Frage von Norina1603, 113

Sind Ohrenhöhler eine aussterbende Spezies?

Guten Abend liebe GF-Gemeinde,

ist es auch schon jemanden aufgefallen, dass in den letzten Jahren die "Ohrenhöhler"

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd...

wie vom Erdboden verschluckt sind?

Vor ein paar Jahren, wenn man ein Brett hoch gehoben hat, oder umgedrehte Blumentöpfe mit Holzwolle gefüllt aufgehängt hat, waren sie in Massen vorhanden und zur "Bekämpfung" von Blattläusen gerne gesehen!

Jetzt jedoch, sind sie nirgends zu finden, jedenfalls hier im südbayrischen Raum!

Ist das nur bei mir der Fall, oder auch andernorts in Deutschland so?

Das würde mich schon sehr interessieren!

Ich wünsche Euch allen ein schönes Wochenende und freue mich auf Antworten!

Norina

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerandereAchim, 45

Hej Norina,

in unserer Gegend im südöstlichen Schleswig-Holstein zeigen die Bestandsdichten der Ohrwürmer keine wesentlichen Veränderungen. Sie treten aus meiner Sicht in geeigneten Kleinhabitaten wie immer relativ häufig, aber nicht massenhaft auf.

In der Roten Liste und Gesamtartenliste der Ohrwürmer (2011; folgender Link) ist je eine Art dieser Gattung (Dermaptera; insgesamt acht heimische Arten) als ausgestorben, stark gefährdet oder sehr selten eingestuft. Eine weitere Spezies steht auf der Vorwarnliste. Der Gemeine Ohrwurm (Forficula auricolaria) z. B. gilt als ungefährdet.

http://www.fmart.de/0dom/publication/wp-content/uploads/2012/10/RL-D-2011_Ohrwue...

Für meiner zweiten Heimat - Nordwesten der Insel Fyn in DK - gilt das bereits oben erwähnte.

Liebe Grüße

Achim

Kommentar von DerandereAchim ,

Die o. a. Rote Liste ist die für Deutschland (Tab. 2 im Artikel unter dem o. a. Link). Die Gefährdungsgrade in den Bundesländer finden sich in Tab. 3.

Kommentar von Norina1603 ,

Hallo Achim,

danke für den aufschlussreichen und hilfreichen Beitrag, anscheinend ist es doch eine lokale Erscheinung!

Dann will ich einmal hoffen, dass dieses Phänomen zeitlich begrenzt ist und sich die Population wieder erholt!

Liebe Grüße nach Schleswig-Holstein

Norina

Kommentar von DerandereAchim ,

Hej Norina,

wie immer gern geschehen und zudem war das ja auch eine sehr interessante Frage mit dementsprechend spannenden Antworten.

Das von Dir beobachtete Phänomen tritt offensichtlich nicht nur in Deiner Gegend (Südbayern), sondern auch im Donautal bei Regensburg, in der Schwäbische Alb und im Rems-Murr-Kreis auf, hingegen nicht weiter südlich im Kanton Jura (Schweiz) und auch nicht nördlich von diesen Region im Bayrischer Wald und Taunus, in Hessen, Berlin und Schleswig-Holstein.

Nun sind das für über den gesamten Großraum betrachtet äußerst wenige Einzelmeldungen, so dass sich daraus noch längst nichts fundiert ableiten ließe. Aber dennoch stellt sich mir die Frage, ob es nicht den einen oder anderen Einfluss auf die Ohrwürmerbestände in Eurerm Großraum gab bzw. gibt, der bei uns nicht oder nicht so gravierend auftrat.

Liebe Grüße

Achim

Kommentar von Norina1603 ,

Hallo Achim,

es ist durchaus möglich, dass das ausbleiben mit den letzten beiden heißen Sommer zusammen hängt und vielleicht auch noch durch mein Gießverhalten begünstigt wurde, denn es wurden hauptsächlich nur die vielen Töpfe und Bonsai gegossen, wobei die Stellen, wo die morschen Stämme liegen vernachlässigt wurden!

Ich werde den Bereich um den kleinen Teich, wo Mädesüß, Schwertlilien und eine Sumpfzypresse wachsen, also sowieso feuchter sind, etwas umstrukturieren und zwei bis drei der morschen Holzstücke dazu lagern, dann bekommen diese auch etwas mehr Feuchtigkeit ab!

Mal sehen, wie es sich in den nächsten Jahren entwickelt!?

Du weißt ja, die Hoffnung stirbt zuletzt ;-)

Wogegen ich von diesen Zeitgenossen

http://images.google.de/imgres?imgurl=http://max-attachments.prod.hlpstr.de/atta...

genügend habe, doch die sind im Kampf gegen die Blattläuse leider nicht zu "gebrauchen", haben aber dafür andere Stärken!

Liebe Grüße

Norina

Kommentar von DerandereAchim ,

Danke für die Auszeichnung!

