Sind Religionen nicht eigentlich alle nur Wirtschaftsunternehmen?

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17 Antworten

Ich kann im folgenden nur für das Christentum sprechen.

Also die korrekte Bezeichnung ist Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdÖR). Jedenfalls bei uns Baptisten ist das so.

Religionen = Wirtschaftsunternehmen?

Das ist eine interessante These. Ich denke, das würde - wenn überhaupt - nur auf die Kirche, nicht auf die Religion zutreffen. Es ist Definitionssache, aber Religion bedeutet für mich - grob gesagt - die Summe der Eigenschaften, Gebote, Gesetze und Verheißungen des Gottes, an den man glaubt.

Die jeweilige Kirche vertritt den Glauben bzw. die Religion der jeweiligen Richtung, wobei hier natürlich mehr oder weniger starke Tendenzen mit hineinspielen, die von den Menschen selbst hinzugedichtet oder weggelassen wurden.

Deshalb gibt es auch so viele unterschiedliche Ausprägungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten: Katholiken, Baptisten, Adventisten, Zeugen Jehovas, Brüdergemeinden etc. etc.

Meiner Meinung nach muss sich jede christliche Gemeinschaft daran messen lassen, wie sehr sie sich an Jesus und der Bibel orientiert.

Bei uns in der evangelischen Freikirche (Baptisten) ist das so, dass jedes Gemeindemitglied den Zehnten zahlen sollte. Das heißt, 10% des Einkommens sollten für die Gemeinde gespendet werden. Das wird allerdings zum einen nicht geprüft, und zum anderen ist es möglich, nur als Freund der Gemeinde geführt zu werden. Dann muss man auch offiziell nichts zahlen.

Von diesen Geldern wird, sofern vorhanden, der Pastor bezahlt und der Unterhalt der Gemeinderäumlichkeiten gewährleistet. Auch geht ein Teil an die "Zentrale", den Bund. Und natürlich werden auch regelmäßig interne und externe Projekte davon unterstützt.

Ein Wirtschaftsunternehmen hingegen unterliegt den Gesetzen der Marktwirtschaft, muss also wachsen und seinen Umsatz vergrößern. Das ist bei uns natürlich auch erstrebenswert, aber nicht primäres Ziel und auch nicht erforderlich.

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Religionen sind keine Unternehmen; schon gar keine Wirtschaftsunternehmen. Kirchen benehmen sich manchmal wie Wirtschaftsunternehmen und Sekten wie Scientology sowieso. Aber solche Sekten haben mit Religion nichts zu tun.

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Also ich bin christlich-evangelisch und bin trotzdem kein wirklicher Kirchenfreund. Ich habe sowohl positive wie auch negative Erfahrungen mit der christlichen Kirche gemacht, außerdem bin ich an anderen Religionen besonders aus kultureller Sicht interessiert. Unterm Strich teile ich die Auffassung, dass Religionen Sekten sind, welche sich am Anfang der Menschheit etabliert haben um Geschehnisse zu erklären, als die Wissenschaft noch nicht soweit war und um Profit zu generieren, sowie die Bevölkerung besser zu kontrollieren. Außerdem besitzen die drei Weltreligionen ein gewaltiges Volumen an Hintergrundinformationen, welche geschickt ineinander verschlungen und damit recht unübersichtlich und oft auch widersprüchlich formuliert sind, um keine eineindeutige Interpretation zulassen - mit Absicht! So brechen nicht nur Kriege unter den Weltreligionen sondern auch in den eigenen Reihen aus, z.B. Katholiken/Protestanten oder Muslime/Islamisten. Bei letzterem handelt es sich - selbstverständlich - um eine Entfremdung und Radikalisierung der "Religion" zur Ideologie aufgrund des gewaltigen Interpretationsspektrums von "Religionen". Unterm Strich bieten nur die wenigsten Religionen/Sekten (z.B. Buddhismus) produktive auf Beidseitigkeit beruhende Absichten, welche nicht nur dem Eigennutz dienen und auf Profit (etwa in Form von Spenden) aus (bzw. angewiesen) sind.

