist du der ehrlichen Auffassung, dass Deutschland seine Grenzen besser managt als Saudi-Arabien, das deutlich näher an Syrien liegt ?

Oder denkst, dass Deutsche aus Glück und Zuversicht 1,3 Kinder pro Frau haben, wahrscheinlich 0,9 ohne Zuwanderer.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Es ja  kein Zufall das eine Kind  auch einen Vater hat .

Es ist für eine Mutter schlicht und einfach zuviel verlangt heranwachsenden Söhnen (die  meist rein Körperliche schon überlegen sind ) Grenzen zu setzen .

Da kann man kaum den Müttern die Schuld geben ...sondern wohl eher auch fragen warum Väter ihre Rolle nicht ausfüllen bereit sind ,auch wenn sie von der Frau getrennt sind ..

Kommentar von josef050153 ,

Etwa 80% aller terroristischen Aktivitäten auf der Welt werden von Muslimen aus religiösen Gründen begangen. So gut scheint es doch nicht zu funktionieren, die Idioten draußen zu halten. Oder sind das gar keine Idioten, sondern gute Muslime?

Kommentar von webschamane ,

Das seltsame am islamischen Terrorismus ist, dass er immer den Regierungen nützt und die Attentäter immer ihre Ausweise vergessen.

Angenommen die Muslime möchten Europa islamisieren, wieso dann Anschläge ? Das wäre nur dumm.

Kommentar von celaenasardotin ,

Ich finde allgemein , dass unabhängig von der Religion vieles schief gehen kann , wenn man Kinder erzieht. aber junge Mädchen durch einen Kopftuchzwang gefügig zu machen finde ich nicht richtig. das sollte eine freie Entscheidung sein und alle Muslima, die ich kenne würden sich bei freier Wahl dagegen entscheiden.

Kommentar von webschamane ,

Der Frauenanteil in Politik, Gesundheitswesen, Bildungswesen und anderen Bereichen mit Entscheidungsbefugnissen ist in den letzten Jahrzehnten massiv angestiegen - Gleichberechtigung und so.

Hast du das Gefühl, dass die Politik heute besser funktioniert als früher, das Gesundheitswesen besser geworden ist, das Bildungswesen oder die Wirtshaft besser funktioniert ?

Denkst du das der eigene Ehemann oder ein fremder Firmenchef eine angenehmere Einkommensquelle ist ? Sind denn Frauen glücklicher als früher ?

Kommentar von celaenasardotin ,

Die Politik ist so schlecht wie seit Jahrzehnten nicht mehr , aber trotzdem leben wir in Deutschland einigermaßen frei. ich bin mir sicher das ist tausend mal besser als ein Gottesstaat. was hat das denn mit glücklich zu tun , man wird doch nicht glücklicher , wenn man die ganze Zeit zu etwas gezwungen wird. aber ja , ich denke ich bin glücklicher als ein Mädchen , dass ihr Leben lang ein Kopftuch tragen muss , keine rechte hat und zwangsverheiratet und vergewaltigt wird. das kann ja wohl niemand bestreiten

Kommentar von webschamane ,

Und ich sage dir, dass du die Frauen aus dem muslimischen Milieu völlig falsch einschätzt. Persönlich würde ich immer zu deutsche Frauen votieren, weil sie einfach erheblich pflegeleichter und bei weitem nicht so zickig sind. Und das heißt was.

Muslimische Frauen sind im Normalfall eine Landplage, die als Prinzesinnen beginnen und als Königinnen enden. Die wirken nicht nur wie Matroninnen, die sind auch häufig welche.

Deine Geschichte von den armen, unschuldigen, unterdrückten Mädchen stimmt nicht. Die wissen recht genau wie sie ihre Männer am Gängelband halten.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Da gebe ich dir recht ,es sind die Alten im Islam die hier die  Regeln einfordern und akribisch überwachen ...  und auch oft das Urteil sprechen ...(wer halt selbst traumatisiert ist ,mag auch anderen Generationen nichts  gönnen ...dazu müsste man seine Traumatas verarbeitet haben ...)

