Sind Transgender die größeren Sexisten?

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

GAAAAAANz einfach ausgedrückt, damit es auch die Begriffsstutzigsten verstehen:

Personen,
die Geschlechtsdysphorie haben (Transexuelle/Transgender/etc), also
Personen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, mit dem sie
geboren wurden fühlen sich ungefähr so:

Du bist ein.. hm sagen wir
mal Büroangestellter. Du identifizierst dich nicht als Büroangstellter.
Du fühlst dich unwohl als Büroangestellter. Du willst womöglich deinen
Job wechseln. Das bedeutet NICHT, dass du Büroangestellte hasst, oder
diesen Beruf hasst. Das bedeutet auch nicht, dass du bestimmte Clichees
von anderen Jobs hast. Du sagst dir, Unterrichten mag ich, liegt mir.
Ich möchte stattdessen Lehrer sein. DAS widerum bedeutet nicht, dass du
der clicheehafte Lehrer mit Brille, Halbglatze, nem Stock sein willst
und streng. Es kann aber passieren, dass so eine Person genau der
"typische" Lehrer wird!

Genauso ist es mit Geschlechterrollen.
Du weißt einfach, dieses Geschlecht ist nicht das, was ich bin. Und
wenn du dich veränderst, machst du einfach nur das, womit du dich
wohlfühlst, was sich einfach zufälligerweise mit den typischen
Geschlechterrollen überlappt. So gibt es viiiiiiiiele verschiedene
Leute, die transgender/Transsexuell sind. Genau wie es viele
verschiedene cisgeschlechtliche Menschen gibt, die zufälligerweise der
typsiche Mann/Frau ist. Bedeutet das, dass sie sexistisch sind oder gar
Geschlechterrollen unterstützen? Nein

Sie sind einfach das, was sie sind.

ps: so bezeichnen sich die meisten transgender nicht auch direkt als Mann/Frau bzw Transgender man/woman oder ftm oder mtf sondern eher als queer, etwas anderes als vollkommen Mann/Frau.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von night
15.04.2016, 22:55

Danke für HF!

0

Vorweg: ich schreibe bewusst NICHT über Genitalien, da es nicht von öffentlichem interesse sein sollte, was für Genitalien andere haben!

Klar: Viele transsexuelle (in Abgrenzung zu transgender, oder transident), haben sehr feste und sehr biologistisch geprägte Geschlechter und Rollenbilder. Das lässt sich nicht bestreiten. Und selbstredend führt das zu von bestimmten gesellschaftlichen Umständen geprägten Eindrücken, die durchaus auch sexismen beinhalten können. Jedoch ist die systematische diskreditierung von Frauen* durch cisgeschlechtliche Personen, etwas komplett anderes.
Inwiefern eine Person, die von diversen Diskriminierungsmechanismen betroffen ist -zu denen auch solche dämlichen Vorurteile wie deine gehören- in einer patriarchal geprägten Gesellschaft überhaupt Sexismus ausüben kann ist sehr umstritten.
Außerdem müssen diese Bilder, die viele haben doch vor dem Hintergrund betrachtet werden, was medizin und gesellschaft verlangen. Isoliert und ohne die Geschichte des einzelnen Menschen sind sie nicht betrachtbar. Wenn Du eine GAOP möchtest MUSST Du dich über Körper identifizieren und zwar ziemlich stark, egal ob du willst oder nicht! Selbst wenn Du nur testo willst ist das so... das kann nicht ohne den Kontext gesehen werden!

  Deine Aussagen zum Thema sind kurz zusammen gefasst BULLSHIT.
Trotzdem ist gut, dass Du deine Frage gestellt hast, weil viele so denken.