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Kommentar von PatchrinT
10.10.2016, 04:18

Bei dem Buddhismus liegst du richtig. Nur als Sektenmitglied möchte ich nicht beschimpft werden. Kirche und Sekte ist immer noch ein großer Unterschied. Das zu erklären würde alle Ketten sprengen. Buddhist,ja,ich bin einer...ich bins gerne,gebe etwas gerne,auch Geld....

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Als Mitglied im Sportverein zahlst Du auch Beiträge. Wenn's Dir nicht gefällt, trete aus und fertig.

Die Kirche als Wirtschaftsunternehmen ? Klar ist die Kirche ein Wirtschaftsunternehmen und muss als solches auf betriebswirtschaftlich solider Grundlage  geführt werden.

In der Regel werden kirchliche Unternehmen als gemeinnützige Unternehmen geführt. (Altenheime, Krankenhäuser, Behindertenwerkstätten usw.) Das bedeutet, es dürfen keine Gewinne gemacht werden und wo Überschüsse erzielt werden, müssen diese wieder dem Unternehmenszweck zugeführt werden. Werden diese Unternehmen als "reines" Wirtschaftsunternehmen (z.B. Verlage, Reiseunternehmen usw.) dann werden selbstverständlich Steuern gezahlt.

Das Vermögen der Kirche setzt sich vorwiegend aus Immobilienvermögen zusammen, oftmals denkmalgeschützt und im Unterhalt sehr aufwändig. Ob da von der "gierigen Religion" das große Geschäft gemacht wird ?? Wohl kaum.

Am Ende bleibt die Rolle der Kirche in der Geschichte der letzten 1000 Jahre. Zugegeben, da hat Kirche -nach heutigen Maßstäben- nicht immer eine gute Figur abgegeben. Aber das haben viele andere auch nicht. 

 

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Es ist schon wahr, als Christ zum Beispiel ist man gezwungen, falls man Mitglied in einer Kirche sein möchte, Steuer zu zahlen.

Es gibt aber auch Freikirchen, deren Mitgliederbeiträge freiwillig sind.

Anders bei bestimmten Sekten. Da sind die "Beiträge" direkt an die Organisation abzugeben und es entsteht auch ein bestimmter Druck.

Alle mir bekannten Religionsstrukturen haben da sehr wirtschaftliche und weltliche Organisationsstrukturen.

Das allerschlimmste aber, dass diese Religionsstrukturen ihren Mitgliedern subtil drohen, bei Austritt kommt man in die Hölle. Auch verteufeln sie Andersdenkende.

Gott sei Dank der Glaube nicht. Man kann auch ohne Kirche glauben und seelig werden.

 Der "Liebe Gott" ist, soweit ich weiß, in keiner der großen Kirchen Mitglied.

Meiner Meinung nach wohnt er im Sonnenaufgang, im Lachen eines Kindes, im Rauschen des Meeres und im Herzen eines jeden Menschen. 

Wer das verstanden hat, weiß, das dieses Glaubensgefühl, diese Liebe Gottes einfach unbezahlbar ist. Unabhängig davon ob ich diesen Gott jetzt Jachwe, Allah, Gott, Universum oder sonstwie nenne.

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"Religionen" sind der best-verdienende Zweig der Wirtschaft (siehe Vatikan als reichste Organisation), ins Leben gerufen durch den "Gott dieser Welt" (Offb.12,9; 17,1-5).

Unser ewige Schöpfer jedoch ist ein Gott der Liebe (1.Joh.4,8), dem "geben" mehr wert ist als "nehmen" (Apg.20,35). 

Er "gab uns" sogar Seinen Sohn, um uns das ewige Leben schenken zu können (Röm.6,23).

Der "Gott dieser Welt" (2.Kor.4,4; Offb.17,1-6) wird in Bälde gefangen werden (Offb.20,2).

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Sind nicht alle Religionen, mehr oder weniger auf 
finanziellen Profit aus?