Das macht  das System aber ja nicht besser ,sondern eher noch tragischer .

Kommentar von celaenasardotin ,

mag sein , dass das mit der Unterdrückung der Frauen nicht bei allen gilt , aber wenn man muslimische Mädchen kennt , weiß man , dass es meist doch so ist. auch wenn sie in Deutschland leben. es ist quatsch sowas zu verharmlosen

Kommentar von webschamane ,

Auch wenn der Mann der Kopf der Familie ist, ist die Frau der Hals. Der kopf sieht nur das, wo der Hals in hindreht.

Antwort
von AbuAziz, 108

Ja, die klaren Regeln sind eine der Stärken des Islam. Als Muslim kann ich mein Leben viel einfacher gestalten. Ich gehorche zuerst Allah. Und schaue wie unser Prophet Muhammad, Allahs Willen gelebt hat. 

Es gibt allerdings viel weniger Verbote als Erlaubtes. Alles was nicht Verboten ist, ist zunächst einmal erlaubt. Als Beispiel, das "berühmte" Schwein ist verboten, aber hunderte oder gar tausende von anderen Tieren sind erlaubt. Zum Beispiel Hirsche, Rehe, alle Arten von Fischen, Rentiere, selbst Heuschrecken dürfte ich essen usw. usw.

Kommentar von kurdin23 ,

Ich habe gehört das man kann Pferde Fleisch essen darf im Islam

Kommentar von AbuAziz ,

Ja, ist erlaubt:

Dschabir Ibn 'Abdullah, Allahs Wohlgefallen auf ihnen, berichtete: "Der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, verbot uns am Tage der Schlacht von Chaibar das Fleisch der (zahmen) Esel und erlaubte uns das Pferdefleisch."

Siehe Hadith Nr.5521 aus Al-Bukhary

Kommentar von Chris10021999 ,

Wie kannst du dir bei vielen Verbote und Regeln dein Leben einfacher gestalten, wenn du erstmal im Koran alles nachschlagen musst?

Kommentar von AbuAziz ,

Ich muss ja nicht alles nachschlagen. Nur Themen, die neu sind,  oder um zu wiederholen und sicher zu sein.

Ich denke du bist Christ. Wann hast du die 10 Gebote gelernt. Wahrscheinlich schon bei deinen Eltern. Spätestens im Kommunions- oder Konfirmantenunterricht. Darf man Ehe brechen? Nein, darf man nicht. Das brauchst du auch nicht nachzuschlagen.

Bei Muslimen ist dies genauso. das Kleinkind lernt in einer muslimischen Familie schon sehr viele Dinge bis es erwachsen ist. Und dieses Wissen bleibt immer gleich.

Wenn ich als konvertierter  Muslim eine für mich sehr schöne Frau sehe, weil sie mir auf dem Gehweg direkt entgegenkommt, werde ich den Blick sofort senken und an ihr vorbei gehen ohne sie nochmals anzusehen. Das ist nicht einfach, aber das habe ich mal vor über 30 Jahren gelernt und kenne die Regel immer noch und handle immer noch danach. Zu diesem Thema brauche ich nicht mehr nachzusehen, was Allah im Koran dazu sagt.

Antwort
von Hamburger02, 97

Da scheinen wir von völlig anderen Beobachtungen auszugehen.

Das Leid in unserer heutigen Gesellschaft ist viel geringer als das Leid, als Religion noch das sagen hatte. Da waren Mord, Totschlag und Armut die Regel. Und wenn ich die Moslems betrachte, die die Verbote des Korans ernst nehmen, wie z.B. Taliban, Wahabiten oder IS, sehe ich dort viel mehr Leid, als hierzulande. Ansonsten müsste man ja die Frage stellen, warum zur Zeit so viele Moslems nach Europa und Deutschland wollen, wenn deiner Meinung nach das Leid doch viel größer sei als in islamischen Ländern.

Die Unterstellung, dass religiöse Menschen respektvoller mit anderen umgehen als Ungläubige, halte ich für ein pures Gerücht. Meine Beobachtung sagt das Gegenteil.

