Frage von Vogelpferd, 50

Sind Medikamente gegen Angst nur Placebos?

Ich habe eine Angsterkrankung und depressive Episoden. Momentan geht es mir richtig schlecht, ich habe ständig Angstattacken. Ich weiß nicht wie lange ich so meinen Alltag noch halbwegs hinbekomme. Manchmal schaffe ich es nicht mal das Haus zu verlassen.

Ich habe meinen Psychologen auf Medikamente angesprochen, der meint alle Antidepressiva seien Placebos, die bloß Nebenwirkungen haben.

Ich schaffe das aber nicht alleine... Ich will nicht noch mehr Jahre meines Lebens nur im Bett verbringen. Kennt jemand von euch vielleicht etwas, was gegen diese Panik helfen könnte? Vielleicht sogar etwas frei verkäufliches? Auch wenn es nur die Nebenwirkung oder der Placeboeffekt ist...

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von voayager, 15

Dein Psychologe erzählt da totalen Unsinn, selbstverständlich haben Tranquilizer oder Neuroleptika eine recht handfeste Wirkung, absurd das in Frage zu stellen.

Frei verkäuflich wirst du in der Apotheke nichts vorfinden, da isses besser, du wendest dich an einen headshop, wo du dir per online was bestellst. Da gibt es einen in Holland, der hat ein reiches Angebot, aber auch spezielle Firmen haben da so Einiges zu bieten, z.B. die Firma Biovea und smart.

Was gibt es denn bei den Headshops so? Kawa Kawa, Blauer Lotus, Giftlattich u.a.m.

Und was die Firmen für Nahrungsergänzungsmittel? z.B. GABA-Präparate, Griffonia, Goldmohn u.a.m.

Fazit. Tranquilizer machen sehr rasch süchtig, Neuroleptika bescheren dem Patienten eine Matschbirne, während die Alternativpräparate, also Naturstoffe oftmals angenehme Gefühle hervorrufen und zudem nicht solch schreckliche Nebenwirkungen haben.

Merke: es wird dem Otto-Normal-Verbraucher Psychopillen angedreht, auf dass so die Pharmafirmen dicke Profite einfahren. Dazu gehören auch die Patenter auf ihre miesen Pillen. Bei Naturmedizin lassen sich keine Patente vergeben, da sie ja nicht Neues sind.

Kommentar von voayager ,

Danke für den Stern

Antwort
von samm1917, 9

Bei Angststörungen werden primär Antidepressiva der SSRI und SSRNI-Klasse verschrieben. Antidepressiva wirken gegen Ängste ironischerweise besser als gegen Depressionen. Hinzu kommt die Möglichkeit sich mittels Pregabalin behandeln zu lassen.

Bei Depressionen sind Antidepressiva das viel grössere Thema bezüglich Placebo's. Bei Angststörungen hingegen wirken sie bei den meisten sehr gut.

Ich persönlich kriegte durch Antidepressiva meine Ängste und Panikattacken völlig unter Kontrolle. Die Depression leider nicht. Doch kenne ich Personen, welche auch bezügl. Depressionen auf Antidepressiva angesprochen haben.

Kurz: Bei Ängsten sind Antidepressiva sicher keine Placebos, auch wenn sie viele Nebenwirkungen haben.

Hier findest du eine Übersicht über alle Medikamente die bei Angststörungen und Depressionen eingesetzt werden: http://www.deprohelp.com/medikamente2/

Antwort
von derMannohnePlan, 20

Dein Psychologe hat da nicht ganz Unrecht:

http://m.spiegel.de/wissenschaft/medizin/a-671901.html

So wie Du es schilderst, brauchst Du in der Tat Unterstützung.

Es gibt ein sehr gut wirksames Medikament, dass jedoch ärztlich verordnet werden müsste:

http://www.wissenschaft.de/home/-/journal\_content/56/12054/1001902/

Antwort
von Reisekoffer3a, 35

......
Ich habe meinen Psychologen auf Medikamente angesprochen, der meint alle
Antidepressiva seien Placebos, die bloß Nebenwirkungen haben.

Antidepressiva sind  k e i n e Placebos, haben aber natürlich alle Neben-

wirkungen. Freiverkäufliches kann das Ganze nur "milde" unterstützen

aber n i c h t  wegzaubern.