Aber klar, was sonst. Die werden immer reicher und leben in Saus und Braus. Und noch nicht mal Gewinnausschüttung für die Mitglieder. Pfui Deibel. Und alle diese Dummköpfe lassen sich das gefallen.
Gut daß es kluge Menschen wie dich gibt, die das hinterfragen.
Jetzt wird die Welt aufhorchen und man wird dich preisen.

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Nein Religion hat nichts mit Wirtschaft zu tun. Religion bezeichnet die menschliche Kultur rund um das Göttliche.

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Kommentar von Sven7732
10.10.2016, 03:46

Warum wird man dann gezwungen, immer mehr Geld reinzupumpen?

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Jepp, und leider nicht nur das, sondern auch noch in der Regel machtgeil und männerorientiert.

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Kirchen haben ja auch wenig mit Religion zu tun, wahre christen haben die irrlehre schon erkannt und lehnen diese radikal ab

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Sie waren mal für gute Absichten geschaffen aber heutzutage läuft alles aus dem Ruder...

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Das ist alles Lügen... Man musste die Leute von früher abbringen Aufstände zu beginnen .. Man sagt ja auch Religion die Droge für die Masse .. Und das es Propheten gab bezweifle ich .. Man hat so oder so früher alles geglaubt die Menschen waren halt kaum gebildet

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Kommentar von danhof
10.10.2016, 13:43

Nicht "man sagt", sondern Karl Marx sagte. Dessen Meinung muss man ja nicht teilen.

Die Menschen waren kaum gebildet? Aristoteles, Platon, Sokrates, Pythagoras, alles Dummköpfe? Man darf nicht davon ausgehen, dass die Menschen früher dümmer waren als heute, nur weil es noch keine Kernspintomographen und keine E-Zigaretten gab.

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Kommentar von RealistAtheist
11.10.2016, 01:51

@danhof leider war es so über 90 % der Menschen waren Analphabet einfache Bauer und anstatt zu überlegen woher Blitz und Donner kommen erschuf man die Götter . Und große Denker wurden von der Kirche bekämpft und der Ketzerei beschuldigt .. Und das Geldgeilste sind ja immernoch die Ablassbriefe

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Die Kirchensteuer hat nichts mit der Religion zu tun, bzw. welche anderen Religionen nimmt denn Geld?

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Kommentar von Sven7732
10.10.2016, 04:28

Natürlich hat die Kirchensteuer was mit Religion zu tun! Das Christentum ist die größte Religion der Welt, und möchte man als Christ Mitglied der Kirche werden muss man Geld zahlen. Das ist wie bei einer Sekte, nur harmloser. 

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Absolut richtig. Sie verkaufen ein falsches Gefühl von Verbundenheit und Gemeinschaft für Geld.

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unter anderem heute JA

sie wurden aber den völkern gegeben, damit diese lebenshilfe in ihrem erdenlos erhalten

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Sven - wo drückt dich denn der Schuh?

Hast Du Probleme mit deiner Religion?

Oder hast Du welche mit deiner Religionsgemeinschaft?

Oder andersrum:

Glaubst Du an Gott, aber nicht an die Kirche?

Oder glaubst Du an die Kirche, aber nicht an Gott?

Oder brauchst Du ein bisschen Konversation zum Einschlafen - gewissermaßen als virtuelle Baldriantropfen?

Ein Teelöffelchen voll Kirchensteuer, noch eins mit den Lügen, und falls Du immer noch nicht einduseln kannst, eins mit Kreuzzügen. Schlaf gut!

;-)

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Kommentar von Sven7732
10.10.2016, 04:13

Ich frage mich nur, warum z.b die Kirche Geld verlangt, aber selbst keine Steuern zahlt. 

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Ja,sind sie. Nur wird auch ein Teil dieses Profites in Ausländische Institutionen(Dritte Welt Hilfe,Einrichtungen z.b Waisenhäuser ect) investiert. Die Kirche selber ist ein reicher Haufen und ihre Strukturen ähneln schon einer Organisation die nicht immer gutes im Sinn hat. Vornehm ausgedrückt.

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