Mit der Aussage "Wer zu allem ja sagt, wird ausgebeutet.." hast du völlig recht und das betrifft meiner Meinung nach genau die streng Gläubigen. Das war in der Vergangenheit im Christentum so und ist im Islam heute auch noch so. Das einfache Fußvolk wird vom Klerus hemmungslos ausgebeutet.

Die Behauptung, gläubige Moslems seien selbstbewusster als Ungläubige, ist völliger Unsinn.
Da wäre die weibliche Hälfte der Bevölkerung uznd du willst uns doch nicht weiß machen, dass unterdrückte Moslemfrauen selbstbewusster wären, als die ungläubigen Frauen hierzulande. Gerade mit dem ausgeprägten Selbstbewusstsein der europäischen Frauen haben viele Moslemmänner große Probleme. Die moslemische Frauen trauen sich ja nicht einmal, ohne Verschleierung und Kopftuch rauszugehen, auch wenn sie es gerne möchten, weil sie Angst vor ihren Männern/Brüdern/Vätern haben. 

Und gläubige Molsemmänner sind garantiert auch nicht selbstbewusster als hierzulande Atheisten. Oft genug liest man hier, wie sich jemand minderwertig, schuldig und schmutzig findet, weil er die Regeln nicht einhalten konnte. Das ist das pure Gegenteil von Selbstbewusstsein. Welcher gläubige Moslem ist denn z.B. selbstbewusst genug, seinem Imam Kontra zu geben und eine andere Meinung offen zu vertreten als er? Den musst du mir erstmal zeigen. Für hier lebende Christen oder Atheisten ist das weniger ein Problem, selbstbewusst eine eigene Meinung zu haben. 

Kommentar von webschamane ,

Bei der ganzen Diskussion um die Imame und Moscheen wird gerne übersehen, das die Vereine das Nichts verwalten.

Wenn also diverse Vereinigungen den verpflichteten islamischen Religionsunterricht fordern oder die größte Moschee Europas planen ist das die schlichte Verzweiflung am Ende der Fahnenstange.

Die einzigen die zulauf finden sind Salafisten, die sind zwar extrem allerdings authentisch.

Wie unten erwähnt folgen Leute Überzeugung und Stärke und nicht alten Säcken, die in der Trkei keine Karriere mehr machen.

Das ist ein schwacher Islam und deshalb würde ich dir zustimmen.

Antwort
von 3plus2, 125

Alles machen was der Islam vorschreibt, (so wie die Selbstmordbomber) die Denken auch nicht selber

(Alle Menschen haben einen Kopf, manche denken auch damit.)

Kommentar von webschamane ,

Und scheitern deiner Ansicht nach Menschen, deshalb im Leben weil die nicht denken können oder deshalb weil ihnen die Disziplin fehlt ihre Erkenntnisse umzusetzen ?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Jeder Mensch braucht das Gefühl, dass "es" sich lohnt.
Und das "es" ist genau so unbestimmt wie "das", was ein Mensch tut.

Kein Mensch kann ohne Belohnung leben, sage ich einfach mal.

Auch Denken und Disziplin kann man lernen, wenn sie gelehrt werden.

Und jeder lernt nur nach seiner Art. Oder mit seinem Eifer.

Es geht um die Frage, ob es reicht, dass jeder nur in seinem Maße lernt. Auf Dauer muss das reichen, denn eine Gesellschaft von Versagern ist auf Dauer nicht stabil.

Es fehlt den Menschen nicht an irgendwas, sondern sie haben ein gewissen Maß davon PUNKT

Kommentar von webschamane ,

Stimmt und wenn das gewisse Maß für die freie Wildbahn nicht ausreicht, schaffen sie es eben nicht über den nächsten Winter.

Antwort
von suziesext06, 103

nein, umkehrt, ich finde dieses skupulante Produzieren von einer wahren Verbotsinflation, Fatwas zu immer lächerlicheren Fragen, nur zum Zweck den ganzen Alltag eines Menschen minutiös zu gängeln und zu regelementieren, ist die grosse Schwäche des sunnitischen Islam.

