Frage von mxxnlxght, 43

Sind Strafen immer notwendig?

Wenn man aufgefordert wird, so zu sein, wie man ist, & dann für seine Eigenheiten bestraft wird. In eine Falle gelockt wird, & am Ende ist man selbst das Opfer. Wenn einem vorgegaukelt wird, dass du alles richtig gemacht hast, aber Konzequenzen tragen muss. Als würde man seine Existenz nicht schon genug bestrafen.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Schokolinda, 36

ich habe deine Ergänzung gelesen. daher meine Meinung: du bist NICHT in die falle gelockt worden.

du hast nach dem ratschlag der einen Person gehandelt und bei einer anderen dann negativen Konsequenzen erlebt.

nun könnte man sagen, wie du es tust: die Person a hat mich in die falle gelockt.

dann sollte man sich fragen: was hat die Person davon?

gar nichts.

also muss die annahme mit der falle falsch sein.

wahrscheinlicher ist, dass die Person a nicht recht wußte, was sie damit auslöst. auch in einer Institution sind nicht allen die Verfahrensweisen vollkommen klar; und es gibt immer strengere und lockere leute.

möglich wäre aber auch, dass Person a (Therapeutin) dachte, dass es für dich entweder das harmlosere übel oder/und ein gutes Training wäre und du deine Kompetenzen testen/ trainieren könntest.

schliesslich war dir ja bekannt, dass du nicht trinken sollst- und dann gibst du es gegenüber der Therapeutin zu. wobei dann auch klar sein sollte: die Therapeuten tauschen sich untereinander aus. du musstest damit rechnen, dass dein alkoholkonsum bekannt wird, wenn du ihn deiner Therapeutin berichtest, die verpflichtet ist, solche info z.b. an den Arzt weiterzugeben.

die Situation war also vielleicht sowieso schon im entstehen- und die Therapeutin konnte jetzt nur noch dazu raten, möglichst offen damit umzugehen, weil das das vorteilhafteste für dich ist. etwas zugeben ist immer besser als erwischt werden.

ich finde, du klagst in der Situation zu unrecht die Therapeutin an, denn an der Situation hattest du selber schuld: du hättest nicht trinken sollen und wenn, dann eben überhaupt nicht darüber reden, wenn du zum tragen der Konsequenzen nicht bereit bist.

ich verstehe auch deine Entrüstung nicht, wenn du auch schreibst: gelbe karte 1 Woche vor schluss sei eh sinnlos. letztendlich war dann die Konsequenz für dich klein. aber du trittst hier auf, als wäre dir ein schweres unrecht angetan worden. das passt nicht so ganz zusammen.

Antwort
von Barney123, 11

Hallo unausprechlicher Name,

Nach Allem, was ich da gelesen habe, musst Du wohl verschiedene Dinge auseianderhalten:

Da gibt esas uf der einen Seite eine Soziale Gesellschaft, in der es Regeln gibt, die einzuhalten sind, weil sonst das soziale Zussmmenleben nicht funktioniert. Im Besonderen machst Du eine Therapie, in der es offenbar notwendig ist, keinen Alkohol zu trinken. Bei Alledem geht es nicht darum, wie Du bist oder sein willst. Das sind ganz einfach die Rahmenbedingungen. Wenn nur zwei Menschen zusammenleben, kann keiner mehr machen was er will und muss Rücksicht auf den Anderen nehmen. Das gilt für Dich ganz genauso. Du kanntest diese Regeln, und musst dich nun nicht wundern, dass Dein Regelverstoß Folgen hat. Das ist völlig normal!

Das andere Thema sind die Strafen an sich: Ich habe im vorigen Abschnitt mit Abdsicht den Begriff Strafe nicht verwendet, denn die Gelbe Karte ist keine Strafe, sondern eine Konsequenz. Da ist ein großer Unterschied.

Die Wirksamkeit von Strafen wird Heute von Psychologen und Pädagogen in Frage gestellt. Auch das Nachfolgeministerium des Bundesfamilienministeriums sieht das sehr kritisch. Siehe nachfolgenden Link:

http://goo.gl/BUJusO

Deshalb ganz klar, Strafen sind eher kontraproduktiv. Aber in Deinem Fall handelt es sich ja um eine Konsequenz!

Antwort
von apophis, 43

Naja, Menschen lügen.
"Sei wie Du bist" heisst "Sei wie wir Dich wollen" bzw. "Du kannst sein wie Du bist . . . solange wir damit einverstanden sind".

Was die Strafe angeht, wenn es eindeutige Regeln gibt, muss man sich natürlich daran halten. Auch, wenn man "sein soll, wie man ist", darf man dagegen natürlich nicht verstoßen. Auch wenn es die Eigenheiten sind.

Antwort
von Suboptimierer, 36

Es gibt Menschen, denen bereitet es vergnügen, die Schuld an anderen zu suchen und andere zu bestrafen und es gibt die Menschen, die sich schnell eingeengt fühlen, wie ein Opfer fühlen, ungerecht behandelt fühlen.

Diese Menschen ergänzen sich gegenseitig im Grunde ganz gut.

(Mir ist klar, dass meine Halb-Ironie mir jetzt eine Menge ↓ einbringen wird ^^)

Antwort
von voayager, 8

die Frage ist so allgemein gehalten, dass sie im Grunde nicht zu beantworten ist

Antwort
von Kiboman, 32

wow jetzt werden aber alle begriffe zusammenhangslos in einen topf geworfen.

einem phsychopaten oder nazi sagt man nicht bleib wie du bist, und genau deshalb wird er auch für seine eigenheiten bestraft.

das ist eine aussage in einzelfall entscheidung.

und ob jemand etwas richtig macht ist aus der jeweiligen perpektive.

ein nazi der ausländer verprügelt hat aus seiner sicht alles richtig gemacht und wird dafür bestraft.

um was geht's gier denn genau?

Kommentar von mxxnlxght ,

Es schadet nicht anderen Menschen. Ich soll währrend meiner Therapie nicht trinken. Wenn ich Wochenendsbeurlaubung hab, mache ich es trotzdem manchmal. Habe es meiner Therapeutin erzählt, die hat des voll locker genommen und gemeint, ich soll es den Betreuern sagen, um zu lernen, mich zu öffnen. Es gehört zu meinem Krankheitsbild, mich Menschenabhängig zu verstellen, hab das mein ganzes Leben so gemacht. Wenn ich dann sage, okay, ich bin ehrlich, ich habe was getan, was mir gut tut, was ich normalerweise nicht mache, weil ich mich selbst lieber bestrafe, bin ich letztenendes das Opfer. Die Betreuer wollen gelbe Karte, ne Woche bevor ich entlassen werde. Sinnlos.

Kommentar von Kiboman ,

es ist nur konsequent.

du hast in der therapie doch auch gelernt du musst konsequent sein.

wenn du etwas machst was gegen die regeln ist wird nach protokoll verfahren.

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