Bei transidentität (und darunter fällt transgender zu meist), geht es nicht nur, nicht zwingend, nicht ausschließlich oder gar nicht um den biologisch definierten Körper. Es geht um Identität. Zu Identität kann auch die Identifikation mit bestimmten Körpern zählen.
Das muss sie aber nicht.
Wenn es Dir um etwas geht, wo es um Identifikation mit dem Körper geht, dann möchte ich dich Fragen, ob Du keine Gefühle zu Deinem körper hast? Fast alle Menschen haben das. Und diese gefühle unterscheiden sich nun mal! und das ist voll ok, wenn jemand sich nicht mit dem eigenen Körper identifizieren kann, der Person zu ermöglichen ihn so zu verändern, dass das geht. (Wobei ich einschränkungen mache, wenn es um gefühle geht, die durch die negierung von nicht normativen Körpern in Form von zu kleiner brüste, oder zu viel speck geht, die darum gehen anderen zu gefallen und komischen schönheitsidealen zu entsprechen. Da würde ich erst mal versuchen den leuten nen empowernden workshop anzubieten, und wenn s sich dann nicht ändert. na gut, dann gibt s eben neue Brüste.)

Dabei geht es auch nicht um Röcke oder Hosen (ich trinke auch sekt) oder das Verkörpern stereotypisierter Verhaltensweisen.
identität ist etwas hochkomplexes. Für manche ist die identifikation mit ihrem körper nun mal sehr wichtig - gerade weil er manchmal sich eben falsch anfühlt, falsch ist. das hast auch du zu respektieren, ohne deine biologistisch geprägten bilder auf andere zu projezieren.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DukeSilver
14.04.2016, 13:37

"Inwiefern eine Person, die von diversen Diskriminierungsmechanismen betroffen ist -zu denen auch solche dämlichen Vorurteile wie deine gehören- in einer patriarchal geprägten Gesellschaft überhaupt Sexismus ausüben kann ist sehr umstritten. "


Von wem soll das umstritten sein?

Wenn ich diskrimintert werde, dann kann ich doch trotzdem selbst eine diskriminierende Enstellung haben. Daran hindert mich nichts.



Und zur Identität:

Also wenn ich in den Spiegel schaue, denke ich in etwa: Aha, so sehe ich also aus. Und nicht: Ui, nein, da muss was kaputt sein, ich bin in Wirklichkeit jemand ganz anderes.

Zweite Denkweise finde ich schon ein bisschen krank.


Ich meine, das kann auch negativ sein, aber dann heißt es immer noch: Aha, habe ich mal wieder Fett angesetzt hier, und nicht, hat dieser dumme Körper wieder Fett angesetzt.


0

Transsexuellen geht es mehr um ihren Körper und das innere Feeling, die ziehen sich trotzdem an und Verhalten sich wie sie wollen. Sie fühlen sich tatsächlich falsch im Körper.

Transgender wollen äußerlich das andere Geschlecht sein und in deren Rolle fallen. Sie stereotypen eher.

Aber sexistisch?! Ist es eher solche Klischees zu haben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DukeSilver
14.04.2016, 13:15

Naja, woraus besteht denn diese Rolle, in die Transgender fallen wollen, außer solcher Klischees?

0

Gar keine doofe Frage, eigentlich.

Woran macht man denn die geschlechtliche Identität fest? Neben den biologischen Merkmalen (die für Transgender aber ja gerade nicht maßgeblich sind!) bleiben ja nur die Rollenbilder. Also letzlich die Klischees!

Für Transgender sind demnach die Rollenbilder wichtiger, als die Biologie.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Bodaway
14.04.2016, 13:46

nööö identifikation, nicht rollenklischees.

0

Ja, da liegst du allerdings total daneben, weil diese Personen sich nicht (oder zumindest nicht nur) wegen bestimmter Klischees dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, sondern weil sie sich tatsächlich als ein Mann oder eine Frau im falschen Körper fühlen.

Die sagen sich nicht: Ich will ein Mann sein, weil ich lieber Bier als Prosecco trinke, sondern die fühlen sich einfach als Mann oder Frau und das im falschen Körper.

Das kann man sich schwer vorstellen, aber der Leidensdruck ist für diese Personen enorm und mit Sexismus hat das rein gar nichts zu tun.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von DukeSilver
14.04.2016, 11:41

Aber woran machen sie das fest? Wie definiert sich das für einen Transgender, was ein Mann und was eine Frau ist?

1

Sind Tierschützer die größten Nicht-Tierschützer, weil sie die Tierchen immer frei lassen wollen, was ihr sicheres Ableben auf einer Autobahn zufolge hätte?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du liegst total daneben, weil so Thema hier nichts zu suchen hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?