Seine Stärke ist wohl die holzschnittartige Weltsicht, in der die Welt und ihre Bewohner eingeteilt sind in Gläubige und Ungläubige. Punkt.

Gläubige fühlen sich als WIR gegen die Anderen, und noch der bildungsfernste gläubige Analfabet darf sich in dem Dünkel wähnen, er sei allen Ungläubigen charakterlich und moralisch haushoch überlegen, ohne irgendeine sachliche Grundlage, ausser dass er eben glaubt was ihm der Imam und Mufti predigt.

Kommentar von webschamane ,

Schau, am Ende schlafen Frauen immer mit den Siegern. Menschen folgen Stärke, nichts anderem.

Auf wen würdest du dein Geld setzen, die harten Typen mit den Bärten oder Pyjama-Boy, das naße Handtuch, Hans-Peter mit seiner inflationsgesicherten Riesterrente ?

Muss du nicht selbst lachen, wenn eine Deutsche dem Islam vorwirft zu pedantisch und bürokratisch zu sein ?

Kommentar von suziesext06 ,

deutsch mit Islam zu vergleichen, das ist Kraut und Rüben miteinander vergleichen und das eine zu würdigen und das andere abzuwerten. Wenn du das sunnitische Skrupulantentum als Stärke bewertest, ist das deine Meinung, das ist dann ok. Aber dann versteh ich nicht ganz, warum du es ganz oben als Frage zur Diskussion stellt.

Die ethische Kasuistik im Islam und orthodoxen Judentum (Talmudisten) ist auch keine Pedanterie und Bürokratie, sondern das minutiöse Erstellen von religiös begründeten Vorschriften zu praktisch jedem Schritt und Atemzug eines Menschen. Bei psychisch schwachen oder bildungsfernen Menschen führt eine derartige Religionspraxis nicht zur Stärke und Reife, sondern zu Skrupulantentum und direkt in die Zwangsneurose (ist es haram sich die Haare schwarz zu färben?)

Kommentar von webschamane ,

Ich stelle es zur Diskussion, weil mich andere Meinungen interessieren. Das bedeutet allerdings nicht, dass ich nicht abklopfe ob diese Meinungen auch fundiert sind.

Zugegeben "ist es haram sich die Haare schwarz zu färben" ist halt wirklich dämlich, das muss ich dir lassen.

Kommentar von Richthofen1 ,

@suziesext06

hey..stell dir mal vor die Menschen dort hätten da nie Öl gefunden .

Wie sieht es dann dort aus ? wer interessiert sich für diesen Islam.

Genau Niemand ...und Warum Niemand ? weil sture Esel nie nachgeben und auf ihren Stolz solange herumsitzen bis sie umfallen.

Stell Dir dann vor wir müssen keine Meinung darüber abgeben und keiner braucht sich auf unsinnige Diskussionen einzulassen.

Frau Merkel kann auch beruhigt schlafen gehen den im Ost-Länder gibt es genügend Facharbeiter die auch viele Kinder machen die dann unsere Rente hmm Pension bezahlen

Türkei mit ihren kleinen Sultan kann machen was er will.... und Klein -Katarrh richtet WM -Spiele aus für Niemanden.

PS ...Ironie darf jeder herauspieken und löschen lassen :-))

LG.

Antwort
von Jogi57L, 67

So könnte man es sehen....

Allerdings ist aus "Zeiten der Not"... geschichtlich bekannt.. dass die Menschen DANN nach einem "starken Mann"... einer "starken Frau"....etc.. rufen, wenn es ihnen schlecht geht....

Der Islam gibt klare Regeln und eine klare Orientierung vor....

Der Islam ist zwar in sich widersprüchlich.. aber das löst "Der Islam" dadurch.... dass gesagt wird:

"Wenn Allah es so will.. ist es richtig.. und basta..!"

Selbstbewusstsein erkenne ich dabei nicht, allenfalls Selbstaufgabe....( Unterwerfung )

.. aber das passt ins System....

unterwirf Dich.. und dir gehts gut...

unterwirfst Du Dich nicht, gehts Dir schlecht....