Antwort
von schaerschweiz, 43

Bei uns (Schweiz, Kanton Jura) hatte ich massenweise Ohrwürmer in schlecht gelagertem und feuchtem Holz, das teilweise anfing zu modern. Wenn sie andernorts nicht auftreten, so ist das wahrscheinlich Trockenheit und damit auch der Ordentlichkeit zuzuschreiben. Das massensweise Auftreten ging ganz erheblich zurück, als das modernde und faulige Holz entsorgt und teilweise saniert wurde.

Könnte also sehr wohl sein, dass das Auftreten sehr stark von lokalen Gegebenheiten abhängig ist

Kommentar von Norina1603 ,

Danke, anscheinend ist es doch eine lokale Erscheinung!

An der "Ordentlichkeit" dürfte es nicht liegen, denn wir haben hier einen sehr naturnahen Garten, mit Igelhaufen, morschen Stämmen, kleinen Teich, Fröschen usw.!

Ich vermute auch, dass es an der Trockenheit liegt, denn ich beobachte das auch erst seit 2-3 Jahren!

Antwort
von BlackRose10897, 60

Also wir hatten die letzten drei Jahre hier eine richtige Plage (Schwäbische Alb). Man konnte die Terassentür nicht auflassen, ohne dass man dann ein paar von den Viechern im Haus hatte. 

Aber dieses Jahr haben wir im Verhältnis zu den letzten Jahren auch kaum welche hier. Nur vereinzelt sieht man mal ein paar.

Kommentar von Norina1603 ,

Danke für die schnelle Antwort, vielleicht sind die heißen Sommer der letzten Jahre Schuld daran?

Kommentar von BlackRose10897 ,

Gut möglich, wobei wir diesen Sommer teilweise viel Regen hier in der Gegend hatten.

Andere sind vielleicht froh, dass es weniger sind. Ich würde mich freuen, wenn sie wieder etwas mehr kommen würden, denn dieses Jahr hatte ich dafür sehr viele Blattläuse auf meinen Rosen, die letzten Jahre überhaupt nicht.

Kommentar von Norina1603 ,

Ja dieser "Sommer" war etwas feuchter, doch wenn aus den Vorjahren keine oder nur wenige überlebt haben, wird es etwas dauern, bis sich die Population wieder erholt hat und unsere Helferlein zurück sind ;-)

Kommentar von BlackRose10897 ,

Stimmt, soweit habe ich gar nicht gedacht^^

Antwort
von Gangerl, 46

Bei uns im Donautal bei Regensburg sind sie so gut wie Ausgestorben, früher waren sie Scharrenweise überall.
Hätte sie gerne im Garten, damit die Tausend Millionen Blattläuse endlich mal weniger werden.
Würde mich echt Interessieren wo sie geblieben sind, kann mir nicht Vorstellen, dass die Landwirte daran Schuld sind,(Spritzmittel usw.).

Kommentar von Norina1603 ,

Danke auch Dir für die schnelle Antwort, ja es ist wie verhext, doch Landwirte und Gift kann ich bei mir ausschließen, die einen sind nicht da und Gift wird in meinem naturnahem Garten nicht verwendet!

Antwort
von Schuesselchen, 30

Wenn ich Wäsche im Garten trockene, dann habe ich immer welche beim Wäsche zusammenlegen dabei. Bei uns ist das dieses Jahr schon eine kleine Schwemme( Berlin). ENTWARNUNG
Liebe Grüße, 🐺

Kommentar von Norina1603 ,

Danke, anscheinend ist es doch eine lokale Erscheinung!

Dann will ich einmal hoffen, dass einige den Weg nach Bayern finden, bzw. sich die Population wieder erholt!

Antwort
von Madi0madlen2, 51

Also bei uns Rems murr Kreis waren, die letzten Jahren sehr viele davon da, und jetzt bzw. Dieses Jahr habe ich nur 1 getroffen.

Kommentar von Norina1603 ,

Danke für die schnelle Antwort, dann bin ich einmal gespannt wie sich das die nächsten Jahre entwickelt, ob sie wieder zurück kommen, oder ganz ausbleiben?

Antwort
von MonikaDodo, 37

Hier gibt es jede Menge!! Jedes Jahr! Im Taunus.

Kommentar von Norina1603 ,

Danke, anscheinend ist es doch eine lokale Erscheinung!

Antwort
von sepp333, 23

Bayrischer Wald meldet viele Ohrwürmer ich könnte nicht sagen das die weniger werden.

Kommentar von Norina1603 ,

Danke, anscheinend ist es doch eine lokale Erscheinung!

Kommentar von sepp333 ,

Ich könnt dir welche schicken ^^

Kommentar von Norina1603 ,

Das ist sehr lieb, doch ich hoffe noch, dass sich einige noch irgendwo versteckt haben und wieder vermehrt auftreten!

Antwort
von staysic88, 25

Hessen bei mir sind sehr viele unterwegs

Kommentar von Norina1603 ,

Danke, anscheinend ist es doch eine lokale Erscheinung!

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