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Sind Märchen wichtig für die Kindererziehung? Welchen pädagogischen Zweck erfüllen die Geschichten?

gefragt von hoolunder am 12.01.2009 um 23:48 Uhr

Warum sollen Märchen wichtig sein?


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Lavendel53
beantwortet von Lavendel53 am 12. Januar 2009 23:52
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Märchen beflügeln die Fantasie. Meist werden die Bösen bestraft und für die Guten findet sich ein glückliches Ende. Das ist schön für Kinder, so wünschen sie sich die Welt.

Was gibt es schöneres, als davon zu träumen, einmal eine Prinzessin zu sein?

Kommentar von 4d9efea9fdeefe251c08a3f2ac53012bsmallElfy7 am 13. Januar 2009 07:49

DH ! Wenn ein Kind zwischen dem Fernseher und dem Geschichtenerzähler wählen kann, wird es sich immer für das Vorlesen entscheiden. Natürlich vorausgesetzt, dass es das auch kennt. Es soll ja immer noch Eltern geben, die es nicht für nötig halten, vorzulesen, oder überhaupt Märchenbücher zu kaufen.

Kommentar von Simple_avatar4smallLavendel53 am 13. Januar 2009 23:20

Ich habe Märchenbücher geliebt und meine Kinder "mussten" sich die dann auch anhören.

Kommentar von 4d9efea9fdeefe251c08a3f2ac53012bsmallElfy7 am 14. Januar 2009 08:43

Ich denke, wenn die Kinder heute keine Bücher mehr lesen, sondern nur noch vor dem Computer sitzen, fehlt es ihnen an Vorbildern. - Bücher gehören auch heute noch zu meinem täglichen Leben! Auch mein Sohn liest immer noch gerne spannende Bücher.


anonym
beantwortet von maumi am 12. Januar 2009 23:50
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Ob sie nun wichtig sind oder nicht,mag ich nicht beurteilen.Unsere Kinder sind damit aufgewachsen und deren Kinder auch wieder,Sie lieben Märchen wenn wir in der Runde sitzen Kakao trinken und Märchen erzählen


verueckte88
beantwortet von verueckte88 am 12. Januar 2009 23:56
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die Kinder lernen auch mit "bösen Tieren" umzugehen, und auf eine Rolle Art und Weise lernen die Kinder mit dem Tod umzugehen, fast in jedem Märchen wird jemand gefressen ,erschlagen o.ä. Ich persönlich finde Märchen toll und werde meinen kindern auch mal vorlesen.


anonym
beantwortet von Lissa am 13. Januar 2009 00:11
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Soll man den Kindern heute tatsächlich noch diese alten Märchen erzählen? Haben die Geschichten von damals den Kids von heute denn noch etwas zu sagen? Finden die Kinder des dritten Jahrtausend sich noch zurecht in einer Welt voller Asche und Linsen, Mühlen und Spinnrädern, Königshäusern und Küchenmägden?

Kinder erleben Märchen anders

Die Fragen sind berechtigt. Eine Zeitlang wurden Märchen von fortschrittlichen Eltern und Pädagogen verbannt und verurteilt. Märchen stammten aus einer überholten autoritären Zeit, hieß es, sie legten die Geschlechter auf überkommene Rollenbilder fest und seien für die zarten Kinderseelen viel zu grausam. Diese Kritik ist aus der rationalen Sicht von Erwachsenen verständlich. Sie übersieht jedoch, dass Kinder ganz anders auf den Zauber der Märchen reagieren als Erwachsene. Märchen sind Geschichten voller Symbole, die Kinder sofort begreifen. Es wundert sie gar nicht, dass Wölfe sprechen, Tische sich von selbst decken und kleine Jungen sich in Rehe verwandeln. Diese wunderbaren Ereignisse entsprechen der Phantasie von Kindern, die die ganze Welt vom Tier bis zum Stein als belebte Wesen empfinden. Kinder lieben die Sprache der Märchen und ihre deutlichen Bilder. Die Hexe und der böse Wolf sind Symbole für das bedrohliche Böse und es tut den Kindern gut, wenn sie am Ende verbrannt oder ertränkt, also besiegt werden. Das ist in ihren Augen nicht grausam, sondern gerecht. Und es gibt ihnen die Gewissheit, dass auch schlimme und bedrohliche Situationen überwunden werden können.

