erosion am 20.12.2008 um 15:39 Uhr
Ich kenne jemanden, der nicht an einem Gott glaubt. Weihnachten verbringt er z. B. allein auf dem Land, da er nichts von den Festen hält. Er hat keinen Freund. Wenn er ausgeht, gibt es nichts aus.

Warum sollte so jemand ein Egoist sein. Er hat seine Lebensform gefunden, also lass ihn einfach so leben, wie er möchte.
Nicht zwangsläufig. Nächstenliebe, Anstand, Moral etc. kann man auch haben bzw leben, wenn man nicht an einen bestimmten Gott glaubt.
1loth1 am 20. Dezember 2008 15:44 DH
Was hat das mit Egoismus zu tun?????????
OSQuest am 20. Dezember 2008 15:42 finde auch, das ist eher soziale Phobie
Numby am 20. Dezember 2008 15:45 Ja, das ist hier die Frage. Was hat das mit Egoismus zu tun ? Es gibt nun einmal Menschen, die fühlen sich freier, wenn sie ihr eigener Herr sind und sich auch von einer Kirche nicht vorschreiben lassen wollen, woran sie glauben, womit ich nicht sagen will, dass das wirklich so ist, dass die Kirche einem vorschreibt, wie man zu glauben hat, sondern es lediglich aus der Perspektive eines solchen Menschen zu betrachten versuche. Die Feste halten auch manche Gläubige für unsiinig, da sie heutzutage mehr auf die materiellen Aspekte abzuzielen scheinen, als auf die ursprünglichen der (Nächsten-)Liebe. Möglicherweise ist er einfach gegen den Kapitalismus, wofür auch die Aussage sprechen würde, dass er nichts ausgibt, wenn er ausgeht. Dass er keinen Freund hat, muss auch nicht unbedingt negativ sein, aber möglicherweise ist es das Anzeichen einer psychischen Störung, die nicht verarbeitet werden kann. Ohne diese Person zu kennen, lässt sich letzteres allerdings nur sehr schwer, um nicht zu sagen, gar nicht, beurteilen.

so einen kenne ich auch der lebt bei mir im Bad über dem Waschbecken

Ich glaube nicht an Gott, aber ich bin kein Egoist!
hmm ich bin kein egoist ;) ich glaube auch nicht an got aber feier trotzdem weihnachten ostern usw. mit egoist hat das nicht unbedingt was zu tun..

Nein,deswegen ist man kein Egoist.er hat seinen lebensstil und fertig, ob er damit glücklich ist oder wird ,das steht auf einem anderen blatt Papier.

Atheisten! Die muß es auch geben. Da gibt es die verschiedensten Schattierungen, also von Kommunisten bis Gotteslästerer...
WilliWinzig am 20. Dezember 2008 15:46 Nicht jeder Kommunist ist Atheist

Das Eine hat doch mit dem Anderen nichts zu tun!
Auch unter Christen gibt es große Egoisten.
Du beschreibst da eher einen Eigenbrötler, einen Menschen, der sich zurückgezogen hat, weil er von den anderen Menschen in seinem Leben zu oft enttäuscht wurde. Und so wird man verbittert und einsam.
Das hat nicht zwingend etwas mit seinem Atheismus zu tun.

Jeder Mensch ist ein Egoist. Frei werden kann man davon nur durch eine intensive und erfüllte Gottesbeziehung - weil man dann eine satte Seele hat und nicht mehr sich selbst in den Mittelpunkt stellen muss.
Nur "an Gott glauben" oder "eine Religion haben" reicht da nicht aus. Denn das allein ist nicht erfüllend.
Übrigens kann man durchaus auch aus egoistischen Motiven Gutes tun - wenn man dabei nämlich sich selbst aufwerten möchte, und sei es nur in den eigenen Augen.