Vielleicht würde dir auch eine"psychosomatische" Reha was bringen ?!

Kommentar von Loveschocolate ,

Antidepressiva sind aber auf jeden Fall nicht gerade super wirkungsvoll https://psychiatrietogo.de/2013/08/07/kirsch-studie-wirksamkeit-der-antidepressi...

Kommentar von Reisekoffer3a ,

ist mir bekannt das nicht  j e d e s  geeignet ist. Der  Psychiater

kann`s aber rausfinden, durch verschiedene Medikamentest`s.

Habe selbst einen schweren Fall zuhause.

Antwort
von CAPTAlN, 39

Wenn du nicht in einer Medikamentenstudie bist, haben die Medikamente normalerweise schon eine Wirkung.

Antwort
von Chillersun03, 14

Ich habe meinen Psychologen auf Medikamente angesprochen, der meint alle Antidepressiva seien Placebos, die bloß Nebenwirkungen haben.

Das ist größter Unsinn wie kann man als Psychologe nur so etwas unsinniges behaupten. Alle Antidepressiva werden gegen Placebo getestet und sind alle erwiedenermaßen wirksam.

Vielleicht sogar etwas frei verkäufliches?

Gibt es nichts wirklich wirksamen, nichts freiverkäufliches. (Baldrian, Hopfen sind an der Schwelle zum Placebo und Bachblüten und Neurexan sind Placebos) 

Für akute Panikattacken helfen ggf. Benzodiazepine wie Tavor, wirken Wunder (wirklich!) - aber der große Nachteil: Abhängigkeit.

Antidepressiva der Klasse SSRIS (Citalopram) oder auch dämpfende AD wie  Amitriptylin, Doxepin, Trimipramin, Mirtazapin helfen, letztere dämpfende machen aber leider sehr müde. Es hilft, aber bringt leider keine Wunder. Aber jede Unterstützung und Verbesserung der Symptomatik ist hilfreich.

Aber du musst eh zum Arzt dafür.

Gruß Chillersun

Antwort
von exxonvaldez, 9

Das Problem ist, dass dein Psychologe keine Medikamente verschreiben darf. Deswegen sagt er sowas.

Und nein: Das stimmt natürlich nicht!

Antwort
von 7vitamine, 28

Stimmungsaufheller wie Cipralex können dabei helfen. Da ist deine Stimmung wieder gut und bist wieder angstfreier. Und das ohne Placebo-Effekt.
Ich glaube eher du solltest mal den Arzt wechseln, denn genau er sollte dir diese schmackhaft machen, manchmal genügt der Glaube daran das es hilft, und auch wenn es Bonbons sind DU bist dann überzeugt davon und schon das kann helfen.. aber der Typ hat das falsch angepackt oder einfach seinen Beruf verfehlt.

Kommentar von DonkeyDerby ,

Das Problem ist, dass es sich ja nicht um einen Arzt handelt, sondern "nur" um einen Psychologen. Und manche Psychologen leiden unter Minderwertigkeitskomplexen.

Antwort
von DUHMHAITTUHTWEE, 20

Geh zum Psychiater der verschreibt dir ALLES .. Er verdient ja daran.
Geh da hin dann verschreibt er dir was & das kannst du dann ausprobieren:)
&Die Sachen , die dort verschrieben werden sind keine Placebos..

Antwort
von DonkeyDerby, 21

Psychologen sind manchmal halt auch dumm, leider. Die Tatsache, dass Psychologen nicht immer auch Ärzte sind und daher keine Medikamente verschreiben dürfen, trübt bei manchen etwas die Weltsicht.

Kommentar von Seanna ,

Nicht immer? In Deutschland sind Psychologen sogar in den aller seltensten Fällen auch Ärzte. Wer hat schon die Zeit für 2 Studiengänge a 5-7 Jahre PLUS mind eine zusätzliche Ausbildung von 5 Jahren?

Kommentar von DonkeyDerby ,

Heutzutage haben es immer alle so eilig... in den Siebzigern haben wir sogar das Germanistikstudium gerne mal auf 32 Semester gedehnt... ;-)

Aber Du hast natürlich recht, meine Formulierung war nicht korrekt.

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