Unterstützung auf dem Weg ins Leben

Die Geschichte von Hänsel und Gretel zum Beispiel befasst sich mit der Hauptangst aller kleinen Kinder, nämlich von den Eltern verlassen zu werden. Das Märchen beschreibt, wie man im Leben durch schwierige Phasen (die dunklen Wälder) hindurch muss, dass man sich verirren und in Fallen geraten kann, sich am Ende aber alles zum Guten wendet. Übrigens ist Gretel hier durchaus nicht das passive Mädchen, sondern das Kind, das die Situation rettet. Auch "Rotkäppchen" thematisiert die Ablösung des Kindes von den Eltern und die Irrwege auf dem Weg des Heranwachsens. Die Goldmarie aus dem Märchen "Frau Holle" zeigt, dass man mit Liebe und Hilfsbereitschaft gut durchs Leben kommt, während ihre Schwester, die immer nur den eigenen Vorteil sucht, lebenslanges Pech erntet. Und unser Aschenputtel ist wohl deshalb so beliebt, weil viele Kinder sich auch isoliert und ungerecht behandelt fühlen. "Aschenputtel" zeigt ihnen diesen Schmerz in verschärfter Form und hilft ihnen, sich selbst zu verstehen. Am Ende, so zeigt der Verlauf des Märchens, wirst du einen Weg aus dem Elend finden und den Platz erhalten, der dir gebührt. Ungefähr im vierten Lebensjahr sind Kinder so weit, dass sie Märchen verarbeiten können. Manchmal ahnt man sogar, warum ein Kind ein bestimmtes Lieblingsmärchen hat, zum Beispiel weil es mit der Loslösung von den Eltern kämpft oder mit seiner Geschwisterrolle. Aber das sollte man dem Kind besser nicht sagen, um es nicht bloßzustellen.

http://www.mobile-elternmagazin.de/erziehung/alltag/details?konlstruktur=385569&k_beitrag=628124


Dini1
beantwortet von Dini1 am 12. Januar 2009 23:50
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Und es fördert auch deren Fantasie... Die Geschichte vom Nikolaus bzw Christkind...

Kommentar von Lissa am 13. Januar 2009 00:11

Ich glaube, du verwechselst da was.


Linda51
beantwortet von Linda51 am 13. Januar 2009 00:04
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als wir noch klein waren liebten wir doch auch die Märchen und so geben wir es an unsere Kinder und Enkelkinder weiter. Bin der gleichen Meinung wie Lavendel53, finde hat sie schön beschrieben.


Qetan
beantwortet von Qetan am 13. Januar 2009 00:40
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Sie entwickeln das kindliche Gerchetigkeitsempfinden.


kaesbrot
beantwortet von kaesbrot am 12. Januar 2009 23:49
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Märchen beinhalten sehr viel Moral und das ist für eine Erziehung sicherlich nicht falsch.


unterwegs
beantwortet von unterwegs am 13. Januar 2009 14:14
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In den verschiedenen Märchen sind sämtliche Beziehungsprobleme versteckt, die Menschen untereinander haben können - damals wie auch heute. Jedes Kind kann seine Probleme in den Märchen finden und im Märchen die Lösung erleben. So erwirbt es das „Handwerkszeug“ um seine Probleme in der Realität zu lösen – früher oder später. Jeder wird irgendwann im Leben größeren oder kleineren Beziehungsproblemen begegnen. (Wer das nicht tut lebt nicht wirklich.)


anonym
beantwortet von nickiss am 13. Januar 2009 16:53
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Märchen sind sogar sehr wichtig. erstens es hilft den meisten kindern beim zubett gehen und bei manchen ist das so wie ein ritual sie gehen gerne zu bett weil sie wissen das gleich mama o. papa kommt und eine geschichte vorließt. zum zweiten ist es wichtig märchen zu kennen weil heute in der schule viel gearbeitet wird mit den märchen von früher. ein fall bei mir selber: meine kids kennen alle märchen, die meines freundes nicht und sie mussten hausaufgaben machenund in der schule damit arbeiten,blos wie wenn mann sie nicht kennt. war denen schon sehr peinlich nichts zu kennen.


Sacalobra
beantwortet von Sacalobra am 22. Februar 2009 17:33
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Phantasie,zuhören,erzählen lassen(also Konzentration fördernd),Wortschatzerweiterung etcDann kommt es noch darauf an wie der Erzähler/Vorleser spricht/vorliest.Ich denke jeder kennt sein Kind um beurteilen zu können wie dramatisch und wie schön man bestimmte Situationen schildern kann.Richtig ist das damals die Märchen eigentlich für Erwachsene geschrieben wurden,sie wurden aber nach und nach umgeschrieben.Einfach auf das Herz hören und das Märchen vorher selbst lesen.


anonym
beantwortet von AngelinaV am 13. März 2009 00:38
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Hallo,

ganz ehrlich halte ich Märchen gar nicht wichtig für Kinder.

(Phantasie-)Geschichten kann man auch lesen ohne dass es Märchen sein müssten.

Kinder brauchen in dem Sinne keine Märchen und die meisten Märchen sind ursprünglich auch gar nicht für Kinder geschrieben worden - leider wird das häufig übersehen und darum fehlinterpretiert. (Die Märchen der Gebrüder Grimm zum Beispiel richteten sich ursprünglich gar nicht an Kinder)

Sie schaden dem Kind denke ich nicht wenn man aufpasst, dass sie auch wirklich kindgerecht sind und das Kind nicht nachher Ängste entwickelt die es ohne diese Lektüre gar nicht gehabt hätte.

Und ich denke, Märchen wecken oft auch eher Ängste als dass sie Kindern helfen würden mit vorher schon vorhandenen Ängsten umzugehen - ein Kind, dass nie von einem bösen Wolf gehört hat, wird abends nicht unters Bett sehen lassen ob auch wirklich kein böser Wolf da ist...

LG

Angelina


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