Ich bin auch Atheist, glaube nicht an Gott und alldies, bin verfechter der Darwinschen Evolutionstheorie, trotzdem habe ich Freunde mit denen ich Weihnachten und so verbringe und fühle mich auch nicht als Egoist, da ich gerne Teile und mit anderen Menschen (egal welchen Glaubens sie sind) meine zeit verbringe.
Ja dem kann ich mich nur anschließen. Jedem das, was ihm Glücklich macht, aber nach den Fakten ,dem gesunden Menschenverstand und Wissenschaft zu urteilen, ist die Religion unhaltbar.
Aber wenn Menschen daran halt finden und auch so friedlicher sind, sei es drum. Hat heutzutage auch ein paar positive Seiten.
Allerdings auch immer noch sehr viele negative. Diese dominieren.
Nehmen wir nur die noch aktuell tobende Reliogns bedingte Kriege. Oder das skrupellose ausnutzen der Angst beminder mittelter Menschen in Sant Paolo. Wenn du nicht den 10 Teil in die Kollekte gibst, dann wirst du im Fegefeuer schmoren.
Das kommt ja einen Generalablass nahe. Es geht denen nicht um die Religion, sondern um das liebe Geld. Sind Eitelkeit und Gier (Geiz)(Unmäßigkeit) nicht zwei der sieben Todsünden ?
Das Christentum zb wurde erst erst durch Waffengewalt zu einer Weltreligion. Betrachtet man den Werdegang (Religion der Liebe und selbst verfolgt), wird einen etwas flau im Magen.

ich habe 'ne masse freunde, lebe inmitten einer großen stadt und gebe, wenn ich weggehe immer zu viel aus...und was war gleich noch mal gott ?

Ich kenne nur einen gott, meiner heist Gott ich bin evangelisch, aber er kann auch zion, allah oder sonst wie heisen, es ist der selbe. schau der johan ist im süden der jose im osten der ivan und sge mir ob es nicht der selbe mensch sein darf
jeder soll mit sich ins reine kommen und wer gott nicht will den zwingt man nicht

Leute die nicht an Gott glauben sind doch menschlich und charakterlich genau so gute oder schlechte Menschen wie Gläubige
Luzi4 am 20. Dezember 2008 15:47 Das müssen jetzt nur noch die Gläubigen kapieren.
daddysdearest am 27. Dezember 2008 11:54 Christen wissen das. Der einzige Unterschied ist, dass wir auch wissen, dass der Mensch Gott braucht.
Eher Realist.
daddysdearest am 27. Dezember 2008 11:55 Na klar doch. Die Realität endet natürlich an den Grenzen Deiner Wahrnehmung. Liebe, Röntgenstrahlen und Radio gibt es auch nicht.
SinaW am 29. Dezember 2008 21:00 Vielleicht gibt es sogar deinen Geist nicht !? Du wirst wohl noch nie Schmetterlinge im Bauch gespürt haben, noch nie Röntgenstrahlen an einem Oszillographen gesehen und noch nie Radio gehört haben. In einem Hohlkopf lässt sich nicht einmal ein Gehirn wahrnehmen.
soll doch jeder nach seiner facon glücklich werden, solange er niemanden verletzt oder ausnutzt, hat er meinen segen