Quasi alles Merkmale einer Tyrannei

natürlich kann sowas auch zu einem "Selbstbewusstsein" 

in dem Sinne:

"ich bin mir selbst bewusst, dass ich mich dem Tyrannen unterwerfe.. und deshalb Vorteile beziehe... darauf bin ich stolz..."

Antwort
von DerBuddha, 63

nicht verbote sind die "stärke" des islams, sondern die verbreitung von angst und die androhung von gewalt und tod.............:)

zudem noch menschen, die ohne gewissen den glauben durchsetzen wollen und dabei nur eigene interessen vertreten.........

und klare grenzen zieht der islam auch nicht, denn wäre es anders, würde es keinen streit unter den muslimen seit tausenden von jahren geben................zudem werden selbst im islam fast alle gebote verletzt und gebrochen oder mit findigen neuen geboten umgangen usw....dass sieht man so schön an muslimisch regierten ländern wie saudi-arabien oder sogar der türkei, wo die oberen "gesetzeshüter" selbst die glaubensregeln brechen, weil sie auf die "annehmlichkeiten" des verdorbenen westens nicht verzichten wollen, aber das verbot dann beim gemeinen volk durchsetzen wollen.............*g*

Antwort
von nowka20, 80

nein, es sind die gottesstrafen

Antwort
von ShishaGut, 139

Haramstufe rot 

Antwort
von josef050153, 56

Die Stärke des Islam sind nicht die Verbote, sondern die absolute Gewalt mit der sie durchgesetzt werden. Wer Anst hat, wird nach außen hin zustimmen, weil er nicht durch Köpfen oder durch einen Ehrenmord sterben will.

Kommentar von webschamane ,

Insbesondere die Ehrenmorde, sind einer speziellen sozialen Dynamik innerhalb der Gesellschaften geschuldet. Die ich persönlich ablehne.

Es geht darum, dass die Frauen einer anderen Familie versuchen, vermeintliches soziales Fehlverhalten in einer konkurrierenden Familie zu orten um diese zur Aktion zu zwingen und so zu schwächen.

Aus meiner Erfahrung, werden die Regeln nicht so sehr durch Gewalt als durch sozialen Druck durchgesetzt. So belauern sich muslimische Familie gegenseitig im Ramadan um ein Fehlverhalten in der anderen Familie auszumachen und zu verbreiten.

Ich halte das eher für eine menschliche, denn für eine religiöse Schwäche. Und würde bezweifeln, dass es dieses Verhaltensmuster im deutschen Dorf nicht gibt.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Genau das  macht ja das  soziopolitische Konzept des Islams aus und  ist hier bewusstes Werkzeug .

Das gibt es natürlich auch in anderen Gesellschaften ist dort aber kaum so dramatisch da ich ich eine Scharia Gesetzgebung nirgends denn im Islam gesehen habe.

Soziale Achtung  wie es überall vorkommen kann ,ist noch mal was anderes als Steinigung ,Geisselung etc..meine ich doch .

Antwort
von 1988Ritter, 65

Die große Stärke des Islam findet sich ganz woanders.

Der Islam ist hauptsächlich in der dritten Welt dominierend. Dort werden Moscheen gebaut, und gleichsam Koranschulen etabliert.

Diese Koranschulen sind dann auch gleich für den mangelhaften Bildungsstand, sowie der islamischen Indoktrinierung verantwortlich. Dementsprechend befinden sich in diesen Ländern kaum Menschen die mit dem Instrument der medialen Information umgehen können, dafür aber von allen ihnen Beigebrachten islamischen Ansichten überzeugt sind.

Das stärkste Instrument des Islam ist dabei die allgegenwärtige Höllendrohung. Durch diese Drohung bleiben Muslime linientreu.

Es ist also nicht so, dass der Islam das Selbstbewusstsein stärkt. Der Islam konditioniert die Gläubigen durch Angst vor der Hölle.