nein. nur weil wir nicht an gott glauben sind wir ungläubigen keine schlechteren menschen.
Eas wäre verkehrt zu meinen, dass Menschen, die nicht an Gott glauben, deshalb Egoisten sein müssen.
Wie sehr eine Mensch liebt, hängt auch damit zusammen, welche Erziehung er genossen und welche Liebe er durch seine Eltern und Mitmenschen erhalten hat.
Und doch entdeckt der Mensch durch seinen Glauben an Gott und an Jesus Christus eine neue Dimension der Liebe, die weit über das hinausgeht, was wir als Menschen unter Liebe verstehen.
Diese selbstlose Liebe, die Jesus den Menschen entgegengebracht hat, hat nicht aufgehört als Er von ihnen verspottet, verleumdet, verhöhnt, beleidigt, gedemütigt, geschlagen und letztlich gekreuzigt wurde. Eine seiner letzten Worte am Kreuz waren: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun."
Diese Liebe übersteigt unser Fassungsvermögen und auch unsere Kraft.
So sagte Er einmal zu den Menschen: "Es ist nichts Besonderes, wenn ihr die liebt, die euch lieben. Vielmehr sollt ihr die lieben, die euch nicht die Liebe entgegenbringen."
Traurige Tatsache ist, dass Menschen sehr schnell ihre Liebe verlieren, wenn sie durch den anderen verletzt werden.
Nicht einmal Lebens- und Eheparntner schaffen es auf Dauer den anderen zu lieben. Wie oft kommt es heute zu Trennungen und Scheidung, weil der Ofen der Liebe ausgegangen ist.
Deshalb eröffnet sich durch den Glauben an Gott eine neue Dimension der Liebe, die den Menschen befähigt über das herkömmliche Maß der Liebe hinauszuwachsen.
Das zu verstehen ist nur möglich, wenn wir die große Liebe Jesu Christi betrachten, die Er uns Menschen entgegen bringt.
Was diese Liebe konkret bedeutet hat Paulus im 1. Korintherbrief 13 beschrieben: "Die Liebe ist geduldig und freundlich, die Liebe eifert nicht, sie prahlt nicht und spielt sich nicht auf. Sie nimmt sich nicht Freiheiten heraus, sie sucht nicht ständig ihren eigenen Vorteil. Sie läßt sich nicht zum Zorn reizen und ist nicht nachtragend. Sie ist nicht schadenfroh, wenn anderen ein Fehler passiert. Die Liebe gibt nie jemand auf, sie bringt Vertrauen entgegen, und erträgt Schwierigkeiten mit großer Geduld."
Jegliche Religion ist begründet auf der Angst des Menschen vor dem Tod. Wer also nicht an irgendeinen Gott glaubt, ist Realist.
Was hat das mit Egoismus zu tun?

Das könnte schon theoretisch nur der Fall sein, wenn es um eine Religion geht, die Altruismus verlangt - es gibt oder gab auch andere Religionen (heute für die meisten Religionen unvorstellbar: Priesterinnen im Dienste religiös geweihter Tempelprostitution in vorchristlicher und vorislamischer Zeit). Aber es gibt - was gerade von vielen Gläubigen geleugnet wird -, auch unter Nicht-Gläubigen uneigennützige, warmherzige und mitfühlende Menschen; schon bei anderen Primaten finden sich solche offenbar auch angeborenen Tendenzen.
DunkelBunt am 13. Juni 2009 10:47 "Priesterinnen im Dienste religiös geweihter Tempelprostitution" Darf ich fragen, auf welche Religionen du genau ansprichst?
nierskiesel am 13. Juni 2009 13:09 Biddeschön: ;-)
Google: www.google.de/search?hl=de&q=Tempelprostitution&btnG=Google-Suche&meta=&aq=f&oq=
Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Tempelprostitution
Unter Tempelprostitution oder kultischer Prostitution versteht man eine im Altertum vor allem in Indien, Ägypten, Babylon (Ištar-Kult), Lydien, Numidien und auf Zypern übliche Form des kultischen Geschlechtsverkehrs von Priesterinnen oder Tempeldienerinnen, meist einer Fruchtbarkeitsgottheit. Laut Herodot konnte eine Babylonierin nur heiraten, wenn sie sich vorher einem Fremden gegen Geld hingegeben hatte. Sie bereicherte sich damit aber nicht selbst, sondern führte die Einnahmen an ihren Tempel ab. Der Wahrheitsgehalt dieser Behauptung ist umstritten. Auch im Gilgamesch-Epos finden sich Hinweise für diese Theorie. Nach Strabon, Athenaios, Pindar gab es in Griechenland Prostitution von Tempelsklavinnen im Tempel der Aphrodite in Korinth. In der aktuellen Forschung wird das jedoch abgelehnt. Strabon, Ovid und Diodor beschreiben Hierodulen im Kult der Aphrodite von Eryx auf Sizilien, der Ausstrahlung bis nach Rom hatte.
Kultische Prostitution in Israel: http://glbt-news.israel-live.de/religion/tanakh-8.htm
Geschichte und kultische Prostitution in Israel und Palästina: http://www.joerg-sieger.de/einleit/allgem/02gesch/all17.htm
nierskiesel am 13. Juni 2009 13:16 (PS: Warum es offenbar nie Priester - ohne "-innen" am Ende - gab, die sich so betätigten, weiß ich leider auch nicht. Vielleicht gibt es von weiblicher Seite tatsächlich einfach prinzipiell zu schwache Nachfrage.)