Kommentar von ThomasJNewton ,

Deine Antwort könnte gut werden, wenn du den Unterschied zu anderen Religionen, dem Christentum insbesondere, etwas deutlicher herausarbeitetest.

Kommentar von 1988Ritter ,

.....die aber hier nicht gefragt sind.

Antwort
von Chaoist, 120

Welches Verbot des Islam ( man könnte die Frage auch in anderen Religionen stellen ) soll denn bitte zu Selbstbewusstsein führen?

Gläubige Menschen sind sich maximal bewusst, dass sie ohne ihren Gott und ohne ihre Religion nur wenig bis nichts sind. Deshalb halten sie sich ja an die Gesetze die ihnen ihr Gott gibt, denn er ist weise - sie nicht. Er ist mächtig - sie nicht. Das nicht selbstbewusst sondern gottesbewusst.

Kommentar von webschamane ,

Die Geschichte von Joseph bzw. Yusuf, der sich dem Ehebruch mit der Gattin des Pharao verweigert und deshalb durch Falschbeschuldigung im Kerker landet.

Er bleibt sich und seinen Überzeugungen treu und wird schließlich durch Geduld und Fähigkeit zum Großwesir.

Kommentar von Mark1616 ,

Das hat nichts mit Glauben zu tun. Du widersprichst dir hier sogar selbst. Es geht einzig und allein um "Geduld und Fähigkeit".

Kommentar von Chaoist ,

Interessantes Beispiel:

Diese Geschichte macht einmal mehr den LeserInnen ein Versprechen. Gott wird dich belohnen, wenn du seine Gebote / Verbote ( = Gesetze ) einhältst.

Das hat aber alles nichts mit Selbstbewusstsein zu tun.

Joseph hält sich daran nicht seines Nächsten Weib zu begehren, als diese ( die Frau des Pharaos ) ihn massiv anbaggert. = Gottesfurcht

Dennoch wird er durch die List der Untreuen Frau des Pharao in den Kerker geworfen. = Dumm gelaufen. Hätte er sich flach legen lassen, wäre sie Glücklich gewesen und er nicht in Kerker.

Gläubige sehen freilich keine Ungerechtigkeit Gottes darin, denn Gott sorgt fürs Josephs Freilassung nach mehreren langen Jahren. Joseph betete wahrscheinlich während all der Jahre um sich am letzten Strohhalm der Hoffnung fest zu halten.

Wie kam es denn eigentlich dazu dass er der Frau des Pharaos so derart nah kommen konnte? Doch wohl durch sein eigenes Geschick. Was er anfasste gelang ihm. Gläubige meinen hier er sei eben von Gott mit seiner Begabung gesegnet. Genau dieses Denken verhindert Selbstbewusstsein. Die Gaben kommen nicht vom Menschen sondern von Gott. Das ist Gottbewusstsein.

Kommentar von Zicke52 ,

"Die Geschichte von Josef...."

Na, immer klappt sowas aber nicht. Johannes der Täufer blieb auch "selbstbewusst" seinen Überzeugungen treu und liess sich von Herodes nicht beeindrucken. Folge: sein Kopf landete auf einem Teller.

Also auf Gott ist kein Verlass.

Kommentar von webschamane ,

Muslime pflegen zu sagen:"Vertraue auf Gott und binde dein Kamel an."

Die einsiedlerischen Blumenkinder die sich von Wildhonig ernähren und "wir haben uns alle ganz super toll lieb" predigen sind nicht der islamische Weg zu denken.

Wenn solche Typen ihren Kopf verlieren, würde ich das nich gerade als überraschend bezeichnen.

Der islamische Weg lautet "sprich leise und trage einen großen Knüppel" und nicht "halte die linke andere Wange hin."

Das ist eben einfach entweder deutsch, christlich oder dämlich, je nach Sichtweise.

Kommentar von suziesext06 ,

Speak softly and carry a big stick - ist kein "islamischer" Weg, sondern die Parole aller politischer Gewalttäter, hier zb als das Regierungsprogramm von Theodore Roosevelt, einem christlichen US-Präsidenten.

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